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EBC-Newsletter #17/2009
Semantisches Web soll für Ordnung im WWW sorgen
Foto: APA/Thomas Preiss - EBC: Semantisches Web - Nischenprogramm oder bevorstehende Revolution? - Über die Chancen und Stolpersteine des Semantic Web diskutierten bei der APA-EBC-Veranstaltung am 27.08.2009 Tassilo Pellegrini (Semantic Web Company), Gerald Klima (APA-IT), Markus Linder (Smart Information Systems GmbH), Vitus Piroutz (seeyou 3.0) und Diana Sepetanc (Kapsch CarrierCom).

Intelligente Antworten auf Suchanfragen im Internet, erleichtertes Auffinden von Informationen und Daten im Unternehmensnetz - oder vereinfacht: "Der Computer versteht, was wir meinen." Die Vorteile des semantischen Webs werden von Branchenvertretern gerne hervorgestrichen. Dass bei diesem Thema aber auch die Meinungen von Expertinnen und Experten weit auseinanderklaffen, hat eine Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien gezeigt.

 

"In fünf Jahren redet kein Mensch mehr vom Semantic Web. Denn dann ist es eine Standardtechnologie, die überall integriert ist", gab sich Tassilo Pellegrini, Mitgründer der Semantic Web Company, überzeugt. Er sieht im Semantic Web weder einen neuen Hype, ein akademisches Hirngespinst oder die Neuauflage von künstlicher Intelligenz, sondern eine Erweiterung des bestehenden World Wide Webs um gut strukturierte Metadaten.

 

"Dadurch sind Maschinen plötzlich in der Lage, die Bedeutung von Daten zu interpretieren, Daten aus unterschiedlichen Quellen automatisch zusammenzufügen und Dienste automatisch auszuführen. In so einem Kontext werden Metadaten plötzlich unglaublich sexy", so Pellegrini, der das Internet mit einer "unaufgeräumten Datenbank" vergleicht. Beim Web 2.0 gehe es um das Produzieren und Teilen von Wissen, beim Semantic Web - von vielen als Web 3.0 propagiert - stünde das Auffinden von Informationen im Vordergrund.

 

Konkrete Antworten auf komplexe Fragen

Dadurch wären konkrete Antworten auf Fragen wie "Welche Aussagen hat ein bestimmter Politiker im Zeitverlauf zum Thema XY getätigt" oder eine sinnvolle Suche nach "Aufwandsschätzung" möglich, weil das System weiß, dass dieser Begriff mit einem "Kostenvoranschlag" gleichzusetzen ist. Zusätzlich helfe das Semantic Web dabei, die Medienbrüche etwa zwischen Wikis, Blogs, Twitter und anderen Systemen aufzuheben.

 

Durch diese "radikale Innovation" entstünde ein "neues Ökosystem für die Datenbewirtschaftung", das Informationsdienste, Arbeitsweisen und Geschäftslogiken hervorbringen werde, "die über das WWW, wie wir es derzeit kennen, hinausgehen". Als Vorreiter nannte Pellegrini die Pharmabranche, die "ihre Daten im großen Stil semantifiziert", den Energie- und Finanzsektor sowie die Medienwelt. Er gesteht aber ein, dass das Semantic Web "jetzt da ist, wo das World Wide Web 1995 war".

 

"Weder einfach zu verstehen, noch anzuwenden"

Auch Gerald Klima, Geschäftsführer von APA-IT, sieht hier noch ein "junges und etwas komplexes Feld". Seiner Meinung nach beinhaltet das Semantic Web "eine Reihe von Konzepten und Technologien, von denen einige weder einfach zu verstehen, noch trivial anzuwenden sind". Was in welcher Form wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden könne, sei großteils noch unklar. "In vielen Bereichen ist es möglich, andere Technologien zu verwenden, die deutlich einfacher und günstiger sind", so Klima.

 

Es gebe zwar einige erfolgversprechende Fallbeispiele, aber der praktische Beweis für den entsprechenden Mehrwert sei teilweise noch nicht vorhanden. Außerdem werde das Schlagwort "Semantic" häufig verwendet, um Produkte interessanter und moderner erscheinen zu lassen. "Die Qualität wird durch semantische Technologien teilweise verbessert und die Nutzung erleichtert. Man sollte aber keine übersteigerten Erwartungen haben", ist Klima überzeugt.

 

Viele Unternehmen noch nicht einmal im Web 1.0

Als "sehr komplex und noch im Fluss" beurteilte auch Vitus Piroutz vom Beratungsunternehmen seeyou 3.0 das Thema Semantic Web. Dennoch habe die Technologie das Potenzial, das Leben der Web-Benutzer einfacher zu machen. Derzeit seien viele Unternehmen aber noch nicht einmal im Web 1.0 angekommen und hätten auch keine Zeit, Inhalte mit semantischen Informationen anzureichern.

 

Er erwartet, dass sich das semantische Web zuerst im Unternehmensbereich etabliert und durch den Einsatz im Intra- und Extranet die Produktivität der Mitarbeiter steigert. "Die inzwischen auch schon angegrauten Visionen vom 'Das Netzwerk ist der Computer' könnten mit der Web 3.0-Technologie als Basis jedoch Realität werden", so Piroutz.

 

Großes Potenzial im E-Commerce-Bereich

Nicht mehr "Tausende Links, sondern konkrete Antworten bzw. Angebote zu erhalten", erwartet sich Markus Linder, Geschäftsführender Gesellschafter der Smart Information Systems GmbH, vom Semantic Web. Dies sei vor allem für den E-Commerce-Bereich interessant.

 

Firmen könnten Informationen, die auf ihrem Portal "schlummern", aufbereiten und strukturiert online stellen. Andere Anbieter hätten dann die Möglichkeit, diese Daten in ihr Angebot zu integrieren. "Unternehmen sollten den rechtzeitigen Einsatz dieser Technologie nicht verpassen, um die Vorteile der Web-Technologie der nächsten Generation voll ausschöpfen zu können", erklärte Piroutz.

 

Allerdings sei die Entwicklung neuartiger Services sehr teuer. "Alles wirkt schick und toll, aber damit Geld zu verdienen, ist ein langer Weg", sagte Diana Sepetanc von Kapsch CarrierCom. Dem Bestreben, den Alltag einfacher zu machen, müsste auch die Bereitschaft, dafür zu bezahlen, gegenüberstehen.

 

Deutlich optimistischer gibt sich Semantic Web-Experte Pellegrini: "Wenn sie auch in Zukunft im Web gefunden werden wollen und ihnen daran liegt, mitzuentscheiden, wo sie gefunden werden und was von ihnen gefunden wird, dann kommen sie am Semantic Web nicht vorbei."

 

SERVICE: Fotos des Events sind hier abrufbar.

Microsoft spielt den Windows-Trumpf aus
Foto: APA/Microsoft - Branchenriese setzt hohe Erwartungen in Windows 7 Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft bringt am 22. Oktober eine Neuauflage seines Betriebssystems Windows in den Handel. Mit "Windows 7" will der Branchenriese - trotz der aktuellen Wirtschaftskrise und zurückhaltender Investitionsbereitschaft - wieder auf den bisherigen Erfolgskurs einschwenken, erklärten Microsoft-Manager vor Journalisten in Wien. Denn im vergangen Geschäftsjahr wurde erstmals seit dem Börsengang 1986 ein Minus beim Umsatz verbucht.

 

Wie wichtig dabei der Bereich Betriebssysteme ist, zeigen die Bilanzen: Windows und Co. machen rund ein Drittel des Umsatzes und mehr als die Hälfte des Gewinns von Microsoft aus. Nach dem eher mäßigen Abschneiden des Vorgängers "Vista" und dem Eingeständnis von Fehlern soll nun der nächste Anlauf genommen werden, die immer noch große - vor allem Linux- und Apple-Anhänger meinen zu große - Marktmacht abzusichern. Erfolg oder Misserfolg schlagen auch direkt auf die heimische Niederlassung durch: Hier dürften laut Branchenkennern ebenfalls rund 70 der kolportierten 200 Mio. Euro Umsatz auf Windows entfallen.

 

Die österreichischen Microsoft-Führungskräfte geben sich jedenfalls optimistisch. "Ich erwarte, dass in den kommenden drei Jahren etwa zwei Drittel der heimischen Betriebe auf Windows 7 wechseln", so Robert Lampl, zuständig für die Geschäftsbereiche Online Services und Windows bei Microsoft Österreich, gegenüber der APA. Weltweit würden mehr als 80 Prozent der IT-Entscheider in Unternehmen planen, innerhalb von 36 Monaten auf die neue Plattform umzusteigen. Zwar halte die Nachfrage nach Windows XP - dem Vorgänger von Vista - noch an, er gehe aber davon aus, "dass wir die Kurve zu Windows 7 schnell kriegen".

 

Mit Windows Vista hatte der Softwareriese zwar gravierende Änderungen in der Systemarchitektur vorgenommen, etliche Programme oder externe Geräte wie Drucker liefen aber zunächst nicht auf dem neuen System. "Mehr als 99 Prozent werden funktionieren", gab sich Lampl überzeugt, dieses Mal eine deutlich höhere Kompatibilität zu erreichen. Die Analysten von IDC schätzen jedenfalls, dass bis Ende 2010 weltweit rund 177 Millionen Lizenzen von Windows 7 verkauft werden.

 

Windows 7 soll "Standard für Netbooks" werden

Auch bei Netbooks, ein relativ neues Gerätesegment, will Microsoft weiter zulegen. Nachdem anfangs jedes zweite abgespeckte Mini-Notebook mit dem frei verfügbaren Betriebssystem Linux ausgestattet gewesen sei, betrage der Microsoft-Marktanteil derzeit zwischen 80 und 90 Prozent - weltweit wie auch in Österreich, so Lampl. Dazu beigetragen haben dürften die Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern, Stichwort "Null-Euro-Netbook".

 

Welche Auswirkungen der Start von "Chrome OS", dem Betriebssystem für Netbooks von Internetprimus Google, haben könnte, sei "nicht vorhersagbar". Bis jetzt habe es "nur große Ankündigungen gegeben", sagte Lampl. Er ist überzeugt, dass "Windows 7 sehr schnell das Standard-Betriebssystem für Netbooks wird". Generell bestehe weiterhin eine hohe Nachfrage nach Mini-Notebooks, die Wachstumsraten hätten sich aber eingebremst. Vor wenigen Tagen kündigte Nokia an, in den heiß umkämpften Markt einzusteigen.

 

Microsoft bietet das neue Betriebssystem in mehreren Ausführungen an, die sich im Funktionsumfang unterscheiden. Die vor allem für private Zwecke gedachte Version "Home Premium" kostet zur Einführung 119,99 Euro, die Professional-Version ist ab 285 Euro zu haben. Wer alle Möglichkeiten des Systems ausschöpfen will, zahlt für die Version Ultimate 299 Euro. Der "Family Pack" umfasst drei Lizenzen für einen Haushalt um 149,90.

 

Das Interesse am neuen Betriebssystem scheint jedenfalls groß: Mehrere Millionen Menschen haben an der Testphase von Windows 7 teilgenommen. Das Urteil vieler Nutzer zeigt, dass es wenig Revolutionäres gibt, aber einige Verbesserungen das Arbeiten am PC erleichtern. Genannt werden etwa ein schnellerer Start, geringerer Ressourcenverbrauch oder Erleichterungen bei der Einrichtung eines Heimnetzwerks. Auch die Anzahl der Warnhinweise soll sich vermindert haben.

 

Facebook hat in Österreich die Nase vorne
Foto: APA/Screenshot - Facebook liegt deutlich vor StudiVZ und MySpace Facebook, StudiVZ und MySpace sind die drei bekanntesten Social-Network-Plattformen in Österreich. Das ergab eine repräsentative Online-Befragung der GfK Austria von 2.000 Personen ab 15 Jahren.

 

An der Spitze liegt Facebook, das von 17 Prozent der Befragten spontan genannt wurde. Auf den Plätzen folgen StudiVZ mit elf Prozent und MySpace mit neun Prozent. "Friends- und Fun-Netzwerke", die neben dem Erstellen von Profilen auch die Möglichkeit bieten, Fotos hochzuladen oder Gruppen zu gründen, liegen somit vor Plattformen mit anderen inhaltlichen Schwerpunkten.

 

Mit Xing, das zur beruflichen Vernetzung dient, oder Twitter können die Österreicher mit sieben und zwei Prozent eher wenig anfangen. Die Bekanntheit der Social-Network-Plattformen ist aber vor allem vom Alter der Befragten abhängig - bei den unter 30-Jährigen kennen 45 Prozent Facebook, 39 Prozent StudiVZ und 24 Prozent MySpace. Bei älteren Personen sind die Werte deutlich niedriger.

Wien verstärkt Beratung zum Thema Technologie
Die Bundeshauptstadt will die Widerstandskraft der Betriebe stärken - zum Beispiel durch Technologie- und Innovationsförderung. Wie Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (S) bei einer Pressekonferenz berichtete, wird es eine neue Beratung zu diesem Themenbereich geben.

 

Das Angebot richte sich vor allem an kleine und mittelgroße Firmen, die nicht wie große Konzerne über eigene Forschungsabteilungen verfügen, hieß es. "Wir müssen uns mit Qualität durchsetzen", so Brauner. Schon seit dem Jahr 2000 habe das Wiener Zentrum für Innovation und Technologie (ZIT) rund 140 Mio. Euro in entsprechende Fördermaßnahmen investiert. Die Technologieberatung läuft derzeit als Pilotversuch. Bisher betreute das ZIT 136 Unternehmen - fast 90 Prozent davon Ein-Personen-Betriebe oder Firmen mit weniger als 50 Beschäftigten.

 

Für die Inanspruchnahme der Beratung ist kein Antrag nötig. In dem Gespräch wird auch nach Fördermöglichkeiten zur Unterstützung von Projekten gesucht. Aufgrund der, wie es hieß, positiven Erfahrungen in der Pilotphase wird die Technologieberatung ab 2010 in das reguläre Portfolio des ZIT übernommen.

 

SERVICE: http://www.zit.co.at

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Senactive www.senactive.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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