27. August 2014, 14:44
Apple plant offenbar größeres iPad
Apple plant nach einem Medienbericht für 2015 ein deutlich größeres Modell seiner iPad-Tablets. Das Gerät solle einen Bildschirm in ...
26. August 2014, 11:29
Amazon schnappt Google Spieleportal Twitch weg
Der Internet-Handelsriese Amazon kauft für knapp eine Milliarde Dollar die Online-Spieleplattform Twitch und sticht damit offenbar den ...
25. August 2014, 15:45
IFA: "Smart Home" gehört Zukunft
Das "smarte" Zuhause, in dem alle elektronischen Geräte miteinander vernetzt sind und kommunizieren können, steht auf der diesjährigen IFA ...
22. August 2014, 11:46
Digital University soll Lehre an Unis verändern
Unter einer "Digital University" wie der deutschen iversity oder den von US-Eliteunis initiierten MOOC-Plattformen wie "edX", an denen man ohne formelle oder finanzielle Hürden speziell konzipierte Online-Kurse bei den Koryphäen des jeweiligen Fachs besuchen kann, darf man sich laut Klöpper allerdings keine vollwertige Universität vorstellen. Es sei nicht das Ziel, Unis mit vollwertigen Abschlüssen online abzubilden. Der Mehrwert von Digitalen Unis sei vielmehr, dass Studentinnen und Studenten aus einem umfassenden Angebot a la carte das Passende auswählen und damit Präsenzstudium oder berufliche Tätigkeit ergänzen können. Durch solche Angebote könnten sich künftig außerdem nicht mehr nur große, sondern auch kleine und mittelständische Betriebe maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme leisten, glaubt Klöpper.
Angebot schaffe Transparenz
An den klassischen Unis selbst werden die Plattformen mit hunderten bis tausenden Lehrangeboten aus aller Welt ebenfalls verstärkt zum Einsatz kommen, so Klöpper, und damit auch zu einer Qualitätssteigerung in der Lehre beitragen: "Plötzlich habe ich all diese anderen Dinge, die ich in mein Curriculum inkludieren kann. Damit kann ich die Wahlmöglichkeiten meiner Studenten massiv ausbauen. Gleichzeitig habe ich einen Qualitätswettbewerb, den es bisher in der Lehre nicht gab: Dieses große Angebot schafft auch Transparenz." Denn durch die Möglichkeit, verschiedene Vorlesungen auszuprobieren, würden Studentinnen und Studenten mit einer anderen Erwartungshaltung an die Uni kommen und in der Lehre auch eine bestimmte Qualität einfordern.
Auch über Vorlesungen hinaus kann Klöpper sich den Einsatz von MOOCs an Unis vorstellen: "Hier gibt es Möglichkeiten, die noch gar nicht so genutzt werden in Hinblick auf Citizen Science und Nutzerpartizipation als Verbindung von Lehre und Forschung." Mit 10.000 Leuten in einem Kurs, die alle ein Smartphone haben, könne man riesige Mengen an Information zusammentragen.
Vielfalt als Chance
Als riesige Chance sieht Klöpper die Vielfalt der Teilnehmer aus verschiedenen Altersgruppen, Kulturkreisen, mit verschiedenen Bildungsniveaus und beruflichen Vorerfahrungen. In der wissenschaftlichen Diskussion könne dieser unterschiedliche Kontext der Teilnehmer interessante neue Aspekte beleuchten und die Grenzen verschiedener Theorien aufzeigen. Davon könnten die Unis auch in ihrem Kernangebot profitieren, wenn sie dieses für Außenstehende öffnen: "Es ist ja durchaus möglich zu sagen: Wir machen unseren Kurs, den wir 30 Leuten lokal anbieten, und online kommt noch einmal Anzahl X dazu, die eben genau diese unterschiedlichen Perspektiven einbringt."
Für Europa sieht Klöpper dabei dank dem einheitlichen ECTS-System zur Bewertung von Studienleistungen ein noch wesentlich größeres Potenzial als für die USA. Studenten könnten ein MOOC absolvieren und sich die ECTS für ihr Studium anrechnen lassen. iversity selbst hat bereits erste Kurse im Programm, bei denen dies möglich ist. Weiteres Plus für Europa sei, dass die Unis hier in deutlich geringerem Ausmaß von Studiengebühren abhängig seien. "Diese beiden Rahmenbedingungen stellen eine große Chance dar, nicht nur das Marketingversprechen der MOOCs zu nutzen, seine Hochschule global zu präsentieren, sondern auch den nächsten Schritt zu machen, der den Amerikanern deutlich schwerer fallen wird: einen gemeinsamen Markt zu etablieren, wo man als Student aus den jeweils besten Angeboten verschiedenster Hochschulen aus ganz Europa wählen kann."
21. August 2014, 11:33
Infineon kauft International Rectifier Corporation
Infineon will International Rectifier für drei Milliarden Dollar übernehmen, wie das Unternehmen mitteilte. "Die Kombination sich hervorragend ergänzender Produkte, technologischer und innovativer Exzellenz sowie der Vertriebsstärke wird großes Potenzial erschließen", pries Vorstandschef Reinhard Ploss die Transaktion.
"Mit dieser Transaktion stärkt Infineon seine weltweit führende Position im Markt für Leistungshalbleiter. In diesem Segment leisten wir am Standort Villach wichtige Beiträge in der Forschung und Entwicklung, in der Fertigung sowie in der globalen Geschäftsverantwortung für mehrere Produktbereiche. Wir sehen die Akquisition von International Rectifier daher auch als attraktive Chance für unsere lokalen Kompetenzen" schreibt Herlitschka in einer ersten Stellungnahme.
Je Aktie sollen die Rectifier-Anteilseigner 40 Dollar erhalten. Der Aufschlag zum Schlusskurs vom Dienstag fällt mit rund 50 Prozent selbst für die Hightech-Branche üppig aus, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Durch den bisherigen Aktienrückkauf der Amerikaner beläuft sich der Unternehmenswert netto auf 2,4 Milliarden Dollar. Den Anlegern gefiel der Deal nicht, der Kurs der Infineon-Aktie fiel nach der Bekanntgabe.
"Breitere und stärkere regionale Präsenz"
Vorstandschef Ploss verteidigte den Schritt. Die Integration der Amerikaner schaffe Kostenvorteile und beschleunige die Umstellung der Fertigung auf größere Siliziumscheiben, die für die Branche mit Preisvorteilen einhergeht. "Infineon wird darüber hinaus eine deutlich breitere und stärkere regionale Präsenz haben. So hat International Rectifier eine starke Position in den USA, dem wichtigen Zentrum für Innovationen besonders bei der vernetzten Welt, und wird die Präsenz von Infineon in Asien wesentlich erweitern", teilte Infineon mit.
Die Übernahme solle sich bereits im ersten Jahr für die Neubiberger auszahlen. Für den Kaufpreis nimmt Infineon neue Schulden über 1,5 Milliarden Euro auf, der Rest stammt aus Barmitteln des größten deutschen Halbleiterkonzerns. Die Aufsichtsgremien beider Firmen hätten der Übernahme bereits zugestimmt, hieß es in der Mitteilung. Die Kartellbehörden müssen allerdings noch zustimmen.
Der Deal ist eine Rarität in der Branche. Große Zusammenschlüsse sind in der Chipindustrie aufgrund der hohen Spezialisierung und der starken Schwankungsanfälligkeit extrem selten. Erst jüngst war ein deutlich kleinerer Zusammenschluss zwischen dem Apple -Zulieferer Dialog Semiconductor und der österreichischen AMS gescheitert. Die Übernahme ist für Infineon die mit Abstand größte seit der Abspaltung von Siemens vor 15 Jahren.
20. August 2014, 13:34
Ex-Microsoft-Chef Ballmer verlässt Verwaltungsrat
Steve Ballmers Auftritte als Chef des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft sind Legende. Unvergessen sind seine exaltierten Show-Einlagen, in denen er etwa schwitzend und hüpfend "I love this company" skandierte. Nun geht eine Ära zu Ende. Nach 34 Jahren zieht sich das IT-Urgestein bei Microsoft zurück. In einem Abschiedsbrief an Konzernchef Satya Nadella erklärte der langjährige Spitzenmanager, er wolle sich künftig anderen Dingen wie den LA Clippers widmen. Ballmer hatte das Basketball-Team gerade erst für zwei Milliarden Dollar (1,50 Mrd. Euro) übernommen.
"Es wäre unpraktisch für mich, dem Microsoft-Board weiter zu dienen, es ist das Beste, aufzuhören", schreibt Ballmer. Microsoft sei sein Leben gewesen und er sei stolz auf das Unternehmen. Der Firma stünden große Herausforderungen bevor, aber die Möglichkeiten seien noch viel größer. Der enge Vertraute von Unternehmens-Mitgründer Bill Gates bleibt größter Einzelaktionär. Ballmer war bis zuletzt in der Branche nicht unumstritten, galt aber als versierter Geschäftsmann.
Er wolle sich nun unter anderem auf den Saisonstart der Clippers konzentrieren. Nach langem Hickhack ist Ballmer seit vergangenem Dienstag endgültig neuer Besitzer des NBA-Clubs aus Los Angeles. Zuletzt zog er bei dem Verein der nordamerikanischen Basketball-Profiliga eine filmreif inszenierte Antritts-Show ab. Das Spektakel erinnerte an Ballmers große Zeiten bei Microsoft.
Auch Daniel Ives, Analyst bei FBR Capital, sieht den Abschied als Einschnitt. Ballmer sei der "Elefant" im Microsoft-Vorstand gewesen, sagte Ives dem "Wall Street Journal". Ballmers Rückzug gebe seinem Nachfolger Nadella nun den Raum für einen neuen Start. Konzernchef Nadella bedankte sich brav im Namen des ganzen Unternehmens und aller Manager: "Es war ein großartiges Privileg, mit dir gearbeitet und von dir gelernt zu haben." Auch wenn Ballmers Erkenntnisse und Führungsstärke im Unternehmen vermisst würden, verstehe und unterstütze Nadella dessen Entscheidung.
Der 58-Jährige Ballmer war 1980 der erste Microsoft-Angestellte. Rund 25 Jahre lang war er der starke zweite Mann hinter Bill Gates, mit dem er den Konzern aufbaute. Nach dem Rückzug von Gates stand er knapp 13 Jahre selbst als CEO an der Spitze des Konzerns, zuletzt als Mitglied des Verwaltungsrats. Vor sechs Monaten machte er Platz für Nadella.
Anders als der eher scheue Software-Visionär Gates setzte er sich immer wieder als bulliger Choleriker mit Herz und Leidenschaft in Szene. Bei neuen Entwicklungen bewies er nicht immer ein glückliches Händchen. So ging das Betriebssystem Windows Vista auf seine Kappe, einer der größten Flops der Firmengeschichte. Als Apple-Chef Steve Jobs das erste iPhone präsentierte, hatte Ballmer nur Spott übrig. Er wisse nicht, wer sich ein so teures Handy kaufen sollte, lästerte er. Als Fehleinschätzung erwies sich auch Microsofts zögerliche Reaktion auf den Boom im Tablet-Markt, den Apples iPad auslöste.
Ballmer hält mit mehr als 333 Millionen Anteilsscheinen etwa vier Prozent am Unternehmen, ist noch vor Gates der größte Einzelaktionär. In dieser Rolle will er das Management auch weiter unterstützen. "Zählt auf meine Ideen und meinen Input." Microsoft werde neue Höhen erklimmen: "Ich werde als Aktienbesitzer davon profitieren."
25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen