01. September 2014, 14:50
Netflix-Abo in Österreich soll 7,99 Euro kosten
Während der Termin für den Start des Online-Videodienstes Netflix in Österreich näher rückt, dürften nun die Abo-Preise durchgesickert ...
01. September 2014, 12:54
Chinas Kartellwächter setzen Microsoft Frist
Die chinesischen Behörden haben Microsoft in ihrer laufenden Kartell-Untersuchung eine Frist gesetzt. Der US-Konzern habe 20 Tage lang ...
29. August 2014, 11:14
Auch Google setzt auf Zustell-Drohnen
Als Amazon den Prototypen seiner Zustell-Drohnen vorstellte, hielten das viele für einen Werbe-Gag. Aber auch Google arbeitet ernsthaft an ...
21. August 2014, 11:33
Infineon kauft International Rectifier Corporation
Infineon will International Rectifier für drei Milliarden Dollar übernehmen, wie das Unternehmen mitteilte. "Die Kombination sich hervorragend ergänzender Produkte, technologischer und innovativer Exzellenz sowie der Vertriebsstärke wird großes Potenzial erschließen", pries Vorstandschef Reinhard Ploss die Transaktion.
"Mit dieser Transaktion stärkt Infineon seine weltweit führende Position im Markt für Leistungshalbleiter. In diesem Segment leisten wir am Standort Villach wichtige Beiträge in der Forschung und Entwicklung, in der Fertigung sowie in der globalen Geschäftsverantwortung für mehrere Produktbereiche. Wir sehen die Akquisition von International Rectifier daher auch als attraktive Chance für unsere lokalen Kompetenzen" schreibt Herlitschka in einer ersten Stellungnahme.
Je Aktie sollen die Rectifier-Anteilseigner 40 Dollar erhalten. Der Aufschlag zum Schlusskurs vom Dienstag fällt mit rund 50 Prozent selbst für die Hightech-Branche üppig aus, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Durch den bisherigen Aktienrückkauf der Amerikaner beläuft sich der Unternehmenswert netto auf 2,4 Milliarden Dollar. Den Anlegern gefiel der Deal nicht, der Kurs der Infineon-Aktie fiel nach der Bekanntgabe.
"Breitere und stärkere regionale Präsenz"
Vorstandschef Ploss verteidigte den Schritt. Die Integration der Amerikaner schaffe Kostenvorteile und beschleunige die Umstellung der Fertigung auf größere Siliziumscheiben, die für die Branche mit Preisvorteilen einhergeht. "Infineon wird darüber hinaus eine deutlich breitere und stärkere regionale Präsenz haben. So hat International Rectifier eine starke Position in den USA, dem wichtigen Zentrum für Innovationen besonders bei der vernetzten Welt, und wird die Präsenz von Infineon in Asien wesentlich erweitern", teilte Infineon mit.
Die Übernahme solle sich bereits im ersten Jahr für die Neubiberger auszahlen. Für den Kaufpreis nimmt Infineon neue Schulden über 1,5 Milliarden Euro auf, der Rest stammt aus Barmitteln des größten deutschen Halbleiterkonzerns. Die Aufsichtsgremien beider Firmen hätten der Übernahme bereits zugestimmt, hieß es in der Mitteilung. Die Kartellbehörden müssen allerdings noch zustimmen.
Der Deal ist eine Rarität in der Branche. Große Zusammenschlüsse sind in der Chipindustrie aufgrund der hohen Spezialisierung und der starken Schwankungsanfälligkeit extrem selten. Erst jüngst war ein deutlich kleinerer Zusammenschluss zwischen dem Apple -Zulieferer Dialog Semiconductor und der österreichischen AMS gescheitert. Die Übernahme ist für Infineon die mit Abstand größte seit der Abspaltung von Siemens vor 15 Jahren.
20. August 2014, 13:34
Ex-Microsoft-Chef Ballmer verlässt Verwaltungsrat
Steve Ballmers Auftritte als Chef des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft sind Legende. Unvergessen sind seine exaltierten Show-Einlagen, in denen er etwa schwitzend und hüpfend "I love this company" skandierte. Nun geht eine Ära zu Ende. Nach 34 Jahren zieht sich das IT-Urgestein bei Microsoft zurück. In einem Abschiedsbrief an Konzernchef Satya Nadella erklärte der langjährige Spitzenmanager, er wolle sich künftig anderen Dingen wie den LA Clippers widmen. Ballmer hatte das Basketball-Team gerade erst für zwei Milliarden Dollar (1,50 Mrd. Euro) übernommen.
"Es wäre unpraktisch für mich, dem Microsoft-Board weiter zu dienen, es ist das Beste, aufzuhören", schreibt Ballmer. Microsoft sei sein Leben gewesen und er sei stolz auf das Unternehmen. Der Firma stünden große Herausforderungen bevor, aber die Möglichkeiten seien noch viel größer. Der enge Vertraute von Unternehmens-Mitgründer Bill Gates bleibt größter Einzelaktionär. Ballmer war bis zuletzt in der Branche nicht unumstritten, galt aber als versierter Geschäftsmann.
Er wolle sich nun unter anderem auf den Saisonstart der Clippers konzentrieren. Nach langem Hickhack ist Ballmer seit vergangenem Dienstag endgültig neuer Besitzer des NBA-Clubs aus Los Angeles. Zuletzt zog er bei dem Verein der nordamerikanischen Basketball-Profiliga eine filmreif inszenierte Antritts-Show ab. Das Spektakel erinnerte an Ballmers große Zeiten bei Microsoft.
Auch Daniel Ives, Analyst bei FBR Capital, sieht den Abschied als Einschnitt. Ballmer sei der "Elefant" im Microsoft-Vorstand gewesen, sagte Ives dem "Wall Street Journal". Ballmers Rückzug gebe seinem Nachfolger Nadella nun den Raum für einen neuen Start. Konzernchef Nadella bedankte sich brav im Namen des ganzen Unternehmens und aller Manager: "Es war ein großartiges Privileg, mit dir gearbeitet und von dir gelernt zu haben." Auch wenn Ballmers Erkenntnisse und Führungsstärke im Unternehmen vermisst würden, verstehe und unterstütze Nadella dessen Entscheidung.
Der 58-Jährige Ballmer war 1980 der erste Microsoft-Angestellte. Rund 25 Jahre lang war er der starke zweite Mann hinter Bill Gates, mit dem er den Konzern aufbaute. Nach dem Rückzug von Gates stand er knapp 13 Jahre selbst als CEO an der Spitze des Konzerns, zuletzt als Mitglied des Verwaltungsrats. Vor sechs Monaten machte er Platz für Nadella.
Anders als der eher scheue Software-Visionär Gates setzte er sich immer wieder als bulliger Choleriker mit Herz und Leidenschaft in Szene. Bei neuen Entwicklungen bewies er nicht immer ein glückliches Händchen. So ging das Betriebssystem Windows Vista auf seine Kappe, einer der größten Flops der Firmengeschichte. Als Apple-Chef Steve Jobs das erste iPhone präsentierte, hatte Ballmer nur Spott übrig. Er wisse nicht, wer sich ein so teures Handy kaufen sollte, lästerte er. Als Fehleinschätzung erwies sich auch Microsofts zögerliche Reaktion auf den Boom im Tablet-Markt, den Apples iPad auslöste.
Ballmer hält mit mehr als 333 Millionen Anteilsscheinen etwa vier Prozent am Unternehmen, ist noch vor Gates der größte Einzelaktionär. In dieser Rolle will er das Management auch weiter unterstützen. "Zählt auf meine Ideen und meinen Input." Microsoft werde neue Höhen erklimmen: "Ich werde als Aktienbesitzer davon profitieren."
19. August 2014, 14:43
Deutsche Firmen müssen mehr für IT-Sicherheit tun
"Die IT-Systeme und digitalen Infrastrukturen in Deutschland sollen die sichersten weltweit werden", erklärte sein Ministerium. Wer Risiken für andere schaffe, müsse dafür auch Verantwortung übernehmen, sagte de Maiziere. Er hoffe noch vor Weihnachten auf einen Kabinettsbeschluss zu dem Vorhaben. Betreiber sogenannter "kritischer Infrastrukturen" sollen demnach zwei Jahren Zeit für die Vorkehrungen haben. Sie müssen regelmäßig die Erfüllung der Standards nachweisen.
Die Gesetzespläne stießen beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) auf Zustimmung. Die Einführung branchenspezifischer Mindeststandards sei "gut und richtig". Für den Bankenverband BdB geht der Gesetzentwurf "in die richtige Richtung". Die Sicherheitsexpertin des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Katrin Sobania nannte es wichtig, dass die Meldungen von Hackerangriffen auf Unternehmen auch anonym abgegeben werden können. Der Adressatenkreis für die geplante Meldepflicht solle eng gefasst werden, forderte Sobania.
Lage bleibt angespannt
"Die IT-Sicherheitslage in Deutschland ist weiterhin angespannt", heißt es in dem Gesetzentwurf. Es komme zunehmend zu Angriffen und Spionage via Internet - zum Schaden von Wirtschaft, Bürgern und Staat. Dahinter stünden international agierende Angreifer, die neue Schwachstellen immer schneller ausnutzten.
Wie de Maiziere im ZDF erläuterte, treffen die geplanten Meldepflichten bei Hacker-Angriffen "nicht jedermann, sondern wichtige Bereiche". Im Visier hat er die Branchen Energie, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Finanz- und Versicherungswesen. Sollte eine Attacke auf Kommunikationssysteme keine gravierenden Störungen auslösen, können die Meldungen anonym abgegeben werden - andernfalls nicht.
Auch im öffentlichen Bereich sollen die Sicherheitsstandards für Telekommunikationsnetze angehoben werden. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll gestärkt werden und mehr Stellen erhalten. Dem Entwurf zufolge werden ferner die Zuständigkeiten des Bundeskriminalamtes bei Cyberdelikten ausgeweitet. Auch für diese Einrichtung und für das Bundesamt für Verfassungsschutz ist eine Aufstockung des Personals vorgesehen.
Das neue IT-Sicherheitsgesetz soll nach Darstellung des Innenministeriums den Rahmen setzen für die sogenannte "Digitale Agenda" der Bundesregierung, die de Maiziere und seine Ministerkollegen Sigmar Gabriel (Wirtschaft) und Alexander Dobrindt (Verkehr) am Mittwoch vorstellen wollen.
25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen