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28. Mai 2010
Business Intelligence: Viel Potenzial bleibt (noch) ungenutzt
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Das Herausfiltern von potenziell wechselwilligen Kunden, die Minimierung des Ausschusses in der Produktion oder einfach das aktuelle Reporting: Business Intelligence (BI), also der Einsatz von Werkzeugen, die die Entscheidungsfindung erleichtern, wird immer stärker zum Thema in Unternehmen. Kein Wundermittel, aber ohne geht es dennoch kaum mehr, befanden Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien.

 

„Die theoretische Diskussion, was diese Werkzeuge können und was dann tatsächlich in die Praxis einfließt, sind zwei Paar Schuhe", erklärte Mirko Waniczek vom Österreichischen Controller-Institut. Die Erwartung, dass sich alle die notwendigen Informationen „rausziehen" würden, wenn entsprechende Tools im Einsatz seien, stimme nicht. „Im Top-Management wird noch immer hochglänzend und 4-farbig ausgedruckt", so Waniczek.

 

In den Unternehmen sei die am häufigsten eingesetzte BI-Software nach wie vor Excel vor SAP, daran werde sich so schnell auch nichts ändern. Das Problem sei zwar erkannt, die Gefahr aber nicht gebannt worden. Viele Verantwortliche würden sich eine Optimierung der IT-Unterstützung wünschen, aber dafür müsse es auch ein Budget geben, warnte der Experte vor übertriebenem Optimismus.

 

Entscheidend bei BI seien nicht unzählige „hübsche" Reports, sondern die Durchgängigkeit von der Strategie bis zur Umsetzung und wieder zurück - „das heißt, eine gemeinsame Sichtweise von Fachabteilungen, IT und Vorstand", so Harald Epner von SAP Österreich. Vor allem komme es darauf an, die richtigen Fragen zu stellen. Mobilfunker, die etwas über die potenzielle Wechselbereitschaft der Kunden wissen wollten, würden oft daran scheitern, das an bestimmten Modellen festzumachen.

 

„Das System muss gleich Alarm schlagen"

Auf die Unterschiede zwischen dem Einsatz von BI-Lösungen für Reporting, also eher die Abbildung der Vergangenheit, und als Echtzeit-Tool wies Christian Plaichner von UC4 Software hin. Das generierte Wissen müsse direkt in der operativen Umsetzung berücksichtigt und automatisch angewendet werden. „Wenn am Ende der Woche im Report steht, dass so und so viele Auto-Türen in der falschen Farbe gestrichen wurden, ist es zu spät. Da muss das System gleich Alarm schlagen."

 

Auch Thomas Zimmer von Hewlett-Packard (HP) sieht BI mehr als Businesstreiber, denn als „Rückblick auf das vergangene Jahr". Historische Daten könnten beispielsweise dazu eingesetzt werden, um festzustellen, wann bestimmte Werkzeuge brechen. Dadurch würden sich Wartungszyklen optimieren lassen. Wichtig für den Erfolg von BI sei allerdings die Unternehmenskultur: „Das Teilen von Daten bzw. Informationen mit anderen Abteilungen ist nicht nur eine Frage der technischen Machbarkeit, sondern auch eine der Abläufe und nicht zuletzt der Unternehmensorganisation", so Zimmer.

 

Thema für KMU gerade in Krisenzeiten

Business Intelligence werde auch für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) immer wichtiger, ergänzte Wolfgang Briem von Microsoft Österreich. Schließlich würden gerade in Krisenzeiten von den Banken viel mehr Geschäftsdaten verlangt - auch bei kleineren Krediten. Außerdem könnten durch den Einsatz von BI-Lösungen Daten in die Prozesse eingebunden und nutzbar gemacht werden.

 

„Die Tools werden immer einfacher und kostengünstiger. Die alten Werkzeuge waren viel zu komplex, als dass die Menschen damit arbeiten konnten. Jetzt kann der Anwender selbst was mit den Daten machen, ohne dass er einen Programmierer braucht", sagte Oliver Krizek von Navax Consulting. Betriebe, die gerade erst die „Karteikarten-Buchhaltung" hinter sich gelassen hätten, würden sich da aber noch schwer tun.

25. September 2014
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