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16. Juli 2014, 12:09
Der Betrug mit Online-Retouren
Für jeden neunten Online-Händler ist das ein ernstzunehmendes Problem, wie eine Umfrage des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) ergab. Es ist ein Thema, das viele Händler beschäftigt - und über das die meisten lieber schweigen, um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen. Denn ausrichten können die Verkäufer nicht sehr viel.
Betroffen sind vor allem die Mode-Händler. "Mit steigenden Umsätzen im Fashion-Segment wird auch das Wardrobing proportional zunehmen", meint Sebastian Schulz, der Justitiar des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel. "Es gibt Unternehmen, die damit durchaus zu kämpfen haben, wobei es sich nur um eine Erscheinungsform des Betrugs handelt", sagt Schulz, der auch auf Kreditkartenbetrug und Identitätsklau verweist.
Beim Wardrobing hat die Branche vor allem jüngere Kunden unter Verdacht. Zwar gibt es das Problem auch im guten alten Kaufhaus, leicht macht es aber erst der Online-Handel. Betrüger nutzen das 14-tägige Widerrufsrecht aus und fordern ihr Geld zurück. Im stationären Handel müssten sie auf Kulanz des Händlers hoffen - und darauf, dass dieser bei der Rückgabe am Ladentisch die abgewetzten Kragenkanten des vermeintlich ungetragenen Hemdes nicht bemerkt.
Die Großen der Branche scheinen die kleinen Betrügereien wegzustecken. "Es gibt das, aber es ist bei uns ein verschwindend geringer Anteil", sagt Zalando-Sprecherin Carolin Kühnel. "Im Großen und Ganzen haben wir unsere Kunden ganz gut erzogen." Auch wenn die Mehrzahl der Händler in der Umfrage noch von einem zu vernachlässigenden Problem spricht - jedes zweite Unternehmen hat damit Erfahrung.
Negative Bewertungen werden angedroht
Woran erkennen sie die Betrüger? Zum Beispiel an Make-up-Flecken am Kragen, Waschmittel- oder Körpergeruch, Falten in Knie- und Armbeugen, wie der Händler dress-for-less berichtet. Das hessische Unternehmen wehrt sich mit Reklamationsschreiben oder schickt die Ware zurück und erstattet in schweren Fällen den Kaufpreis nicht.
"Reinigung, Schneider, Altkleidersammlung. Zehn Prozent der retournierten Ware ist nicht mehr zu gebrauchen", gab ein Händler beim IFH zu Protokoll. "Wertersatz geltend zu machen, ist fast nicht möglich, da der Kunde seine Rechte kennt, das Geld erstattet haben will und mit negativen Bewertungen erpresst. Also beißt man in den sauren Apfel und zahlt."
Die Otto-Tochter Hermes Fulfilment kümmert sich für Versandhändler um 50 Millionen zurückgeschickte Teile pro Jahr. "Nur etwa zwei Prozent gehen in die Nachbearbeitung", heißt es dort. Das heißt, die Kleider werden gereinigt, gewaschen oder aufgebügelt. "Davon können anschließend 80 Prozent wieder als neuwertig in den Warenbestand integriert werden."
Plomben werden kaum verwendet
Für die Branche ist es schwer, die Grenze zu ziehen: Wo hört das zulässige Prüfen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der Ware auf und fängt der Betrug an? Da ist es ein langer Weg, bis einem Kunden das Konto gesperrt wird, ist zu hören. Auch mit Sicherheitsmarken verplombte Ware wie im Laden ist im Online-Handel noch selten.
Umtauschbetrug wird die Branche also weiter begleiten. "Das berühmte Beispiel Opernkarte noch im Sakko kommt immer wieder", sagt IFH-Sprecherin Christina Fingerhut. "Es soll auch Händler geben, die damit rechnen, dass jetzt nach der Fußball-WM Fernseher zurückgegeben werden." Eine Sprecherin von Media Markt und Saturn wollte diese Frage für den Online-Bereich aber nicht beantworten. Sie verwies nur auf eine generell geringe Retourenquote.
15. Juli 2014, 15:39
Slim nun Mehrheitseigentümer von Telekom Austria
Die Aktien der Telekom Austria haben kaum auf die Nachrichten reagiert. Bis 14.00 gaben die Papiere nur leicht um 0,18 Prozent auf 7,16 Euro nach. Denn Slim könnte seinen Anteil bis Mitte Oktober noch weiter erhöhen. Bis dahin gibt es nämlich eine gesetzliche Nachfrist. Diese dreimonatige Nachfrist beginnt ab dem Tag, an dem das Ergebnis des Übernahmeangebots auf der Webseite der Übernahmekommission und im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" veröffentlicht wird, hieß es von der Behörde zur APA. Das wird für morgen, Mittwoch, erwartet. Die Nachfrist liefe dann bis zum 16. Oktober 2014.
Falls bis Mitte Oktober weitere Kleinleger ihre Telekom-Anteilsscheine an Slim abtreten, müsste dieser die Aktien wieder verkaufen. Slim und die ÖIAG haben in dem Ende April geschlossenen Syndikatsvertrag ausgemacht, dass mindestens 24 Prozent der Telekom-Aktien weiter an der Wiener Börse notieren sollen. "Wenn wir mehr als 50 Prozent der Aktien bekommen, so werden wir innerhalb von zwei Jahren so viele Aktien abgeben, um diesen Streubesitz sicher zu stellen", sagte der Finanzchef von America Movil, Carlos Garcia Moreno, Ende Mai im Nachrichtenmagazin "News".
Der Einfluss Slims auf die Telekom Austria war bereits durch einen Ende April zwischen Slim und der ÖIAG abgeschlossenen Syndikatsvertrag festgeschrieben worden. Der Vertrag sichert dem mexikanischen Telekomkonzern die alleinige Kontrolle über die Telekom Austria. Die ÖIAG bekommt im Gegenzug Vetorechte. Der Aktionärspakt ist seit Ende Juni in Kraft, nachdem alle Behörden grünes Licht gegeben haben. Der Aktionärspakt der ÖIAG mit Slim löste das Pflichtangebot aus. America Movil hat bis zum 10. Juli allen Kleinaktionären, die bisher rund 44 Prozent hielten, 7,15 Euro pro Aktie geboten. Hätten alle Anleger das Angebot angenommen, hätte Slim 1,4 Mrd. Euro auf den Tisch legen müssen. So sind es etwas mehr als 743 Mio. Euro. Zum Vergleich: Laut "Forbes" kommt Slim auf ein Vermögen von 78,5 Mrd. US-Dollar - das sind umgerechnet 57,6 Mrd. Euro.
Dass so viele Anleger ihre Aktien an Slim abgegeben haben, hat selbst Brancheninsider überrascht. Viele gingen davon aus, dass Slim zwar auf über 40, aber nicht auf über 50 Prozent kommt. Ein Grund dafür, dass Slim nun mehr als die Hälfte der Aktien hält, könnte das 400 Mio. Euro schwere Finanzloch der Telekom in Bulgarien sein, das mitten in das laufende Übernahmeangebot platzte. Dass der riesige Abschreibungsbedarf den Ausschlag zum Verkauf gegeben hat, hat zuletzt auch Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger gegenüber Reuters angedeutet. Auch viele große Banken hatten ihren Kunden empfohlen, die Offerte anzunehmen.
Die Staatsholding ÖIAG hat sich heute mit den aktuellen Entwicklungen zufrieden gezeigt. "Der Abschluss der Übernahmefrist ist ein wichtiger Meilenstein in der Wachstumspartnerschaft zwischen ÖIAG und America Movil", sagte ÖIAG-Sprecher Bernhard Nagiller. Nächster Schritt ist eine Kapitalerhöhung um 1 Mrd. Euro, die bis Mitte 2015 geplant ist.
Die Staatsholding werde "langfristig mindestens 25 Prozent der Anteile an der Telekom Austria halten und weiterhin eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung des Unternehmens spielen". Ziel sei es, die Telekom zu stärken "und einen umfangreichen Wachstumskurs in Zentral und Osteuropa sicherzustellen". Nagiller betonte, dass das Headquarter sowie alle wesentlichen Geschäftsfunktionen in Österreich "vertraglich abgesichert" seien.
Anders sehen das die Grünen. Sie orten erneut ein Versagen der Staatsholding ÖIAG. "So erfolgt eine stille Übernahme, denn vormals österreichischer Staatsbesitz ist nun mexikanisch", sagte die Telekomsprecherin der Grünen, Gabriela Moser, am Dienstag in einer Aussendung. Auch die Arbeiterkammer und die Gewerkschaften haben seit dem Abschluss des Syndikatsvertrags wiederholt Kritik daran geäußert.
14 Jahre nach dem Börsengang der Telekom Austria, beim dem viele Papiere als "Volksaktie" zum Ausgabepreis von 9 Euro an österreichische Kleinanleger verkauft worden sind, ist damit von der österreichischen Telekombranche nicht mehr viel übrig. Der einstige Monopolist befindet sich nunmehr unter der Kontrolle von Slim, T-Mobile Austria gehört zu 100 Prozent der Deutschen Telekom und Hutchison ("3", Drei) befindet sich im Eigentum des chinesischen Mischkonzerns Hutchison. Nicht anders sieht es im Festnetzbereich aus. Tele2 hat seinen Firmensitz im schwedischen Stockholm, Mitbewerber UPC befindet sich in der Hand der britischen Liberty Global.
Für America Movil ist die Übernahme eine wichtiger Wachstumsschritt in Europa. Das Unternehmen will sich unabhängiger vom südamerikanischen Heimatmarkt machen, wo eine strengere Regulierung die Erträge zu schmälern droht. Die Telekom Austria wollen die Mexikaner künftig als Plattform für weitere Zukäufe in Osteuropa nutzen. Der Schwerpunkt liege dabei auf Akquisitionen von Festnetzgesellschaften zur Stärkung der bestehenden Mobilfunkaktivitäten, schätzt LBBW-Analyst Stefan Borscheid laut Reuters. "Allerdings ist auch mit dem Einstieg in neue Länder zu rechnen." Neben dem österreichischen Konzern ist Slim auch an der niederländischen KPN beteiligt. Slim deutete in Holland allerdings zuletzt einen Ausstieg aus, sofern der Preis stimme.
15. Juli 2014, 15:38
Microsoft will tausende Stellen abbauen
Microsoft plant laut einem Medienbericht nach der Übernahme des Handy-Geschäfts von Nokia den größten Jobabbau seit fünf Jahren. Ziel sei unter anderem, die Nokia-Sparte zu integrieren und dabei Doppelungen zu vermeiden, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Die Stellenstreichungen könnten den Abbau von 5.800 Arbeitsplätzen im Jahr 2009 übertreffen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. An Details werde noch gearbeitet, die Maßnahmen könnten aber noch kommende Woche angekündigt werden. Microsoft Deutschland wollte die Informationen nicht kommentieren.
Der neue Microsoft-Chef Satya Nadella hatte in einer öffentlichen E-Mail an die Mitarbeiter den Strategiewechsel hin zu Online-Diensten bekräftigt und angedeutet, dass damit auch strukturelle Veränderungen einhergehen werden. Am 22. Juli legt Microsoft aktuelle Quartalszahlen vor, spätestens dann wird die Frage wieder aufkommen. Der Windows-Konzern übernahm beim Kauf des Nokia-Handygeschäfts auch rund 30.000 Mitarbeiter und hat jetzt über 127.000 Beschäftigte.
Nadellas Vorgänger Steve Ballmer hatte den insgesamt über 5 Mrd. Dollar teuren Nokia-Deal vor fast einem Jahr eingefädelt. Es dauerte Monate, bis die nötigen Behörden-Freigaben erteilt wurden. Zugleich trennte sich Nadella in seinem Strategie-Manifest von Ballmers Diktion, Microsoft sei ein "Anbieter von Geräten und Diensten". Es ist bisher unklar, welchen Stellenwert die Produktion eigener Smartphones mit Nokia in seinem Konzept hat.
Microsoft macht nach wie vor einen Großteil seiner Milliardengewinne in der PC-Welt mit dem Betriebssystem Windows und den Office-Büroprogrammen. Das große Wachstum gibt es aber im Geschäft mit Smartphones und Tablets, in dem Microsoft trotz jahrelanger Anstrengungen bisher nur kleine Marktanteile hat. Nadella will das Unternehmen zu einem Anbieter von Diensten machen, die auf allen Plattformen und Geräten verfügbar sind. Zugleich bekannte er sich zur Spielekonsole Xbox und erteilte damit Spekulationen über eine mögliche Trennung von dem Geschäftsbereich eine klare Absage.
31. Juli 2014
26. Juni 2014
Experten: Tourismus steht vor digitalen Herausforderungen

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22. Mai 2014
Social Media Monitoring: Der nächste Shitstorm kommt bestimmt…

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24. April 2014
Trend zum Online-Einkauf krempelt Handel um

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