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EBC-Newsletter #15/2011
Digitale Generation wird zur Herausforderung für Unternehmen
Foto: APA/T. Preiss - Im Bild v.l.n.r. Michael Wilfing-May (NAVAX), Thomas Stern (Moderator), Roland Strilka (GfK Austria), Alf Netek (Kapsch), Susanne Ostertag (Microsoft), Chris Budgen (diamond:dogs) und Gerhard Laga (WKO)

Den "digitalen Eingeborenen", die bereits mit Internet und Handy aufgewachsen sind, werden häufig besondere Fähigkeiten im Umgang mit neuen Technologien nachgesagt. Wie Unternehmen mit dieser Generation, der ab Mitte der achtziger Jahre Geborenen, als Kunden, Bewerber oder Mitarbeiter umgehen sollen und ob sich diese Gruppe in der digitalen, vernetzten Welt wirklich so trittsicher bewegt, darüber diskutierten Experten bei einer Veranstaltung im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Mobilität und Vernetzung" sind für Roland Strilka vom Marktforschungsinstitut GfK Austria zwei wesentliche Punkte, die die "digitalen Eingeborenen" beschreiben. Sowohl bei der Nutzung von sozialen Netzwerken als auch des mobilen Internets liegt diese Gruppe merklich über dem Durchschnitt der Bevölkerung, strich Strilka bei der Präsentation von Zahlen aus einer neuen Studie des Instituts hervor. Außerdem hat das Internet in dieser Altersgruppe als Medium für tagesaktuelle Neuigkeiten und für Wissensvermittlung dem Fernsehen den Rang abgelaufen. Statt "mehr oder weniger passiv" zu konsumieren wird auf aktive Informationsgewinnung gesetzt. "Es ist sozusagen eine Holschuld für den 'digital Native', sich zu informieren", erläuterte der Experte.

 

Alter ist kein Kriterium

Für Chris Budgen vom Beratungsunternehmen diamonddogs ist das Alter nicht ausschlaggebend. "Wenn sich jemand damit beschäftigt und auch kritisch auseinandersetzt, kann jeder ein 'digital Native' sein", meinte Budgen. Die Nutzung von neuen Kommunikationsmöglichkeiten ist seiner Meinung nach nicht genug. "Nur weil jemand ein Facebook-Profil hat, zeugt das noch nicht davon, dass er verstanden hat, wie vernetzte, digitale Kommunikation funktioniert." Die eigentliche Funktion der sozialen Netzwerke besteht für ihn nicht im Abbilden des bestehenden Freundes- und Bekanntenkreises, sondern darin, "weitere Kreise zu ziehen" und neue Kontakte aufzubauen und aufrecht zu erhalten. "Das ist, glaube ich, eine Kompetenz, die erlernt werden muss", sagte Budgen.

 

Für Gerhard Laga von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) trifft das "Cloud"-Konzept der digitalen Generation auf die "klassischen, vorgegebenen Strukturen" der Firmen. Hier seien sowohl Unternehmen als auch Arbeitnehmer gefordert, "eine Offenheit gegenüber der anderen Sichtweise" an den Tag zu legen. Um unternehmensrelevante Informationen vor der Kommunikationsfreude der Mitarbeiter zu schützen, hält er Richtlinien für den Umgang mit sozialen Medien für notwendig. Dennoch warnt Laga davor, neue Entwicklungen zu ignorieren. "Sich überhaupt nicht mit modernen Themen zu beschäftigen, wie zum Beispiel 'Crowdsourcing', ist sicher auch nicht der richtige Weg." Er rät dazu, innovative Vorschläge junger Mitarbeiter ernst zu nehmen.

 

Neue Wege bei der Mitarbeitersuche

Die Veränderungen bei der Mediennutzung wirken sich auch auf den Rekrutierungsprozess der Unternehmen aus. "Der klassische Weg hat eigentlich nichts gebracht, während der Weg über die sozialen Medien eigentlich gut funktioniert hat", so Michael Wilfing-May vom Beratungsunternehmen Navax. Die Anforderungen, die Bewerber an den potenziellen Arbeitgeber stellen, haben sich ebenfalls gewandelt. "Hier bin ich, was bietet ihr mir", fasste Wilfing-May den Zugang vieler "digital Natives" zusammen.

 

Eine veränderte Mediennutzung bestätigte auch Susanne Ostertag von Microsoft Österreich. "Die Werbewirtschaft und auch das Recruiting müssen sich auf diese neue Zielgruppe und ihr Mediennutzungsverhalten einstellen." Die Erwartung von Geschwindigkeit und jederzeitiger Verfügbarkeit ist ein weiteres Merkmal der digitalen Generation, sind sich die Experten einig. Unternehmensstrukturen könnten mit diesen Erwartungen allerdings nicht immer mithalten.

 

Hier sieht Alf Netek von Kapsch die Gefahr eines Kulturschocks für die digitale Generation. Wenn im Rekrutierungsprozess ein Bild des Unternehmens vermittelt wird, das sich vom Arbeitsalltag allzu stark unterscheidet, könne ein ungünstiger Eindruck entstehen. Die Art der Mitarbeiterwerbung müsse zu der Struktur und Kultur der Firma passen. "Kapieren und nicht kopieren", riet Netek.

 

SERVICE: Fotos zum Event

Impulsreferat: Roland STRILKA, GfK Austria 

Heimische Betriebe gehen zu unvorsichtig mit Daten um
Foto: APA/KMA - Schäden sind oft nur schwer bezifferbar Foto Im Umgang mit digital gespeicherten Daten fehlt es österreichischen Unternehmern an Gefahrenbewusstsein und Verantwortungsgefühl für Kundeninformationen, sind sich IT-Sicherheitsexperten einig. Das zeige auch der Angriff auf den Webserver der GIS (Gebühren Info Service) Mitte Juli, bei dem 214.000 Datensätze gestohlen wurden. Die GIS habe hier "mit Sicherheit fahrlässig gehandelt", glaubt Martin Prager, Sprecher der IT-Security Experts Group von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO).

 

Derzeit fielen in heimischen Unternehmen Investitionen in IT-Sicherheit "verschwindend gering" aus, meinte Gerald Kortschak, Geschäftsführer der Informationssicherheitsfirma sevian7 IT development, im Gespräch mit der APA. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMU) würden oft erst nach einem Angriff investieren. Laut Josef Pichlmayr, Geschäftsführer von Ikarus Security Software, wäre "viel gewonnen, wenn man das, was man tun könnte, auch tut".

 

Dazu gehört laut Prager in erster Linie die Einhaltung von "Grundprinzipien der Datensicherheit". Es sei sicherzustellen, dass Daten Unbefugten nicht zugänglich gemacht und nicht kopiert werden können. Dabei sei es egal, ob diese im virtuellen Netzwerk ("Cloud") oder auf dem Computer gespeichert sind. Trotz unternehmerischen Leichtsinns liege die Schuld aber nie beim Angriffsopfer, betonte Prager. "Datendiebstahl ist kriminell, egal aus welchem Motiv heraus."

 

Anders als bei gesellschaftspolitisch motivierten Angriffen, wo Hacker - wie im Falle der "Anonymous"-Attacke auf die Web-Seiten der GIS, der FPÖ und der SPÖ - selbst auf den erfolgten Coup hinweisen, falle der Großteil der virtuellen Attacken gar nicht erst auf. "Du wirst einen erfolgreichen Hack, der wirtschaftlich motiviert war, nie merken", so Pichlmayr. Schuld daran sei auch mangelndes technisches Know-how.

 

Gesichtsverlust befürchtet

Schon alleine deshalb liegt die Anzahl der Hackerangriffe auf österreichische Unternehmen im Dunkeln. "Seriöse Zahlen gibt es nicht", so Prager. Die einzige Stelle, an die sich Betroffene wenden könnten, sei die Polizei. Davor würden die meisten aber zurückschrecken, sagte Prager. Das Offenlegen von Angriffen werde in Österreich "immer noch mit einem Gesichtsverlust gleichgesetzt", meinte Kortschak.

 

In einer Umfrage zu Wirtschafts- und Industriespionage in Österreich, die Ende 2010 von der FH Campus Wien gemeinsam mit dem Innenministerium durchgeführt wurde, gaben 31 Prozent der 9.200 befragten Unternehmen an, Opfer von Angriffen geworden zu sein. Ob diese auf persönlichem oder auf digitalem Wege erfolgten, sei aber nicht erhoben worden, so Kortschak. Dennoch gehe er davon aus, dass die meisten Hacks intern unterstützt werden. Es sind also oft die Mitarbeiter selbst, die Daten klauen.

Beratungs- und IT-Branche profitierte vom Aufschwung
Foto: APA/dpa - Umsatz stieg um 9,7 Prozent

Der Konjunkturaufschwung lässt in der Beratungs- und IT-Branche wieder die Kassen klingeln. Die österreichischen Unternehmensberater, Informationstechnologen und Buchhalter haben im vergangenen Jahr ihren Umsatz im Vergleich zu 2009 um 9,7 Prozent auf 17,2 Mrd. Euro gesteigert, geht aus dem "UBIT Radar" der KMU Forschung Austria hervor.

 

Der Großteil der Erlöse wurde in Österreich erzielt, im Ausland legten die Umsätze hingegen nur um 2,3 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro zu. Bei den Unternehmensberatern gab es ein Plus von 10,3 Prozent auf 2,87 Mrd. Euro, gefolgt von den Informationstechnologen mit plus 9,7 Prozent auf 12,94 Mrd. Euro. Insgesamt gehören dem Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer derzeit rund 53.000 Mitglieder an. Die Zahl der aktiven Mitglieder stieg 2010 um 4,1 Prozent auf 37.740, wobei mehr als 80 Prozent der Mitgliedsbetriebe Ein-Personen-Unternehmen (EPU) waren.

 

Auch für das laufende Jahr melden die Unternehmer eine gute Geschäftsentwicklung: Die Auftragslage für das erste Quartal 2011 bezeichnen mehr als die Hälfte der Mitglieder als "sehr gut" oder "eher gut". Die Unternehmensberater rechnen mit einem Umsatzplus von 9,5 Prozent und die Informationstechnologen erwarten Zuwächse in der Höhe von 6,2 Prozent, so UBIT-Obmann Alfred Harl in einer Aussendung.

Internet dämpft Inflation und kurbelt Außenhandel an
Foto: APA - Österreichs Wirtschaft profitiert vom WWW

Das Internet ist ein bedeutender Faktor für Österreichs Wirtschaft, hat das Institut für Höhere Studien (IHS) im Auftrag der ISPA, dem Dachverband der heimischen Internetprovider, errechnet. Demnach sorgte das Internet in der jüngeren Vergangenheit für 6.000 zusätzliche Jobs jährlich. Außerdem seien durch die Netznutzung rund 350 Mio. Euro an zusätzlichem Wachstum pro Jahr generiert worden, was sieben Prozent des BIP-Wachstums entspreche.

 

"Das ist nicht alles, aber auch nicht nichts", konstatierte IHS-Chef Bernhard Felderer bei einer Pressekonferenz. Das Internet wirke inflationsdämpfend und habe den Außenhandel angekurbelt. Mithilfe des World Wide Web können Konsumenten schneller und leichter Preise vergleichen, wodurch Produkte billiger werden, wie die Studie belegt. Im Schnitt der Jahre 1995 bis 2008 habe es einen inflationsdämpfenden Effekt von 0,18 Prozentpunkten pro Jahr gegeben, errechneten die IHS-Ökonomen.

 

Im Jahr 2008 etwa, als die Inflationsrate 2,9 Prozent betragen hatte, wäre die Teuerung ohne Internet bei 3,1 Prozent gelegen, erläuterte Felderer. Auch positive Auswirkungen auf den Außenhandel hat das IHS ausgemacht: Die österreichischen Exporte seien durch den internetbedingten Außenhandel zwischen 1997 und 2008 im Schnitt um rund 1,3 und die Importe um etwa 1,4 Mrd. Euro pro Jahr gestiegen. Das entspricht einem durchschnittlichen Plus von "immerhin" 1,6 Prozent pro Jahr, Tendenz abnehmend. "Außenhandel verursacht Transaktionskosten", durch das Internet seien diese deutlich gesunken, so Felderer.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG http://www.a1telekomaustria.at/

- CELLULAR GmbH http://www.cellular.at/

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria GmbH http://www.ericsson.com/

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH http://www.sap.at/   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG http://www.wirtschaftsblatt.at/  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht