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26. März 2010
Rechenkunst statt Ideologie: Bei "grüner" IT geht es vor allem um die Kosten

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Beim Thema „Green IT" steht die Kosteneinsparung im Mittelpunkt, nicht der Umweltschutzgedanke. Ein ökologischer Effekt sei zwar wünschenswert, werde aber von den Unternehmen eher als zweitrangig angesehen, waren sich Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien einig.

 

Tatsächlich sei der Hauptgrund für „Green-IT"-Initiativen im Unternehmen der ökonomische Zwang - also etwa eine Reduktion der Energiekosten, erklärte Rainer Kaltenbrunner vom Beratungsunternehmen IDC. Als Treiber für das Thema sieht er einerseits die IT-Abteilungen selbst und andererseits das Senior Management. Die Marketingabteilungen würden hingegen an letzter Stelle rangieren. Klar sei, dass es nicht um Umweltschutz gehe, sondern um eine effizientere IT-Infrastruktur.

 

Gegenwärtig könnten fast alle großen Hersteller auf die eine oder andere "Green IT"-Kampagne verweisen. „Aber ob diese Konzepte wirklich halten, was sie versprechen, und nicht nur eine grüne ‘Marketinghülle‘ sind, darf bezweifelt werden", so Kaltenbrunner. Vor der Wirtschaftskrise - als man 135 Dollar pro Fass Öl bezahlt hat - sei der Hype um „Green IT" bereits groß gewesen, danach deutlich abgeflacht. „Heuer kommt das Thema wieder stärker aufs Tapet", erklärte Kaltenbrunner.

 

Investiert würde aber auch in Österreich vor allem, wenn damit Kosteneinsparungen verbunden sind bzw. geringere Betriebskosten erreicht werden könnten. „Green IT" hätte im eigentlichen Sinn keine Priorität für Kunden. „Keiner würde ‘Grün‘ als Selbstzweck kaufen. ‘Grün‘ ist ein Bonus", gab sich der Experte überzeugt. Was jedoch für diesbezügliche Angebote spreche, sei die Möglichkeit zur Positionierung - also sich vom Mitbewerb differenzieren zu können. Außerdem würden gesetzliche Vorschriften und Sanktionen künftig eine größere Rolle spielen.

 

„Green" heißt „Kosten sparen"

„‘Green‘ ist heute nicht mehr eine Frage des guten Willens und nachhaltigen Wirtschaftens, sondern harter ökonomischer Anforderungen. ‘Green‘ heißt heute bereits ‘Kosten sparen‘", sagte auch Michael Bartz von Microsoft Österreich. Dies sei in der Zeit nach der Krise, die es von Unternehmen erfordere, mit beschränkteren Ressourcen in Zukunft mehr zu erreichen, umso wichtiger.

 

Beispiele dafür gebe es zur Genüge: Durch Videokonferenzen ließen sich etwa 40 bis 60 Prozent der Kosten einsparen. Zwar brauche es ein „physisches Minimum an Konferenzen", bei Microsoft würden aber bereits 80 bis 90 Prozent virtuell durchgeführt. Und durch Änderungen beim Druckverhalten sei außerdem eine Reduktion von 10 bis 15 gedruckten Seiten auf 1 bis 2 Blatt pro Tag und Mitarbeiter erreicht worden. Allein durch entsprechende Software könnte man außerdem eine Senkung des Energieverbrauchs von Servern um 20 Prozent erzielen.

 

„Operation am offenen Herzen"

Warum der aktuelle Hype nicht so schnell zur Umsetzung kommt, ist für Barbara Hackner von HP Österreich klar: „Jeder Eingriff in die IT gleicht einer Operation am offenen Herzen." „Green-IT"-Initiativen würden jedenfalls aus wirtschaftlichen Gründen gestartet. „Wenn nur die ‘grüne IT‘ im Vordergrund steht, würde das nicht funktionieren." Gefragt seien in Österreich derzeit vor allem Vorreiter. „Erfolgreiche Beispiele sind wichtig, um die Entscheidungsträger zu überzeugen", so Hackner.

 

„Kühle Rechner beginnen zu erkennen, dass energieeffiziente Technologielösungen für ihr betriebswirtschaftliches Ergebnis zumindest ebensoviel Power haben können wie für die Umwelt", gab sich die Managerin überzeugt. „Grün sein" und Kosten sparen sei bisher oft als klassische entweder-oder-Situation verkannt worden. „Doch heute können ganz klare Rechnungen aufgestellt werden, was die Reduktion der Stromrechnung und des CO2-Ausstoßes in Geldwert bedeuten", erklärte Hackner.

 

„Es verlangt auch niemand, dass wir nur auf die Umwelt schauen", ergänzte Elfriede Neuhold  von der Telekom Austria. Allerdings werde der Energieverbrauch im IKT-Sektor weltweit steigen, also auch der CO2-Ausstoß zunehmen. „Dem muss nachhaltig entgegengewirkt werden, aus Klimaschutz- und auch aus Kostengründen", so Neuhold. Beispiele für Einsparungsmöglichkeiten und eine höhere Energieeffizienz seien die Virtualisierung von Servern oder ausgeklügelte Klimatisierungskonzepte. „Ein grünes Mascherl reicht nicht, die Technologien müssen nachweislich energieeffizient sein", sagte Neuhold.

 

„Mit klaren Beispielen untermauern"

„Wir machen zu wenig auf die Vorteile von ‘Green IT‘ aufmerksam - egal ob für Großunternehmen oder KMU", stellte Gerhard Zeiner von SAP Österreich fest. Die Baubranche würde Heizkosteneinsparungen und Co. viel mehr herausstreichen. „Das sind Argumente, die man stärker vorbringen und mit klaren Beispielen untermauern müsste."

 

Nachhaltigkeit umspanne weit mehr als „Green-IT". „Unternehmen unterliegen immer stärker Regularien und Marktanforderungen. Außerdem sind sie gefordert, den Einfluss schwankender Energie- und Rohstoffkosten durch nachhaltiges Wirtschaften auszugleichen", so Zeiner. Die Aufgabe der IT sei es, die notwendigen Anwendungen für Transparenz und die Steuerung von Nachhaltigkeitsaspekten im gesamten Unternehmen zu schaffen.

Die zunehmende Zentralisierung - durch eine Optimierung der Serverlandschaft bzw. Virtualisierung - komme inzwischen auch bei Klein- und Mittelunternehmen an, so Oliver Krizek von Navax Consulting. Allerdings hätte nicht jeder das notwendige Geld für aufwendige Investitionen. KMU könnten aber schon durch kleine Maßnahmen viel erreichen. „Es wird zu wenig transportiert, was man unter der Überschrift ‘Green IT‘ alles versteht", sagte Krizek. Er fordert zudem eine Unterstützung seitens der Politik, die auch in diesem Bereich Anreize zum Energiesparen bieten sollte.

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