26. November 2014, 12:08
Wien errichtet bis zu 400 neue WLAN-Zugangspunkte
Wien baut den mobilen Zugang zum World Wide Web aus: 2015 und 2016 sollen zusätzlich zu den bereits etwa 60 in Betrieb befindlichen "Access ...
25. November 2014, 12:54
Xiaomi bremst Expansion
Der Smartphone-Aufsteiger Xiaomi bremst seine internationale Expansion. Die chinesische Firma wird in diesem Jahr in nur fünf statt der ...
24. November 2014, 14:40
Facebook bestreitet Nutzer-"Geschäftsfähigkeit"
Die Datenschutz-Sammelklage des Wiener Juristen Max Schrems ist um eine Facette reicher. Facebook hat auf 30 Seiten eine Stellungnahme zur ...
EBC-Newsletter #02/2011: Einladung zum nächsten Event
"On demand: Die Medienbranche ist im Umbruch"

Aktuell (genug) ist, was in der Tageszeitung steht, am Wochenende wirft man einen Blick in ein Wochenmagazin oder internationales Blatt und an Randzeiten - morgens und abends - helfen einem Radio bzw. TV über die Runden: Wie schnell derartige Szenarien veraltet wirken bzw. sich ändern können, muss derzeit die Medienbranche zur Kenntnis nehmen.

 

In Zügen haben Laptops die Printprodukte verdrängt, im Berufsalltag ist die Bedeutung des Handys im Vergleich zum stationären PC auf dem Vormarsch. Und was das Internet in so kurzer Zeit an Veränderungen bewirkt hat, ist einfach beispiellos. Wir informieren uns über RSS-Feeds, Tweets und Blogs, tauschen uns (auch beruflich) in diversen Foren oder in sozialen Netzwerken aus. Die klassischen Medien liefern „nur" Gesprächs- bzw. Diskussionsstoff - und das großteils gratis.

 

Geschäftsmodelle von gestern zerbröseln im Zeitraffer. Als Hoffnungsschimmer gelten neue Formate, neue Ausgabegeräte und neue Zielgruppen. Aber was bringen iPad, E-Reader und Co? Welche Kanäle nutzen wir morgen? Wer gewinnt im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Rezipienten? Wie weit geht die Personalisierung und inwieweit spielen Auflagen noch eine Rolle? Wie verändern mobile Anwendungen die Medienbranche? Welche Bedeutung hat das Thema Longtail für Verlage? Und haben die traditionellen Medien das in sie gesetzte Vertrauen tatsächlich bereits verspielt?

 

Darüber diskutieren Expertinnen und Experten bei einem Event der APA-E-Business-Community am 27. Jänner in Wien: Christian Adelsberger (Evolaris), Rainer Friedl (diamond:dogs), Marcus Hebein (APA-MultiMedia), Alexis Johann (WirtschaftsBlatt) und Thomas Wedl (Cellular).

 

Datum: Donnerstag, 27. Jänner 2011
Ort: Haus der Musik, Seilerstätte 30, 1010 Wien
Happy Hour: ab 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19:30 - 21:00 Uhr, Vortragssaal, Dachgeschoß

 

Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Heimische IT-Branche legt heuer kräftig zu
Foto: APA - Investitionen in Hardware ziehen an

Die österreichische IT-Wirtschaft erwartet heuer einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung, die Telekombranche sieht sich hingegen mit einer stagnierenden Entwicklung konfrontiert, geht aus dem Jahrbuch "IT-Business in Österreich 2011" hervor. Demnach darf sich die IKT-Branche heuer auf einen Umsatz von 6,27 Mrd. Euro freuen.

 

Damit wird der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2007 nur knapp verfehlt, teilte das IT-Magazin "Monitor" in einer Aussendung mit. Vor allem der Hardwaremarkt zeigt nach mehrjährigem Abwärtstrend wieder deutlich nach oben: Das Plus dürfte bei neun Prozent liegen. Der Markt für IT-Dienstleistungen legt demnach um rund 2,5 Prozent zu und erreicht mit etwas mehr als 2,8 Mrd. Euro schon wieder das Niveau von 2008. Das Wachstum sei vor allem auf Outsourcing zurückzuführen.

 

Ebenfalls zu den Gewinnern der Krise zählt die Virtualisierung. Besonders Klein- und Mittelbetriebe konnten 2009/2010 von den Vorteilen überzeugt werden. Neben dem weiter hohen Interesse an Cloud Computing kommen jetzt auch die Managed Print Services in Fahrt. So zeigt eine Studie, dass im Zuge von Kostensenkung und Produktivitätssteigerung immer häufiger auf die Angebote von Druckdienstleistern zurückgegriffen wird, heißt es weiter.

 

Der größte Anbieter von IT-Services in Österreich war laut den Marktforschern von IDC auch 2009 Siemens, gefolgt von Raiffeisen Informatik und IBM. Das Bundesrechenzentrum der Österreichischen Bundesverwaltung und Informations-Technologie Austria vervollständigten die Gruppe der Top 5.

 

Bei den Telekom-Dienstleistungen erwartet IDC für heuer einen leichten Rückgang. Einerseits sind die Ausgaben dafür ausgerechnet im Krisenjahr 2009 deutlich gestiegen. Andererseits sind inzwischen lediglich die mobilen Datendienste Umsatztreiber. Alle anderen Bereiche dürften ab heuer leicht, aber ständig verlieren.

Mitarbeiter nutzen verstärkt mobile E-Mail
Foto: APA/EPA - Zugriff erfolgt hauptsächlich über den Laptop

Bereits in jedem dritten heimischen Unternehmen schicken und empfangen die Mitarbeiter ihre E-Mails von unterwegs. Damit hat die mobile Nutzung der digitalen Post im vergangenen Jahr um 30 Prozent zugenommen, ergibt der von Integral Markt- und Meinungsforschung durchgeführte aktuelle Austrian Internet Monitor-Business (AIM-B).

 

Der Zugriff erfolgt noch immer hauptsächlich über den Laptop oder das Netbook (75 Prozent). Daran vermochte auch der anhaltende Boom von iPhone & Co nicht zu rütteln, so Integral. Rund 55 Prozent mailen über das Handy, 24 Prozent per Smartphone. Weiteres Ergebnis der Erhebung: Je größer das Unternehmen, desto häufiger die Nutzung.

 

Während in Kleinunternehmen den Angaben zufolge nur 30 Prozent der Mitarbeiter von unterwegs auf ihre Mails zugreifen, sind es in großen Firmen bereits 80 Prozent. Mit Abstand am beliebtesten ist die mobile E-Mail-Nutzung in Wien. Jedes zehnte heimische Unternehmen verzichtet übrigens ganz auf das Internet. Der AIM-B wird laut den Angaben in halbjährlichen Abständen auf Basis von 750 Interviews pro Welle durchgeführt und ist repräsentativ für die österreichischen Unternehmen.

Qualcomm setzt bei "erweiterter Realität" auf Wien
Foto: Qualcomm - Aus Blatt Papier wird virtueller Boxring

Eine in Österreich entwickelte Technologie könnte mittelfristig auf einem großen Teil der weltweit verkauften Handys zu finden sein. Davon ist zumindest der US-Mobilfunkzulieferer Qualcomm überzeugt, der vor knapp einem Jahr die Forschungsabteilung des Wiener Unternehmens Imagination übernommen hat.

 

Konkret geht es dabei um "Augmented Reality" (AR) - also die Anreicherung der wahrgenommenen Realität mit digitalen Informationen - für mobile Endgeräte, auf die das aus dem Zukauf hervorgegangene "Qualcomm Austria Research Center" spezialisiert ist. Wer beispielsweise seine Handykamera auf ein Gebäude oder ein Produkt richtet, bekommt dabei zusätzliche Informationen eingeblendet.

 

Im Gegensatz zu Anbietern wie der österreichischen Mobilizy - bekannt vor allem durch die Anwendung "Wikitude" - setze Qualcomm aber nicht auf ein System, das auf GPS, Kompass und Co. basiert, und somit vor allem den Aufenthaltsort berücksichtigt, sondern auf Bilderkennung. Gegenstände sollten also tatsächlich aufgrund ihres Aussehens identifiziert werden. Dadurch würde sich eine Fülle an Möglichkeiten ergeben, erklärte Michael Gervautz, Mitgründer von Imagination, der damals mit vier weiteren Mitarbeitern zum US-Unternehmen gewechselt ist, im Gespräch mit den APA-Branchendiensten.

 

Sehr interessant sei Augmented Reality beispielsweise für das Marketing und den Spielesektor. So habe man ein Pilotprojekt umgesetzt, bei dem aus einem Stück Papier dank AR ein virtueller Boxring werde, in dem die per Handy gesteuerten Roboter virtuell gegeneinander antreten. Anwendungsmöglichkeiten sieht Gervautz aber auch in der Medienbranche. Ein Blick durch die Handykamera auf einen bestimmten Artikel und schon startet ein Video-Beitrag zum Thema. "Print kann dadurch wieder mit Multimedia mithalten", erklärte Gervautz. Ein spannendes Thema sei auch die Gesichtserkennung.

 

Standortbezogene Systeme seien hingegen eine "sehr einfache Technologie", "sehr ungenau", aber "für immobile Objekte gut geeignet". Bei der Suche nach Informationen zu einem Buch, das in einer Auslage stehe, könnten die GPS-Koordinaten allerdings nur bedingt nützlich sein, sagte der Chef des einzigen Forschungszentrums des US-Unternehmens in Europa. Qualcomm investiert mehr als 20 Prozent seines Umsatzes, der im Geschäftsjahr 2010 rund 8,4 Mrd. Euro betrug, in Forschung und Entwicklung.

 

Großes Potenzial für österreichische Technologie

"Wir sehen hier großes Potenzial. Forschung aus Österreich wird weltweit exportiert werden", gab sich auch Hamid-Reza Nazeman, Country Manager für Deutschland und Zentraleuropa, gegenüber den APA-Branchendiensten überzeugt. Mehr als 50 Prozent aller in Österreich verkauften Handys seien inzwischen Smartphones. Geräte, Netze sowie Infrastruktur würden nun bereit stehen, um entsprechende Anwendungen zu entwickeln.

 

Qualcomm selbst bietet keine entsprechenden Programme an, sondern stellt den Entwicklern die Technologie in Form eines so genannten Software Development Kits - also einen Baukasten zum Basteln von Anwendungen (Apps) - kostenlos zur Verfügung. Der Gedanke dahinter: Je mehr interessante Apps es gibt, desto stärker steigt auf Kundenseite die Nachfrage nach Handys mit schnellen Prozessoren, da die Anwendungen eine hohe Rechenleistung voraussetzen. Und das kommt wiederum Qualcomm zugute.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria www.A1TelekomAustria.at

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR Gmbh www.cellular.at

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH www.sap.at  

- UC4 Software www.uc4.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal