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EBC-Newsletter #13/2013
Apps halten auch im Berufsalltag Einzug
Foto: APA - Im Bild v.l.n.r.: Helmut Waitzer (Navax), Stefan Mey (WirtschaftsBlatt), Marcus Hebein (Moderation; APA), Martin Schevaracz (APA-IT), Christian Kittl (Evolaris), Klaus-M. Schremser (Gentics) und Rainer Friedl (diamond:dogs)

Einfach zu bedienende, übersichtliche Apps sind beim Endkunden der Renner, Geschäftsanwendungen hinken dieser Entwicklung hingegen noch etwas hinterher. Das Potenzial sei aber groß, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Business-Apps sind kein Trend, sondern Realität. Damit muss man sich auseinandersetzen", gab sich Martin Schevaracz vom Technologieanbieter APA-IT überzeugt. Für entsprechende Anwendungen würden vor allem zwei Gründe sprechen: Erstens verdrängen Smartphones und Tablet-Computer immer stärker PCs und Notebooks, zweitens wollen Mitarbeiter ihre eigenen Geräte auch beruflich nutzen - Stichwort "Bring your own device". Letzteres könnte auch dem Unternehmen Vorteile bringen.

 

Es gebe aber deutlich Luft nach oben. Laut aktuellen Statistiken würden nur rund sechs Prozent der Downloads im App Store von Apple auf den Bereich Business-Anwendung entfallen. Bei Google seien es wahrscheinlich noch weniger. Ganz vorne stehen den Angaben zufolge Spiele und Unterhaltung. Im Wettbewerb zwischen "echten", sogenannten nativen Apps, und mobilen Webseiten gebe es auf beiden Seiten Vor-und Nachteile, sagte Schevaracz. Beim Endkunden seien aber Apps beliebter.

 

Anders sah das Helmut Waitzer vom Softwareanbieter Navax: "Für den Nutzer ist es wichtig, dass die jeweilige Anwendung auf jedem Gerät funktioniert", plädierte er für eine plattformunabhängige, auf HTML5 basierende Web-Applikation und damit gegen die klassischen Apps. Außer einem Browser sei praktisch nichts mehr erforderlich. Man dürfe sich keinem Hersteller ausliefern, verwies der Experte auch auf den Sicherheitsaspekt. Hier sei die Sensibilität in Europa sehr hoch.

 

Neu entstandener Milliardenmarkt

Security sei zwar wichtig, der Trend gehe aber eindeutig Richtung Apps, erklärte Christian Kittl vom Kompetenzzentrum Evolaris. Laut einer aktuellen Studie würden Smartphone-User ihre Geräte zu 80 Prozent mit Apps und nur zu 20 Prozent mit Browsern nutzen. "Apps sorgen für etwa 25 Mrd. Dollar Umsatz - ein Markt, der noch vor fünf Jahren praktisch gar nicht existiert hat", so Kittl. Auch bei Geschäftsanwendungen seien neben einem klaren Nutzen herausragende ästhetische Gestaltung und einfache Bedienbarkeit - wie von Spielen und Entertainment-Apps gewohnt - notwendig.

 

Wichtig sei, im Vorfeld zu definieren, welchen Nutzen eine mobile App dem User stiften soll und was die Unternehmensziele sind, ergänzte Klaus-M. Schremser vom Softwarespezialisten Gentics. Will man die Kundenbindung erhöhen oder die Verkaufskanäle erweitern? Jedenfalls sollte der Benutzer nicht durch zu viel Angebot überfordert, sondern gezielt und schnell informiert werden. Entsprechende Applikationen seien bei der Umsetzung der Online-Strategie mittlerweile jedenfalls ein essenzieller Teil. Auch er hält native Apps für benutzerfreundlicher als HTML5-Lösungen.

 

Kleine Tricks statt Manipulation

"Die Kunden wollen zur App zurück. Gleichzeitig öffnen sich die Unternehmen immer stärker auf programmatischer Ebene und stellen ihren Partnern Schnittstellen zur Verfügung", pflichtete Rainer Friedl vom Consulter diamond:dogs bei. Wichtig sei die Relevanz: "Eine reine Abbildung der Website bringt nichts", so Friedl. Er empfiehlt, in den App-Stores auf Votings und Kritiken zu achten, sowie Manipulationen zu vermeiden. Kleine Tricks gebe es aber schon: Zum Beispiel nur regelmäßige Nutzer einer App aktiv aufzufordern, die Anwendung zu bewerten. Er hält die Prüfung von Applikationen durch manche Anbieter für gut, bei Android ist der Experte entsprechend skeptisch.

 

"Auf der Android-Plattform gibt es laut Studien mehr Malware", verwies auch Stefan Mey vom WirtschaftsBlatt auf diesen Aspekt. Security sei jedenfalls beim Konsumenten als Thema schon verankert. "Wo der Server steht, betrifft sowohl Endanwender als auch Unternehmen", so Mey. Aktuelle Enthüllungen rund um das Geheimdienst-Programm "PRISM" würden zeigen, wie leicht Daten, die per App von Servern abgerufen werden, in falsche Hände geraten könnten.

Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Martin Schevaracz (APA-IT)

IKT-Branche drängt auf mehr Investitionen
Foto: APA/dpa - sterreich fällt im internationalen Vergleich zurück Der IKT-Sektor hat in Österreich einen größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung als der Tourismus, ist aber im Bewusstsein deutlich weniger verankert. Dabei wäre eine Weiterentwicklung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs unumgänglich, sagte Rudolf Kemler, ÖIAG-Präsident und Präsident der "Internetoffensive Österreich", anlässlich des zweiten IKT-Konvents in Wien im Gespräch mit der APA.

 

Seit rund fünf Jahren organisieren sich die großen Unternehmen der Branche gemeinsam mit Vertretern von Politik und Interessensvertretungen in der "Internetoffensive Österreich". In den kommenden Monaten wird eine "IKT-Strategie" fertiggestellt, die dann voraussichtlich nach der Wahl der neuen Regierung präsentiert werden soll, so Kemler. Die grundsätzlichen Ziele liegen aber auf der Hand. Schon in der Schule Bewusstsein für Computertechnologie schaffen, die Ausbildung verbessern und mehr öffentliche Mittel für die Infrastruktur bereitstellen, aber auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessern, sind einige Punkte.

 

Im internationalen Vergleich sind Schweden, Finnland, Dänemark und die Schweiz Vorbilder für Kemler. Die vier zählen - gemeinsam mit Singapur - zu den Top-5 im internationalen Vergleich "Networked Readiness Index". Österreich kam zuletzt auf Rang 19, war in seinen besten Zeiten aber auch schon Nummer neun, bedauert Kemler. In Skandinavien lernen Kinder schon im Vorschulalter den Umgang mit Computern. In Österreich geschehe das eher unstrukturiert und auf Basis von Eigeninitiative, nicht aber gezielt in der Schule, vergleicht er.

Markt für bargeldloses Bezahlen explodiert
Foto: APA/dpa - Haupttreiber des Wachstums ist E-Commerce Im Jahr 2020 werden die Menschen in der EU doppelt so oft bargeldlos bezahlen wie heute, schätzt das Beratungsunternehmen A.T. Kearney. Profitieren werden davon die Banken, Telekom-Anbieter, Händler und Anbieter alternativer Zahlungsformen.

 

Ihre Erträge in diesem Segment werden sich in Europa von etwa 37 Mrd. Euro im Jahr 2010 auf bis zu 65 Mrd. Euro im Jahr 2020 fast verdoppeln, so die Annahme. Der Untersuchung zufolge - befragt wurden mehr als 50 Zahlungsverkehrsexperten und Entscheidungsträger in Unternehmen - wird die Anzahl bargeldloser Zahlungsvorgänge in der EU von derzeit über 90 Milliarden bis zum Jahr 2020 auf mehr als 175 Milliarden steigen, was einem Wachstum von acht Prozent pro Jahr entspricht. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren war der Markt um fünf Prozent jährlich gewachsen.

 

„Die dürren Jahre sind vorbei", sagt Studienautor Andreas Pratz, Partner bei A.T. Kearney. „Der Haupttreiber des Wachstums kommt aus dem E-Commerce: Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein, und das geht natürlich nur selten mit Bargeld. Außerdem rechnen wir mit großem Wachstum alternativer Bezahlmodelle."

 

Weltweit betrachtet wird derzeit rund ein Drittel aller 280 Milliarden bargeldlosen Zahlungen in Europa getätigt. Von den im Durchschnitt jährlich etwa 800 Bezahlvorgängen pro Kopf zahlen die Nutzer derzeit noch 600 bar. Der Anteil von Barzahlungen soll der Studie zufolge bis 2020 auf 60 Prozent sinken.

Vernetztes Auto soll Industrie umkrempeln
Foto: APA/dpa - Neue Services erreichen den Massenmarkt Das vernetzte Auto nimmt an Fahrt auf. Der Branche stehen durch das Internet nach Einschätzung von Experten dramatische Veränderungen bevor. Das wachsende Interesse der Kunden an neuen Diensten rund um das vernetzte Fahrzeug werde die seit rund einem Jahrhundert unveränderten Geschäftsmodelle radikal umkrempeln, prognostizierte Telefonica Digital.

 

Die Tochter des spanischen Telekom-Konzerns lotet neue Wachstumsbranchen aus und stellte kürzlich ihren Branchenreport vor. Bereits in den nächsten Jahren würden neue Services den Massenmarkt erreichen, so die Einschätzung. Während heute Autos mit integrierten Angeboten wie Navigation, Staumelder oder Unterhaltung rund zehn Prozent des Marktes ausmachten, würden solche Angebote bis zum Jahr 2020 bereits in 90 Prozent der Fahrzeuge zum Standard gehören.

 

Bis dahin müsse die Industrie aber noch wichtige Fragen beantworten: Hersteller sollten zum Beispiel ihre Hemmungen überwinden, die Autos für Drittanbieter zu öffnen. Auch wie künftige Services bezahlt werden, müsse geklärt werden. Und schließlich stehe die Frage an, welche Rolle Mobilfunkbetreiber bei diesen Veränderungen spielen. Führende Autohersteller suchten derzeit gezielt die Partnerschaft mit Mobilfunk-Unternehmen, dabei gehe es auch um Erfahrungsaustausch und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Solche Partnerschaften würden künftig die Katalysatoren der Umwälzungen sein.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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