31. Oktober 2014, 14:31
Nach Protesten doch keine Internetsteuer in Ungarn
Nach massiven Protesten hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die von ihm geplante Internet-Steuer vorerst zurückgezogen. "In ...
30. Oktober 2014, 13:41
Konica Minolta steigt bei IT-Start-up Wikitude ein
Der japanische Technikkonzern Konica Minolta steigt beim Salzburger IT-Start-up Wikitude ein. Damit haben die Salzburger eine weitere ...
30. Oktober 2014, 13:26
Gewinneinbruch bei Samsung
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat im umkämpften Smartphone-Markt an Boden verloren. Nicht nur Apple mit seinen iPhones setzt ...
31. Oktober 2014, 14:31
Nach Protesten doch keine Internetsteuer in Ungarn
In Zukunft müsse aber weiter darüber nachgedacht werden, wie mit den "ernsthaften Profiten" der Internet-Dienstleister umzugehen sei. Zuletzt hatten in Budapest zehntausende empörte Internet-Nutzer gegen die vorgesehene Steuer demonstriert. Sie sollte den ursprünglichen Plänen zufolge ab 2015 eingeführt werden und den Datenverkehr mit umgerechnet rund 50 Cent pro Gigabyte belasten, mit einer Obergrenze von 2,30 Euro im Monat für Privatpersonen.
Die Facebook-Gruppe "Hunderttausende gegen die Internet-Steuer", die die Proteste organisiert hatte, rief für Freitagabend zu einer Freudenkundgebung in Budapest auf. Mit seinem Rückzieher habe Orban zugegeben, dass "wir den Willen des Volkes verkörpern", erklärte eine Sprecherin der Organisatoren am Freitag.
Die Regierung habe lediglich die Telekom-Steuer ausweiten wollen, die Menschen erblickten darin aber eine Internet-Steuer, sagte Orban. "Sie stellen die Sinnhaftigkeit des Ganzen infrage, und so kann man nichts einführen", fügte er hinzu. "Wir sind keine Kommunisten, wir regieren nicht gegen das Volk, sondern mit dem Volk."
"Nationale Konsultation" geplant
Allerdings werde man im kommenden Jänner eine "nationale Konsultation" abhalten, um darüber zu beratschlagen, was mit den Gewinnen der Internet-Dienstleister geschehen solle, die zum Teil außer Landes geschafft würden. Beobachter erblickten darin eine mögliche Hintertür, um den Datenverkehr im Netz zu einem späteren Zeitpunkt zu besteuern.
Kritiker warfen dem seit 2010 regierenden Orban autoritäre Tendenzen vor. Tatsächlich war es das erste Mal, dass der Regierungschef nach Massenprotesten eine Entscheidung zurücknahm. Medienberichten zufolge soll er sogar persönlich veranlasst haben, dass die neue Abgabe in den Entwurf des Steuergesetzpakets für 2015 aufgenommen wurde. Dieses soll am 17. November - nun wohl ohne die Internet-Steuer - vom Parlament gebilligt werden.
Die EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes  äußerte sich positiv über Orbans Rückzieher. "Ich freue mich wirklich für das ungarische Volk", erklärte sie in Brüssel. "Seine Stimme wurde vernommen." Kroes hatte die Internet-Steuerpläne nach ihrem Bekanntwerden vor einer Woche gleichfalls scharf kritisiert. Der Rückzug Orbans zeige deutlich, dass man das Internet als Medium einer sich schnell wandelnden Welt anders betrachten müsse als etwa lokale Telekomnetze, unterstrich dabei Kroes' Sprecher in Brüssel.
30. Oktober 2014, 13:41
Konica Minolta steigt bei IT-Start-up Wikitude ein
Die Japaner haben die strategische Partnerschaft mit Wikitude beim derzeit in der Wiener Hofburg stattfindenden Pioneers Festival bekannt gegeben. In den nächsten zwei bis drei Jahren will Konica Minolta in Europa insgesamt 10 Mio. Euro in Start-ups stecken. Bei Wikitude handelt es sich um eine Investition von mehr als einer Million Euro, die Details der Transaktion sollen aber erst nach dem finalen Abschluss des Deals verlautbart werden, so Herdina. Das Closing wird in den nächsten beiden Wochen erwartet.
Wikitude ist für seine mittlerweile mehr als 26 Millionen Mal heruntergeladene App bekannt. Das Start-up setzt auf "Augmented Reality" (AR), also auf Technik, die die reale Umgebung mit digitalen Zusatzinfos erweitert - etwa dass das Smartphone anzeigt, wie der Berg heißt, auf den man gerade mit der Handykamera zeigt. Nicht erst seit Google an seiner Datenbrille "Glass" bastelt, gilt AR in der IT-Branche als Zukunftstrend.
2013 lag der Umsatz von Wikitude bei 380.000 Euro. Für 2014 peilte Herdina Anfang des Jahres einen Umsatz von 1 Mio. Euro an. Der erste Gewinn wird 2015 erwartet und soll reinvestiert werden. Die Umsatzprognose lautet für 2015 auf 2,2 Mio. Euro und für 2016 auf 4,5 Mio. Euro. Zuletzt hatte Wikitude 14 Mitarbeiter, davon 11 Techniker. Beteiligt sind laut "FirmenCompass" mehrere Risikokapitalgeber sowie private Investoren. Die in der Wiener Start-up-Szene umtriebige Cielo Privatstiftung hält aktuell 4,04 Prozent. Dem Wikitude-Gründer Philipp Schneeweis-Breuss gehören 19,7 Prozent.
30. Oktober 2014, 13:26
Gewinneinbruch bei Samsung
Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Geschäftszahlen nieder: Im dritten Quartal 2014 verzeichnete das Technologie-Unternehmen zwar weiterhin einen Milliardengewinn. Doch infolge des sinkenden Absatzes bei teuren Smartphone-Geräten und des Preisdrucks blieb unterm Strich nur noch halb so viel übrig wie im vergangenen Jahr. Der Leiter für Anlegerbeziehungen, Robert Yi, räumte am Donnerstag ein, dass Samsungs Reaktion auf den globalen Preiskampf "nicht schnell genug war".  
Der Überschuss fiel mit 4,2 Billionen Won (etwa 3,2 Milliarden Euro) auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren. Wie der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys weiter mitteilte, ging der Umsatz um 19,6 Prozent auf 47,45 Billionen Won zurück. Das operative Ergebnis fiel im Jahresvergleich um rund 60 Prozent. Es war der vierte Quartalsrückgang in Folge. Das schlechtere Ergebnis kam für Marktbeobachter nicht überraschend. Besonders in Asien machten zuletzt lokale Hersteller Samsung seine Spitzenposition im Geschäft mit Handys und Smartphones streitig.
Nach aktuellen Zahlen des Marktforschers IDC fiel Samsungs Marktanteil bei Smartphones weltweit auf 23,8 Prozent. Im Vorjahresquartal kam mit 32,5 Prozent noch fast jedes dritte Computer-Handy von den Südkoreanern. Samsung verkaufte jetzt 78,1 Millionen Smartphones, vor einem Jahr waren es 85 Millionen. Damit wurden die Südkoreaner nach IDC-Berechnungen zwar fast doppelt so viele Smartphones los wie die Nummer zwei Apple mit 39,3 Millionen. Die teureren iPhones sind aber deutlich profitabler, während Samsung auch viele günstige Geräte verkauft.
Der Absatz von Smartphones sei im vergangenen Quartal leicht gestiegen, hieß es in einer Mitteilung Samsungs. Doch sei das vor allem auf Geräte im mittleren und unteren Preissegment zurückzuführen. Die Preise für ältere Modelle seien gesunken, zudem sei der Absatz von teuren Geräte zurückgegangen. Die Auswirkung des neuen Vorzeige-Smartphones Galaxy Note 4, das Samsung Ende des dritten Quartals herausbrachte, sei marginal gewesen. 
Für das wichtige Schlussquartal erwartet Samsung eine steigende Nachfrage nach Smartphones und Tablet-Computern. Allerdings werde sich der Wettbewerb um neue Modelle und niedrigere Preise verschärfen. "Die Unsicherheiten bleiben, ob wir uns im mobilen Bereich erholen werden", sagte Samsung-Manager Yi. Mit der Sparte IT und mobile Kommunikation (IM) erwirtschaftet die Elektroniktochter des Samsung-Konzerns den größten Teil ihres Umsatzes. 
Insgesamt erwartet Samsung Electronics "vorsichtig" für das vierte Quartal eine Ertragssteigerung aufgrund einer wachsenden Nachfrage nach Fernsehgeräten und weiteren Wachstumsimpulsen im Speichergeschäft. Im Chipgeschäft verbuchte Samsung in den Monaten Juli bis September erstmals seit drei Jahren einen höheren Gewinn als in der Mobilsparte. In der Sparte Device Solution (Halbleiter) lag der operativen Gewinn den Angaben zufolge bei 2,3 Billionen Won, nach 2,1 Billionen Won im zweiten Quartal.
27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal