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25. November 2010
Große Bühne: Online-Videos bieten Riesenpotenzial für Werbewirtschaft

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Die Mediatheken der klassischen Fernsehsender sind erfolgreich gestartet, umgekehrt drängen Bewegtbilder aus dem Internet auf den TV-Schirm. YouTube boomt und die Nutzung von Videokonferenzen in heimischen Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt: Online-Videos sind inzwischen ein Massenphänomen, waren sich Experten bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien einig.

 

Die Konvergenz der Medien schreite zügig voran und biete großes Potenzial für die (Werbe-) Wirtschaft, erklärte Maurizio Berlini von der Vermarktungsgesellschaft Goldbach Austria. Das US-Videoportal Hulu verzeichne laut Studien beispielsweise bereits mehr als eine Milliarde tatsächlich angesehene Streaming-Werbespots - und das pro Monat.

 

Die Werbefinanzierung von Online-Videos werde aber auch in unseren Breiten inzwischen breit akzeptiert: Rund 90 Prozent der deutschen Internet-Nutzer würden es gut finden, dass sie dadurch Beiträge kostenlos sehen könnten, so Berlini. Nur sechs Prozent sind demnach bereit Geld zu zahlen, um Videos ohne Werbung zu sehen.

 

Mehr als jeder zweite Österreicher nutzt Bewegtbilder im Internet, in den USA sind es bereits 81 Prozent. Dieser Trend sei bisher von Plattformen, die auf User Generated Content setzen, wie etwa YouTube, getrieben worden. Nun würden auch Mediatheken, die zeitversetztes Fernsehen ermöglichen, immer beliebter, so der Experte. Interessant sei, dass Videos im Internet fast parallel zur klassischen TV-Nutzung angesehen würden. Die stärksten Abrufe verzeichne man zwischen 18:00 und 21:00 Uhr.

 

TV bei Mediennutzung nur knapp vor dem Internet

Auch am Handy halten Bewegtbilder verstärkt Einzug. Rund 30 Prozent der mobilen Internutzer surfen auf entsprechenden Video-Portalen. Zehn Prozent der Österreicher sehen sich Handy-TV an, fünf Prozent verwenden Video-Telefonie. Unternehmen mit Internetzugang nutzen mit zwölf Prozent doppelt so häufig Videokonferenzen wie noch vor einem Jahr. Bei der täglichen Mediennutzung behält TV mit 106 Minuten nur noch knapp die Nase vor dem Internet (105 Minuten), die Zeitung kommt auf 22 Minuten.

Ein Missverständnis im Videobereich sei, dass man mit Bewegtbildern sehr viele Informationen vermitteln könnte, sagte Marcus Hebein von APA-MultiMedia. In ein professionelles Nachrichten-Video von gut einer Minute Länge werde weniger verpackt als in einen Zwei-Spalter, man erreiche aber eine wesentlich höhere Emotionalität. Ein weiteres Gerücht sieht Hebein darin, dass Videos grundsätzlich kurz sein müssten: „Das hat man früher auch über Texte im Internet gesagt, stimmte aber genau so wenig. Magazinbeiträge können auch 15 Minuten dauern", so der Manager. Wichtig sei jedenfalls eine professionelle Produktion, „sonst merkt das jeder Laie sofort".

 

Online-Marketing steckt noch in den Kinderschuhen

User Generated Content und professionelle Inhalte würden auch im Videobereich nebeneinander funktionieren, sagte Rudi Lindenhofer von der A1 Telekom Austria. Ersterer sei als Werbeumfeld zwar ein gewisses Risiko, aber eines, das man eingehen könnte, auch wenn „klassische Vermarkter da nicht mitspielen". Man müsse seine Message schließlich nicht unbedingt dort platzieren, „wo der schöne Content ist, sondern wo der Kunde ist". Online-Marketing stecke in Österreich jedenfalls „noch in den Kinderschuhen". Künftig werde man viel mehr über die Interessen der User wissen und die jeweiligen Vorlieben entsprechend bedienen können.

 

Nicht nur im Privatbereich hätten Online-Videos eine hohe Akzeptanz. Auch im geschäftlichen Umfeld werde Online-Videos inzwischen der Vorzug vor einer Powerpoint-Präsentation oder einem PDF-Dokument gegeben, sagte Christian Plaichner von UC4. Die Erwartungshaltung der Kunden sei jedenfalls inzwischen sehr groß. Sein Unternehmen setze auf Online-Videos nicht nur zur Kontaktgenerierung, sondern auch auf Tutorials, interne Weiterbildungen oder als Auflockerung im Rahmen eines Kundengesprächs.

 

Telcos sind wegen Bandbreiten in der Bredouille

Online-Videokonferenzen seien auch eine sehr effiziente Möglichkeit, um einerseits Reisekosten zu sparen und andererseits die enge Kooperation von Teams in internationalen Unternehmen zu fördern, pflichtete Engelbert Kerschbaummayr von Kapsch CarrierCom bei. Im privaten Bereich würden Fernsehen und Internet verschmelzen - Stichwort Hybrid-TV. Die heimischen Telekombetreiber müssten daher immer größere Bandbreiten zur Verfügung stellen. Allerdings lasse der Preisverfall die Schere zwischen steigenden Kosten und sinkendem Umsatz weiter auseinanderklaffen. Daher seien „smarte Lösungen zur Effizienzsteigerung" in mobilen Netzen und im Festnetz notwendig.

 

„Ob es sich um Schulungen, Produktinformationen oder Unterricht handelt - die heute schon zahlreich angebotenen Anwendungen und der Nutzen sind noch lange nicht erschöpft", erklärte auch Robert Ludwig von NextiraOne. Auf dem Vormarsch sieht er Videotelefonie und Unified Communications,  wodurch der Traffic im Netz weiter anwachse und mehr Bandbreiten benötigt würden.

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