24. Oktober 2014, 11:13
Microsoft startet stark ins neue Geschäftsjahr
Der US-Software-Riese Microsoft kommt bei seiner Erneuerung voran. Im ersten Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel ...
23. Oktober 2014, 12:08
Nokia mit deutlichem Umsatzplus
Der finnische Telekommunikationskonzern und ehemalige Handy-Weltmarktführer Nokia hat am Donnerstag ein durchwachsenes drittes Quartal ...
23. Oktober 2014, 11:18
Telekom nach drei Quartalen tief in Verlustzone
Die teilstaatliche Telekom Austria, Tochter der mexikanischen America Movil, hat im dritten Quartal 2014 zwar wie erwartet ein deutlich ...
24. Oktober 2014, 11:13
Microsoft startet stark ins neue Geschäftsjahr
Die dazugekaufte europäische Traditionsmarke Nokia will Microsoft künftig nur noch für günstige Handys einsetzen. Die Lumia-Smartphones sollen unter dem Namen "Microsoft Lumia" vermarktet werden, hieß es in einem Blogeintrag. Der Gewinn sank unterdessen in dem Ende September abgeschlossenen ersten Quartal von 5,2 auf 4,5 Mrd. Dollar, wie der Konzern mitteilte. Microsoft hatte im Juli den Abbau von 18.000 Jobs angekündigt. Die Abfindungen lasteten nun mit 1,1 Mrd. Dollar auf der Bilanz. Besonders schwer sind von den Stellenstreichungen ehemalige Nokia-Bereiche betroffen.
Analysten hatten einen stärkeren Rückgang des Profits und weniger Umsatz erwartet. Die Aktie stieg nachbörslich um fast vier Prozent. "Wir haben einen starken Start ins Geschäftsjahr geliefert", sagte Finanzchefin Amy Hood. Microsoft werde weiter in Geschäftsfelder mit Wachstumschancen investieren. Der Konzern befindet sich im Wandel. Vorstandschef Satya Nadella, der im Februar die Nachfolge von Microsoft-Urgestein Steve Ballmer angetreten hatte, gab die Devise "Mobile first, Cloud first" aus. Die Zukunft der Firma soll weniger vom klassischen Softwaregeschäft abhängen.
Vor allem beim Cloud-Computing, bei dem Anwendungen in großen Rechenzentren ablaufen, wo auch die Daten zentral gespeichert werden, kann Microsoft Erfolge verbuchen. Das Geschäftsvolumen verdoppelte sich wie bereits im Vorquartal.
Auch die Verkaufszahlen der Spielekonsole Xbox zogen an. Es wurden 2,4 Millionen Geräte abgesetzt. Die Lumia-Smartphones kamen auf 9,3 Millionen Telefone. Bei den Surface-Tablets erreichte der Umsatz 908 Mio. Euro. Insgesamt verzeichnete die Konsumentensparte, zu der auch das von Nokia übernommene Smartphone-Geschäft und die Surface-Tablets zählen, ein Umsatzplus von fast 50 Prozent.
Ersatzkäufe schieben PC-Markt an
"Wir treiben die Innovation schneller voran, engagieren uns über die gesamte Industrie hinweg und stellen den Verbraucher ins Zentrum von allem, was wir tun", versprach Nadella. Microsoft hilft auch, dass es dem PC-Markt in diesem Jahr wieder etwas besser geht. 2013 hatte es noch einen Absatzeinbruch von rund zehn Prozent gegeben, jetzt verzeichnen die Marktforscher nur noch ein kleines Minus. Unter anderem hatte Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP eingestellt. Das sorgte in vielen Unternehmen für Ersatzkäufe.
Nokia war lange Zeit ein europäisches Paradeunternehmen und der unangefochtene Marktführer im Handy-Geschäft. Nach dem Start von Apples iPhone und des Google-Betriebssystems Android verpassten die Finnen jedoch den Anschluss im Smartphone-Geschäft. Microsoft hatte Nokias Handy-Geschäft im vergangenen Frühjahr in einem insgesamt gut 5 Mrd. Euro schweren Deal übernommen.
23. Oktober 2014, 12:08
Nokia mit deutlichem Umsatzplus
Rechnet man die sogenannten Nicht-wiederkehrenden Posten und sonstige Sondereffekte in der Gesamthöhe von 1,2 Mrd. Euro nicht mit und eine Steuergutschrift dafür ein, wie das die Nokia-Zentrale in den Vordergrund stellte, weist das Quartalsergebnis insgesamt einen Gewinn von 747 Mio. Euro aus. Dementsprechend unterschiedlich wurde das Ergebnis auch in Finnland und international interpretiert.
Hauptgrund für die hohen Abschreibungen sind Probleme beim Nokia-Kartendienst Here. Zu dessen neuem Chef wurde Nokia-Entwicklungschef Sean Fernback bestimmt. Er soll im November die Nachfolge von Michael Halbherr antreten, der laut Medienberichten mit Nokia-Chef Rajeev Suri in Bezug auf die Strategie von Here übers Kreuz geraten war.
Nokia erhöhte die Jahresprognose, da das dritte Quartal insgesamt jedenfalls besser lief als erwartet. Die Gewinnmarge im operativen Geschäft bei Netzwerken sei von 11 Prozent im Vorquartal auf 13,5 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten mit einer Rendite von 9,9 Prozent gerechnet. Das Hauptgeschäft von Nokia ist seit dem Verkauf des Handy-Bereichs an Microsoft die Ausrüstung von Netzen der Telekommunikationsanbieter.
Der Markenname Nokia auf Smartphones ist indes Geschichte. Microsoft tilgt die einst finnische Marke von seinen Internet-Handys und nennt die Modelle künftig nur mehr Lumia, wie es auf der Facebook-Seite von Nokia Frankreich in der Nacht zum Donnerstag hieß. Die Umbenennung erfolge in den nächsten Tagen. Microsoft lehnte eine Stellungnahme ab.
Der US-Softwarekonzern hatte sich das Handygeschäft von Nokia im April für 7,2 Mrd. Dollar (aktuell 5,7 Mrd. Euro) einverleibt, allerdings nicht die Marke mit erworben. Die verbleibende Rumpffirma aus der Nähe von Helsinki lizenzierte den Namen lediglich an die Amerikaner. Microsoft hatte erklärt, es wolle für einfache Modelle den Namen Nokia für zehn Jahre gegen Lizenzgebühren weiter nutzen. Für die teureren Smartphones plante der Konzern nur eine begrenzte Nutzungsfrist. MS-Chef Satya Nadella hat begonnen, das Mobilfunkgeschäft zusammenzustreichen, rund 18.000 Stellen fallen weg. Davon kappt er 12.500 bei der einstigen Nokia-Handysparte.
23. Oktober 2014, 11:18
Telekom nach drei Quartalen tief in Verlustzone
Der Jahresüberschuss stieg im dritten Quartal um 149 Prozent auf 127,8 Mio. Euro, über drei Quartale gerechnet beträgt der Verlust aber immer noch 190,0 Mio. Euro - nach 159,2 Mio. Euro Überschuss in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Das Betriebsergebnis betrug im dritten Quartal 200,0 Mio. Euro (2013: 121,5 Mio. Euro), in neun Monaten ging sich aber nur ein Verlust von 22,6 Mio. Euro aus (2013: +344,7 Mio. Euro).
Der Umsatz konnte im dritten Quartal um 1,2 Prozent auf 1,049 Mrd. Euro gesteigert werden, von Jänner bis September wurden jedoch nur 2,988 Mrd. Euro erlöst, um 4,5 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2013.
Die Telekom Austria bestätigte Medienberichte, wonach die am 14. August 2014 beschlossene Kapitalerhöhung um bis zu 1 Mrd. Euro "voraussichtlich schon bis Jahresende 2014" erfolgen wird, "falls sich die aktuellen Marktgegebenheiten nicht gravierend verändern". Noch stehe der genaue Zeitpunkt aber nicht fest.
Das dritte Quartal habe für die Telekom einen Aufwärtstrend eingeleitet, sagte TA-Generaldirektor Hannes Ametsreiter am Donnerstag laut Aussendung. "Sowohl eine teils starke Performance unserer Tochterunternehmen im CEE-Raum, als auch umfassende Maßnahmen zur Ausgabenoptimierung in Österreich wirken sich positiv aus."
Der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) stieg im dritten Quartal im Jahresvergleich um 16 Prozent auf rund 415 Mio. Euro, über neun Monate betrachtet wurde es um 0,9 Prozent auf 1,034 Mrd. Euro verbessert. Der Gewinn je Aktie stieg im dritten Quartal von 10 Cent auf 27 Cent, in neun Monaten gab es jedoch einen Verlust von 47 Cent (nach +31 Cent im Vorjahr).
Der Free Cashflow je Aktie verbesserte sich im dritten Quartal von 30 auf 37 Cent, in neun Monaten verschlechterte er sich von 69 auf 47 Cent.
Für den Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr macht die TA vor allem den Regulierungsdruck verantwortlich: "Die regulierungsbedingten Umsatzrückgänge belaufen sich nach neun Monaten auf 110,6 Mio. Euro und machen somit rund 80 Prozent des Umsatzrückganges von 140,6 Mio. Euro aus." Für das Gesamtjahr wird nach wie vor mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent gerechnet.
Unverändert bleibt auch der Ausblick für das Investitionsvolumen bei 650 bis 700 Mio. Euro und der Dividendenvorschlag von 5 Cent pro Aktie.
30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht