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28. November 2014
Experten: Wie der Smart Citizen die Stadt der Zukunft mitgestalten kann

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Der Hype um die Stadt von morgen ist enorm. Neue Technologien und smarte Anwendungen sollen eine intelligente Ressourcennutzung ermöglichen und die Kommunen in eine innovative Zukunft führen. Bei der Beteiligung der Bürger an diesen Prozessen steht man aber erst am Anfang, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien.

 

Auf dem Weg zur Partizipation gebe es mehrere Schritte, erklärte Michael Schramm von IBM Austria: Die Verwaltung müsse erstens zuhören und verstehen. Das sei beispielsweise über die Auswertung von Social Media-Plattformen wie Facebook oder Twitter möglich. Dabei würde eine Vielzahl an Informationen durchforstet und ein Stimmungsbild mittels intelligenter Text-Analyse herausgefiltert. So könnte man verstehen, was die Menschen bewegt.

 

Zweitens gelte es, neue Ideen zu finden. Dies sei etwa über „Citizen Jams" - virtuellen "Think Tanks", in denen Konzepte mit Tausenden Bürgern diskutiert werden können - möglich. Und drittens müsste die Bevölkerung eingebunden werden. Dabei helfe der Siegeszug der Smartphone-Apps. So könnten in manchen Städten beispielsweise Mängel in der Kommune - etwa ein kaputtes Gerät am Spielplatz - fotografiert und versehen mit GPS-Daten an die Verwaltung gemeldet werden. „So lernen die Bürger auch mitzugestalten", sagte Schramm.

 

Entsprechende Aktivitäten in den Gestaltungsprozess der Stadt zu integrieren, sei ein Schlüsselfaktor für den Erfolg, „losgelöste Einmal-Aktionen bringen nicht viel", so der Experte. Bei der Einbindung der Bevölkerung dürfe außerdem nicht nur auf die „lautesten" Personen gehört werden. Schließlich seien manche Gruppen gar nicht auf Social Media-Plattformen vertreten.

 

Rascher Feedback-Kanal wichtig

Gegen Einmal-Aktionen sprach sich auch Christian Adelsberger vom Kompetenzzentrum evolaris aus: „Viele Partizipationsprojekte haben eher den Charakter eines Feigenblattes und versanden sehr rasch." Sehr wichtig bezüglich Beteiligung sei auch die Verfügbarkeit eines raschen Feedback-Kanals in der jeweiligen Situation. Wer sich etwa über eine Verschmutzung in der U-Bahn ärgere, könne diese mittels Smartphone sofort melden und müsse nicht warten, bis er wieder vor einem Computer sitzt. Die Kommune hätte den Vorteil, schnell für Abhilfe sorgen zu können, bevor sich noch viele weitere Personen ärgern.

 

Die Möglichkeit, die eigene Umwelt aktiv mitgestalten zu können, sei für viele Bürger eine neue Erfahrung, ergänzte Roman Ganhör von der Technischen Universität (TU) Wien. „Die Herausforderung liegt darin, möglichst viele Personen in diesen Gestaltungsprozess einzubinden und gleichzeitig die Vielzahl an Meinungen sinnvoll unter einen Hut zu bekommen", so Ganhör. Dabei dürfe die Stimme der Bevölkerung aber nicht auf die der Konsumenten und Werbeempfänger reduziert werden.

 

Auf die Städte der Zukunft würden viele Herausforderungen zukommen, sagte Daniel Scheikl vom Kommunikationsspezialisten Dimension Data. „Die möglichen Änderungen sind weitläufig, vom gemeinschaftlich genutzten Elektroauto, über die intelligente Heizung bis hin zu neuen Kommunikationsmedien auf Basis Green-IT", erklärte Scheikl. Wichtig dabei seien einerseits eine entsprechende Infrastruktur und andererseits smarte Endgeräte, um schnell Informationen beziehen und nutzen zu können.

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