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18. August 2014, 16:56
Urheberrecht: IFPI beklagt ausbleibende Sperren
Der Musikwirtschaftsverband IFPI zeigt sich wenig erfreut über die Untätigkeit der Provider beim Thema Website-Sperren. Nach einem Urteil ...
14. August 2014, 15:13
TA-Hauptversammlung fixiert 8:2 für Mexiko
Im Fußball würde man von einem Kantersieg sprechen: Im Aufsichtsrat der Telekom Austria steht es künftig 8:2 für Mexiko. Wie erwartet ...
07. August 2014, 11:22
Deutsche Telekom erhöht Tempo
Gründe hierfür sind den Angaben zufolge vor allem positive Ergebnisauswirkungen des Tauschs von Funkfrequenzen mit dem US-Betreiber Verizon gewesen. Die Strategie der Deutschen Telekom, erst auf mehr Kunden und dann auf Umsatz und Ergebnis zu setzen, zahle sich aus, erklärte Vorstandschef Tim Höttges.
Bereinigt um die außerordentlichen Effekte fallen die Ergebniszahlen allerdings bescheidener aus. Durch gestiegene Abschreibungen auf Vermögenswerte im Zuge der Fusion von T-Mobile USA mit MetroPCS schrumpfte der Gewinn bis Ende Juni um gut 22 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Dennoch zeigte sich der Konzernchef zufrieden: "Wir gewinnen auch dank unserer ausgezeichneten Netze Kunden - und dieser Erfolg schlägt sich immer stärker in unseren Finanzzahlen nieder", betonte der Manager.
Keine Angaben machte das Unternehmen zu den künftigen Perspektiven der US-Mobilfunktochter, die seit Monaten von Kaufinteressenten umworben wird. Vor allem wurden dem Branchendritten Sprint Ambitionen nachgesagt. Doch das Unternehmen soll Medienberichten zufolge am Mittwoch einen Rückzieher gemacht haben. Für die Übernahme der Telekom-Tochter soll Sprint angeblich bereit gewesen sein, 32 Mrd. US-Dollar (24 Mrd. Euro) auf den Tisch zu blättern.
Wegen der Probleme, eine solche Transaktion bei den US-Wettbewerbsbehörden durchzubekommen, habe der Anbieter die Übernahmepläne fallen gelassen, hieß es aus informierten Kreisen. In der vergangenen Woche hatte darüber hinaus das französische Internetunternehmen Iliad ein Kaufoffert für T-Mobile in den USA eingereicht. T-Mobile hatte bisher lediglich den Eingang bestätigte, sich aber nicht weiter dazu geäußert.
T-Mobile in den USA glänzt derzeit vor allem durch ein starkes Kundenwachstum. Ende Juni war die Kundenzahl auf über 50 Millionen angestiegen, allein 1,5 Millionen kamen im zweiten Quartal hinzu. Der US-Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um fast 24 Prozent auf 10,3 Mrd. Euro und zum Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen steuerte die Telekom-Tochter 2,2 Mrd. Euro bei, - mehr als ein Fünftel des gesamten Konzern-EBITDA.
06. August 2014, 11:55
Russische Hacker erbeuteten 1,2 Mrd. Profildaten
Dabei seien über 500 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen betroffen. Hold Security habe die Daten in Untergrund-Kanälen im Internet entdeckt und auch mit der Hacker-Gruppe aus Zentralrussland kommuniziert, berichtete die Zeitung am späten Dienstag. Die Einwahldaten stammen demnach von rund 420 000 Websites, darunter seien bekannte Firmennamen ebenso wie kleine Seiten. Die Sicherheitsfirma macht keine Angaben dazu, welche Websites betroffen sind. Ein von der Zeitung zur Analyse hinzugezogener Experte habe die Echtheit der Daten bestätigt, schrieb die "New York Times".
Anhand der Informationen ist es schwer abzuschätzen, wie viele Menschen genau von dem Datenklau betroffen sind. Manche nutzen verschiedene E-Mail-Adressen, unter den Datensätzen könnten auch alte Profile oder Spam-Accounts sein.
Dennoch ist Datendiebstahl dieser Art immer gefährlich: Viele Internet-Nutzer setzen die gleiche Kombination von Benutzernamen oder E-Mail-Adressen und Passwörtern bei verschiedenen Websites ein und sind dann auf breiter Front betroffen.
Auf jeden Fall wäre es eine erschütternde Dimension für einen Daten-Diebstahl: Das Internet hat nach Schätzungen insgesamt zwischen zwei und 2,5 Milliarden Nutzer. Zuletzt war es zwar keine Seltenheit mehr, dass Dutzende oder einige hundert Millionen Login-Datensätze gestohlen wurden. Aber eine so große Beute wie jetzt wurde bisher noch nicht bekannt.
Daten auch zum Verkauf gedacht
Die meisten der betroffenen Websites seien immer noch angreifbar, sagte Hold-Chef Alex Holden der Zeitung. Sein Team habe damit angefangen, die Website-Betreiber zu benachrichtigen, habe aber nicht alle erreichen können. Die Angreifer hätten die erbeuteten Informationen bisher für den Versand von Spam-E-Mails mit Werbung oder mit Links zu Schad-Programmen benutzt. Sie erwägten aber auch, sie zu verkaufen, hieß es.
Holden erklärte, er wolle keine Namen nennen, um Ermittlungen nicht zu gefährden. Das Geschäftsmodell seiner Firma ist es, Websites auf Einbrüche von Datendieben zu prüfen. Hold hatte in der Vergangenheit bereits den Diebstahl einige hundert Millionen Login-Datensätze aufgedeckt.
Technisch sei ein so breit angelegter Angriff dank eines sogenanntes Botnetzes mit vielen infizierten Computern möglich. Wenn ein nichtsahnender Nutzer mit einem solchen Rechner eine Website ansteuere, prüfe das Botnetz, ob die angreifbar sein.
Man wisse, dass die Gruppe im Süden Zentralrusslands basiert sei, erklärte Hold Security. Sie bestehe aus weniger als einem Dutzend Männer im Alter unter 30 Jahren, die sich persönlich kennen, hieß es. Die Server befänden sich in Russland. In der Gang gebe es eine klare Arbeitsteilung: "Die einen schreiben die Programme, die anderen stehlen die Daten."
Insgesamt habe die Gruppe 4,5 Milliarden Datensätze erbeutet, erklärte Hold Security. Nach Abzug von Doppelungen seien 1,2 Milliarden Kombinationen von Benutzername und Passwort übriggeblieben.
05. August 2014, 15:22
Telefonica kauft in Brasilien zu
Mit dem Offert für die Breitband-Sparte GVT stieß Telefonica aber zunächst auf wenig Gegenliebe. Keine der Konzern-Töchter stünde derzeit zum Verkauf, erklärte Vivendi. Allerdings soll das Angebot bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrates geprüft werden.
Telefonica hat bereits seit längerem ein Auge auf GVT geworfen. Das Unternehmen ist in Brasilien führender Anbieter schneller Internet-Verbindungen. Bei einem ersten Bieterverfahren musste sich Telefonica 2009 Vivendi geschlagen geben. Mit dem Zukauf könnte Telefonica nicht nur die Stellung auf seinem zweitwichtigsten Markt stärken. Die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas birgt im Gegensatz zum weitgehend gesättigten Telekom-Märkten in Europa enormes Wachstumspotenzial. Die Wende im gebeutelten Europa-Geschäft soll Deutschland bringen, weshalb der Mobilfunk-Ableger o2 für 8,6 Mrd. Euro den Rivalen E-Plus schluckt.
Ein GVT-Kauf würde Telefonica zudem die Möglichkeit eröffnen, sich von Anteilen an Telecom Italia in Brasilien zu trennen und damit kartellrechtliche Probleme aus dem Weg zu räumen. Im Rahmen des Angebots aus einer Barkomponente sowie neuen Aktien diente Telefonica Vivendi auch einen Anteil von 8,3 Prozent an Telecom Italia an. Brasiliens Kartellbehörde Cade verlangt seit Monaten von Telefonica, Anteile an Telecom Italia zu veräußern. Hintergrund ist, dass die brasilianische Tochter der Italiener, TIM, mit Telefonicas Tochter Vivo konkurriert. TIM ist nach Vivo der zweitgrößte Mobilfunkanbieter in Brasilien.
Der GVT-Vorstoß sei ein geschickter Schachzug, wie einige Analysten Telefonica bescheinigten. Allerdings könnten ihrer Ansicht nach nun auch andere Konkurrenten Interesse an GVT anmelden. Wie aus dem Vivendi-Umfeld verlautete, sei der Preis für ein erstes Angebot gut. Es sei aber fraglich, was Verwaltungsratschef und Vivendi-Großaktionär Vincent Bollore vorhabe. Er hatte erst Ende Juni erklärt, GVT als letztes verbliebenes Mobilfunkgeschäft halten zu wollen, auch wenn sich Vivendi gerade auf sein Mediengeschäft konzentriert. Dazu hatte der Konzern jüngst seine französische Mobilfunksparte SFR verkauft.
21. August 2014
31. Juli 2014
Crowdsourcing: Scheitern ohne sorgfältige Planung vorprogrammiert