27. November 2014, 16:17
Telekom will bis zu 400 Mio. in Breitband stecken
Die Telekom Austria will von der knapp eine Milliarde schweren Kapitalerhöhung "bis zu 400 Mio. Euro" in den Breitbandausbau in Österreich ...
27. November 2014, 13:02
E-Card wird zehn Jahre alt
Mit einer Jubiläumsgala feiert der Hauptverband der Sozialversicherungsträger Donnerstagabend den zehnten Jahrestag der Einführung der ...
26. November 2014, 12:08
Wien errichtet bis zu 400 neue WLAN-Zugangspunkte
Wien baut den mobilen Zugang zum World Wide Web aus: 2015 und 2016 sollen zusätzlich zu den bereits etwa 60 in Betrieb befindlichen "Access ...
EBC-Newsletter #22/2014: Ankündigung zum nächsten Event
"Smart Citizen: Wieso ohne den Bürger in der Stadt von morgen nichts läuft"
Politik und Industrie sind sich einig: Viel muss sich im kommunalen Umfeld ändern. Allerdings wird dabei häufig auf die vergessen, die im Alltag von den neuen, intelligenten Systemen profitieren sollen: die Bürger. Wie sehen die Bewohner die Stadt der Zukunft? Was macht eine Stadt aus ihrer Sicht smart? Und wie erreichen die beteiligten Organisationen eine möglichst große Partizipation?


Darüber diskutieren Experten am 27. November im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien, u.a. Michael Schramm (IBM), Christian Adelsberger (evolaris), Roman Ganhör (TU Wien), Christian Knull (Dimension Data) und Alexander Szlezak (Gentics).


 

Datum: Donnerstag, 27. November 2014
Ort: Haus der Musik, Seilerstätte 30, 1010 Wien
Happy Hour: ab 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19:30 - 21:00 Uhr, Vortragssaal, Dachgeschoß

Ihre persönliche Einladung zur Veranstaltung erhalten Sie in einem separaten E-Mail.

Studie: "E-Book-Reader, TV & Co are watching you"
APA/EPA - Die Auswertung von Gesundheitsdaten liegt im Trend

"Intelligente" Zahnbürsten, Fernseher und andere Gadgets liefern Firmen Kundendaten über Vorlieben und Abneigungen "frei Haus". Das zeigt eine Studie der Arbeiterkammer (AK) über die kommerzielle digitale Überwachung im Alltag. Die AK urgiert einen verbesserten Datenschutz und verlangt Risikoanalysen. Die geltenden Datenschutzgesetze böten keine Antworten auf digitale Risiken, bemängelte die AK Wien in einer Aussendung. Aktuell klaffe eine Lücke zwischen Datenschutzrecht und Praxis.

 

E-Book-Reader senden Daten zum Leseverhalten an Unternehmen, Fitnessarmbänder messen den Puls und liefern Gesundheitsdaten an Dritte. Immer mehr Unternehmen preisen Dinge an, die ins Internet integriert sind und Konsumenten durchleuchten. Die Geräte erlauben den Firmen noch tiefere Einblicke in unser Leben - das Erstellen von Persönlichkeitsprofilen oder Prognosen über künftiges Verhalten inbegriffen, hieß es in der Aussendung. "Mit dem 'Internet der Dinge' tut sich gerade eine Vision auf, die für Datenschützer ein Albtraum ist", warnte AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer.

 

Smartphones und mobile Apps gelten momentan als Einfallstor für Datensammler, aber es komme "noch dicker". Immer mehr Firmen bieten - mit Sensoren ausgestattete und dem Internet verbundene - Geräte an, die uns durchleuchten, so die AK. Die Zahl der Daten, die Konsumenten Datensammlern selbst bereitstellen, nimmt zu: E-Book-Reader übertragen Daten zum Leseverhalten an Unternehmen. Vernetzte TV-Geräte liefern Angaben über gesehene Filme. Mit Fitness-Trackern oder -armbändern überwachen sich Konsumenten im Dienst ihrer Gesundheit nicht nur selbst, sondern liefern auch Facebook-Freunden und Firmen Daten über Puls, Schlaf und Gewicht. Das habe eine Studie des Wiener Instituts für kritische digitale Kultur (Studienautor Wolfie Christl) im Auftrag der AK ergeben.

 

Milliardenmarkt entsteht

Hunderte Angebote zur Vermessung der eigenen Körperfunktionen und zur "Optimierung des Selbst" sind bereits auf dem Markt. Für 2018 werden 80 Millionen verkaufte Geräte und 30 Mrd. Dollar Umsatz in diesem Bereich vorhergesagt. Aber es gehe noch wilder, so die AK: Ein US-Forscherteam hat Gesundheitssensoren entwickelt, die sich wie entfernbare Tattoos auf die Haut drucken lassen. Sie messen Temperatur und ausgeübte Kräfte.

 

Entwickler haben auch die Arbeitswelt im Auge. Als Beispiel führte die AK das US-System Theatro an. Es ermöglicht die Ortung von Angestellten und bietet die Auswertung von deren Verhalten, Produktivität und Bewegungsmuster an. Überwachungsboxen im Auto zeichnen das Fahrverhalten auf und übertragen etwa Beschleunigungswerte an Versicherungen, die die Höhe der Prämienzahlung von den Daten abhängig machen. In Spanien, Großbritannien und den USA ist dieses Prinzip schon etabliert.

 

Service: Die Studie "Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag" ist hier abrufbar.

Österreicher sind 92 Minuten täglich im Web
APA/EPA - Mobile Endgeräte werden bei der Online-Nutzung wichtiger

Der durchschnittliche Österreicher verbringt am Tag 92 Minuten im Internet. Der Anteil der Onliner blieb in den vergangenen drei Jahren mit rund 70 Prozent konstant. Immer wichtiger werden mobile Endgeräte, vor allem User mittleren Alters holen hier auf. Das zeigt eine Umfrage des Linzer Instituts Spectra unter 1.005 repräsentativ ausgewählten Personen über 15 Jahren.

 

48 Prozent der Österreicher sind demnach sehr häufig oder häufig im Web unterwegs, 14 Prozent gelegentlich und acht Prozent selten. 29 Prozent sind netzabstinent, wobei von den Unter-30-Jährigen nur acht Prozent das Internet meiden, von den 30- bis 49-Jährigen 16 Prozent, aber 54 Prozent der Über-50-Jährigen. Männer surfen etwas mehr als Frauen, die Nutzung steigt Hand in Hand mit dem Bildungsgrad. Allerdings verwenden Akademiker von ihren durchschnittlich 119 Online-Minuten pro Tag zumindest 49 beruflich.

 

Nur jeder vierte User nutzt noch einen Desktop-PC, um ins Internet einzusteigen. 58 Prozent verwenden - oft mehrere - mobile Endgeräte. Laptops (46 Prozent) und Smartphones (36 Prozent) sind dabei am wichtigsten, Tablets (elf Prozent) bzw. Mini-Tablets (vier Prozent) nicht ganz so stark verbreitet.

 

Auf die Frage, wozu sie das Internet verwenden, nannten 49 Prozent die Informationssuche, 39 Prozent Online-Shopping und 34 Prozent Banking. 29 Prozent sehen sich Videos an, 21 Prozent lesen Zeitung und 16 Prozent telefonieren über das Web. Ihr Glück auf Dating- oder Glücksspielplattformen suchen nur jeweils vier Prozent. 31 Prozent bewegen sich in Sozialen Netzwerken, 17 Prozent lesen oder schreiben Einträge in Foren oder Blogs.

Europäer eher gegen technische Überwachung
APA/dpa - Studien ergeben eine klare Ablehnung von Massenüberwachung

Die Mehrheit der EU-Bürger wünscht sich laut drei aktuellen Studien, dass Sicherheit durch nicht-technische Maßnahmen gewährleistet wird. "Unter gewissen Umständen akzeptieren sie aber überwachungstechnische Eingriffe in die Privatsphäre, sofern diese streng kontrolliert werden", erklärte Johann Cas vom Institut für Technikfolgenabschätzung (ITA) bei einem Pressegespräch in Wien.

 

Anhand dreier EU-Projekte namens "SurPRISE", "PRISMS" und "PACT" wurden unabhängig voneinander die Ansichten der europäischen Bürger zu Sicherheit und Datenschutz untersucht. "Die Bürger sind am Schutz ihrer Privatsphäre interessiert. Wenn es um Lösungen geht, die ohne technische Überwachung auskommen, dann halten sie das definitiv für besser", sagte Michael Friedewald vom deutschen Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI).

 

Zentral für die Anwendung technischer Überwachungsmethoden sei das Vertrauen der Bürger in die Staatsführung. "In den letzten Jahren haben wir erlebt, wie die Regierungen das Problem von Überwachung zugunsten der Sicherheit und dem gleichzeitigen Schutz der Privatsphäre massiv kleingeredet haben. Die Bürger wurden nicht in diese Prozesse miteinbezogen, sie haben das Vertrauen verloren und meinen nun, dass sie ohnehin nichts gegen diese Maßnahmen tun können", so Friedewald, der am Forschungsprojekt PRISMS (PRIvacy and Security MirrorS) beteiligt ist.

 

Unter bestimmten Voraussetzungen, so SurPRISE-Projektkoordinator Cas, würde die technische Überwachung jedoch akzeptiert: "Zum einen wird ein klarer rechtlicher Rahmen und die Kontrolle einer internationalen Institution gefordert. Außerdem wollen die EU-Bürger genau wissen, wie diese Verfahren funktionieren und was mit den Daten passiert. Ganz klar wünschen sie sich auch, dass möglichst nur Daten erfasst werden, die den Privatbereich nicht betreffen." Massenüberwachung lehnen die Befragten prinzipiell ab, technische Beobachtung soll nur aufgrund konkreter Verdachtsfälle passieren. Die kurzfristige technische Überwachung zur Sicherheit wird von den Europäern hingegen eher akzeptiert, solange gleichzeitig die langfristigen Ursachen des Problems bekämpft werden.

 

"In allen Projekten kommt man zum Schluss, dass man über technische Überwachung reden kann, wenn es wirklich plausible Gründe dafür gibt. Wichtig ist den Menschen aber, dass das transparent abläuft, sie mitreden und bewusst Entscheidungen treffen können", zog Walter Peissl vom ITA Resümee.

Bundes-IT soll "Big Data" nutzen
APA/dpa - Datenpools bieten Potenzial für öffentliche Verwaltung

"Big Data", also die Ansammlung und Auswertung von riesigen Datenmengen, ist eine Chance für die öffentliche Verwaltung. Zu diesem Schluss kam eine Fachtagung des Bundesrechenzentrums (BRZ). Auch konkrete Einsatzmöglichkeiten wurden skizziert. Zugleich habe der Staat eine besondere Verantwortung, es brauche sowohl Sicherheit als auch Transparenz in der Verwendung und eine Gesamt-"Datenstrategie".

 

Der Einsatz von Big Data könne die öffentliche Verwaltung effizienter und damit günstiger, aber auch benutzer- und damit bürgernäher machen. Davon gehen Experten aus, wurde in einer Aussendung des BRZ erläutert. "Datengetriebene Analyse", "Vernetzung" der Körperschaften, aber auch "predictive Analytics" (also der Versuch anhand vorliegender Daten künftige Entwicklungen zu skizzieren) sind hier wesentliche, wenn auch nicht völlig unumstrittene Schlagwörter. Das Bundesrechenzentrum betont denn auch, dass "Sicherheit, Datenschutz" und "Transparenz in der Verwendung der sensiblen Bürgerdaten" gewährleistet sein müssten. Insgesamt setzt man große Hoffnungen in neue Analyseansätze.

 

Sechs "Handlungsfelder" dafür wurden entworfen: "Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung" etwa, Bürgerservice und "Modernisierung der Gesetzgebung" - hier könnten Szenario-Analysen zum Einsatz kommen. Der Überbegriff "Wirtschaft und Arbeit" umfasst auch Analysen des Arbeitsmarkts, die "staatliche Infrastruktur" könnte etwa durch Steuerung des öffentlichen und Individual-Verkehrs via Big Data profitieren, und "Effizienz und Verwaltungsreform" erhofft man sich von der "Optimierung von Verwaltungsprozessen". Ein Ergebnis der Tagung war auch der Wunsch nach einer "gemeinsam erarbeiteten österreichweiten Datenstrategie". Dafür brauche es eine Kooperation von Ländern, Gemeinden und Bund.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Dimension Data www.dimensiondata.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- IBM www.ibm.com/at/de/

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Medien AG www.wirtschaftsblatt.at

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal