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EBC-Newsletter #22/2012
Smartphones und Tablet-PCs bestimmen Einkaufserlebnis von morgen
Foto: APA/Thomas Preiss - Im Bild v.l.n.r.: Martin Resel (NextiraOne), Hannes Walter (Evolaris), Andreas Martin (MMA Austria), Stefan Mey (WirtschaftsBlatt), Thomas Stern (Braintrust, Moderator) und Thomas Wedl (Cellular).

Das klassische Online-Shopping am PC erhält starke Konkurrenz. Tablet-PCs ermöglichen entspannte Einkaufserlebnisse mit Hochglanz-Charakter, und Smartphones bieten einen Mehrwert durch Preisvergleiche vor Ort, mobile Gutscheine und kontextabhängige Infoangebote. Das erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Der Tablet-PC wird zum Lean-back-Medium und entwickelt sich dadurch zum Shoppingtool der Zukunft. Einkaufen wandert auf das Sofa und bietet einen starken Erlebnisfaktor", sagte Thomas Wedl von Cellular, einem Spezialisten für mobile Dienste. "Außerdem werden über das Tablet im Vergleich zu klassischen Online-Shops um 50 Prozent höhere Umsätze erzielt, die Nutzung ist entspannter und einfacher", so Wedl. Die für Händler sehr wichtige Rücksendequote sinke bei Tablet-Einkäufern auf die Hälfte.

 

Klassische Online-Shops seien "für die Maus gemacht" und würden am Tablet nicht so gut funktionieren wie entsprechende Apps. Für bestimmte Bereiche des Mobile Commerce sei dem Experten zufolge aber das Smartphone besser geeignet, etwa Preisvergleiche, der Abruf von Produktinfos über die Nahfeldtechnik NFC bzw. QR-Codes oder von der Umgebung abhängige Angebote. Wenn es aber um den Kauf physischer Güter gehe, hätte das Handy noch eine lange Durststrecke vor sich.

 

Plastikkarte wandert auf das Handy

Die Vorteile von Smartphones strich Andreas Martin, Präsident der Mobile Marketing Association (MMA) Austria, hervor. Die Bezahlung per NFC werde zur Selbstverständlichkeit, "weil die Plastikkarte auf das Handy wandert". Darüber hinaus gebe es großes Potenzial bei personalisierter Werbung, wobei es deutliche Unterschiede bei der Akzeptanz der verschiedenen Werbeformen gebe. Positiv entwickeln würden sich auch Gutscheine, Flugblätter und Co. als mobile App. "Dahin geht die Reise", so Martin.

 

Gerade situationsbezogene Angebote, bei denen der Kontext konkret miteinbezogen werde, ermöglichten ganz neue Anwendungen, strich auch Hannes Walter von der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung Evolaris die Vorteile der mobilen Nutzung hervor. "Das ist beim Tablet auf der Couch nicht möglich", sagte der Experte. Die Vorbehalte der User gegenüber personalisierter Werbung aufgrund der Unsicherheit, was mit den persönlichen Daten tatsächlich geschieht, seien jedoch noch groß.

 

Trend geht in Richtung totale Vernetzung

In Asien sind NFC und QR-Codes beim Mobile Commerce im Gegensatz zu Österreich schon weit verbreitet, erklärte Martin Resel vom Systemintegrator NextiraOne. "Die technischen Möglichkeiten in diesem Bereich scheinen unbegrenzt, und dennoch stehen wir in Österreich immer noch auf der Startlinie. Allerdings wird sich das auch bei uns dramatisch ändern", so Resel. Inzwischen gebe es ausreichend Bandbreite und Endgeräte, zudem würden die Chips immer billiger. "Der Trend geht in Richtung totale Vernetzung. Dann ist eigentlich kein spezieller Shop mehr notwendig", so Resel.

 

"QR-Codes, NFC und Location Based Services mögen technisch faszinierend sein. Allerdings muss der Mehrwert ersichtlich sein", ergänzte Stefan Mey vom WirtschaftsBlatt. Unternehmen bräuchten beispielsweise nicht mehr alle Produktvarianten lagernd haben. Die Kunden könnten dennoch im Geschäft die Qualität prüfen. "Über das Handy wird dann bestellt und der Artikel anschließend nach Hause geliefert", so Mey.

Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Andreas Martin (MMA Austria)

Business Angels sollen Technologie-Start-ups beflügeln
Foto: APA/dpa - Private Investoren springen für Banken ein

Wenn zwei junge Techniker ein hochkomplexes Steuerungssystem für die Industrie entwickeln und sich auf die Suche nach Geldgebern machen, haben sie bei einer klassischen Bank meistens kein Leiberl - Idee zu komplex und zu wenig Sicherheiten, kriegen sie da oft zu hören. Hier können Business Angels einspringen, private Unternehmer, die sich idealerweise im Metier auskennen und an die Idee glauben.

 

"Bei uns melden sich im Jahr rund 600 Gründer. 90 Prozent sind aber nicht geeignet für Investoren", sagte Bernd Litzka vom austria wirtschaftsservice (aws) zur APA anlässlich einer Branchenkonferenz in Wien. Die restlichen - vielversprechenden - zehn Prozent jedoch werden dann zum Beispiel in die aws-"Börse" i2 aufgenommen, eine Vermittlungsplattform zwischen Start-ups, die Eigenkapital brauchen, und privaten Investoren.

 

Seit der Gründung 1997 haben Business Angels, das Gros davon aus Österreich, mehr als elf Mio. Euro in 73 Firmengründungen investiert. Der typische "Engel" lässt einen Betrag zwischen 100.000 und 300.000 Euro springen und ist selbst ein Unternehmer mit technologischem Know-how. Die meisten Projekte, die i2 vermittelt, sind aus den Bereichen Physik und Elektrotechnik (27 Prozent), IT, Internet sowie Maschinenbau (je 17 Prozent).

 

Crowd Funding nicht geeignet

"Unsere Projekte sind sehr technologielastig", so i2-Leiter Litzka. Das sogenannte Crowd Funding sei für derlei Start-ups daher wenig geeignet. "Das sind keine banalen Dinge. Die kann ich der Crowd nicht kommunizieren." Crowd Funding, also das Einsammeln von Geldern bei Freunden und anderen Privatpersonen, funktioniere eher bei klassischen Konsumprodukten. "Was wir unterstützen, sind hochinnovative Ideen, die weltweit vielleicht drei bis vier Leute verstehen."

 

Um das ganze auch von staatlicher Seite ein bisschen anzutreiben, wird im Jänner 2013 ein Business-Angel-Fonds vorgestellt, der mit 22,5 Mio. Euro an öffentlichen Mitteln dotiert ist, so Sagmeister. Diese Mittel werden vom aws an Business Angels vergeben, die dann in Start-ups investieren. Die Auflage: Für jeden Euro aus dem Fonds müssen sie einen Euro privates Kapital dazuschießen.

 

Telekom Austria steigt in Smart Meter-Geschäft ein
Foto: APA - Dienstleistungsangebot an Energieversorger

Die Telekom Austria Group setzt auf das Geschäft mit "intelligenten" Zählern und bietet den Energieversorgern die entsprechenden Dienstleistungen von der Zählermontage bis zur Zählerdatenverwaltung an. Smart Meter sollen den Kunden beim Energiesparen helfen, indem sie genaue Daten über Kosten und Verbrauch liefern. Bis 2019 müssen 95 Prozent der Haushalts-Stromzähler umgestellt sein.

 

Bei den Gaszählern gibt es derzeit einen Begutachtungsentwurf zur Verordnung der E-Control über die Anforderungen an intelligente Messgeräte. Die Kosten für die Einführung der "smarten" Stromzähler werden auf insgesamt rund 1 Milliarde Euro geschätzt, der überwiegende Teil dürfte auf die Zähler entfallen. Für den laufenden Betrieb ab dem Vollausbau werden die Kosten auf 50 bis 100 Mio. Euro im Jahr geschätzt.

 

Die Telekom Austria bietet den Stromfirmen Komplettlösungen an, vom Rollout bis zum Betrieb, und auch einzelne Komponenten davon, erklärten Bernd Liebscher, Geschäftsführer der Telekom Austria Group M2M GmbH, sowie deren Smart-Metering-Experte Lukas Wallentin vor Journalisten. Man sei technologieneutral und setze auf offene Standards. Das Spektrum für den Datentransfer sei sehr groß, die Möglichkeiten umfassten Mobilfunk, Festnetz, Stromnetze, Glasfaser oder ein eigenes Kommunikationsnetz.

 

Die neuen Systeme müssten rund 20 Jahre halten, aber auch für neue Lieferanten offen sein. Eine zentrale Rolle habe die Auswahl der Zähler, man sei in Kontakt mit mehr als 30 Herstellern, hieß es. Momentan gebe es eine relativ geringe Auswahl an Zählern, die den geforderten technischen Standards entsprechen. Österreich habe einige Sonderanforderungen. Wichtig sei auch der Stromverbrauch der Zähler selbst. A1 stelle die größte Außendienstorganisation für den Smart Metering Rollout bereit, mit österreichweit 150 Standorten und 1.300 Servicetechnikern.

 

Cloud Computing: Grazer Experte in EU-Gremium berufen
Foto: APA - Brüssel plant Zertifikate und Modell-Verträge

Der Grazer Experte für IT-Sicherheit, Reinhard Posch, ist auch auf europäischer Ebene gefragt: EU-Digital-Kommissarin Neelie Kroes holt ihn in das "European Cloud Partnership Steering Board", teilte die TU Graz mit. Der Ausschuss soll den EU-Binnenmarkt für Cloud Computing durch einen neuen Datenschutzrahmen und die Ausarbeitung sicherer und fairer Vertragsbedingungen maßgeblich gestalten.

 

Weil es auch möglich sein muss, international Anbieter zu wechseln und Daten zu transferieren, will die EU-Kommission Modell-Verträge für sichere und faire Vertragsbedingungen zwischen Providern und Klienten festschreiben. EU-weit sollen Zertifikate für die Vertrauenswürdigkeit von Providern von Cloud Computing eingeführt werden. Laut EU-Kommission würde eine gemeinsame europäische Strategie für Cloud Computing dem EU-Binnenmarkt einen großen Wachstumsschub geben: So rechnet die Kommission mit jährlichen Zuwächsen für die europäische Wirtschaftsleistung in Höhe von 160 Mrd. Euro.

 

Kroes hat daher einen Lenkungsausschuss ins Leben gerufen, der aus hochrangigen technischen Führungskräften aus der Wirtschaft, IT-Experten sowie Regierungsvertretern zusammengesetzt wird. Sie sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für die europäische Cloud Computing-Strategie vorbereiten und die Kommissarin in strategischen Fragen beraten, hieß es. Für Österreich wurde Reinhard Posch, Leiter des TU Graz Institutes für Angewandte Informationsverarbeitung und -technologie, nominiert.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal