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EBC-Newsletter #03/2009
Experten: Den "gläsernen" Internet-User gibt es bereits
APA/Thomas Preiss - Bei der APA-E-Business-Community am 29. Jänner 2009 diskutierten Experten über Datenschutz im Internet (v.l.n.r.): Harald Lakatha (IT Solution), Walter Karban (inMotion Verlag), Michael Engel (NextiraOne), Gerhard Göschl (Microsoft Österreich), Hermann Maurer (Technische Universität Graz) und Thomas Stern (Moderator/Braintrust).

Fotos zum Event

 

Österreichs Internet-Benutzerinnen und -Benutzer, aber auch die Unternehmen, gehen mit ihren Daten im weltweiten Netz heute meist zu sorglos um, den "gläsernen" User gibt es bereits. Dafür sorgen eigene Analyse-Programme, die neben der Ausforschung der IP-Adresse auch versuchen, automatisch Profile zu erstellen. Diese könnten dann für Werbemaßnahmen, aber auch für missbräuchliche Anwendungen eingesetzt werden, stellten Experten im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien fest.

 

Einer der größten Kritiker in diesem Bereich, TU-Graz-Professor und Computerexperte Hermann Maurer, sieht das Hauptproblem in dem Umstand, dass viele Nutzer-Daten auf "fremden" Servern liegen, wo sie sich der Kontrolle des Einzelnen entziehen. Dass diese Daten lediglich Marketing-Zwecken dienen, glaubt der Computerwissenschafter nicht: "Zielgenaue Werbung ist viel gefährlicher, als wir alle glauben." Programme zur Profilerstellung, etwa "Google Analytics", könnten auch für politische und erpresserische Zwecke verwendet werden. Der Benutzer wüsste oft nicht, was mit seinen Profil-Daten geschehe, "das ist leichtsinnig", so Maurer.

 

"Google gehört zerschlagen"

Der Professor machte keinen Hehl daraus, dass ihm die Quasi-Monopolstellung von Google im Bereich der Suchmaschinen ein Dorn im Auge ist. "Google gehört zerschlagen", lautete die harte Forderung. Ziel sei, dass der User jederzeit sein Profil einsehen und gegebenenfalls auch löschen können sollte. Zudem wäre es von Vorteil, wenn die Server, auf denen die Daten lagern, "in einem Land unseres Vertrauens liegen".

 

Die Möglichkeit, dass ein User im WWW selbst unterschiedliche Profile verwaltet, hält wiederum Harald Lakatha, Geschäftsführer von IT Solution, für nicht zielführend. Sinnvoller sei es, unterschiedliche Profile je nach Kontext zu erstellen. Bei der Verknüpfung von Analyseprogrammen und Datenschutz erwartet sich Lakatha ein Statement der Politik. Er verwies auf das positive Beispiel der Bürgerkarte, wo der Staat viele Anstrengungen unternommen habe, um missbräuchlicher Datenverwendung vorzubeugen.

 

Das Hauptproblem im Umgang mit Daten sieht Walter Karban vom inMotion Verlag darin, dass Software leicht zu manipulieren ist. Besser wäre es, sich im Internet andere Identitäten zuzulegen. Im Allgemeinen ist es für ihn aber problematisch, wenn einige wenige Unternehmen wie etwa Google zu viel über einzelne Personen wissen. Dort würden die User quasi mit Daten für eine Dienstleistung zahlen, ohne dies zu wissen. Aus diesem Grund will er IP-Adressen als persönliche Daten verstanden wissen.

 

Für Microsoft-Sicherheitssprecher Gerhard Göschl ist das bewusste Anmelden auf einer Homepage mit der Auswahl eines Profils eine Möglichkeit für mehr Datenschutz. Für "normales" Surfen sei dies aber zu kompliziert. Auch die Trennung zwischen privatem und beruflichem Internetgebrauch ist für ihn in der Praxis schwierig, da es hier oft Überschneidungen gebe.

 

"Awareness gilt auch für die Unternehmen"

Michael Engel, Security Manager bei Nextira One, hielt fest, dass die Userin und der User "schon heute sehr gläsern" sind. Man hinterlasse - auch unbewusst - viele Datenspuren, und das nicht nur im Internet, sondern auch mit dem Handy oder der Kreditkarte. Das Bewusstsein über die Vielzahl von hinterlassenen Spuren im Internet müsse nicht nur bei den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern gestärkt werden: "Awareness gilt auch für die Unternehmen." Die Antwort, wer überprüft, wie Firmen mit Daten umgehen, "fehlt zur Gänze", stellte Engel fest.

 

Für die Zukunft plädierte Karban für einen bewussten Umgang mit Daten, Ziel seien "mündige" Bürgerinnen und Bürger. Dass dies derzeit noch mangelhaft ausgeprägt ist, unterstrich auch Engel. Für Lakatha ist hingegen das bewusste Setzen von Datenspuren vorrangig. Göschl verwies seinerseits auf die enge Zusammenarbeit von Microsoft mit der Artikel-29-Kommission (Datenschutzgruppe) auf EU-Ebene.

 

"Das Produkt Google ist heute nicht mehr gut", kritisierte Maurer, der sich vor allem an der nicht vorhandenen "Vergessenheitsfunktion" stößt. In Suchmaschinen gebe es oftmals Treffer, die schon einige Jahre alt seien. In diesem Feld würden sich daher Chancen für neue Anbieter und Technologien auftun.

Telekom-Zulieferer kommen stärker unter Druck
APA - Dunkle Wolken über der Branche Innovation als letzter Rettungsanker: Aggressive Mitbewerber aus Asien und stagnierende Netzinvestitionen setzen den alteingesessenen Infrastruktur-Lieferanten der Telekomindustrie wie Ericsson, Nokia Siemens Networks, Alcatel-Lucent, Nortel und Motorola zu. Sie müssen sich auf ein völlig neues Marktumfeld einstellen, ergibt eine aktuelle Studie der Strategieberater von Arthur D. Little.

 

Die Hauptgründe für die sinkenden Marktanteile und Margen sind demnach niedrige einstellige Wachstumsraten bei den Ausgaben für Fest- und Mobilfunkkomponenten in den Industrieländern (nach einem deutlich zweistelligen Plus in den vergangenen Jahren), die zunehmende Bedeutung asiatischer Wettbewerber, die immer stärker als innovativ und qualitativ beständig angesehen werden, sowie die anhaltende Konsolidierung in der Branche. Der Ausweg aus dem Dilemma heißt laut den Experten Innovation.

 

Derzeit könnten asiatische Anbieter ihre Lohnkostenvorteile in Sachen Produktion und Entwicklung noch voll ausspielen. Das chinesische Unternehmen Huawei habe deshalb bereits einen Marktanteil von über zehn Prozent im globalen Markt für Investitionen in Fest- und Mobilfunknetzinfrastruktur erreicht. Etablierte Lieferanten würden mit aggressiver Preispolitik ihre Marktanteile zwar verteidigen, weil Netzbetreiber aufgrund der bereits installierten milliardenschweren Infrastruktur ungern wechseln. Trotzdem könne das chinesische Schwergewicht durch massive Innovationsinvestitionen, Kostenvorteile und kundenspezifische Sonderlösungen zunehmend an Boden gewinnen.

 

Motorola und Nortel sind eher "Technology Follower"

Die "großen Vier" - Ericsson, Huawei, Alcatel-Lucent und Nokia Siemens Networks - würden allerdings noch als Technologieführer der Branche gesehen, während Motorola oder Nortel nach Ansicht der CTOs eher als "Technology Follower" gelten. Für zunehmende Komplexität sorgt der Umstand, "dass sich Anbieter wie Cisco nach Innovationen außerhalb ihrer bisherigen Geschäftsfelder umsehen, ergänzte Karim Taga, Partner bei Arthur D. Little.

 

Laut Studie werden Alcatel-Lucent und Motorola als besonders stark bei WiMAX wahrgenommen, während Ericsson und Huawei bei 3G & LTE (Long Term Evolution) glänzen. Cisco wiederum steht wie eh und je für IP-Routing. "Doch trotz dieser Kompetenzen auf ihren Einzelfeldern haben die Netzbetreiber in den meisten Technologiefeldern nach wie vor die Auswahl zwischen drei bis fünf als zuverlässig angesehenen Lieferanten", so die Berater.

 

Im Rahmen der Studie hat Arthur D. Little zwischen Mai und Juli 2008 zehn Telekom-Zulieferer, die 59 Prozent des globalen Umsatzes in diesem Bereich erwirtschaften, im Hinblick auf 20 zentrale technologische Aspekte untersucht. Anschließend befragte das Team über 100 CTOs von Festnetz- und Mobilfunkanbietern sowie Organisationen der Telekommunikationsbranche.

ITnT verzeichnete deutliches Ausstellerminus
Reed Exhibitions Messe Wien - Absage von Branchengrößen zeigt Wirkung Die derzeitige Wirtschaftskrise hat Spuren in der Bilanz der Computer- und Telekom-Fachmesse "ITnT 2009" hinterlassen. Bei der Ausstellerzahl gab es einen Rückgang von 440 auf 335, die Besucherzahl lag mit rund 13.800 mehr als 20 Prozent unter den 17.700 Interessierten des Vorjahrs.

 

Besonders der Ausfall von Marktführern und Branchenriesen wie Microsoft oder Siemens dürfte sich ausgewirkt haben. Die Messebilanz der Aussteller war jedenfalls durchaus gemischt. "Wir wollen mit dem heurigen Messeauftritt auf der ITnT - gerade in Zeiten wie diesen - Mut zum Blick nach vorne zeigen", erklärte Adreas Muther, Managing Director SAP Österreich, auf APA-Anfrage.

 

Wesentlich weniger Aussteller und auch weniger Fachpublikum am Messestand verzeichnete Alcatel-Lucent. "Wir haben trotzdem versucht, die Messe als Plattform zu nutzen - speziell für den osteuropäischen Markt", meint Astrid Krupicka, Director Marketing Enterprise Solutions. "Da muss sich der Veranstalter schon etwas einfallen lassen", meinte hingegen Oliver Wecht, Partner der niederösterreichischen Firma Geomarketing, unter Verweis auf leere Flächen in den Hallen - denn die Absenz der Großen in der Branche schade der Fachmesse deutlich.

 

Die Vernetzung der Kleinstunternehmen in der Wiener IT-Handelsbranche hat sich der ebenfalls auf der Messe vertretene Verein „IT Alliance", der von der Wirtschaftskammer Wien unterstützt wird, auf die Fahnen geschrieben. Unter dem Motto "Kooperation" werden Zusammenarbeitsmöglichkeiten angeboten, um die typischen Probleme der Ein- bis Fünf-Personen-Unternehmen gemeinsam zu lösen - etwa Stellvertretung bei Urlaub oder Krankheit. Derzeit leiden gerade die Kleinfirmen besonders unter der restriktiven Kreditvergabe der Banken, bedauerte Georg Schennet, Obmann des Landesgremiums Wien für den Handel mit Computer- und Bürosystemen, obwohl gerade diese an der Finanzkrise am wenigsten schuld seien.

EU-Gericht stellt Adwords auf den Prüfstand
APA/dpa - Verfahren hat hohe Bedeutung für Online-Werbung

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) muss entscheiden, ob einem möglichen Missbrauch von Markennamen bei der Internetwerbung ein Riegel vorgeschoben werden muss. Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe legte dem Gerichtshof in Luxemburg kürzlich einen entsprechenden Fall vor. In dem Grundsatzverfahren geht es um die Frage, ob ein Unternehmen Markennamen der Konkurrenz als Schlüsselbegriff ("Adword") einsetzen darf.

 

"Adwords" sind mit Werbeanzeigen beispielsweise bei Google verknüpft, so dass die Werbung rechts neben der Trefferliste erscheint, sobald der Schlüsselbegriff in die Suchmaschine eingegeben wird. "Die eigentlich strittige Frage, ob Adword-Werbung eine markenmäßige Benutzung darstellt, ist damit nach wie vor offen", sagte der BGH-Senatsvorsitzende Joachim Bornkamm.

 

Geklagt hatte ein Erotikartikel-Händler, der seine Ware unter dem Markennamen "bananabay" im Internet vertreibt. Ein Konkurrent hatte "bananabay" bei Google als "Adword" angegeben, so dass seine Anzeige immer dann erschien, wenn das Wort in die Suchmaschine eingegeben wurde. Aus Sicht des Klägers wollte der Mitbewerber die Kunden damit auf seine eigene Homepage locken. Dies sei eine Verletzung des markenrechtlichen Schutzes.

 

Die Frage, ob damit der Markenschutz unterlaufen wird, ist nach den Worten des BGH auf der Grundlage des harmonisierten europäischen Rechts zu entscheiden - für dessen Auslegung der EuGH in Luxemburg zuständig ist. Deshalb müsse das Verfahren zur Vorabentscheidung vorgelegt werden. Der Ausgang des Verfahrens ist nach Einschätzung von Experten von zentraler Bedeutung für die Online-Werbung.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Senactive www.senactive.com 

- Telekom Austria www.telekom.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

21. August 2014
31. Juli 2014
Crowdsourcing: Scheitern ohne sorgfältige Planung vorprogrammiert