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23. Juli 2014, 10:35
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22. Juli 2014, 10:45
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EBC-Newsletter #5/2010
E-Skills werden zum Wettbewerbsfaktor
Foto: APA/Thomas Preiss - Bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community diskutierten Expertinnen und Experten über die Herausforderungen für die Mitarbeiter von morgen. Im Bild v.l.n.r. Christian Czaak (economyaustria), Albert Gebauer (WIFI Österreich), Jana Herwig (Universität Wien), Wolfgang Kern (UC4 Software), Thomas Lutz (Microsoft Österreich), Thomas Stern (Braintrust, Moderator) und Norbert Schöfberger (HP Österreich).

Wird es künftig noch möglich sein, am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen, ohne die Grundlagen der "Kulturtechnik E-Skills" - also die Fähigkeit, mit Informations- und Kommunikationstechnologien umzugehen - zu beherrschen? Eher nicht, gaben sich Expertinnen und Experten bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community in Wien überzeugt.

 

"IT-Kenntnisse werden künftig das beste Bollwerk gegen Arbeitslosigkeit sein", erklärte Thomas Lutz von Microsoft Österreich. Ein Drittel der europäischen Arbeitnehmer laufe allerdings Gefahr, durch mangelnde E-Skills künftig am Arbeitsleben nicht mehr teilnehmen zu können. Millionen Menschen hätten dann nur mehr geringe Aussichten auf eine Anstellung. "Die Arbeitswelt von heute wird sich von der von morgen stark unterscheiden, weil alles mit IT unterlegt ist. Das ist den Bildungspolitikern allerdings noch nicht bewusst", so Lutz.

 

Er hält "EDV-Unterricht oder die IT-Ecke in der Zeitung" für ein "Relikt aus den 90er Jahren". Schließlich sei Informationstechnologie nicht mehr exotisch, sondern müsse integriert werden. Profitieren könnten vom Ausbau der technischen Fähigkeiten auch benachteiligte Bevölkerungsgruppen, weil Barrieren überwunden und Vernetzungen ermöglicht würden. "Der digitale Graben ist nicht kleiner geworden. Die Anschlüsse sind da, aber die Nutzung steigt dadurch nicht automatisch", sagte Lutz.

 

Dem soll die von Microsoft Österreich gemeinsam mit der Österreichischen Computer Gesellschaft und Partnern aus Wirtschaft und Politik ins Leben gerufene Initiative "IT-Fitness" entgegen wirken. Sie stelle ein niederschwelliges Angebot dar, das kostenloses Reinschnuppern ermöglichen und Interesse an mehr wecken soll. Ziel sei, Österreich fitter im Umgang mit Computer und Internet zu machen und mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen die Berufschancen zu verbessern.

 

Filialbesuch statt E-Banking ist weit verbreitet

"Es scheitert an vielen Dingen, aber nicht an technischen Kenntnissen", meinte hingegen Wolfgang Kern von UC4 Software. Außerdem seien nicht alle von der Notwendigkeit, überall IT einzusetzen, überzeugt. "Filialbesuch statt E-Banking ist weit verbreitet. Wir in der IT-Branche haben andere Bedürfnisse als die Tischlerei am Land", gab Kern zu bedenken.

 

Im Rahmen der zunehmenden Internationalisierung werde zwar der Einsatz moderner Kommunikationsmittel immer wichtiger. Allerdings müssten auch kulturelle und altersabhängige Unterschiede berücksichtigt werden. So sei bei Top-Managern in vielen, auch sehr großen Unternehmen die Kommunikation über E-Mail oft nicht erwünscht und - weil als unpersönlich empfunden - auch wenig genutzt.

 

Nur noch 10 Prozent der Jobs ohne E-Skills

In Österreich werde in zehn Jahren nur noch einer von zehn Jobs mit Personen ohne E-Skills besetzt, hielt Norbert Schöfberger von HP Österreich dagegen. Leben und Arbeiten in einer Informationsgesellschaft verlange die Aneignung einer zeitgemäßen Medienkompetenz - "im Prinzip sprechen wir hier von lebensbegleitendem Lernen". Die IKT-Entwicklungsstufe stelle inzwischen einen Gradmesser für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes dar.

 

Elektronik sei außerdem bereits integraler Bestandteil des heutigen Lebens der Jugendlichen. "Diese 'digital natives', die mit der Maus schneller sind als mit dem Filzstift, werden wir in 15 bis 20 Jahren im Senior Management antreffen", erklärte Schöfberger.

 

Persönliche bzw. menschliche Fähigkeiten wichtiger

"Digitale Skills" seien sicher eine Notwendigkeit im modernen Berufsleben. Aus unternehmerischer Sicht für weitaus wichtiger stuft Christian Czaak von der Plattform economy austria jedoch "persönliche bzw. menschliche Skills" wie Identifikation mit Job und Unternehmen sowie soziale Kompetenz und unternehmerisches Einfühlungsvermögen ein.

 

"Die Warnung der Experten bezüglich digitaler Gräben halte ich im Übrigen für überzogen", erklärte Czaak. Es sei wichtiger, nicht nur bis zum Schreibtisch zu denken. Außerdem würden auch soziale Netzwerke existieren, die nichts mit dem Internet zu tun hätten. Seiner Erfahrung nach seien 95 bis 98 Prozent der Inhalte in sozialen Netzwerken im Web - vom Nutzeneffekt betrachtet - "absoluter Schrott".

 

Enorme Nachfrage nach 4. Kulturtechnik

Vor sieben Jahren sei man der Meinung gewesen, Angebote zur IT-Grundlagenvermittlung nicht mehr lange anbieten zu müssen. "So grundlegend geirrt haben wir uns schon lange nicht", verwies Albert Gebauer, Referatsleiter im WIFI, auf die nach wie vor bestehende Nachfrage. "IT-Anwenderkenntnisse sind die 4. Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben, Rechnen", so Gebauer.

 

Die Frage am Jobmarkt heiße nicht mehr "Welche IT-Kenntnisse haben Sie?", sondern: "Wie können Sie Ihre IT-Kenntnisse für das Unternehmen einsetzen?" Informationstechnologie müsse schon in der Schule - ab der 5. Schulstufe - den gleichen Stellenwert bekommen wie Fremdsprachenunterricht, gab sich Gebauer überzeugt.

 

In den 1990er Jahren habe sich der Begriff "digitale Kluft" vor allem auf die Frage des Zugangs, also des Anschlusses an das Internet, bezogen. Heute sei das kaum mehr ein Thema, "mit dem Zugang allein kommen aber noch keine E-Skills", erklärte Medienwissenschafterin Jana Herwig. Wenn eine Technologie in der Gesellschaft Einzug gehalten habe, werde es notwendig, sie in entsprechenden Fähigkeiten abzubilden.

 

Ein weiterer Punkt auf den Herwig hinwies ist der "Participation Gap": Dabei gehe es weniger um die Frage "Wer kann den Computer bedienen?" sondern: "Wer ist in vernetzten Umgebungen unterwegs, wer ist präsent, wer kann 'mitreden'? Bin ich verloren, wenn man mich nicht ergoogeln kann, wenn ich mich nicht äußere, wenn ich keine Online-Reputationspunkte erziele? Oder trifft dies nur auf bestimmte Berufsbilder zu?"

 

SERVICE: Fotos des Events sind hier abrufbar.

Österreicher nutzen Videos im Web immer stärker
Foto: APA/EPA - Teenager sind die intensivsten Multimedia-Nutzer

Nachdem bei der Internetnutzung bisher vor allem Kommunikation und Information im Vordergrund standen, gewinnt nun die Unterhaltung zunehmend an Bedeutung. Bereits 46 Prozent der heimischen Surfer haben in den vergangenen vier Wochen Multimedia-Inhalte - also Filme, Musikvideos oder Clips - online genutzt, ergibt der von Integral Markt- und Meinungsforschung durchgeführte aktuelle Austrian Internet Monitor-Consumer (AIM-C). Das sei gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um mehr als ein Viertel.

 

Das Internet übernehme zunehmend die Unterhaltungsfunktion, die in früheren Zeiten vom Fernsehen ausgefüllt wurde. Während das Wachstum der multimedialen Internetnutzung bisher durch bessere Internetzugänge beschleunigt wurde, sind mittlerweile das riesige Angebot an Inhalten sowie die stärkere Vernetzung der Internetnutzer die Treiber. Besonders für Online-Werbung würden sich dadurch neue Chancen ergeben.

 

Männer sind etwas stärker an Filmen und Videos im Netz interessiert. Die intensivsten Multimedia-Nutzer sind Teenager - 83 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sehen sich Bewegtbilder online an. Bei den Twens sind es den Angaben zufolge immerhin noch zwei Drittel, mit zunehmendem Alter sinkt der Nutzeranteil. Der AIM-C wird laut den Angaben auf Basis von insgesamt 12.000 telefonischen Interviews pro Jahr (3.000 pro Quartal) durchgeführt - repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren.

Mobilfunker müssen über Roaming-Kosten informieren
Foto: APA/dpa - Warnfunktion soll Kostenfalle entschärfen

Wer im Ausland mit dem Handy ins Internet geht, erlebt oft böse Überraschungen, wenn die Rechnung ins Haus flattert. Dank der EU-Roaming-Verordnung, die seit 1. März in Kraft ist, müssen Mobilfunkunternehmen ihre Kunden über die Kosten für das Datenroaming informieren, sobald ein bestimmter Höchstbetrag erreicht wird, teilte der österreichische Telekom-Regulator RTR mit.

 

Die Aktivierung dieser Warnfunktion ist kostenlos. Der Verbraucher kann einen vom Betreiber festgelegten Höchstbetrag für einen bestimmten Zeitraum (etwa die Rechnungsperiode) auswählen. Bei Erreichen dieses Betrags muss der Kunde verständigt werden und gleichzeitig Informationen darüber bekommen, welche Kosten bei der weiteren Nutzung anfallen würden. Antwortet man nicht unverzüglich auf diese Nachricht, muss der Netzbetreiber das Datenroaming sperren - darf also auch nichts mehr verrechnen.

 

"Wie viele Auswahlmöglichkeiten die Mobilfunkbetreiber ihren Kunden anbieten, bleibt letztlich ihnen überlassen. Vorgeschrieben ist lediglich, dass einer der angebotenen Höchstbeträge 60 Euro inklusive Umsatzsteuer für einen monatlichen Abrechnungszeitraum nicht überschreiten soll", erläuterte Georg Serentschy, RTR-Geschäftsführer für den Fachbereich Telekommunikation. Ab 1. Juli gelten die 60 Euro für alle Kunden, die noch keinen anderen Höchstbetrag festgelegt haben.

Kabelnetzbetreiber lenken bei "Digitaler Dividende" ein

Die Kabelnetzbetreiber zeigen sich bei der Vergabe von ungenützten TV-Frequenzen ("Digitale Dividende") an die Mobilfunkbranche gesprächsbereit. Voraussetzung für den Zuschlag an Mobilkom & Co sei aber eine Reduktion der Sendeleistung der Netze, um nicht den Kabelempfang zu stören, teilten die Kabelnetzbetreiber in einer Aussendung mit.

 

"Die Mobilfunkbranche müsste sich verpflichten, ihre Sendeleistung um die in der ÖVE/EN 50083-8 angeführte Störfestigkeit für Kabelnetze nicht zu überschreiten. Dieser Ansatz brächte aus Sicht der Kabelnetzbetreiber keine negativen finanziellen Auswirkungen mit sich", hieß es.

 

Die Mobilfunker hoffen auf eine möglichst rasche Vergabe der "Digitalen Dividende" und wären bereit, die Frequenzen zu ersteigern. Widerstand dagegen gibt es bisher vom ORF, auch die SPÖ ist skeptisch. Die ÖVP hingegen sieht die Handynetzbetreiber am Zug und drängt auf eine rasche Vergabe.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH www.sap.at  

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Software www.uc4.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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