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Lokale Online-Dienste kommen laut Experten in Fahrt

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Smartphones, benutzerfreundliche Anwendungen und Geo-Daten: Mehr braucht es nicht, um den lange angekündigten Siegeszug der ortsbezogenen Dienste doch noch auf Schiene zu bringen. Wohlgemerkt, was die Nutzung betrifft, bei den Geschäftsmodellen herrscht noch Ratlosigkeit, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien.

 

Die Voraussetzung für einen Erfolg am Massenmarkt - Handys mit GPS, Kompass und Co., Apps als neues Modell und ein leichterer Zugang zu ortsbezogenen Daten - seien jedenfalls bereits vorhanden, so Karl Rehrl von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft. Vor allem die notwendigen Geo-Daten hätten bisher ein Problem dargestellt. Bei der Entwicklung einer App, die beim Blick durch die Handykamera auf ein Gebirge die Gipfelnamen und Höhenangaben einblendet, habe man bemerkt, wie schwierig es ist, an entsprechende Informationen zu kommen.

 

Fündig geworden sei man letztlich bei der „freien Weltkarte OpenStreetMap" - einem Crowdsourcing-Projekt, sagte Rehrl. Dabei werden die Inhalte eines Dienstes gemeinschaftlich von ihren Nutzern erstellt bzw. Aufgaben an unbekannte Akteure ausgelagert. Auch bei manchen Echtzeit-Verkehrssystemen fungiere die Masse der Autofahrer bereits als Datenlieferanten, weil Bewegungsprofile an Navigationsanbieter übertragen werden. „Die Bürger werden zu Sensoren", erklärte der Experte. Zu so detaillierten Daten zu kommen, sei auf anderem Weg kaum mehr finanzierbar.

 

„Der User wird nicht zahlen"

Auf für Unternehmen interessanten Datenbergen sitzen auch die Mobilfunker. „Aus anonymen Bewegungsströmen lassen sich spannende Anwendungen basteln", gab sich Florian Niedersüss von A1 Telekom Austria überzeugt. Man könne aus den Positionsveränderungen von Millionen SIM-Karten beispielsweise errechnen, wo es staut, oder auswerten, wie viele Menschen sich wann auf einer Einkaufsstraße wohin bewegen. Am Massenmarkt sehe er - im Unterschied zum Unternehmensbereich - derzeit aber kein funktionierendes Geschäftsmodell. „Der User wird nicht zahlen", so Niedersüss.

 

Die ersten ortsbezogenen Dienste seien an der noch nicht ausgereiften Technik und den damals sehr teuren Geo-Daten gescheitert, ergänzte Thomas Wedl von Cellular. Jetzt könne jeder einzelne Entwickler über offene Schnittstellen auf Ortsinformationen zugreifen. „Dadurch entstehen gerade viele Möglichkeiten", so Wedl. Durch eine neue App, die zwischen Kunden und Chauffeur auf Basis von ortsbezogenen Informationen vermittelt, würden sich beispielsweise Taxi-Fahrer die Provisionszahlungen an die Funkzentrale sparen können.

 

Informationen nur bei Vertrauen

„Wenn wir wüssten, wo sich unsere Leser aufhalten - etwa in Russland, könnten wir ihnen maßgeschneiderte Informationen aufs Handy schicken", sagte Alexis Johann von WirtschaftsBlatt Digital. Ihm sei aber bewusst, dass sich die Umsetzung wohl schwierig gestalten würde. Der Erfolg von lokalen Diensten hänge von der Bereitschaft der User ab, Informationen über sich herzugeben. Dies setze viel Vertrauen voraus. Im Industriebereich seien ortsbezogenen Services bereits sehr wichtig, „bei den Endkunden ist man noch etwas auf der Suche", so Johann.

 

„Die Frage ist, bei welchen Inhalten die Anreicherung mit Geo-Code nützlich ist. Außerdem gibt es viele Bereiche, wo man sich nicht auf die von der Crowdsourcing-Community bereitgestellten Daten verlassen kann", gab Robert Schweinzer von APA-MultiMedia zu bedenken. Erste Ansätze, wie Journalisten auf die neuen Herausforderungen reagieren könnten, sieht er beispielsweise in Augmented-Reality-Anwendungen. „Aber hier stehen wir erst am Beginn. Aktuell entwickeln wir lokale Dienste in den Bereichen Sport und Datenjournalismus", so Schweinzer.

 

Während derzeit vor allem die User selbst Abfragen initiieren und ihren Aufenthaltsort bekannt geben, würden künftig netzbasierte Dienste neue Dimensionen im Bereich Marketing, öffentliche Warnsysteme und verkehrsbezogene Dienste eröffnen, meint Rene Eres von Ericsson Austria. Er sieht vor allem in der „Machine to Machine"-Kommunikation großes Potenzial, also wenn SIM-Karten sich direkt miteinander „unterhalten".

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