01. Oktober 2014, 11:23
Microsoft kündigt neues Windows 10 an
Microsoft hat einen ersten Ausblick auf die nächste Version seines Computer-Betriebssystems Windows gegeben. Es werde Windows 10 heißen, ...
30. September 2014, 11:12
Historiker arbeiten am "Facebook des Mittelalters"
Wie standen die unterschiedlichen Fraktionen des Byzantinischen Reiches im Spätmittelalter zueinander? Wie sahen die Beziehungen der Eliten ...
29. September 2014, 12:06
Cyber-Kriminalität ein immer größeres Problem
Die Cyber-Kriminalität wird nach Einschätzung der EU-Polizeibehörde Europol zu einem immer größeren Problem. "Trends deuten auf einen ...
01. Oktober 2014, 11:23
Microsoft kündigt neues Windows 10 an
Windows 10 soll eine einheitliche Plattform für alle Arten von Geräten von PCs und Smartphones bis hin zu vernetzter Alltagstechnik im "Internet der Dinge" sein. Den PC-Nutzern verspricht Microsoft dabei eine gewohnte Bedienung statt viel Umlernen.
Der Software-Riese legte bei der Vorstellung in San Francisco einen deutlichen Fokus auf Unternehmen als wichtige Kunden. Windows 10 soll 2015 erscheinen. Zu Preisen äußerte sich Microsoft nicht. Über das "Windows Insider Program" sollen Testnutzer an der Entwicklung der Software beteiligt werden.
Die Vorgängerversion Windows 8 hatte Microsoft vor rund zwei Jahren vorgestellt. Die Reaktionen fielen gemischt aus: Viele PC-Nutzer waren unzufrieden damit, dass die Bedienung stark auf berührungsempfindliche Bildschirme ausgerichtet war. In späteren Aktualisierungen brachte Microsoft einige Elemente der gewohnten Bedienung mit Maus und Tastatur zurück.
Zahlreiche Verbesserungen
Bei Windows 10 wurde sofort das klassische Start-Menü demonstriert. Außerdem soll man einfacher zwischen klassischer und Touch-Bedienung umschalten können. Die Arbeit in mehreren Anwendungen gleichzeitig wird erleichtert. Auch Nutzer des älteren Betriebssystem Windows 7 sollen sich ohne größere Anstrengungen zurechtfinden, betonte Microsoft-Manager Joe Belfiore.
"Es ist Zeit für ein neues Windows", verkündete Myerson. Windows ist nach wie vor das dominierende Betriebssystem in der PC-Welt. Allerdings war der Markt der Notebooks und Desktop-Rechner im vergangenen Jahr um zehn Prozent geschrumpft.
Nun zeichnet sich eine leichte Erholung ab, auch nachdem Microsoft die Unterstützung des alten Betriebssystems Windows XP stoppte. Verbraucher und Unternehmen greifen aber weiter bevorzugt zu Smartphones und Tablets. In diesem Geschäft haben die mobilen Windows-Varianten bisher nur sehr geringe Marktanteile.
Einheitliche Plattform für alle Gerätearten
Bei Windows 10 will Microsoft mit einer einheitlichen Plattform für alle Gerätearten - vom Smartphone über den Tablet Computer bis hin zum klassischen PC - punkten. Aussehen und Bedienung sollen dabei für das jeweilige Gerät angepasst werden, unter der Haube soll aber ein und dasselbe System arbeiten. Das soll unter anderem das Zusammenspiel verschiedener Geräte und die Entwicklung von Programmen erleichtern. So soll ein gemeinsamer App-Store Anwendungen für die gesamte Produkt-Familie bereitstellen.
Vor der Präsentation war viel darüber spekuliert worden, ob Microsoft eventuell das neue Windows zumindest einigen Nutzer-Gruppen kostenlos anbieten könnte, so wie dies etwa Apple und Google mit ihren Betriebssystemen tun. Es hieß aber, zum Geschäftsmodell werde man sich später äußern.
Warum genau Microsoft die Versionsnummer 9 überging, blieb unklar. Es wäre nicht der passende Name gewesen, erklärte Myerson. Für das universelle Programm habe "Windows One" besser gepasst, aber die Nummer der ersten Version sei ja schon vergeben gewesen.
30. September 2014, 11:12
Historiker arbeiten am "Facebook des Mittelalters"
Das Projekt "Mapping Medieval Conflicts" (MEDCON) hat sich zum Ziel gesetzt, nicht nur vorhandene Daten zu digitalisieren und diese in eine Datenbank einzuspeisen, sondern auch neue Fragestellungen aus dem Material zu entwickeln. Mithilfe einer eigens adaptierten Software vernetzt das interdisziplinäre Team unter anderem Informationen über unterschiedliche Gruppierungen und Personen sowie ihre Beziehungen untereinander und verortet diese auch geografisch.
"Innerhalb dieser Netzwerkgrafiken zeigen sich so Strukturen", erklärte Preiser-Kapeller, der in der Abteilung Byzanzforschung des Instituts für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) tätig ist. Analysiere man diese, lassen sich etwa Faktoren für den Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe herausfiltern oder Polarisierungen und Fraktionen innerhalb von Eliten herausarbeiten.
Vergangene Konflikte sichtbar
"Wir versuchen auf diese Weise, gesellschaftliche Konfliktsituationen der Vergangenheit zu untersuchen", so der Byzantinist. Mit mathematischen Analysen könne man Messzahlen ermitteln, die beispielsweise die Belastbarkeit eines Bündnisses angeben. Als Quellen dienen dabei Originaldokumente der Zeit - etwa Urkunden oder Abkommen zwischen Adeligen.
Unter die Lupe nehmen die Historiker dabei nicht nur die politischen Fraktionen des Byzantinischen Reiches im 14. Jahrhundert, sondern auch die gegnerischen Parteien im Kampf um den deutschen Thron um 1200 oder die Gruppierungen und Allianzen im Kampf von Maximilian I. um Burgund. "Erst wenn wir systematisch alle Beziehungen und Querverbindungen erfassen, werden Muster sichtbar", erklärte Preiser-Kapeller. Die Untersuchung verschiedener Kulturräume soll auch den Vergleich möglich machen.
Ziel ist aber auch die Arbeit an der Software. "In den vergangenen Jahren wurden Massen an Daten digitalisiert, noch fehlen aber die Instrumente, um Zusammenhänge zu erkennen", meinte der Historiker. Deshalb soll die Netzwerk-Software von MEDCON möglichst so benutzerfreundlich gestaltet werden, dass in Zukunft jeder Wissenschafter damit arbeiten kann.
Innovative Forschung in Geisteswissenschaften
MEDCON ist eines von fünf Projekten, die im Zuge der Initiative "go!digital" der ÖAW und des Wissenschaftsministeriums aus 36 Einreichungen für eine zweijährige Förderung ausgewählt wurden. Die Ausschreibung ist Teil der Anfang 2014 gestarteten Digitalisierungsinitiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, innovative Forschung in den digitalen Geisteswissenschaften in Österreich zu unterstützen.
Neben MEDCON wurden u.a. Projekte zur Erstellung eines Korpus der Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (Jahrgänge 1872-1998), die Digitalisierung und Untersuchung früher Baedeker-Reiseführer (1875-1914), die Digitalisierung des Nachlasses des Architekturhistorikers Heinrich von Geymüller (1839-1909) sowie zur Standardisierung und Integration von Forschungsdaten zu neolithischen und kupferzeitlichen (ca. 7000 bis 3000 v. Chr.) Fundstellen und Funden aus Griechenland und Westanatolien gefördert.
29. September 2014, 12:06
Cyber-Kriminalität ein immer größeres Problem
Es gebe zwar keine zuverlässigen Zahlen, doch "im Allgemeinen nimmt Cyber-Kriminalität zu in Umfang und Auswirkung", heißt es in dem Bericht. Zwei wichtige Faktoren würden dies unterstreichen: Zum einen entwickle sich die Internet-Kriminalität immer mehr zu einem serviceorientierten "Businessmodell" innerhalb der kriminellen Szene. Traditionelle Mafiagruppen kauften diese Dienste für ihre Zwecke zu. Zum anderen könnten Cyber-Kriminelle Anonymisierung, Verschlüsselung und virtuelle Währungen immer stärker für ihre Zwecke missbrauchen.
Sogenannte "Darknets" - die verborgenen Seiten des Internet - würden missbraucht für den illegalen Handel von Drogen, Waffen, Diebesgut, gestohlenen ID- und Zahlungskarten, gefälschten Dokumenten und Kinderpornografie, heißt es in dem Report weiter. Dabei würden die Kriminellen vorrangig in Ländern außerhalb der rechtlichen Zuständigkeit der EU operieren, was ihnen erlaube, ihre Verbrechen mit einem minimalen Risiko durchzuführen.
Weltweit haben nach Schätzungen von Europol etwa 2,8 Milliarden Menschen Zugang zum Internet. Das Aufkommen eines "Internets der Dinge", in dem immer mehr Endgeräte online verbunden sind, "schafft eine breitere Angriffsfläche", warnt die EU-Polizeibehörde. Die Sicherheit am Ende der Verbindung werde damit immer wichtiger. Durch die weitere Verbreitung des Internet auch über mobile Endgeräte seien in Zukunft noch mehr Attacken aus bisher schlecht angebundenen Gebieten zu erwarten.
"Die EU wird ein Hauptziel für Cyber-Kriminalität bleiben, wegen ihres relativen Reichtums, dem hohen Grad der Internet-Durchdringung, ihrer fortgeschrittenen Internet-Infrastruktur und immer stärker vom Internet abhängigen Wirtschaften und Zahlungssystemen", heißt es in dem Bericht. Der Report enthält keine länderspezifischen Daten, gibt aber allgemeine Empfehlungen an die Politik: So müsse die Exekutive ihre Präsenz und Sichtbarkeit online verstärken, fordert Europol. Die Polizei müsse mit der Industrie stärker Bewusstseinskampagnen über Cyber-Bedrohungen durchführen. Kinder müssten bereits in jungem Alter sicheres Online-Verhalten lernen.
Die Exekutive müsse ihre Kapazitäten stärken, um Ermittlungen, Analysen von "Big Data" und die kriminaltechnische Auswertung des "Internets der Dinge" durchführen zu können. Die Polizei müsse auch verstehen lernen, wie virtuelle Währungen funktionierten, die zur Geldwäsche missbraucht würden. Innerhalb der EU empfiehlt Europol eine stärkere Harmonisierung der entsprechenden Gesetzgebung, mit Staaten außerhalb der EU sollte diese Kooperationen suchen. Der wirtschaftliche Sparkurs der EU-Staaten habe die zuständigen Behörden zusätzlich daran gehindert, sich rasch an die "neuen Realitäten" anzupassen, beklagt Europol.
"Heutzutage kann fast jeder ein Cyber-Krimineller werden", sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström: "Dies setzt die Exekutivbehörden immer stärker unter Druck, um mithalten zu können. Wir müssen unser neues Wissen darüber einsetzen, wie das Organisierte Verbrechen online arbeitet, um mehr grenzüberschreitende Operationen durchführen zu können. Wir müssen sicherstellen, dass Ermittlungen zu Kreditkartenbetrug und Online-Missbrauch von Kindern nicht an nationalen Grenzen aufhören."
30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht