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14. Mai 2013, 13:03
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EBC-Newsletter #22/2007: Einladung zum nächsten Event der E-Business-Community
"Wikis und die starken Unternehmen – Auf dem Weg zur ‚kollektiven Intelligenz’"

Während die Entwicklung in so manchen Bereichen des viel zitierten Web 2.0 noch ganz am Anfang steht und erst zielführende Geschäftsmodelle entwickelt werden müssen, ist man im Bereich „kollektive Intelligenz" schon einen Schritt weiter. Die Vorteile von Wikis, Blogs und Co. sind nicht nur bei den Privatanwendern angekommen, sondern auch in den Unternehmen.

 

Interaktivität, intensiver Austausch und die Einbeziehung der Nutzer, Kunden und Partner stehen dabei im Vordergrund. Denn die Art und Weise, wie Firmen ihre Produkte derzeit entwickeln und vermarkten, könnte sich - noch relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit - schon bald radikal ändern.

 

Die Idee vom virtuellen Unternehmen ist nicht neu, allerdings fällt es vielen Betrieben nach wie vor schwer, sich zu öffnen und Teile ihres Wissens preiszugeben. Dennoch geht der Trend von der Industriegesellschaft und hierarchischen Systemen hin zu einer wissens- und informationsbasierten Gesellschaft.

 

Auf diesem Weg gibt es aber noch viele Stolpersteine. Wie kanalisiert man den Informationsfluss? Sind die Beteiligten bereit, ihr Wissen zu teilen? Wie sehr geben die Betriebe damit die Kontrolle aus der Hand? Welche Rolle spielen Wissensmanagement, Semantic Web und Wikis im Unternehmensalltag der Zukunft?

 

Es diskutieren u.a. Gisela Granitzer (Know-Center), Andreas Dinkel (Capgemini), Harald Leitenmüller (Microsoft Österreich), Susanne Pöchacker (Wirtschaftskammer Österreich) und Alexander Szlezak (Gentics). 

 

Datum: Donnerstag, 22. November 2007
Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß, Seilerstätte 30, 1010 Wien
Thema: „Wikis und die starken Unternehmen - Auf dem Weg zur ‚kollektiven Intelligenz'"
Happy Hour: 18:30 Uhr Café Cantino, Dachgeschoß
Podiumsdiskussion: 19:30-21:00 Uhr, Vortragssaal

Internet-Guru erwartet Ende von Web 2.0-Hype
Foto: APA/O'Reilly - Tim O'Reilly ortet rückläufige Investitionen

Der renommierte US-Verleger und Softwareentwickler Tim O'Reilly sieht den neuen Hype um das Internet am Ende angelangt. "Wir gehen bereits wieder in die Phase der Konsolidierung", sagte O'Reilly, der mit der Erfindung des Begriffs "Web 2.0" im Jahr 2003 den neuen Aufschwung mitinitiiert hatte, bei einer von seinem Verlag organisierten Internetkonferenz in Berlin. Zu dieser "Web 2.0 Expo" , der dritten von insgesamt vier, kamen rund 2.500 Teilnehmer. Bei der ersten Ausgabe im April in San Francisco waren es noch 11.000 gewesen.

 

Anders als vor dem Platzen der Internet-Blase im Jahr 2000 geht O'Reilly davon aus, dass nur die wenigsten Web 2.0-Unternehmen den Sprung an die Börse schaffen. Die Beträge, die heute investiert würden, seien deutlich niedriger. "Die Investoren werfen ihr Geld nicht mehr beim Fenster hinaus", so O'Reilly am Rande der Konferenz im Gespräch mit der APA.

 

Die meisten Web 2.0-Unternehmen, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, könnten seiner Einschätzung nach von anderen übernommen werden. Der Experte geht davon aus, dass längerfristig maximal ein halbes Dutzend Firmen das Thema Web 2.0 bestimmen. Der neue Trend - auch „Mitmachinternet" genannt, weil die Internetseiten auf Beiträgen der Internet-Nutzer aufbauen - sei kein "Summer of Love", sondern "ein Schlachtfeld, in dem sich die Wettbewerber mit Zähnen und Klauen bekämpfen".

 

Der Internet-Guru selbst sieht die Entwicklung dennoch gelassen. "Wenn der Hype aufhört, beginnt die Realität", postulierte er. Durch die Konsolidierung beginne Web 2.0 nun auch wirtschaftlich interessant zu werden. Dass man bei der Verknüpfung von Web 2.0-Community-Lösungen mit semantischer Text-Analyse bereits von Web 3.0 sprechen könne, glaubt O'Reilly nicht: "Intelligent ist das Internet auch schon in der zweiten Phase. Die nächste Internet-Generation muss etwas komplett anderes sein." Und er weiß auch schon wodurch: zum einen sensorgesteuerte Techniken, zum anderen die Verschränkung von Internet und Realität.

 

In welche Richtung das gehen könnte, zeigten einige auf der Expo präsentierte Innovationen: Microsoft stellte bei der Konferenz Photosynth vor - eine Software, die künftig aus vielen Einzelfotos, die sich etwa im Internet über Sehenswürdigkeiten finden lassen, 3-D-Animationen erstellen kann. Tristan Nitot, Präsident und Gründer von Mozilla Europe, lüftete einige Geheimnisse des neuen Internetbrowsers Firefox 3, der vor allem mit einer neuen "Wunderbar" statt einer Suchbar punkten will, die Bookmarks überflüssig machen soll. Und Tariq Krim, Gründer und Chef der erfolgreichen Internet-RSS-Plattform NetVibes gab ein wenig Einblick, mit welchen Diensten er seine Seite künftig verknüpfen will.

 

Innovationen aus Österreich

Einige Internet-Newcomer tauchten zuletzt auch in Österreich auf. In aller Munde, aber selbst nicht vertreten, war auf der Web 2.0 Expo vor allem die von Österreichern entwickelte Musikplattform Last.fm, eine Entwicklung, die O'Reilly schon in seiner Eröffnungsrede als Vorzeigebeispiel hervorhob. Auch die neue Geschichte-Website Miomi, für die drei heimische Studenten eine Millionen-Förderung der University of Oxford erhalten haben, sorgte trotz Abwesenheit der Gründer bei der Expo für Gesprächsstoff.

 

Dabei war dagegen die Plattform xakasha.com, entwickelt in Oberösterreich, auf der der User demnächst seinen Lebensweg mit Fotos, Videos und Texten darstellen und mit anderen verknüpfen kann, sowie eine Initiative aus Wien: maptales.com, bei der man Storys und Ereignisse eintragen und auf einer Weltkarte einem fixen geographischen Punkt zuordnen kann. Einziger offizieller Redner aus Österreich auf der Berliner Konferenz war Dieter Rappold, Gründer der ersten deutschsprachigen Blogger-Plattform Twoday. Seine Firma Knallgrau hat das neue interaktive Internetportal der deutschen WAZ-Gruppe (http://derwesten.de) mitkonzipiert und Kommentar-, Blog- und Communitybereiche sowie Videos und Bilderstrecken eingebaut.

Telekom-Pläne der EU-Kommission stoßen auf Widerstand
Foto: APA/EPA - Reding will Breitband für alle EU-Bürger

Schnelle Internetverbindungen, verständliche und günstige Tarifangebote und gleich große Auswahl bei modernen Telekomdienstleistungen für alle EU-Bürger: Diese ideale Welt zeichnete EU-Kommissarin Viviane Reding bei der Vorstellung eines Maßnahmenpakets, mit dem die Brüsseler Behörde mit den noch bestehenden Hürden und Unterschieden in den europäischen Telekommärkten aufräumen will.

 

In der Branche selbst stießen die Vorschläge der EU-Kommission auf Widerstand, insbesondere die geplante Europäische Aufsichtsbehörde und die stärkere Nutzung von Funkfrequenzen für Telekommunikation. Der österreichische Telekom-Regulator Georg Serentschy begrüßte in einer ersten Reaktion zwar die Vereinheitlichung des Rechtsrahmens, kritisierte aber die neue EU-Regulierungsbehörde als "ein Aufblähen des bürokratischen Apparates". Seiner Meinung reicht es, ein kleines Koordinationsbüro einzurichten.

 

Nach den Vorschlägen der EU-Kommission soll künftig eine Europäische Aufsichtsbehörde die Arbeit der nationalen Regulierer kontrollieren bzw. korrigieren und insbesondere pan-europäische Dienstleistungen fördern, die derzeit oft an den unterschiedlichen nationalen Hürden scheitern würden. Gleichzeitig sollen die nationalen Telekom-Regulatoren neue Macht bekommen: Bei Problemen mit marktbeherrschenden Unternehmen könnten die Regulatoren künftig die gesellschaftsrechtliche Trennung der Netze vom restlichen Telekomgeschäft erzwingen - mit Zustimmung der EU-Kommission.

 

Außerdem wird eine bessere Nutzung von Funkfrequenzen angestrebt, die durch die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen frei werden. Diese sollten vor allem für den Ausbau von schnellen Breitband-Internetzugängen in - bisher weniger ausgebauten - ländlichen Gebieten genützt werden. Europäische Radio- und Fernsehbetreiber warnten umgehend vor einem solchen Schritt. Dies könnte zu Interferenzen und plötzlichen Bild- und Tonausfällen führen, hieß es.

 

Die Vorschläge der EU-Kommission brauchen die Zustimmung der 27 Mitgliedstaaten und des EU-Parlaments. Reding betonte, sie hoffe dass die Änderungen bis 2009 beschlossen sind und "im nächsten Jahrzehnt" wirksam werden.

Google baut freies Betriebssystem für Handys auf
Foto: APA/EPA - Kooperation mit mehr als 30 Unternehmen

Der amerikanische Internetkonzern Google - Marktführer bei Internet-Suchmaschinen - steigt groß in das Mobilfunkgeschäft ein. Geplant ist ein Handy-Betriebssystem namens Android, das in Zusammenarbeit mit 33 großen Technologie- und Telekomkonzernen entwickelt werden soll, teilte Google in New York mit.

 

Mit der neuen Plattform könnten neue Produkte schneller und günstiger auf den Markt gebracht werden, hieß es. Die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem sollen in der zweiten Jahreshälfte 2008 verfügbar sein. Es gehe dabei nicht um die Vermarktung eines einzelnen "Google Phone", wie in Medienberichten spekuliert worden sei, sagte Google-Chef Eric Schmidt. "Unsere Vision ist, dass eine leistungsfähige Plattform Tausende von verschiedenen Mobiltelefonen hervorbringen wird."

 

Die neue Softwareplattform Android soll die vom Internet her gebräuchlichen Anwendungen, basierend in erster Linie auf einem vollwertigen Web-Browser, auf mobile Geräte bringen, wie es zurzeit Apple mit dem iPhone vormacht. Die Entwicklungsumgebung wird als offene Lizenz allen Entwicklern und Geräteherstellern ohne Gebühren zur Verfügung stehen, erläuterte Google-Chef Schmidt. Jeder Interessent könne sich dem Projekt anschließen, zu dem sich bisher 34 Unternehmen weltweit unter der Bezeichnung "Open Handset Alliance" zusammengefunden haben.

IT-Jobs in Österreich heuer stark rückläufig

Die Zahl der Arbeitsplätze in Österreich steigt - allerdings nicht in der IT-Branche. Nach einem Boomjahr herrscht nun Katzenjammer: Im 1. Quartal 2007 sank die Zahl der Jobangebote um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im zweiten Quartal waren es minus 12 Prozent und im 3. Quartal minus 14 Prozent, geht aus Erhebungen des Personalberaters Robert Fitzthum hervor.

 

"Allein seit Jahresbeginn hat sich das Angebot für IT-Fachleute von 4.205 Jobinseraten um ein Viertel auf 3.195 gelichtet. Dass speziell der letzte Monat im dritten Quartal, der September, ausgelassen hat, gibt nicht eben Grund zum Optimismus", so Fitzthum. Ausgerechnet die zahlenmäßig größte Gruppe am IT-Jobsektor, die Programmierer und Entwickler, wurde besonders heftig gebeutelt: 846 Angebote insgesamt entsprechen einem Minus von 17 Prozent. IT-Projektmanager hatten gar 21 Prozent weniger Jobs zur Verfügung. Nicht verschont blieben auch Spezialisten für SAP und Datenbanken (minus 16 Prozent) sowie Netzwerktechnik (minus 17 Prozent).

 

"Wir machen die Erfahrung, dass Unternehmen Personalsuchaufträge bereits wegen Projektmangels wieder stoppen. Das könnten die ersten Anzeichen eines Rückganges im IT-Geschäft sein", so Fitzthum

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- ANECON Software Design und Beratung GmbH http://www.anecon.com/

- Capgemini Consulting Österreich AG http://www.at.capgemini.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH http://www.diamonddogs.cc/

- DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH http://www.dimoco.at/

- Dialog Marketing Verband Österreich http://www.dmvoe.at/

- economyaustria economyaustria.at

- Gentics Software GmbH http://www.gentics.com/

- Hewlett Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH http://www.itsolution.at/

- Kapsch CarrierCom AG http://www.kapsch.net/

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NextiraOne http://www.nextiraone.at/

- SER Solutions Österreich GmbH http://www.ser.at/

- T-Mobile Austria http://www.t-mobile.at/

- Wirtschaftskammer Österreich http://wko.at/

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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