01. August 2014, 13:42
Sammelklage gegen Facebook eingereicht
Der Wiener Jurist und Datenschutz-Aktivist Max Schrems hat beim Handelsgericht Wien eine Zivilklage gegen die irische Tochter des ...
31. Juli 2014, 16:12
Gewinneinbruch bei Samsung
Das neue iPhone von Apple und die zunehmende Billig-Konkurrenz aus China setzen dem weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung zu. Der ...
31. Juli 2014, 11:36
Sony senkt Ziele für Smartphone- und TV-Geschäft
Sony erwartet in seinen Sorgensparten Smartphones und TV-Geräte noch schlechtere Geschäfte als bisher. Wegen der schwachen Nachfrage und ...
01. August 2014, 13:42
Sammelklage gegen Facebook eingereicht
Die Datenschutzbestimmungen des US-Online-Netzwerkes sind Schrems zufolge nicht kompatibel mit EU-Recht. "In Europa sind sie wüst mit ihrem Datenschutzrecht, aber passieren tut eh nie was", erzählte der "Europe v Facebook"-Gründer von Meinungen im Silicon Valley bei einer Pressekonferenz in Wien. Facebook breche laufend europäisches Datenschutzrecht, ergänzte Schrems Anwalt, Wolfram Proksch. Er betonte aber auch, dass es bei der Klage nicht darum gehe, "Facebook zu killen, aber es muss ohne Missachtung aller Grundrechte betrieben werden".
Die erste zivilrechtliche Klage gegen Facebook beruht auf insgesamt sieben Kernpunkten, darunter auch die Teilnahme am NSA-Überwachungsprogramm PRISM: Facebook leite demnach Daten zur "Massenüberwachung" an die NSA weiter. Man ziele mit der Klage somit auf die "Beitragstäter" der NSA ab, so Schrems.
Während bei der Behandlung der Klage europäisches Datenschutzrecht gilt, werden die Schadenersatzansprüche gemäß den Nutzungsbedingungen von Facebook nach kalifornischem Recht zu beurteilen sein. "In Amerika ist man gewöhnt, dass es ums Geld geht", sagte Arndt Eversberg von der ROLAND ProzessFinanz AG, die die Klage zur Gänze finanziert.
Die Schadenersatzforderung wurde aber bewusst gering mit "symbolischen" 500 Euro pro Nutzer angesetzt. Denn bei der Klage gehe es primär nicht um den finanziellen Aspekt, sondern um die Überzeugung, betonte Schrems. Er selbst verdient nach eigenen Aussagen dabei nichts. Für die Sammelkläger bestehe demnach auch kein finanzielles Risiko.
"Mit ein paar Clicks" teilnehmen
Um der Klage den nötigen öffentlichen Druck zu geben, sind Facebook-Nutzer aufgerufen, sich der Sache im Rahmen einer "Sammelklage österreichischer Prägung" anzuschließen. "Mit ein paar Clicks" können Facebook-User ihren Anspruch an den Hauptkläger Schrems abtreten. Registrieren können sich alle volljährigen privaten Facebook Nutzer außerhalb Kanadas und der USA bis zum Ende des Verfahrens. Das kann laut Schrems "wenn es schnell" geht in einem Jahr soweit sein.
Derzeit gebe es acht Kläger aus verschiedenen Regionen der Welt, "wir gehen aber davon aus, dass es in die Tausenden geht", zeigte sich der Datenschutz-Aktivist überzeugt. Wie viele schlussendlich in die Klage miteinbezogen werden, müsse noch entschieden werden.
Seit drei Jahren versucht Schrems gegen die Rechtsvorstöße von Facebook in Europa vorzugehen. Dabei reichte er sämtliche Beschwerden bei der Datenschutzbehörde in Irland ein, auf eine Entscheidung wartet er immer noch. "Viele Stimmen in Irland sagen, das liegt am politischen Druck, die in Irland sehr wichtige IT-Industrie nicht zu vertreiben - dieses Problem sollten wir in Österreich nicht haben. Wir verlagern den Schwerpunkt der Aktivitäten daher nun hierher", sagte Schrems. Jeder Facebook-Nutzer außerhalb der USA und Kanada geht automatisch ein Vertragsverhältnis mit Facebook-Irland ein.
31. Juli 2014, 16:12
Gewinneinbruch bei Samsung
Apple war Ende März auf rund 15 Prozent gekommen. Einige Analysten fordern nun, Samsung müsse beim Gehäuse seiner Premium-Handys auf Metall statt Plastik sowie auf neuartige geschwungene Displays setzen. Entsprechend wichtig ist, dass das für September erwartete "Galaxy Note 4" nicht floppt. Das Management lässt sich dazu bisher aber nicht in die Karten schauen.
Der Gewinn des südkoreanischen Technologieriesen fiel im zweiten Quartal 2014 im Jahresvergleich um 19,5 Prozent auf 6,3 Billionen Won (4,6 Mrd. Euro). Der Umsatz fiel um 8,9 Prozent auf 52,4 Bill. Won (38,2 Mrd. Euro). Der zunehmend schärfere Wettbewerb mache es schwer, die Gewinne im laufenden Quartal zu steigern, sagte Samsung-Manager Kim Hyun-joon am Donnerstag mit Blick auf die Handy-Sparte. Im Kampf gegen Billig-Anbieter wie die chinesische Xiaomi will Samsung nun neue Niedrigpreis-Modelle anbieten.
Analysten schlossen einen Management-Wechsel bei Samsung nicht aus, wenn der derzeitigen Führung nicht bald ein Umschwung gelingt. Die Chefs der Smartphone-Sparte haben als Zeichen des guten Willens bereits auf ein Viertel ihrer Halbjahres-Boni verzichtet und buchen bei Kurzstrecken-Flügen nur noch Holzklasse.
Apple hatte im abgelaufenen Quartal seinen Umsatz um 6 Prozent auf rund 37 Mrd. Dollar (27,6 Mrd. Euro) und den Gewinn um 12 Prozent auf knapp 8 Mrd. Dollar gesteigert. Der Absatz bei Smartphones legte um 13 Prozent zu. Es wird erwartet, dass Apple bald ein neues iPhone mit größerem Bildschirm präsentiert, um damit auch Samsung weitere Kunden abzuwerben.
Die Samsung-Aktie gab am Donnerstag vier Prozent nach. Auf das Ergebnis drückte im Quartal auch eine schwächere Nachfrage nach Flachbildschirmen.
31. Juli 2014, 11:36
Sony senkt Ziele für Smartphone- und TV-Geschäft
Freude bereitete dem Konzern dagegen das Geschäft mit Spielkonsolen und Netzinfrastruktur. Vor allem deshalb verdoppelte Sony den operativen Gewinn im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 auf 69,8 Mrd. Yen (509,3 Mio. Euro) und übertraf damit auch die Erwartungen der Analysten.
Sony rechnet im Gesamtjahr jetzt nur noch mit einem Absatz von 43 Millionen statt 50 Millionen Smartphones und ein nur noch ausgeglichenes Ergebnis statt eines operativen Gewinns. Für Fernseher senkte der Konzern seine Prognose auf 15,5 Millionen von 16 Millionen verkaufte Geräte. An seinen Zielen für den Gesamtkonzern hielt Sony allerdings fest und erwartet weiter einen operativen Gewinn von 140 Mrd. Yen und unter dem Strich einen Verlust von 50 Mrd. Yen - der sechste Nettoverlust in Folge.
Sony will wegen der roten Zahlen seinen Schrumpfkurs noch verschärfen, früheren Angaben zufolge sollen 5.000 der zuletzt weltweit 145.000 Stellen wegfallen. Ganze Geschäftsfelder sollen aufgegeben werden, etwa die angeschlagene PC-Sparte mit der Hauptmarke Vaio. Bei der Produktion von Fernsehern sucht der Konzern einen Partner.
21. August 2014
31. Juli 2014
Crowdsourcing: Scheitern ohne sorgfältige Planung vorprogrammiert