23. Oktober 2014, 12:08
Nokia mit deutlichem Umsatzplus
Der finnische Telekommunikationskonzern und ehemalige Handy-Weltmarktführer Nokia hat am Donnerstag ein durchwachsenes drittes Quartal ...
23. Oktober 2014, 11:18
Telekom nach drei Quartalen tief in Verlustzone
Die teilstaatliche Telekom Austria, Tochter der mexikanischen America Movil, hat im dritten Quartal 2014 zwar wie erwartet ein deutlich ...
22. Oktober 2014, 11:53
Apple gab Sicherheitshinweis für iCloud
Apple spricht von Angreifern, die Nutzerdaten abfangen wollen. Das Unternehmen gibt Tipps, wie Nutzer sich davor schützen können. Zuvor ...
EBC-Newsletter #07/2009
IKT-Branche fordert endlich Taten von der Politik
APA/Thomas Preiss - Über Wünsche und Forderungen der IKT-Branche an die Politik diskutierten bei der EBC am 26. 3. 2008 im Haus der Musik in Wien Politikerinnen mit Branchenvertretern. Am Podium: René Tritscher (WKO, Fachverbandsgeschäftsführer Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen sowie Unternehmensberatung und Informationstechnologie), Hartmut Gailer (Geschäftsführer SER Solutions), Kurt Gartlehner (Sprecher des SPÖ-Klubs für Industrie und Technologie), Karin Hakl (Sprecherin des ÖVP-Klubs für Innovation und Telekommunikation) und Ruperta Lichtenecker (Sprecherin des Grünen Klubs für Wirtschaft, Forschung, Technologie und Innovation).

Videomitschnitte der Veranstaltung:

Einleitung: Thomas Stern
Impulsreferat: René Tritscher (Wirtschaftskammer Österreich)
Podiumsdiskussion
Publikumsdiskussion

 

Fotos zum Event

 

Die IT- und Telekomunternehmen sind auf die Politik nicht sonderlich gut zu sprechen. Nach den vollmundigen Aussagen und Bekenntnissen zur "Zukunftsbranche" in den vergangenen Jahren wird die Umsetzung der bisherigen Versprechen nun vehement eingefordert. Vertreter verschiedener Parteien geben sich zum Teil selbstkritisch, machen andererseits aber wenig Hoffnung auf ein rasches Eingehen auf die Forderungen des IKT-Sektors - so das Ergebnis einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Wir sind Weltmeister im Verfassen von Masterplänen, Expertisen und Studien. Wirtschaftspolitische Taten folgen diesen Ankündigungen leider bisher viel zu selten", erklärte René Tritscher, Geschäftsführer der Fachverbände Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen sowie Unternehmensberatung und Informationstechnologie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Nun gelte es, vom Analyse- zum Umsetzungs-Weltmeister zu werden. Allerdings fehlten dafür die notwendigen Strukturen.

 

"Dramatik der Situation" vielen nicht bewusst

"Die Umsetzung vieler Forderungen der IT- und Telekombranche kostet keinen Cent, trotzdem wird sie seit Jahren auf die lange Bank geschoben", so Tritscher. Beispielsweise könnte an den regulatorischen Rahmenbedingungen geschraubt oder der Infrastrukturausbau, bei dem sehr oft mit Einsprüchen zu kämpfen sei, erleichtert werden. Die Politik habe nach der Liberalisierung schleichend das Heft aus der Hand gegeben und die Kompetenzen in die Regulierungsbehörde ausgelagert. Jetzt müssten grundsatzpolitische Entscheidungen aber wieder in die Politik zurückgeholt werden.

 

Vielen sei die Dramatik der Situation in der Branche nicht bewusst, etwa der EU-Kommission, die immer neue Regulierungsauflagen und staatliche Preisvorgaben statt Fördermaßnahmen setze, oder der Gewerkschaft beim Thema IT-Kollektivvertrag. Außerdem forderte der Branchenvertreter die Bündelung der IKT-Kompetenzen "auf höchster Ebene". Die Umsetzung der Maßnahmen der Branchen-Initiative "Internet Offensive" sei "die letzte Chance" für das Thema IKT in Österreich.

 

IKT-Kompetenzzentrum in Umsetzung

Derzeit gebe es intensive Bemühungen um ein IKT-Kompetenzzentrum im Bundeskanzleramt, das Regierungsbeschlüsse vorbereiten soll, sagte Kurt Gartlehner, Sprecher des SPÖ-Klubs für Industrie und Technologie. Das Kompetenzzentrum befinde sich in einer konkreten Umsetzungsphase. "Ich erwarte mir sehr viel davon", so Gartlehner.

 

Beim Breitbandausbau erinnerte er daran, dass "die Infrastruktur nicht mehr dem Staat gehört, sondern der Börse". Außerdem seien die Unternehmen mit der Situation in den vergangenen Jahren - die Telekom Austria als Platzhirsch am Land, UPC in der Stadt - nicht wirklich unzufrieden gewesen. Durch den Kauf des Infrastrukturunternehmens CableRunner durch die Telekom habe nach einem Stillstand bei den Investitionen wieder eine "Belebung auf sicheren Märkten" stattgefunden. Allerdings wäre ihm lieber gewesen, wenn Tele2 das Unternehmen übernommen hätte, erklärte Gartlehner.

 

Chancen würde auch eine Kooperation mit den Energieversorgungsunternehmen bieten: "Die haben Tausende Kilometer Glasfaser, auch hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen. Da sollte zusammengearbeitet und ein Breitband-Masterplan entwickelt werden", regte er PPP-Modelle (Public Private Partnerships) für den Netzwerkausbau an. Dann könnte auch die Politik entsprechende Maßnahmen setzen. "Wir sind gerne bereit, Gesetze zu ändern, um sie an neue Entwicklungen anzupassen."

 

De facto "zwei Jahre Stillstand"

 "Es gibt extrem viel zu tun. De facto hat es jetzt zwei Jahre Stillstand gegeben", bekräftigte auch Karin Hakl, Sprecherin des ÖVP-Klubs für Innovation und Telekommunikation. Nun müsse der Themenbereich besser kommuniziert werden, um mehr Druck auszuüben und breite gesellschaftliche Debatten auszulösen. "Ich glaube nicht, dass wir die 150. renovierte Bahnunterführung dringender brauchen als IKT-Infrastruktur. Da sind sicher Umschichtungen notwendig", so Hakl. Außerdem müssten frei gewordene Funkfrequenzen - die sogenannte digitale Dividende - rasch dem Markt zur Verfügung gestellt werden. So könnte man auch das Angebot im ländlichen Raum verbessern.

 

Forderungen nach einem IKT-Ministerium wies Hakl zurück: "Das wird immer eine Querschnittsmaterie bleiben. Eine zentrale Koordinierungsstelle ist aber notwendig." Bisher sei dies an "ganz, ganz vielen alten Herren gescheitert". Viele Projekte befänden sich aber bereits in Umsetzung: "Bei E-Health arbeiten alle zusammen. Die elektronische Gesundheitsakte ist so weit gediehen und ausfinanziert, dass wir bis Ende 2010 oder Mitte 2011 starten können."

 

Koordinierte Strategie notwendig

"Es gibt noch viele Punkte, wo wir nicht Europameister sind", ergänzte Ruperta Lichtenecker, Wirtschafts- und Forschungssprecherin des Grünen Parlamentsklubs sowie Vorsitzende des Forschungs-, Innovations- und Technologieausschusses im Parlament in Anspielung auf den Bereich E-Government. Nun sei eine koordinierte Strategie notwendig, die Bundesländer müssten mit an Bord geholt werden und man dürfe "nicht einfach das nächste Papier produzieren".

 

Die "beachtliche volkswirtschaftliche Leistung" des IKT-Sektors, der rund ein Viertel zum BIP-Wachstum beitrage, müsse auch in Zeiten wie diesen hoch honoriert werden. Die Branche leiste einen wichtigen Beitrag für die wissensbasierte Gesellschaft, etwa im Bildungsbereich. Aber auch das Marktpotenzial für "grüne IKT" biete enorme Chancen. Nicht vergessen werden dürfe auf den flächendeckenden Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum.

 

"Müssen die Politik in die Pflicht nehmen"

"Die Politik muss zu dem stehen, was sie ankündigt", kritisierte Hartmut Gailer, Geschäftsführer des Systemhauses SER Solutions Österreich, die nicht stattgefundene Umsetzung der Forderungen der Branche: "Wenn das Thema so wichtig ist: Warum tut man dann nicht mehr dafür?" Es sei hoch an der Zeit, konkrete Ziele zu definieren und dann nicht mehr davon abzuweichen. Für wichtige Parameter hält er Nachhaltigkeit und Konstanz. "Sozialpartner und Interessensvertretungen müssen die Politik hier in die Pflicht nehmen, da Politik zum ‘Zeitmaß‘ Legislaturperiode neigt, und die werden immer kürzer."

 

Die "Pflichtübung" Infrastruktur - Kabel, Bandbreite, Abdeckung - sei gut auf den Weg gebracht worden, jetzt gehe es um die "Mühen der Hochebene", bei der die Nutzung, also Services, Anwendungen und Inhalte, forciert werden müssten. Die öffentliche Hand sei außerdem ein großer Auftraggeber, der die IKT-Branche durch Pilotprojekte stimulieren könnte. Durch den Einsatz von modernen Technologien sei in der Verwaltung viel Geld einzusparen, das dann zur Ankurbelung der Branche teilweise wieder in IKT investiert werden sollte.

Dänemark und Schweden bleiben IKT-Technologieführer
Foto: APA/dpa - Österreich rangiert auf Platz 16

Dänemark und Schweden sind weiter Spitzenreiter im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), geht aus einem neuen Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) hervor. Insgesamt schafften es sieben europäische Länder unter die Top 10. Österreich verlor einen Platz und rangiert nun an der 16. Stelle.

 

Die USA - im Jahr 2005 Spitzenreiter und 2007 bis 2008 auf dem 4. Rang - belegten bei der aktuellen Erhebung den 3. Platz, gefolgt von Singapur auf Rang 4 (2007 und 2008: 5). Die Schweiz fiel von der 3. auf die 5. Stelle zurück und die Niederlande von Platz 7 auf Platz 9. Einen großen Sprung schaffte Kanada und rückte von der 13. auf die 10. Stelle vor. Island verbesserte sich von Rang 8 auf Rang 7, Norwegen vom 10. auf den 8. Platz. Finnland blieb unverändert die Nummer 6. Zudem konnte China 11 Plätze aufholen und übernahm mit Rang 46 die Führung der BRIC-Länder. Deutschland rutschte von Rang 16 auf den 20. Platz ab.

 

Die Innovationen der Informations- und Kommunikationstechnologien sind in Krisen wichtige Wirtschaftsmotoren sowie essenziell für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum, so das WEF. Dieses Jahr wurde in dem Bericht besonderer Wert auf den Zusammenhang zwischen Mobilität und IKT gelegt. Der Networked Readiness Index (NRI) prüft, wie erfolgreich Länder IKT nützen.

 

SERVICE: Weitere Informationen sind hier abrufbar.

Experten erwarten Siegeszug von Online-Videos
Foto: APA/OTS/Thomas Preiss - "ORF Online TV" soll im Juni starten

Der Trend zu Online-Videos wird Medienindustrie und Werbewirtschaft durcheinanderwirbeln, gaben sich Experten bei einer Veranstaltung des APA-IT-Forums in Wien überzeugt. "Der Markt ist in Bewegung", erklärte Ralf Kaumanns, Senior Manager des Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture. Dafür könnte auch die neue Videoplattform "ORF Online TV" sorgen, die voraussichtlich im Juni in Betrieb gehen soll.

 

"Internet-Werbung - und hier speziell Video-Ads - gewinnen an Bedeutung", so Kaumanns. Im Gegensatz zu TV-Werbung, die auf große Markenartikler zugeschnitten sei, würden Online-Videos auch für Klein- und Mittelbetriebe interessante Möglichkeiten bieten. Ein Hauptproblem sieht der Experte derzeit noch darin, Werbung auf den Inhalt beziehungsweise den Kontext eines Videos abzustimmen. Dazu seien die Metadaten qualitativ zu schlecht, nicht hilfreich oder gar nicht vorhanden. "Ohne Metadaten kann man aber nur schwer Werbung schalten", sagte der Berater. Google wolle das beispielsweise durch automatische Identifikation beziehungsweise Indexierung lösen. Dazu sollen biometrische Analysen und Spracherkennung eingesetzt werden.

 

Derzeit gebe es drei Arten von Videoportalen: jene a la Youtube mit kurzen Einzelclips, wenigen "gebrandeten" Channels, werbefinanziert und mit Urheberrechtsproblemen kämpfend. Dazu kommen Angebote wie Sevenload mit längeren Videos, Mischfinanzierung - also sowohl Werbung als auch Paid Content - und auf Kooperation ausgerichtet. Das dritte Modell sind ebenfalls mischfinanzierte Webseiten, die fast alle Inhalte von TV-Sendern anbieten, und sich Chancen auf die Entwicklung zu einem erfolgreichen Video on Demand-Portal ausrechnen. Zu letzterer Kategorie zählt Kaumanns etwa RTL Now.

 

Als "entscheidendes Thema für die Zukunft und das Überleben eines Medienkonzerns" bezeichnete Thomas Prantner, ORF-Direktor für Online und Neue Medien, das Online-Angebot von Videoinhalten. "Noch vor dem Sommer" soll daher die neue Plattform "ORF Online TV" in Betrieb gehen. Allerdings müssten zuerst die "unternehmenspolitischen Rahmenbedingungen" geklärt - also das Ergebnis des derzeit laufenden EU-Verfahrens abgewartet - werden. "Der Ausgang ist zwar offen. Wir hoffen aber auf einen Start im Juni", gab sich Prantner zuversichtlich. Das kostenlose Angebot soll TV und Radio ergänzen sowie "ein Service für die 450.000 Auslandsösterreicher" darstellen.

 

"Online-Werbung würde nicht ins Parlament kommen"

Aus rechtlichen beziehungsweise finanziellen Gründen würden die Videos für sieben Tage als Streaming und nicht zum Download bereit stehen. In der ersten Phase umfasse die Plattform ein "öffentlich-rechtliches Kernangebot". Kritikern der Ausweitung der Online-Aktivitäten des ORF hält Prantner entgegen, dass der Markt ohnehin sehr klein sei und "scheinbare Konkurrenten" gemeinsam darum kämpfen müssten, Online-Werbung zu etablieren. "Kleinliche Streitereien" könnten diesem Vorhaben schaden. "Online-Werbung würde in Österreich nicht einmal ins Parlament kommen, weil sie unter vier Prozent liegt", so Prantner.

 

"Die Kunden wollen Online-Videos und akzeptieren die Werbefinanzierung. Allerdings haben wir die notwendigen Portale und Verkaufsmannschaften in Österreich wegen der Marktverzerrung durch den ORF nicht", kritisierte Christopher Sima, Managing Director des Online-Vermarkters AdLINK Media. Die Reichweite der einzelnen heimischen Angebote sei noch zu gering. "Wenn man da zusammenarbeiten würde, könnte man es auch mit Youtube aufnehmen", so Sima.

 

SERVICE: Videos zur Veranstaltung sind hier abrufbar.

Österreich bei E-Commerce über EU-Schnitt
Foto: APA/dpa - Dänemark hat die fleißigsten Internetshopper Rund 37 Prozent der Österreicher haben laut einer Eurostat-Studie im Vorjahr "Dienstleistungen für den persönlichen Bedarf über das Internet" eingekauft. Der EU-Schnitt liegt bei 32 Prozent. Die Alpenrepublik belegt damit den neunten Platz innerhalb der 27 EU-Staaten.

 

Am stärksten wird der Kauf via Internet in Dänemark mit 59 Prozent genützt. Dann folgen Großbritannien (57), die Niederlande (56), Deutschland und Schweden (je 53), Finnland (51), Luxemburg (49) und Frankreich (40). Hinter Österreich rangieren Irland (36), Slowakei und Tschechien (je 23), Malta (22), Belgien (21), Spanien (20), Polen und Slowenien (je 18), Lettland (16), Ungarn (14), Italien (11), Estland und Portugal (je 10), Griechenland und Zypern (je 9), Litauen (6), Rumänien (4) und Bulgarien (3).

 

Generell hat der Internet-Kauf in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Im EU-Schnitt legte er von 20 Prozent (2004) auf 26 Prozent (2006) und nunmehr 32 Prozent (2008) zu. In Österreich lauteten die entsprechenden Steigerungsraten 19 - 32 - 37 Prozent.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Senactive www.senactive.com 

- Telekom Austria www.telekom.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht