|
EBC-Newsletter #14/2008: Einladung zum nächsten Event der E-Business-Community
Jugend bestimmt Internet- und Mobilfunk-Trends der Zukunft
Die Surfer, Online-Shopper und Mitarbeiter von morgen stehen in den Startlöchern. Sie sind - im Gegensatz zur 30plus-Generation und erst recht zur „Grey Community" - wie selbstverständlich mit Internet, Handy und Co. aufgewachsen und tummeln sich als Trendsetter auf virtuellen Schulhöfen und in Online-Communities. Video-Clips werden per Bluetooth von Handy zu Handy geschickt, Blogs laufend gefüttert und Freunde über Social-Networking-Portale gefunden. Wie erreicht man die junge Generation ohne zu nerven? Wodurch unterscheidet sich das Kommunikations- bzw. Nutzungsverhalten und welche Auswirkungen wird das auf die künftige Geschäfts- sowie Arbeitswelt haben? Welche Barrieren gibt es für Jugendliche? Und sind wirklich alle „Hightech-Freaks"? Was wir von ihnen lernen können, wie sie neue Wege aufzeigen und wodurch der „Erwachsenen-Blick" getrübt ist ... Darüber diskutieren Expertinnen und Experten am 31. Juli im Wiener Haus der Musik. Es diskutieren: Bernhard Heinzlmaier (Institut für Jugendkulturforschung), Manuel Aghamanoukjan (Gentics), Karl Gorz (Kapsch CarrierCom), Martina Mekis (DMVÖ) und Dieter Zirnig (Hewlett-Packard). Datum: Donnerstag, 31. Juli 2008 Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß 1010 Wien Seilerstätte 30 Happy Hour: ab 18.30 Uhr Podiumsdiskussion: 19.30 - 21.00 Uhr, Vortragssaal Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Datenschutz für Österreicherinnen und Österreicher unbekanntes Terrain

Gestohlene Regierungsnotebooks, versehentliche Veröffentlichungen von Bürgerdaten durch Behörden, Bespitzelung von Mitarbeitern oder Diebstahl von detaillierten Kundendaten: Nur 60 Prozent der Österreicher sind durch solche Vorfälle laut einer der APA vorliegenden Oekonsult-Umfrage mehr oder weniger beunruhigt. In Sachen Datenschutz und -sicherheit herrscht hierzulande trotz Unwissens und Unbehagens eine gewisse Sorglosigkeit. "Mangelndes Wissen und öffentliche Dialogarmut führen zur Resignation", begründete Oekonsult-Chef Joshi Schillhab die Ergebnisse. Datenschutz und Überwachung sind für die meisten der 1.213 befragten Personen ein weitgehend unbekanntes Terrain. Nicht einmal vier Prozent bezeichneten sich selbst als "voll und ganz" firm. 26 Prozent betonten, sie hätten absolut keine Ahnung von den Datenschutzbestimmungen in Österreich. Insgesamt sehen sich 77 Prozent als mehr oder weniger ahnungslos. Die große Mehrheit (92 Prozent) weiß nicht, ob bzw. wer Daten über sie sammelt, 70 Prozent gaben dies unumwunden zu. Auch Zweck und Ziel der angehäuften Datenmengen blieben 93 Prozent der Teilnehmer mehr oder weniger verschlossen. Weniger als drei Prozent der Befragten sagten, sie wüssten ganz genau, wo sie Einblick in eventuelle Datenspeicherungen verlangen könnten. 38 Prozent war dagegen überhaupt nicht bekannt, bei welcher Stelle sie sich diesbezüglich erkundigen können. Diese "Ohnmacht" der Österreicher hat laut Schillhab dazu geführt, Überwachung "zur Normalität werden zu lassen". Rund 55 Prozent der Österreicher haben sich schon daran gewöhnt, überall durch Videokameras gefilmt zu werden. 39 Prozent stimmten der Aussage, der "gläserne Bürger" sei längst Realität und ein Kampf dagegen "sinnlos und naiv", mehr oder weniger stark zu, 18 Prozent wehrten sich dagegen mit Nachdruck. Insgesamt meinten 55 Prozent, gegen "Big Brother" könne man sich weder wehren noch schützen. "Das Thema Datenschutz ist zur Insider-Diskussion verkommen", konstatierte Schillhab.

Österreich bei schnellem Internet unter EU-Schnitt
In Österreich haben 34 Prozent der Haushalte Breitband-Internet. Wie aus einer Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervorgeht, stellt dies einen Anstieg um 13 Prozentpunkte gegenüber der vorangegangenen Umfrage von Ende 2007 dar. Dennoch liegt Österreich damit unter dem EU-Schnitt von 36 Prozent. Spitzenreiter sind die Niederlande, wo mehr als drei Viertel der Haushalte mit einem Breitband-Anschluss ausgestattet sind. Generell über einen Internet-Anschluss verfügen 52 Prozent der heimischen Haushalte, während es Ende 2007 noch 40 Prozent waren. EU-weit haben 49 Prozent einen Anschluss ans Web. Haushalte, die nur über einen Festnetz-Anschluss ohne Mobiltelefon verfügen, sterben in der Europäischen Union langsam aus. EU-weit ist dies nur mehr bei 14 Prozent der Fall, in Österreich bei 13 Prozent der Haushalte. Festnetz-Telefonie ist in Österreich mit 54 Prozent weniger verbreitet als im Durchschnitt der EU (70 Prozent). Nur über ein Handy - ohne Festnetz - verfügen 38 Prozent der heimischen Haushalte.

Unternehmen sehen wenig Nutzen durch Web 2.0

Es war als großer Hype angekündigt, doch inzwischen herrscht Ernüchterung: Web 2.0 ist in der Wirklichkeit angekommen. "Wir stehen dem Web 2.0 eher skeptisch gegenüber", so Helmut Hager, Marketingleiter Erste Bank, bei dem Symposium "Nutzung von Web-2.0-Elementen im Internet" in Wien. Gemäß einer Studie erwarten die Menschen von einer Banken-Homepage klare Aussagen und Seriosität. Web-2.0-Elemente wie Blogs und Forenbeiträge mit Bankenrelevanz seien eher gering nachgefragt. "Insbesondere die jungen Leute unterhalten sich viel lieber über Lifestyle, Freunde und Sex", sagte Hager. So würden derzeit in etwa 22 bis 23 Prozent der Kunden ihr Business über das Internet (Telebanking etc.) abwickeln, Produktkäufe tätigt nicht ganz ein Prozent der Kunden. Hager sieht darin zwei mögliche Begründungen: "Entweder sind die Kunden noch nicht bereit oder sie werden von uns zu wenig angesprochen". Georg Krause, Leiter der Consultingabteilung bei Deloitte, resümierte: "Das Web 2.0 bietet Chancen und Risiken. Die Chancen sind neue Möglichkeiten für Unternehmer, da die Etablierten dort noch nicht sind. Das Risiko besteht darin, insbesondere für die Etablierten, dass man zu spät kommt", was jedoch nicht unbedingt existenziell bedrohlich sein müsse, schwächte Krause ab. Er wies auf den "Kulturwandel" hin, der sich derzeit vollziehe. "Verkäufer verkaufen etwas am besten, wenn sie auch selbst davon überzeugt sind." Vielleicht, so Krause, sollte man zuerst einmal unternehmensintern die Mitarbeiter vom Web 2.0 überzeugen. "Für uns ist das Internet grundsätzlich ein wichtiger Informationskanal", erklärte Georg Wiedenhofer, Marketingleiter bei der baumax/Schömer Gruppe. Den Kunden seien vor allem Beschreibungen der Produkte wichtig. Der Aufruf an Heimwerker, ihre Kreationen vorzustellen, sei hingegen auf geringes Interesse gestoßen. Eine Chance für die höhere Nutzung des Internets sieht Wiedenhofer im Vertrieb. "In 5 bis 10 Jahren werden schon einige Produkte - wie Bohrmaschinen - über das Internet verkauft werden, bei Zement ist das schon wieder schwieriger."

Aus für versteckte Preisangaben im Internet
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat mit einem Urteil dubiosen Internetseiten einen Riegel vorgeschoben: Kostenpflichtige Anbieter müssen den Preis für ihre Leistungen in Zukunft auf der Webseite deutlich angeben. Zusätzlich sind Preis, Leistung und Informationen über das Rücktrittsrecht vor Vertragsabschluss extra per E-Mail an den Konsumenten zu schicken, teilte die Arbeiterkammer (AK) in einer Aussendung mit. Ein E-Mail mit dem Link zu den Geschäftsbedingungen sei unzureichend und rechtswidrig. Anlass für das Gerichtsurteil war eine AK-Klage gegen die IS Internet Service AG. Dieses Unternehmen warb mit Angeboten, wie zum Beispiel vermeintlichen Gratis-SMS und -Lebensprognosen, die sich später als Kostenfallen entpuppten. Der Oberste Gerichtshof stellte nun klar, dass irreführend gestaltete Webseiten mit versteckten Preisangaben gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Kostenpflichtige Webdienste gelten als irreführend, wenn die Preisangaben nur im Kleingedruckten oder in den Geschäftsbedingungen zu finden sind. "Das Urteil gilt für alle Internetanbieter, die mit solchen unfairen Tricks arbeiten", sagte Robert Mödlhammer von der AK.

Telekom-Umsätze sind weiter gesunken

Die Gesamtkundenumsätze aller Anbieter für Festnetz, Mobilfunk, Breitband und Mietleitungen sind im Vorjahr um etwa 3,2 Prozent von 4,7 auf 4,57 Mrd. Euro zurückgegangen, heißt es im Kommunikationsbericht der Regulierungsbehörde RTR. Erstmals lieferte auch die Mobilkommunikation keinen Wachstumsbeitrag. Die höchsten Umsatzeinbußen verzeichnete der Festnetzbereich (-11,3 Prozent), gefolgt von den Mietleitungen (-5,6 Prozent). Auch im Mobilnetzbereich gingen die Umsätze um 1,5 Prozent zurück. Zulegen konnte hingegen Breitband (+ 10,4 Prozent). Die Umsätze in diesem Bereich erhöhten sich von 520 auf 574 Mio. Euro. Insgesamt stieg die Zahl der heimischen Breitbandanschlüsse zwischen 2005 und 2007 von 969.700 auf mehr als 2,2 Millionen. Derzeit gibt es laut Bericht mehr als 1,62 Mio. Festnetz-Breitbandanschlüsse. Die Zahl der mobilen Breitband-Anschlüsse schätzt RTR-Chef Georg Serentschy auf mehr als 700.000. Bis Jahresende soll die 1-Million-Marke geknackt werden, sagte der Experte.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen. Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind: - ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com - Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com - diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc - DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at - DMVÖ Dialog Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at - economyaustria economyaustria.at - Gentics Software GmbH www.gentics.com - Hewlett-Packard www.hp.com/at - IT Solution GmbH www.itsolution.at - Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net - Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria - NAVAX Consulting AG www.navax.at - NextiraOne www.nextiraone.at - SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at - Telekom Austria www.telekom.at - WirtschaftsBlatt www.wirtschaftsblatt.at - Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at - APA-MultiMedia multimedia.apa.at
|