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EBC-Newsletter #19/2007
Konflikt um Elektronische Gesundheitsakte hält an
APA/Andrea Berger - Bei der APA-E-Business-Community am Donnerstag diskutierten Experten über Chancen und Zukuft von IT im Gesundheitswesen (v.l.n.r.): Theresa Philippi (ARGE ELGA), Claudia Maurer (Kapsch), Wolfgang Leindecker (NextiraOne Austria), Gerhard Holler (Österreichische Ärztekammer), Peter Hermann (Microsoft Österreich) und Manfred Moser (Hewlett-Packard). Die "Elektronische Gesundheitsakte" (ELGA), in der künftig die medizinischen Daten der Österreicher gespeichert werden sollen, erhitzt weiter die Gemüter. Während Befürworter durch den Einzug von Informationstechnologie ins Gesundheitswesen deutliche Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen erwarten, sieht die Ärztekammer in der Gesundheitsakte eine "Spielerei", die noch hohe Ausgaben nach sich ziehen wird. Entsprechend unterschiedlich waren die Positionen bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"In den Krankenhäusern und im Sozialversicherungsbereich gibt es ja schon Mini-ELGAs. Jetzt geht es um die Vernetzung und entsprechende Zugriffsmöglichkeiten", erklärte Theresa Philippi, stellvertretende Programm-Managerin der ARGE ELGA, die für die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte zuständig ist. Entgegen den von der Ärztekammer prognostizierten Einführungskosten von 30 Mrd. Euro gehe man von einem Investitionsbedarf von rund 30 Mio. Euro in der ersten Umsetzungsphase von 2007 bis 2012 aus. Ärztekammer-Präsident Walter Dorner hatte im Sommer noch befürchtet, dass die ELGA auf dem Weg zum "Eurofighter des Gesundheitswesens" sei.

 

Die Österreicher könnten ihre Gesundheitsinformationen - also Diagnosen, Befunde und Krankheitsverläufe - künftig über ein Internetportal abrufen, indem sie sich per E-Card oder eine andere Bürgerkarte anmelden, so Philippi. Die Patientenakte soll aber beispielsweise auch ausländische Studenten oder Touristen erfassen, wenn sie in Österreich behandelt werden. Weiters müsse man für ältere oder weniger technikaffine Personen das Zugriffsrecht auf die eigenen Daten gewährleisten, stellte die Managerin fest. Wie man das konkret umsetzen könnte, sei allerdings noch nicht klar. Durch standardisierte Verfahren werde auch eine zukünftige internationale Anbindung ermöglicht. "Das heißt aber nicht, dass der griechische Arzt im Fall der Fälle unbedingt Deutsch kann", so Philippi.

 

Ärztekammer kritisiert "elektronische Spielerei"

"Die Ärzte sind alles andere als vom Zusatznutzen überzeugt, überhaupt bei den enormen Kosten, die ELGA verursacht. Für uns ist das überspitzt formuliert eine elektronische Spielerei", kritisierte hingegen Gerhard Holler, stellvertretender Kammeramtsdirektor bei der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK). Besondere Sorge bereitet ihm der Eingriff in die ärztliche Verschwiegenheitspflicht. "Und wenn eines Tages die Lebensversicherung einen vollständigen ELGA-Auszug vom Bürger verlangt, wird es noch viele Probleme geben", so Holler.

 

Datenschutz und -sicherheit könnten mit ELGA gegenüber der derzeitigen Praxis sogar verbessert werden, entgegnete Philippi. Wichtig sei die lückenlose Protokollierung der Zugriffe und die Nachvollziehbarkeit durch die Patienten, wer was wann abgerufen hat. Außerdem gebe es Register für Willenserklärungen der Bürger, durch die man bestimmte Dokumente für Ärzte oder Apotheker sperren kann. Dies sei ein wesentliches Element der Patientenautonomie, auch wenn man dafür erst ein Konzept erarbeiten müsse.

 

Zentral gespeichert werde nur die Information, wo die einzelnen Daten - wie etwa Befunde oder Röntgenbilder - zu finden sind. Die für die Behandlung relevanten Dokumente seien weiterhin dezentral bei den Krankenhäusern und in Zukunft auch bei den niedergelassenen Ärzten abgelegt. Derzeit gebe es aber noch ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen dem Datenschutzgesetz und Speicherungs- bzw. Dokumentationspflichten. Die erste Ausbaustufe für ELGA soll bis 2012 abgeschlossen sein. Philippi ließ zudem anklingen, dass letztendlich eine Betreibergesellschaft ähnlich der Telekom-Control-Kommission die Verantwortung für ELGA übernehmen könnte.

 

"Digitaler Schub" für das Gesundheitswesen

Zurzeit sehe die Kammer eher einen Nutzen für IT-Firmen als für Patienten und Ärzte. "Wenn man von einem digitalen Schub für das Gesundheitswesen durch ELGA spricht, kann ich nur sagen, dass wir ohnehin schon die zweite Stufe der Trägerrakete IT gezündet haben", gab sich Holler überzeugt. Dass Ärzte Probleme mit neuen Technologien hätten, werde nur in den Medien so dargestellt. "Von den 5.000 niedergelassenen Ärzten, die bereits miteinander vernetzt sind, werden jährlich rund sechs Millionen Befunde elektronisch verschickt. Wir sind der Vollversorgung schon recht nahe", so der Kammervertreter.

 

Neben ELGA würde es im Bereich E-Health aber noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten geben, um die Abläufe zu verbessern und die Qualität der Behandlung und Pflege zu steigern, ergänzte Manfred Moser von Hewlett-Packard. Mit den vorhandenen technischen und organisatorischen Mitteln könnten alle derzeitigen Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit erfüllt werden, gab sich Moser überzeugt. Die Kunst sei, zu definieren, wer in dem System was abrufen dürfe.

 

Vereinheitlichung der Systeme notwendig

Beim Datenschutz sollten alle Betreiber die Berechtigungen so genau planen wie die ARGE ELGA, wünscht sich Wolfgang Leindecker von NextiraOne Austria. "Im Vergleich dazu gibt es beispielweise beim Melderegister einen absoluten Wildwuchs." Wichtig sei, dass der Staat nicht in alles Einblick habe. Außerdem sei eine Vereinheitlichung der Systeme notwendig. "Wenn jedes Krankenhaus eine andere Steckdosennorm hätte, wäre das auch nicht sinnvoll", sagte Leindecker.

 

Der Erfolg von ELGA werde maßgeblich von der Akzeptanz abhängen und davon, ob man den Nutzern die Ängste bezüglich Datenschutz nehmen kann, prophezeite Peter Hermann von Microsoft Österreich. "Die Gesundheitsakte schafft die Grundvoraussetzungen, dann soll der freie Wettbewerb entscheiden. Die Ausrichtung auf internationale Standards halte ich deshalb für sehr gut", so der Manager. Natürlich wolle Microsoft dabei eine aktive Rolle spielen.

 

"ELGA ist der Katalysator für das gesamte Gesundheitswesen, bewegt das starre System und trägt zur Neugestaltung bei. Allerdings wird das Jahre dauern", prognostizierte Claudia Maurer von Kapsch. In Summe könnten E-Health-Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Basis dazu beitragen, dem Patienten mehr Zeit, Ressourcen und Leistungen zuzuführen.

Internet ist (noch) keine Bedrohung für den Handel
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Rund 3.200 österreichische Unternehmen sind derzeit im Internet-Einzelhandel tätig und verkaufen ihre Waren online. Das entspricht lediglich acht Prozent der insgesamt 41.500 in diesem Bereich agierenden Betriebe. Beim Umsatz beträgt der Anteil gar nur 1,4 Prozent - oder 615 Mio. Euro - am 43,7 Mrd. Euro schweren Kuchen, ergibt eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria.

 

"Das Internet ist daher keine Bedrohung für den stationären Einzelhandel, sondern eher eine Ergänzung", erklärte Studienautor Ernst Gittenberger bei einer Pressekonferenz. Insgesamt haben die Österreicher im Vorjahr durchschnittlich 800 Euro pro Person online ausgegeben, zehn Prozent ließen sich die virtuellen Einkaufstouren sogar mehr als 2.000 Euro kosten. Für 46 Prozent ist das bevorzugte Zahlungsmittel immer noch die Banküberweisung, gefolgt von der Kreditkarte (34 Prozent). Lediglich 0,4 Prozent vertrauen auf Paysafecards und PayPal.

 

Rund 500 der 3.200 Unternehmen sind laut der Untersuchung reine Internet-Anbieter, 2.550 Online-Shops werden von stationären Einzelhändlern betrieben und die restlichen 150 sind dem Versandhandel zuzurechnen. Wobei auf Letztere 45 Prozent (278 Mio. Euro) des Internet-Einzelhandelsumsatzes entfallen. An zweiter Stelle folgen mit 243 Mio. Euro die stationären Anbieter, während die restlichen 94 Mio. Euro von den reinen Online-Händlern lukriert werden.

 

"Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Handel durchaus innovativ ist", erklärte Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Chancen für Klein- und Mittelunternehmen sehen die Experten vor allem in der Professionalisierung insbesondere des Web-Auftritts und der logistischen Abwicklung, in der Schaffung bzw. Ausnutzung von Nischen sowie der Entwicklung und Vermarktung von Innovationen. Ein starkes Ungleichgewicht herrscht noch beim Kauf aus dem Ausland bzw. Verkauf in das Ausland. Die Exportquote des österreichischen Online-Handels liegt bei neun Prozent des Netto-Jahresumsatzes, während umgekehrt die Österreicher rund 53 Prozent (770 Mio. Euro) im ausländischen Internet-Einzelhandel ausgeben.

 

Online-Recherche vor Kauf ist beliebt

Auf der Konsumentenseite (Sample 2.000) ergab die Studie, dass 41 Prozent der österreichischen Internetnutzer im Untersuchungszeitraum Mai 2006 bis Juni 2007 im Internet-Einzelhandel eingekauft haben. Bei den Österreichern ab 15 Jahren insgesamt betrug der Anteil der Online-Shopper immerhin noch 26 Prozent, wobei aber rund 40 Prozent zumindest einmal vor einem Kauf im stationären Ladengeschäft Informationen im Internet eingeholt haben. Genutzt wurden dabei zu 83 Prozent Suchmaschinen, zu 70 Prozent die Internetseiten der Hersteller und zu 65 Prozent Preisvergleichsplattformen. Außerdem suchen sechs von zehn Österreichern zumindest einmal ein stationäres Geschäft vor dem Kauf im Internet-Einzelhandel auf.

 

Die Studienresultate beziehen sich laut den Angaben auf Online-Händler im engeren Sinn, also ausschließlich im Internet vertretene Angebote, den Versandhandel mit seinem Online-Sortiment sowie die im Web erhältlichen Waren des stationären Einzelhandels. Dabei wurde das klassische Einzelhandelssortiment erfasst, nicht also beispielsweise die Umsätze von Tourismusunternehmen oder Fluglinien. Die Daten basieren auf einer Verknüpfung mehrerer Quellen, unter anderem der Befragung von 300 Internet-Einzelhändlern, Konjunkturerhebungen im Einzelhandel, Experteninterviews und der Analyse von Sekundärdaten.

 

SERVICE: Die Studie steht auf http://www.derhandel.at/ zum kostenlosen Download bereit.

Mobilfunker und Contentanbieter glauben an Handy-TV
Foto: APA/dpa - Clips dürfen maximal zwei Minuten dauern

Österreichische Handynetzbetreiber und Contentanbieter setzen große Hoffnungen in den neuen Medienmarkt Handy-TV. Hannes Ametsreiter von der Mobilkom Austria geht sogar davon aus, dass Fernsehen via Handy künftig bis zu einem Drittel der Gesamtfernsehzeit ausmachen könnte und dementsprechend große Bedeutung für die Mediaplaner haben werde. Unterstützung bekam er von Michael Stix von ProSiebenSat.1 Austria und Berthold Thoma, Chef von Hutchinson 3G Austria.

 

Stix verwies auf die positiven Erfahrungen, die das unlängst von ProSieben gekaufte Puls TV in Zusammenarbeit mit „3" in Sachen Handy-TV gemacht habe. Er geht außerdem davon aus, dass ProSieben Austria von den Erfahrungen der Sendergruppe in Deutschland profitieren und künftig mit Puls 4 auf der mobilen Plattform vertreten sein werde. Dass die User bereit sein werden, Geld für mobiles Fernsehen zu bezahlen, glauben Ametsreiter und Thoma ebenfalls. Eine Umfrage habe gezeigt, dass ein einstelliger Eurobetrag im Bereich des Möglichen liegt.

 

Was die Zuseher erwarten können, erklärte Jonathan Walch, der in England erfolgreich den Handy-TV-Kanal "geek" betreibt: Die Programmclips dürfen maximal zwei Minuten dauern, gut gehen die Bereiche Comedy, Danger-Sport, Erotik und allgemein user generated content. Genutzt wird "geek" vor allem von 16- bis 20-Jährigen. Dass diese Art des Fernsehens irgendwann das herkömmliche digitale bzw. terrestrische TV beeinflussen oder gar vertreiben könnte, glaubt Walch jedenfalls "absolut nicht". "Es ist einfach eine andere Art, fernzusehen."

 

Auch Michael Wagenhofer von der ORS glaubt, dass Handy-TV "die Zukunft des Fernsehens ist". Mit DVB-H werde "Medienkonvergenz zwischen Broadcastern und Mobilfunkern tatsächlich gelebt". Die Aufgabe der ORS, die sich um den Betrieb der Sendeplattform Mux D beworben hat, sieht er darin, den Kunden - immer und überall - mit Programm zu versorgen. Gestartet werden soll mit der EURO 2008, wodurch die User auf der Fanmeile oder "wo auch immer" aktuelle Nachrichten, Informationen und Sport ansehen können.

Multimedia-Staatspreis geht an interaktives Ski-Design
Foto: APA/edelwiser/Max Werdenigg - Intelligentes Community-Konzept überzeugte

Die Ski-Manufaktur "edelwiser - interactive Ski Design", die ihre Produkte von den Kunden selbst interaktiv gestaltenlässt, wurde mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit vergebenen "Multimedia- und e-Business-Staatspreis 2007" ausgezeichnet. Unter den Gewinnern war auch ein dreidimensionaler Hase, der Vorschulkindern Landesgeschichte beibringt, und ein interaktives Ernährungsprogramm.

 

"Einfache Bedienung, ein State-of-the-Art Produktkonfigurator, Produktion-on-demand, rasche Lieferung und ein intelligentes Community-Konzept, das Käufer zu Markenbotschaftern macht und Mundpropaganda aktiv belohnt, machen die Lösung zu einer Killer-Applikation auf Weltmarktniveau", argumentiert die Jury ihre Wahl. "Wir haben 2007 einen Staatspreisträger, der als best practice für die Branche zukunftsweisend ist", sagte Peter A. Bruck, Staatspreisbeauftragter des BMWA für Multimedia & e-Business.

 

Die weiteren Preisträger neben dem erwähnten "Leo - ein Hase aus Niederösterreich" (Kategorie Kultur, Unterhaltung und Spiele) sinddie Video-Plattform "Polylog TV" (Lernen, Nachrichten und Communities), "KiloCoach - das interaktive Ernährungsprotokoll" (Wellness, Gesundheit und soziale Dienste), die Website der Kommission für Provenienzforschung (e-Government und öffentliche Informationsdienste) und das virtuelle Kontrollzentrum Frequentis (e-Marketing und Unternehmenspräsentation).

 

Außerdem wurde der Fernsehsender ATV für sein Konzept eines programmbegleitenden Video- und Communityportals mit dem Innovationspreis "Die Zukunft des digitalen Rundfunks" gewürdigt. Der Sonderpreis "Mobile Business" ging an "win2day.at mobile". Den Förderpreis 2007 hat das Online-Sprachprojekt "WeltABC" gewonnen, das unter Einbindung der Nutzer die multikulturellen Aspekte der Sprache kreativ thematisiert und illustriert.

Accenture prophezeit Boom bei Prozess-Outsourcing

Das Geschäft mit der Auslagerung von IT-Infrastruktur hat sich etabliert, nun geht der Trend zum Outsourcing von Geschäftsprozessen an externe Dienstleister, ist Accenture überzeugt. Das internationale Beratungsunternehmen beschäftigt bereits rund 65.000 Mitarbeiter in 40 Outsourcing-Zentren, die in Indien, China, Osteuropa, Amerika und den Philippinen angesiedelt sind. "Wir betreiben Fabriken, die keine Waren, sondern Dienstleistungen produzieren", erklärte Radomir Sabela, Leiter des europäischen Outsourcing-Netzwerks, vor Journalisten in Prag.

 

Begonnen habe der Trend zu Business Process Outsourcing in den 90er Jahren in den USA und Großbritannien. "Jetzt holen europäische Unternehmen auf, weil die höheren Margen, die durch die Auslagerung erzielbar sind, im harten Wettbewerb fehlen", so Sabela. "Wenn die Konkurrenz die Ausgaben für Forschung und Entwicklung aufgrund der Einsparungen erhöhen kann, ist das ein Problem." Derzeit betreibt Accenture vier europäische "Outsourcing-Fabriken" in Prag, Bratislava, Warschau und Bukarest. Hier werden Dienstleistungen wie Beschaffung, Beschwerdemanagement, Buchhaltung, Personalwesen oder Datenmanagement in 16 europäischen Sprachen angeboten.

 

Wie solche Prozess-Auslagerungen ablaufen, zeigt ein Beispiel aus dem Bankenbereich: In der Prager Scanning-Abteilung werden monatlich rund 25.000 Rechnungen und Belege digitalisiert und für die Kunden aufbewahrt. Anschließend schickt Accenture die gescannten Bilder - wegen der billigeren Löhne - nach Indien, wo sie in das System der Bank eingegeben werden. Wie viel die Mitarbeiter in Prag verdienen, wollte das Unternehmen nicht beantworten. Ein mehrsprachiger Jungakademiker sei aber für weniger als 1.000 Euro im Monat zu haben.

 

Im Bereich Prozess-Auslagerung beschäftigt Accenture bereits 18.000 Mitarbeiter - den Großteil davon in Indien, rund 2.200 in Europa. "Im vergangenen Jahr ist der Personalstand um 50 Prozent gestiegen und das rasante Wachstum hält an", so Sabela. Die Unternehmen könnten sich natürlich aussuchen, in welche Länder sie ihre Prozesse auslagern. Allerdings rät Accenture dazu, gewisse Kriterien zu berücksichtigen. Neben der Lohnsituation würde auch die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fachkräften und deren Sprachkenntnissen eine Rolle spielen. "Das Land, das alles perfekt erfüllt, gibt es nicht", meinte der Experte.

 

In Indien und China gebe es zwar billigere Arbeitskräfte, da aber hauptsächlich Englisch gesprochen werde, sei eine Auslagerung in diese Länder vor allem für Großbritannien und die USA interessant. Bei nicht so weit verbreiteten europäischen Sprachen sollte man eher nach Osteuropa ausweichen. Obwohl die Personalkosten in Prag um 60 Prozent höher seien als in Indien, habe sich ein britischer Konzern dennoch für Tschechien entschieden. Ausschlaggebend bei der Auslagerung des Personalwesens sei gewesen, dass man die sensiblen Daten nicht außerhalb von Europa geben wollte. "Trotz standardisierter Sicherheitsstandards zahlen die (Briten) jetzt 120 Mitarbeiter in Prag", erklärte Sabela.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at

- Dialog Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at

- economyaustria economyaustria.at

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- Hewlett Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NextiraOne www.nextiraone.at

- SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at

- T-Mobile Austria www.t-mobile.at

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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