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EBC-Newsletter #3/2010
Experten sehen großes Potenzial für "Augmented Reality"
Foto: APA/Thomas Preiss - Bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community diskutierten Experten über aktuelle und zukünftige Augmented Reality-Anwendungen, deren Erfolgsfaktoren und mögliche Geschäftsmodelle - im Bild v.l.n.r. Markus Tripp (Mobilizy), Chris Budgen (diamond:dogs), Alexis Johann (WirtschaftsBlatt), Thomas Wedl (CELLULAR), Wolfgang Leindecker (NextiraOne) und Thomas Stern (Moderator, Braintrust).

Neue Anwendungen im Bereich "Augmented Reality" (AR) - also der Anreicherung der wahrgenommenen Realität mit digitalen Informationen - könnten sowohl im Privat- als auch im Geschäftsalltag künftig eine bedeutende Rolle spielen. Davon gaben sich Experten bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien überzeugt.

 

Wer entsprechende Anwendungen benutzt, kann sich durch die Handykamera die tatsächliche Umgebung ansehen, aber auch Standorte von Bankomaten, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten einblenden lassen - gespickt mit weiterführenden Informationen. Und Kunden, die neue Möbel kaufen wollen, überprüfen per Mobiltelefon, ob sie tatsächlich gut ins Wohnzimmer passen.

 

Augmented Reality sei der logische nächste Schritt in der Interaktion zwischen realen Elementen und dem Cyberspace beziehungsweise den darin enthaltenen und darüber verfügbaren Daten, erklärte Chris Budgen vom Webconsulter diamond:dogs. Die Vorfreude sei aber ein wenig getrübt. Erstens würden sich fast alle verfügbaren Anwendungen noch im Prototyp-Stadium befinden und zweitens müsse die breite Akzeptanz für dermaßen innovative Ansätze eine Weile reifen.

 

Neben den visuellen gebe es aber auch haptische - etwa das iPhone als Wasserwaage - oder Audio-Anwendungen, wie etwa das Erkennen, welches Lied gerade im Radio gespielt wird. Als mögliche weitere Einsatzbereiche sieht er 3D-Modelle bei Operationen, Autobastler, die eingeblendet bekommen, an welchen Teilen sie gerade herumschrauben, oder Anwendungen, durch die Ornithologen das Gezwitscher den entsprechenden Vogelarten zuordnen können. Im Alltag der breiten Masse werde AR aber in den kommenden fünf Jahren noch nicht ankommen.

 

Knapp 500.000-mal heruntergeladen

Seit der zweiten Jahreshälfte 2009 habe ein regelrechter Boom eingesetzt, ergänzte Markus Tripp vom heimischen AR-Spezialisten Mobilizy, dessen Anwendung "Wikitude World Browser" inzwischen knapp 500.000-mal aus dem Internet heruntergeladen worden ist. Wikitude bindet unter anderem Inhalte von Wikipedia, Youtube und Flickr ein. Dadurch findet ein Salzburg-Besucher am Kapitelplatz beispielsweise Youtube-Videos der berühmten "Jedermann"-Aufführung.

 

Inzwischen habe man 40 bis 50 neue Info-Quellen hinzugefügt. Auch ein eigenes Navigationssystem sei "praktisch fertig", mit mehreren Unternehmen würden dazu bereits Gespräche geführt. Allerdings entwickeln sich die Branchengrößen zu einer echten Konkurrenz, "gegen die Großen tun wir uns schwer", verwies Tripp auf den Mobilizy-Personalstand von sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

 

Erweiterte Realität ist verzerrte Realität

"Das Thema wird sichtbarer und setzt ein großes Rad in Gang - weg vom verstaubten Universitäts-Hinterstübchen", gab sich auch Wolfgang Leindecker von NextiraOne Austria von den neuen Möglichkeiten überzeugt. Im Geschäftsbereich seien Lösungen für die bessere Zusammenarbeit über Distanzen interessant. Nicht vergessen werden sollte "der Mega-Markt der umgebungsbasierten, zielgerichteten Werbung - man beachte das große Interesse von Google".

 

iPhone und Google würden aber "nur eine Eisbrecher-Funktion für die breite Masse darstellen, der Tragweite der Veränderung in der Umweltwahrnehmung, die auf uns zukommt, wird der Hype noch nicht gerecht". Allerdings würden die Nutzer mit ihren Datenspuren für die Nutzung der Dienste zahlen. "Sie geben etwas preis, das für andere einen Wert hat", so Leindecker. Die erweiterte Realität sei auch eine verzerrte Realität, "weil möglicherweise wer dafür bezahlt, dass ich das sehe".

 

Wunsch-Immobilie beim Schlendern finden

"Unsere Gewohnheiten werden durch Augmented Reality in Zukunft verändert", sagte Thomas Wedl von Cellular, einem Anbieter von mobilen Anwendungen. Wer in einer Wohngegend unterwegs sei, die ihm gefällt, und eigentlich umziehen möchte, könnte auch gleich angezeigt bekommen, ob hier eine Immobilie frei ist.

 

"Der Kunde muss ja nicht wissen, dass es sich dabei um eine AR-Anwendung handelt, sie muss nur hilfreich sein. Im Vordergrund steht die benutzerfreundliche Verwendung von neuen Technologien", so Wedl. AR-Funktionen würden sukzessive in unterschiedliche mobile Applikationen und Geräte Einzug halten und so im Alltag neue Möglichkeiten bieten.

 

Chancen hier auch Nachrichten einzubinden, sieht Alexis Johann vom  WirtschaftsBlatt. Als Beispiel nannte er einen Kundenbetreuer, der vor dem Gebäude des Kunden noch schnell aktuelle Daten abrufen könnte: Nachrichten zum Unternehmen, wer ist der Geschäftsführer, wie geht es der Branche, etc.

 

"Ich kann mir extrem gut vorstellen, dass die Zahlungsbereitschaft vorhanden ist, wenn die Informationen hilfreich sind", sagte Johann in Anspielung auf "das heurige Motto der Medienbranche 'Show me the money'". Weitere Einsatzgebiete von AR seien etwa Möbelhäuser, die ihren Kunden anbieten könnten, sich ein Bild von der roten Couch im Wohnzimmer zu machen, die sie eventuell zu kaufen beabsichtigen.

 

Prinzipiell mache AR für viele Firmen Sinn, das "wird ein extrem großer Markt". Treiber sei der Spaßfaktor. Kurzfristig würden "einige das Potenzial erkennen und aus Imagegründen nutzen." Als mögliche Zielgruppe sieht Johann beispielsweise auch Personen mit Sehbeeinträchtigung.

 

SERVICE: Fotos des Events sind hier abrufbar.

Internetnutzung am Mobiltelefon legt stark zu
Foto: APA/dpa - Berufliche Mails als Treiber

Acht von hundert Internetnutzern surfen bereits am Handy, bei den 14- bis 29-jährigen sind es schon doppelt so viele, geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK hervor (Sample: 500 Internetnutzer).

 

Insgesamt greifen rund 1,35 Millionen Personen mobil per Datenkarte/USB-Modem bzw. Handy auf das Internet zu. 9 Prozent der User bzw. rund 470.000 Menschen haben ganz auf einen fixen Internetanschluss verzichtet. Weitere 37 Prozent können sich das ebenfalls grundsätzlich vorstellen, teilte GfK in einer Aussendung mit.

 

Knapp eine halbe Million Mobilfunknutzer senden und/oder empfangen mehrmals pro Woche E-Mails am Handy."Je jünger die Personen desto intensiver ist die Nutzung der Mail-Funktion: Bereits zehn Prozent der bis 29-Jährigen versenden oder empfangen Mails am Handy täglich", so GfK.

 

Das Unternehmen vermutet, dass die ständige Erreichbarkeit im Beruf ein Treiber für diese Entwicklung ist. "Allerdings zeigen die Ergebnisse deutlich, dass sich die berufliche und private Nutzung bei den Themen Internet und E-Mail am Handy mischen", hieß es.

Markt für Handy-Applikationen wächst rasant
Foto: APA/EPA - Acht von zehn Downloads sind kostenlos

Für Handy-Anwendungen werden Nutzer einer aktuellen Studie zufolge in diesem Jahr weltweit 6,2 Mrd. Dollar (4,31 Mrd. Euro) ausgeben. Das wären knapp 60 Prozent mehr als 2009, wie aus Daten des Marktforschungsunternehmens Gartner hervorgeht. Die Zahl der heruntergeladenen Mini-Programme steigt demnach sogar um 79 Prozent auf 4,5 Milliarden.

 

Acht von zehn Downloads würden dabei kostenlos sein. Mit Werbung zu den sogenannten Apps dürften die Anbieter solcher Anwendungen 600 Mio. Dollar erwirtschaften. Für das Jahr 2013 rechnet Gartner sogar mit 21,6 Milliarden Downloads und einem Umsatz von insgesamt 29,5 Mrd. Dollar. Kostenlos sind dann den Erwartungen zufolge 87 Prozent aller Applikationen, der Anteil der mit Werbung gesponserten Applikationen werde bei rund einem Viertel liegen.

 

Im Rennen um Handykunden setzen die Gerätehersteller und Telefonanbieter auf Anwendungen für das mobile Internet. Smartphone-Nutzer seien meist die Vorreiter bei den Apps. Allerdings heiße das nicht zwangsläufig, dass sie dafür in Zukunft mehr Geld ausgeben werden. Dagegen werde der Markt für Anwendungen wachsen, die sich durch integrierte Werbung etwa auf verschiedenen Leveln von mobilen Spielen finanzieren.

Großes Interesse an Mobile Tagging in Österreich
Foto: APA/OTS/One - Viel Potenzial in jungen Zielgruppen

Rund 20 Prozent der Österreicher halten sogenannte Mobile Tags, also zweidimensionale Strichcodes, die - mit der Handykamera eingefangen - weiterführende Informationen liefern, grundsätzlich für sehr interessant oder interessant. Allerdings haben bisher erst drei Prozent dies selbst ausprobiert, ergibt eine Online-Studie der GfK Technologiemarktforschung mit 500 Befragten. Mobile Tags sind vermehrt auf Plakaten, in Zeitschriften und auf Produktverpackungen zu finden.

 

Bei jungen Konsumenten bis 29 Jahre interessieren sich sogar 37 Prozent für das Thema. "Das Potenzial für diese neue Form der Kundenansprache ist in Österreich gegeben - speziell in jungen Zielgruppen. Wir sprechen hier immerhin von rund 600.000 Personen und im Normalfall heavy usern, wenn man nur die 15 bis 29-Jährigen ins Kalkül zieht", so Robert Madas von GfK. Rund 25 Prozent der Österreicher haben laut der Studie schon einmal von Mobile Tags gehört.

IT-Branche stöhnt unter Fachkräftemangel
Foto: APA/dpa - Programmiertätigkeit wird verlagert

Jeder zweite IT- und Telekombetrieb klagt unter Fachkräftemangel, warnt die Wirtschaftskammer (WKÖ). Schon jetzt könnten viele Unternehmen Aufträge nicht mehr annehmen oder müssten die Erledigung verschieben. Betroffen seien zunehmend viele heimische Mittelbetriebe, die nun ihre Programmiertätigkeit nach Rumänien oder Indien auslagern.

 

Nach Einschätzung der Branche wird sich die Situation in Zukunft eher verschlechtern als verbessern, da es nach wie vor zu wenig Technikabsolventen an den österreichischen Universitäten und Fachhochschulen gebe. Verstärkt werde dies durch die demografische Entwicklung mit den geburtenschwachen Jahrgängen 1990 bis 2001.

 

Allerdings dürfte sich die Situation durchaus differenziert darstellen. So hat der deutsche Technologiekonzern Siemens hierzulande mehrere hundert Softwaretechniker trotz heftiger Belegschaftsproteste abgebaut. Bei der Österreichischen Post wiederum sitzen IT-Techniker im "Karrierecenter" und drehen dort Daumen, hieß es kürzlich im "ORF-Report".

APA-IT-Challenge sucht wieder Innovatoren

Die APA-IT vergibt heuer zum zweiten Mal den Innovationspreis "APA-IT-Challenge" für Start-ups und Studierende. Der Award prämiert zukunftsträchtige IT-Technologien von aufstrebenden Entwicklern und Unternehmern. Einreichungen sind ab sofort bis 30. Juni 2010 möglich - gefragt sind neue, herausragende IT-Lösungen und Services, die das Content-Management vereinfachen, effizienter gestalten und neue Perspektiven auf die Inhalte bieten.

 

Die APA-IT-Challenge wird in zwei Kategorien vergeben: "Academia" umfasst alle Lösungen, die im Rahmen von wissenschaftlichen Arbeiten (Diplomarbeiten, Master Theses, Dissertationen etc.) entwickelt werden. Teilnahmeberechtigt sind Studierende von Universitäten sowie Fachhochschulen. "Start-up" richtet sich an IT-Unternehmerinnen und Unternehmer, die mit ihrer jungen Firma in der ersten Phase des Aufbaus und der Produkteinführung stehen.

 

Die Einreichung muss in beiden Fällen ein innovatives, marktfähiges Produkt oder Projekt beschreiben und auch Überlegungen zur Markteinführung beinhalten. Pro Kategorie dürfen sich die Preisträger über je 5.000 Euro und kommunikative Unterstützung durch APA-Services freuen.

 

SERVICE: Einreichungen, Teilnahmebedingungen und Infos unter http://www.apa-it.at/challenge

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Software www.uc4.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht