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Web 2.0 fordert Unternehmens-PR heraus
Diskussions-Foren, Online-Tagebücher und Bewertungs-Portale: Der Boom
bei so genannten Web 2.0-Anwendungen stellt die herkömmliche
Unternehmenskommunikation vor neue Herausforderungen.
Denn noch nie war der gute Ruf einer Firma durch die moderne - und
ungleich effektivere - Form der Mundpropaganda stärker in Gefahr als
jetzt. Wer den aktiven Internet-User aber ernst nimmt, kann sich über
Wettbewerbsvorteile freuen, gaben sich Experten bei einer
Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community <
http://ebc.apa.at/ > in Wien überzeugt.
"Die Unternehmen sind sensibler geworden. Denn Reputation ist in
Zeiten gesättigter Märkte und austauschbarer Produkte ein wichtiges
Gut", erklärte Clemens Pig, Geschäftsführer von MediaWatch <
http://www.apa-mediawatch.at/ >, Institut für Medienanalysen. Blogs -
"die Piratensender des Internets" - könnten einem Produkt oder einer
Dienstleistung zum Erfolg verhelfen oder es zum Scheitern
verurteilen, noch bevor die klassischen Medien breit darüber
berichten.
Neue Ära gesellschaftlicher Kommunikation
Der gegenwärtige Boom bei Web 2.0 sei der Vorbote einer neuen Ära
gesellschaftlicher Kommunikation, die das Reputation Management
nachhaltig beeinflusse. "Blogger und andere Verfasser von User
Generated Content sind somit als neue Zielgruppe für
Unternehmenskommunikation zu sehen", so Pig. Allerdings würden
zahlreiche Unternehmen dazu verleitet, in einen "Blog-Aktionismus" zu
verfallen, ohne die Grundprinzipien zu verstehen.
Eigene Mitarbeiter positive Bewertungen über das Unternehmen abgeben
zu lassen oder das Thema komplett zu ignorieren sei "ein Schuss nach
hinten". Denn das Vertrauen in Webseiten mit Nutzerkommentaren habe
laut Studien in Europa bereits die Glaubwürdigkeit von
Zeitungsartikeln überholt. Dass die Kommunikation dadurch immer
unberechenbarer wird, räumt Pig ein. "Aber trotzdem darf Web 2.0
nicht als vorübergehender Hype betrachtet werden."
Bild: MediaWatch-Chef Clemens Pig Foto: APA-WebPic
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