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EBC-Newsletter #24/2013
Smart City: Zwischen Vernetzung und Vorbehalten
Foto: APA - Im Bild v.l.n.r.: Hannes Walter (evolaris), Thomas Madreiter (Stadt Wien), Wolfgang Gawlik (TU Wien), Thomas Reznicek (Kapsch), Thomas Bleier (AIT) und Marcus Hebein (Moderation; APA-MultiMedia)

Die Vernetzung der kommunalen Infrastruktur soll zu einem effizienteren Energieeinsatz, intelligenten Mobilitätsangeboten und anderen smarten Services führen, die das tägliche Leben erleichtern. Auf dem Weg dorthin gibt es aber noch einige Hindernisse zu überwinden, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Spannungsfeld zwischen der Risikoabschätzung beim Einsatz intelligenter Technologien und übertriebenen Ängsten. „Vernetzte Systeme führen zu mehr Sicherheitslücken und einem höheren Risiko. Außerdem haben Zwischenfälle größere Auswirkungen", erklärte Thomas Bleier vom Austrian Institute of Technology (AIT). Damit einhergehende Ängste könnten ein Hindernis für den Erfolg neuer Technologien darstellen.

 

Der Zeitraum, diese Ängste abzulegen, werde immer knapper. Beim Auto habe es noch 50 Jahre gedauert bis eine Nutzerzahl von 50 Millionen erreicht war. So konnte eine Generation die nächste entsprechend aufklären und vorbereiten. „Bei Social Media waren es vergleichsweise nur mehr zwei Jahre", sagte Bleier. Der unbeschwerte Einsatz von Technologie sei zwar gut, allerdings habe die Gesellschaft teilweise noch keinen Konsens über den Umgang damit gefunden.

 

Vernetzung statt Überwachung

Es gebe zwar berechtigte Ängste, diese seien aber in den verschiedenen Bereichen sehr unterschiedlich ausgeprägt, so der Wiener Planungsdirektor Thomas Madreiter. Während E-Banking breite Akzeptanz finde, scheinen die Vorbehalte beim Elektronischen Gesundheitsakt (ELGA) sehr viel stärker ausgeprägt. Was die Smart City betreffe, dürfe man diese Entwicklung nicht mit einer total überwachten Umgebung gleichsetzen. „Das hat nicht wahnsinnig viel miteinander zu tun", ist Madreiter überzeugt.

 

Wien sei auf dem Weg zur intelligenten City jedenfalls gut unterwegs: „Wir spielen in der Champions League der smarten Städte und sind auf alle Fälle unter den Top-10." Die Stadt positioniere sich ganz offensiv in Richtung konsequenter Ressourcenschonung. Denn nicht jede hilfreiche Anwendung sei auch smart. Eine App, die das Parkplatzfinden in der Nähe des Arbeitsplatzes erleichtert, könnte beispielsweise dazu führen, dass Leute vom Öffentlichen Verkehr wieder auf den Individualverkehr wechseln - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Stadt. In Wien würden inzwischen nur mehr 27 Prozent der Wege in der Stadt mit dem Privat-Pkw zurückgelegt, so der Experte.

 

Lebenswert trotz Einschränkungen

Allein das erwartete massive Bevölkerungswachstum in Wien stelle die Stadt vor große Herausforderungen, etwa im Bereich Mobilität, erklärte Thomas Reznicek von Kapsch. Diese gelte es zu erhalten, aber effizienter zu gestalten. Mobilitätsmanagement sei ein komplexer Balanceakt. Lösungen für die vielfältigen Verkehrs- und Parkbedürfnisse müssten Probleme wie Verkehrsstaus und Umweltverschmutzung berücksichtigen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Stadtzentren lebenswert bleiben.

 

In der Stadt der Zukunft komme vor allem der elektrischen Energie eine große Bedeutung zu, sprach Wolfgang Gawlik von der Technischen Universität (TU) Wien einen weiteren Aspekt an. Dabei sei es notwendig, das System Stadt in seiner ganzen Komplexität zu betrachten und über Systemgrenzen hinweg denken und planen zu können. Insbesondere müssten die Synergie- und Kopplungspotenziale unterschiedlicher Energieträger genutzt werden. Er ist überzeugt, dass der Weg zu Smart Grids - also intelligenten Stromnetzen - vorgezeichnet ist. Die Gefahr von Blackouts wird dadurch seiner Meinung nach sinken.

 

Die Vernetzung und die Entwicklung hin zum „Internet der Dinge" seien nicht mehr aufzuhalten und würden viele neue Anwendungen hervorbringen, sagte Hannes Walter vom Kompetenzzentrum Evolaris. Beleuchtungen sollten sich etwa nur dann einschalten, wenn eine Straße auch tatsächlich frequentiert wird. Ab 2015 werde jedes Auto Wireless LAN integriert haben und Abwasserleitungen könnten melden, wenn ein Leck auftritt. Eine große Anzahl an Sensoren existiere bereits, „man denke nur an die Smartphones in unserer Hosentasche", so Walter.

 

WEBTIPP: Ein umfangreiches Dossier zum Thema „Smart Building - Gebäude der Zukunft" der Plattform „APA-Science" finden Sie hier.

 

Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Thomas Bleier (AIT)

Start-ups fehlt es an privaten Investments
APA/dpa - Zu wenig Risiko- und Wachstumskapital Die heimische Start-up-Szene boomt, leidet aber unter einem Mangel an privaten Investments. Maximal 15 Mio. Euro werden pro Jahr von Privaten in Start-ups gesteckt, schätzt SpeedInvest-CEO Oliver Holle, der hierzulande jährlich bis zu vier Mio. Euro investiert. Die Staatsholding ÖIAG könnte mit "Corner Investments" andere Fund-Investoren anziehen, so der Interessensverband AustrianStartups.

 

Der Verein hat nun ein mehr als 40-seitiges "Visionspapier" veröffentlicht, um auf die Chancen und Probleme der Branche aufmerksam zu machen. In Österreich gebe es zu wenig Risiko- und Wachstumskapital für Start-ups, mahnte Can Ertugrul von AustrianStartups. Mehr privates Risikokapital könnte etwa durch die steuerliche Absetzbarkeit von frühphasigen Investitionen mobilisiert werden.

 

Wenn beispielsweise nur 0,5 Prozent des heimischen Stiftungsvermögens von 60 bis 80 Mrd. Euro - also 300 bis 400 Mio. Euro - in die Start-up-Szene investiert würde, dann hätte das einen Rieseneffekt für die Branche, betonte Ertugrul. Nachfolger von Facebook, Google oder Apple würden auch dann wahrscheinlich nicht hierzulande gegründet, aber Wien könnte mit den Start-up-Vorzeigestädten Berlin, London, Stockholm und Barcelona mithalten.

 

Von der Politik wünscht sich der Interessensverband eine Verbesserung des Gründungsumfeldes und Reformen im Bildungssektor. Notariatspflichtige Geschäftsprozesse für Start-ups müssten reduziert werden, ein einfaches Beteiligungsmodell für Kapitalgesellschaften (u.a. GmbH) eingeführt werden. Auch die Gewerbeordnung würde in der Gründungsphase viele Abläufe verlangsamen oder behindern.

 

Laut dem aktuell veröffentlichten "Austrian Startup Report 2013" - basierend auf einer Umfrage unter 575 Personen - sind heimische Start-up-Gründer im Schnitt 32 Jahre alt und zu 88 Prozent männlich.

Service: Startup Report Austria 2013
Weihnachten: Günstigere Handys, teurere Tablet-PCs
APA/dpa - Konsumenten greifen zu höherpreisigen Tablets Kurz vor Weihnachten greifen die Konsumenten vermehrt zu günstigeren Smartphones, während das iPhone von Apple auf weniger Interesse stößt. Und trotz aller Unkenrufe haben Tablets die E-Book-Reader nicht abgelöst, so Vera Pesata, Marketingchefin der Online-Preisvergleichsplattform geizhals.at.

 

Besonders gefragt seien die Handymodelle Samsung Galaxy S4 Mini, das Motorola Moto G und das Google Nexus 5. Letzteres führt seit Mitte Oktober die Geizhals-Trends unangefochten an. "Besonders Apple kommt unter Zugzwang: während das iPhone 5s zunehmend an Nachfrage verliert, ist das iPhone 5c vollständig aus der Top-50-Auswertung verschwunden und lanciert durch den hohen Preis zum Flop des Jahres", so Pesata im Gespräch mit der APA.

 

Ungebrochen sei der Ansturm auf Tablets, wobei die Konsumenten hier - im Gegensatz zu Smartphones - verstärkt zu höherpreisigen Modellen greifen würden. "Bezogen auf die fünfzig beliebtesten Geräte beträgt der Durchschnittspreis knapp 394 Euro, etwa 90 Euro mehr als das durchschnittliche Smartphone", rechnete Pesata vor. Hier könne Apple seine Hochpreispolitik ausspielen. "Als Geheimtipp steht das Google Nexus 10 hoch im Kurs: Die Preissenkung auf knapp 300 Euro lässt auf einen baldigen Refresh durch einen Nachfolger schließen."

Ab 2014 ist Widerspruch bei ELGA möglich
APA - Ein "Opt out" beim Arzt ist nicht vorgesehen Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) wird für die Patienten erstmals greifbar. Ab 1. Jänner 2014 kann sich jeder via www.gesundheit.gv.at/ in das System einloggen, eine Bürgerkarte bzw. Handysignatur vorausgesetzt. Einzige verfügbare Option ist vorerst der Widerspruch zur Teilnahme, erste Daten folgen ein Jahr später.

 

Eine Abmeldung direkt bei Krankenkasse oder Arzt ist nicht möglich. Immerhin startet mit Jahresbeginn auch die - nur telefonisch erreichbare - Widerspruchsstelle, erklärte die Geschäftsführerin der ELGA Gmbh, Susanne Herbek, gegenüber der APA. Wer sich Sorgen um seine Daten macht, seinen "Opt out" bekannt geben will und über keinen Internetzugang verfügt, kann sie (österreichweit zum Ortstarif) unter 050/124 4411 erreichen.

 

Die telefonisch Abmeldewilligen (und ebenso jene, die - als dritte Option - ohne Signatur das betreffende Onlineformular ausgefüllt haben) bekommen dann ein Schreiben und werden aufgefordert, sich mit einer Ausweiskopie zu identifizieren. Erst wenn diese in der Widerspruchsstelle eingelangt ist, wird der ELGA-Ausstieg tatsächlich verbucht. Basierend auf Umfragen und Diplomarbeiten zum Thema rechnet man bei der ELGA Gmbh mit einer Abmeldequote zwischen vier und neun Prozent.

 

Ab 2015 müssen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an ELGA teilnehmen, ab 2016 alle Vertragsärzte und Apotheken (im Rahmen der E-Medikation) und ab 2017 die Privatkrankenanstalten. 2022 folgen mit Respektabstand die Zahnärzte. Die Daten bleiben dezentral gespeichert und werden über ELGA zusammengeführt.

 

Darauf zugreifen darf neben den Patienten nur, wer einen Behandlungskontext nachweisen kann - und zwar für 28 Tage. Warnungen, dass Hunderttausende Einblick bekommen, stimmen also nicht. Zugriffe werden protokolliert, Patienten können (via Bürgerkarte eingeloggt) sehen, wer auf ihre Daten zugegriffen hat. Bei Missbrauch drohen Strafen.

Raffinierte Technik hilft Händlern beim Kundenfang
APA/dpa - Kaufverhalten wird analysiert Im Internet ist die Überwachung längst gang und gäbe: Ob Amazon, Otto oder Zalando, viele Online-Händler durchleuchten die Einkaufsgewohnheiten ihrer Kunden, um Werbung gezielter einsetzen zu können. Nun hält der Trend auch Einzug in den klassischen Einzelhandel vor Ort: Mit ausgeklügelten Techniken wie Gesichts-Scannern, Wärmesensoren und Messgeräten werden die Kunden und ihr Kaufverhalten analysiert.

 

Was bei Datenschützern die Alarmglocken läuten lässt, das wird von vielen Verbrauchern bereitwillig angenommen. So erfreuen sich nicht nur Kundenkarten großer Beliebtheit, auf dem Vormarsch sind auch mobile Bezahlmöglichkeiten und Apps für Smartphones. Durch sie erfahren die Händler nicht nur etwas über die Produktvorlieben ihrer Kundschaft, die mobilen Geräte geben auch wertvolle Auskünfte etwa über den Standort des Kunden.

 

Um den Käufer anzulocken und besser kennenzulernen, nutzen die Händler immer neue Techniken. Längst wird nicht mehr nur mit Gewinnspielen oder lockenden Düften gearbeitet. Das Modehaus Hugo Boss etwa nutzt Wärmesensoren, um zu verfolgen, wo sich die Kunden in seinen Geschäften besonders gerne aufhalten - dort werden dann Premiumprodukte platziert. Auch Kundenbindungssystemen gewinnen an Bedeutung, weil in ihnen immer mehr Daten stecken und sie sich mit neuen Medien wie dem Smartphone verbinden lassen.

 

Der Trend zu solchen Aktionen sollte die Ausgaben für mobile Werbung bis 2018 von 13 Mrd. Dollar (10 Mrd. Euro) in diesem Jahr auf 39 Mrd. Dollar treiben, schätzt Sian Rowlands, Analystin der Beratungsfirma Jupiter. Den Nutzer dann anzusprechen, wenn er bereits beim Einkaufen ist, bringe viel mehr, als ihm Werbung zu schicken, wenn er zuhause ist, erklärt sie.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht