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EBC-Newsletter #15/2013
Digitalisierung läutet Kulturwandel im Gesundheitswesen ein
Foto: APA - Im Bild v.l.n.r.: Wolfgang Zagler (TU Wien), Manfred Moormann (A1), Thomas Stern (Moderation, Braintrust), Susanne Herbek (ELGA GmbH) und Martin Resel (NextiraOne)

Die Vernetzung des stark fragmentierten heimischen Gesundheitssystems durch den Elektronischen Gesundheitsakt (ELGA) und der damit einhergehende Kulturwandel könnten deutliche Auswirkungen auf die Digitalisierung der gesamten Branche haben. Das ergab eine Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Die Macht der Vernetzung erreicht das Gesundheitswesen. Und das muss dieses sehr traditionelle System erst verkraften", erklärte Susanne Herbek von der ELGA GmbH, die im Auftrag von Bund, Ländern und Sozialversicherung die Errichtung und den Betrieb der zentralen Komponenten des künftigen elektronischen Gesundheitsaktes steuert. "Das Informationsmonopol schwindet. Der Arzt ist nicht mehr der 'Gott in Weiß'. Was die Patientenrechte betrifft, kommt es zu einem regelrechten Kulturwandel", so Herbek.

 

"ELGA bricht das System auf und überall, wo etwas aufgebrochen wird, gibt es erstmal einen Wirbel", sagte Österreichs oberste ELGA-Beauftragte. Die politische Diskussion habe - abgesehen von Nadelstichen - nun aber ein vorläufiges Ende und die Spielregeln seien gesetzlich festgelegt. Zum Jahreswechsel werde eine Infokampagne gestartet, Anfang 2014 sollen die Bürger dann entscheiden, ob sie bei ELGA mitmachen wollen oder nicht. Der Zugriff auf die Daten sei für sie nach Umsetzung eines entsprechenden Portals via Handysignatur möglich.

 

Ärzte wenig IT-affin

"Daten sollen dort genutzt werden, wo sie helfen können und nicht dort gelagert werden, wo sie erhoben wurden. ELGA ermöglicht genau das", zeigte sich auch Manfred Moormann von der A1 Telekom Austria AG überzeugt. Der Online-Zugang zu den eigenen medizinischen Daten unterstütze den mündigen Patienten. Die IT-Affinität von Ärzten sei hingegen noch nicht sehr ausgeprägt. "Das ist eine Gruppe, die besonders computerfern ist. Da gibt es auch Lücken in der Ausbildung."

 

Als Problem im Gesundheitswesen sieht er den Föderalismus. Kosteneffizienter wäre die Einbindung von Spezialisten, als dass jedes Bundesland alles selber mache. "Wenn man nicht vernünftig investiert, wird man sich den heutigen Standard nicht mehr leisten können - Stichwort Alterspyramide", sagte Moormann. Spannend würden in Zukunft die zusätzlichen Services rund um das Thema Gesundheit. Hier müsste es aber eine gewisse Zahlungsbereitschaft geben, wenngleich die Einstellung bei vielen Bürgern derzeit vorherrschend sei, dass der Staat in diesem Bereich ohnehin für alles zahle.

 

Risiko Zwei-Klassen-Medizin

Privatkliniken seien am fortschrittlichsten, was den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie betrifft, so Martin Resel vom Systemintegrator NextiraOne. In vielen Fällen würden die Ärzte beim Krankenbett bereits mittels Tablet-PC auf Daten von zentralen Servern zugreifen. "Auch so manche Seniorenresidenz ist diesbezüglich schon mit einem Fünf-Sterne-Hotel vergleichbar", erklärte Resel, der aber gleichzeitig auf die Risiken einer Zwei-Klassen-Medizin verwies.

 

Einen wichtigen Beitrag könnte Informationstechnologie auch leisten, um älteren Menschen ein längeres selbstständiges Leben in der gewohnten Wohnumgebung zu ermöglichen - Stichwort Ambient Assisted Living (AAL), ergänzte Wolfgang Zagler von der Technischen Universität (TU) Wien. "Technisch ist vieles möglich. Die großen Hürden sind Akzeptanz und Finanzierungswillen", so der Experte. Wenn jemand ein Jahr länger selbstständig daheim leben könne, werde ein gewaltiges Geldvolumen frei, wodurch sich entsprechende Systeme schnell rechnen würden. Allerdings gebe es in dieser jungen Disziplin noch keine Langzeitstudien, weshalb Investments einen gewissen Mut bzw. finanziellen Leidensdruck voraussetzen, erklärte Zagler.


Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Susanne Herbek (ELGA GmbH)

Netzneutralität: EU-Kommission weist Vorwürfe zurück
APA/dpa - Kroes-Sprecher kritisiert Debatte über "veraltete Dokumente"

Die EU-Kommission hat sich in Sachen Aufweichung der Netzneutralität gewehrt. Zu Berichten, wonach die Brüsseler Behörde die Bevorzugung von Inhalten im Internet erlauben wolle und diese Regelung gegen die Netzneutralität verstoßen würde, sagte ein Sprecher der für die Digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes, es handle sich um "veraltete Dokumente", außerdem seien Dinge aus dem Zusammenhang gerissen worden.

 

Der Schlussbericht werde am 10. September vorliegen. Es sei nicht wahr, zu behaupten, dass Kroes versuche, ihr Versprechen zur Netzneutralität zu brechen. "Das Gegenteil ist wahr", so der Sprecher. Jedenfalls gebe es heute keine Netzneutralität. Die Debatte scheine aber bei der Annahme stehen zu bleiben, dass eine solche existiere. Dem sei nicht so, "sicher nicht in Deutschland oder Österreich", so der Sprecher. Lediglich in einigen wenigen Staaten wie den Niederlanden oder Slowenien gebe es nationale Gesetze, um eine Drosselung oder Blockierung zu beenden.

 

Zuletzt hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass die Kommission Telekommunikationsfirmen erlauben wolle, einzelne Inhalte im Internet gegen Bezahlung schneller oder in besserer Qualität zu transportieren. "Inhalteanbieter und Telekommunikationsprovider sind frei, miteinander Vereinbarungen zum Umgang mit Volumentarifen der Kunden und der Übertragung von Daten unterschiedlicher Qualitätsklassen zu schließen", zitierte das Blatt aus einem entsprechenden Papier.

Smartphone-Marktanteile von Apple und Samsung gesunken
Foto: APA/EPA - Südkoreaner weiter unangefochten Marktführer

Samsung baut beim Smartphone-Absatz den Vorsprung zum Hauptrivalen Apple weiter aus. Der südkoreanische Branchenführer verkaufte im zweiten Quartal laut den Marktforschern von IDC 72,4 Millionen Computer-Handys. Das brachte Samsung einen Marktanteil von 30,4 Prozent. Apples iPhones rutschten dagegen mit 31,2 Millionen abgesetzten Geräten auf 13,1 Prozent Marktanteil ab.

 

Insgesamt wuchs das Smartphone-Geschäft IDC zufolge im Vorjahresvergleich um 52,3 Prozent auf 237,9 Millionen verkaufte Geräte. Dabei konnten kleinere Anbieter den Spitzenreitern Samsung und Apple Marktanteile abnehmen. Die Südkoreaner verloren im Jahresvergleich 1,8 Prozentpunkte, die iPhones 3,5 Prozentpunkte.

 

So hat der ebenfalls südkoreanische Samsung-Rivale LG den Absatz verdoppelt und rückte mit 5,1 Prozent Marktanteil auf den dritten Platz vor. Der chinesische Hersteller Lenovo steigerte sich von 3,1 auf 4,7 Prozent und verdrängte den einheimischen Konkurrenten Huawei aus den Top 5. Der dritte große chinesische Anbieter ZTE hielt den Marktanteil mit 4,2 Prozent stabil. In Asien sind vor allem günstige Smartphones gefragt, was den chinesischen Herstellern einen soliden Absatz sichert.

US-Überwachung empört zwei Drittel der Österreicher
Foto: APA - Drei Viertel werden ihre Internetnutzung trotzdem nicht ändern

Die durch die Causa Snowden bekannt gewordene systematische, massenhafte Überwachung des Internets durch US-Geheimdienste halten fast zwei Drittel der Österreicher für überzogen. Dennoch werden an die drei Viertel ihre Internetnutzung nicht ändern.

 

Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market" von Mitte Juli bei 505 Personen, die repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren sind. Zwar waren 59 Prozent der Befragten der Ansicht, dass sich Demokratie und ein gewisses Maß an Überwachung schon vertragen. Aber für 62 Prozent ist das Vorgehen der US-Geheimdienste kein legitimes Mittel gegen Terror und Verbrechen. Nur 38 Prozent befürworten es.

 

Für 72 Prozent ist die Affäre jedoch kein Grund, ihr Internetnutzungsverhalten ausschlaggebend zu verändern. 54 Prozent der Befragten wollen als Reaktion der europäischen Politik auf die diversen Überwachungen, dass genauer darauf geachtet werden sollte, die Grundrechte nicht zu verletzen. 52 Prozent meinen, Europa könne froh sein, dass diese Überwachungen aufgedeckt wurden und sich die Politik jetzt über ein neues EU-Datenschutzpaket Gedanken machen sollte.

Ein Blick in das Innere: Google startet IndoorMaps in Österreich
Wer im Netz nicht nur das Äußere von Gebäuden wie Schloss Schönbrunn, dem Ars Electronica Center oder der Universität Innsbruck sehen möchte, sondern auch gleich die innere Aufteilung der Bauten, erhält nun Gelegenheit dazu: Vor kurzem startete Google seine Anwendung IndoorMaps in Österreich.

 

Wer bei Google Maps auf die teilnehmenden Gebäude zoomt, erhält damit einen aufschlussreichen Blick in deren Inneres mittels detaillierter Gebäudepläne, die von den teilnehmenden Betreibern selbst hochgeladen werden.

 

Zum Start beteiligen sich auch Red Bull mit der Salzburgarena oder dem Hangar-7, einige Einkaufszentren sowie Museen wie die Albertina, das Kunsthistorische Museum oder das Technische Museum an dem Projekt. Nutzt man das Feature auf einem Smartphone und bewegt man sich etwa durch ein mehrstöckiges Gebäude, so wechselt die Kartenansicht automatisch die Etage, sollte das auch der Google-Nutzer tun.

 

Service: Die Liste der teilnehmenden Einrichtungen findet sich unter http://go.apa.at/OYUIyL23.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal