01. September 2014, 14:50
Netflix-Abo in Österreich soll 7,99 Euro kosten
Während der Termin für den Start des Online-Videodienstes Netflix in Österreich näher rückt, dürften nun die Abo-Preise durchgesickert ...
01. September 2014, 12:54
Chinas Kartellwächter setzen Microsoft Frist
Die chinesischen Behörden haben Microsoft in ihrer laufenden Kartell-Untersuchung eine Frist gesetzt. Der US-Konzern habe 20 Tage lang ...
29. August 2014, 11:14
Auch Google setzt auf Zustell-Drohnen
Als Amazon den Prototypen seiner Zustell-Drohnen vorstellte, hielten das viele für einen Werbe-Gag. Aber auch Google arbeitet ernsthaft an ...
26. August 2014, 11:29
Amazon schnappt Google Spieleportal Twitch weg
Für Amazon ist es einer der größten Zukäufe überhaupt. Er unterstreicht zugleich die Ambitionen von Konzernchef Jeff Bezos, auch über das angestammte Handelsgeschäft hinaus zu einem wichtigen Anziehungspunkt im Netz zu werden. Dazu investiert der Konzern kräftig in eigene TV- und Spieleangebote. "Es ist klar, dass Amazon mehr Inhalte auftreiben will, die es kontrollieren kann", sagte James McQuivey vom Analysehaus Forrester. Twitch passe gut zu dieser Strategie.
Die Firma ging vor drei Jahren an den Start. Auf ihrer Internetseite verfolgen monatlich viele Millionen von Zuschauern live gezeigte Spiele und kommunizieren untereinander und mit den Spielern. Das hohe Interesse an dem Dienst bringt dem Unternehmen immer mehr Werbeeinnahmen ein. Amazon zahlt 970 Mio. Dollar (734,9 Mio. Euro) in bar für Twitch.
Rund 55 Millionen Nutzer
Bei diesem Deal geht es um die Zukunft des Fernsehens und die Aufmerksamkeit junger Internet-Nutzer. Auf der Video-Website Twitch können Gamer Live-Mitschnitte vom Spielverlauf veröffentlichen. Der Dienst kam zuletzt auf rund 55 Millionen Nutzer, von denen eine Million Videos im Netz platzierten.
Als wahrscheinlicher Käufer war zuvor seit Mai Google gehandelt worden. Google mit seiner mächtigen Videoplattform YouTube sei aber wegen möglicher Probleme mit Wettbewerbshütern besorgt gewesen, berichtete das Magazin "Forbes" unter Berufung auf informierte Personen. Der Branchendienst "The Information" schrieb dagegen, es habe vor allem Differenzen über die Zukunft als Teil von Google gegeben. Twitch hätte Investitionen in Größenordnung von Dutzenden Millionen Dollar vom Google-Managern wie Finanzchef Patrick Pichette absegnen lassen müssen, hieß es. Der Deal mit dem Internet-Riesen sei zwar schon grundsätzlich ausgehandelt worden, die Gamer-Website habe aber Zweifel bekommen, ob sie sich unter dem Dach von Google und YouTube weiter dynamisch entwickeln könne.
Unabhängigkeit wird betont
Twitch-Chef Emmett Shear betonte jetzt, unter den Fittichen von Amazon werde die Video-Website unabhängig bleiben. "Wir haben uns für Amazon entschieden, weil sie an unsere Nutzergemeinde glauben, unsere Werte und langfristige Vision teilen und uns helfen wollen, dort schneller hinzukommen."
Das "Wall Street Journal" hatte wenige Stunden vor Bestätigung des Deals mit Amazon einen Preis von mehr als eine Milliarde Dollar genannt. Bei "The Information" hieß es, auch Google habe rund eine Milliarde Dollar bezahlen wollen.
Twitch war vor gut drei Jahren eher als Nischenangebot gestartet. Der Dienst gewann aber schnell Popularität vor allem bei jungen Internetnutzern. Amazon wird damit noch etwas mehr zum Konkurrenten für Google. Laut Medienberichten will der Online-Händler demnächst auch ein eigenes System zur Vermarktung von Werbeplatz im Internet starten. Amazon hat auch ein eigenes Geschäft mit Online-Spielen auf Basis des Betriebssystems Android.
25. August 2014, 15:45
IFA: "Smart Home" gehört Zukunft
Das sogenannte Internet der Dinge gilt in der Branche als der nächste große Trend. Technologien für das vernetzte Zuhause sollen neue Services und Dienste ermöglichen, die etwa beim Energiesparen mit Haushaltsgeräten oder Heizungen helfen sollen. Sie sollen dem Nutzer aber auch neue Möglichkeiten eröffnen, zum Beispiel einen auf dem Fernseher angespielten Film auf einem Tablet oder Zweitgerät unterbrechungsfrei weiterzuschauen. Oder die Waschmaschine meldet sich, wenn der Waschvorgang beendet ist.
Bei den meisten Lösungen kommt dem Smartphone oder Tablet eine zentrale Rolle zu. Meist können die neuartigen Anwendungen über eine App vom Nutzer gesteuert werden. Für die reibungslose Kommunikation seien vor allem übergreifende Standards wichtig, betont Kamp. Vielfach treiben auch heute noch die großen Hersteller ihre eigenen Lösungen voran. "Entscheidend sind aber offene Standards", sagt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsmitglied des Branchenverbandes gfu. "Dessen ist sich jeder bewusst."
In der Vergangenheit gab es bereits zahlreiche Bemühungen, branchenübergreifende Plattformen zu etablieren, bisher aber mit mäßigem Erfolg. In der Regel setzen die einzelnen Unternehmen häufig auf eigene Lösungen.
"Übergreifende Vernetzungsstandards sind nicht zwingend das Allheilmittel im Bereich Smart Home", sagt Hans Wienands, Deutschland-Manager von Samsung und Vorstandsvorsitzender im Fachverband Consumer Electronics des Branchenverbands ZVEI. Es gehe auch mit heute bereits verfügbaren Standards. Eine einheitliche Plattform, für die man unter Umständen die Wände zu Hause aufstemmen müsse, sei nicht "marktentscheidend". Es gebe eine Vielfalt von Lösungen, die auf vorhandenen Geräten und Applikationen basieren, "die konkreten Mehrwert bringen und richtig Spaß machen".
Mit dem Smartphone Heimanwendungen steuern
Das Smartphone habe die Bedienung und die Entwicklung neuer Lösungen entscheidend vorangebracht. "Die meisten Verbraucher sind offen dafür, ihr Smartphone als Steuerelement zu benutzen", sagt Wienands. Über entsprechende Apps sei es heute möglich, neue Lösungen zu entwickeln und die verschiedensten Geräte mithilfe bestehender Standards wie WLAN oder Bluetooth zu verbinden. Samsung will auf der IFA eine Reihe von "Smart Home"-Lösungen im neuen City Cube präsentieren, der an der Stelle der alten Deutschlandhalle gebaut wurde.
Als prominenten Keynote-Speaker hat die IFA unter anderem den Vernetzungs-Spezialisten Tony Fadell geworben. Der Gründer und Chef von Nest Labs wurde im Mai vom "Time Magazine" zu den 100 einflussreichsten Personen weltweit gekürt. Inzwischen gehört seine Firma dem Internet-Konzern Google, der das Unternehmen für mehr als 3 Mrd. Dollar (2,26 Mrd. Euro) übernommen hat. Nest stellt digitale Thermostate her, die mithilfe ihrer Sensoren die Raumtemperatur regulieren und sich mit anderen Geräten vernetzten können.
Die Münchner Firma Tado, die über Smartphones steuerbare Thermostate vertreibt, ist ebenfalls auf der IFA vertreten. Auf dem TecWatch-Forum erklärt Geschäftsführer Leopold von Bismarck, wie das Internet der Dinge unser Leben verändert. Die Münchner Firma will mit einer ähnlichen Lösung für Klimaanlagen auch in den USA sowie in Asien Fuß fassen. Beide Unternehmen dürften sich künftig noch ein Rennen um die beste Marktposition liefern.
Potenzial vom 5 Milliarden Dollar
In Sachen Vernetzung wird auch die junge Gerätekategorie der sogenannten Wearables - kleiner tragbarer Computergeräte - auf der Messe eine wichtige Rolle spielen. Vergangenes Jahr hatte etwa Samsung seine Smartwatch Galaxy Gear in Berlin präsentiert, in diesem Jahr hat das Unternehmen die im Frühjahr vorgestellten Gear 2, die Gear Neo und die Gear Fit mit im Gepäck. Ob es auch eine Gear-Variante zu sehen geben wird, die ganz ohne Smartphone auskommt, wollte Wienands nicht verraten.
"Der Markt entwickelt sich sehr gut", sagt der Samsung-Manager. Analysten erwarteten ein Weltmarkt-Potenzial von 5 Mrd. Dollar in diesem Jahr. Und von vier verkauften Smartwatches hätten im zweiten Quartal in Deutschland drei das Logo von Samsung getragen.
22. August 2014, 11:46
Digital University soll Lehre an Unis verändern
Unter einer "Digital University" wie der deutschen iversity oder den von US-Eliteunis initiierten MOOC-Plattformen wie "edX", an denen man ohne formelle oder finanzielle Hürden speziell konzipierte Online-Kurse bei den Koryphäen des jeweiligen Fachs besuchen kann, darf man sich laut Klöpper allerdings keine vollwertige Universität vorstellen. Es sei nicht das Ziel, Unis mit vollwertigen Abschlüssen online abzubilden. Der Mehrwert von Digitalen Unis sei vielmehr, dass Studentinnen und Studenten aus einem umfassenden Angebot a la carte das Passende auswählen und damit Präsenzstudium oder berufliche Tätigkeit ergänzen können. Durch solche Angebote könnten sich künftig außerdem nicht mehr nur große, sondern auch kleine und mittelständische Betriebe maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme leisten, glaubt Klöpper.
Angebot schaffe Transparenz
An den klassischen Unis selbst werden die Plattformen mit hunderten bis tausenden Lehrangeboten aus aller Welt ebenfalls verstärkt zum Einsatz kommen, so Klöpper, und damit auch zu einer Qualitätssteigerung in der Lehre beitragen: "Plötzlich habe ich all diese anderen Dinge, die ich in mein Curriculum inkludieren kann. Damit kann ich die Wahlmöglichkeiten meiner Studenten massiv ausbauen. Gleichzeitig habe ich einen Qualitätswettbewerb, den es bisher in der Lehre nicht gab: Dieses große Angebot schafft auch Transparenz." Denn durch die Möglichkeit, verschiedene Vorlesungen auszuprobieren, würden Studentinnen und Studenten mit einer anderen Erwartungshaltung an die Uni kommen und in der Lehre auch eine bestimmte Qualität einfordern.
Auch über Vorlesungen hinaus kann Klöpper sich den Einsatz von MOOCs an Unis vorstellen: "Hier gibt es Möglichkeiten, die noch gar nicht so genutzt werden in Hinblick auf Citizen Science und Nutzerpartizipation als Verbindung von Lehre und Forschung." Mit 10.000 Leuten in einem Kurs, die alle ein Smartphone haben, könne man riesige Mengen an Information zusammentragen.
Vielfalt als Chance
Als riesige Chance sieht Klöpper die Vielfalt der Teilnehmer aus verschiedenen Altersgruppen, Kulturkreisen, mit verschiedenen Bildungsniveaus und beruflichen Vorerfahrungen. In der wissenschaftlichen Diskussion könne dieser unterschiedliche Kontext der Teilnehmer interessante neue Aspekte beleuchten und die Grenzen verschiedener Theorien aufzeigen. Davon könnten die Unis auch in ihrem Kernangebot profitieren, wenn sie dieses für Außenstehende öffnen: "Es ist ja durchaus möglich zu sagen: Wir machen unseren Kurs, den wir 30 Leuten lokal anbieten, und online kommt noch einmal Anzahl X dazu, die eben genau diese unterschiedlichen Perspektiven einbringt."
Für Europa sieht Klöpper dabei dank dem einheitlichen ECTS-System zur Bewertung von Studienleistungen ein noch wesentlich größeres Potenzial als für die USA. Studenten könnten ein MOOC absolvieren und sich die ECTS für ihr Studium anrechnen lassen. iversity selbst hat bereits erste Kurse im Programm, bei denen dies möglich ist. Weiteres Plus für Europa sei, dass die Unis hier in deutlich geringerem Ausmaß von Studiengebühren abhängig seien. "Diese beiden Rahmenbedingungen stellen eine große Chance dar, nicht nur das Marketingversprechen der MOOCs zu nutzen, seine Hochschule global zu präsentieren, sondern auch den nächsten Schritt zu machen, der den Amerikanern deutlich schwerer fallen wird: einen gemeinsamen Markt zu etablieren, wo man als Student aus den jeweils besten Angeboten verschiedenster Hochschulen aus ganz Europa wählen kann."
25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen