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EBC-Newsletter #17/2011
Web 2.0 und Co: Kunden entwickeln mit
Foto: APA/T. Preiss - Im Bild v.l.n.r. Christian Kittl (Evolaris), Philipp Wilhelmer (APA-Austria Presse Agentur, Moderation), Gunther Oswalder (A1), Chris Budgen (diamond:dogs), Gerhard Laga (WKO), Michael Bartl (Hyve AG) und Walter Longauer (APA-Austria Presse Agentur)

Social Media, Co-Creation, Crowd-Sourcing: Das Web 2.0 bietet Einzelpersonen und Unternehmen neue Möglichkeiten miteinander in Kontakt zu treten und zu interagieren. Welche konkreten Vorteile die Einbindung von Kunden und deren Ideen in den Arbeitsprozess von Firmen bietet und welche Fallstricke dabei zu beachten sind, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Michael Bartl von der HYVE AG wies auf das sich ändernde Rollenbild des Kunden vom passiven Leistungsempfänger zum aktiven Partner in einer vernetzten Wertschöpfung hin. Unternehmen würden sich dabei verschiedene Methoden bieten, Open Innovation und Co-Creation einzubinden. Von der Beobachtung und Analyse von einschlägigen Foren über die Bereitstellung von Co-Creation-Tools bis zum Aufbau von Crowd-Sourcing-Communities nimmt die dafür notwendige Öffnung der Firma gegenüber anderen immer weiter zu.

 

"Die Mauern zwischen Unternehmen und Außenwelt brechen ein", beschrieb Bartl den aktuellen Trend. Wichtige Impulse für Innovationen können dabei von unerwarteter Seite kommen. Oft fänden sich außerhalb der repräsentativen Zielgruppe neue Ideen für kreative Produkte, die ihrerseits den Kundenkreis erweitern könnten.

 

Zustimmung erhielt dieser Ansatz von Gunter Oswalder von A1 Telekom Austria. "Produkte ohne Kunden zu generieren ist ein kompletter Schwachsinn", meint Oswalder und verwies auf die eigenen Online-Tools, mit deren Hilfe Kunden in den Tarifentwicklungsprozess eingebunden werden. Allerdings dürften die Erkenntnisse aus dieser Zusammenarbeit nicht direkt auf den Massenmarkt umgelegt werden. Da Web 2.0-Anwendungen bevorzugt von Leuten mit einem Hang zur Technik benutzt würden, ergebe sich dadurch eine gewisse Verzerrung, fügte er einschränkend hinzu.

 

Christian Kittl von Evolaris plädierte dafür, Kunden frühzeitig in den Produktgestaltungsprozess einzubinden. Auf Firmenseite ortet er Unsicherheiten in Bezug auf Kontrollverluste, sowohl hinsichtlich der Informationen, die aus einem Unternehmen hinausfließen, als auch dahingehend, welche Informationen aufgenommen werden. Als guten Indikator für den Grad der Umsetzung des Open Innovation Paradigmas in einer Firma nannte Kittl den Umgang mit Social Media.

 

Kunden spielen mit Prototypen

Während einige Unternehmen hier bereits aktiv auf die Kunden zugehen würden, ortet er bei der Mehrheit Angst davor, dass unkontrolliert Firmengeheimnisse preisgegeben oder wegen Urheberrechtsverletzungen geklagt würde. Weiters seien oft weder die Ressourcen noch die Kompetenzen vorhanden, sich über die sozialen Medien zu öffnen. Als ersten Schritt rät Kittl, Kunden unfertige Prototypen in die Hand zu geben, sie damit spielen zu lassen und offenes Feedback einzuholen.

 

In diesem Zusammenhang bezeichnete Chris Budgen von der Firma diamonddogs es als "gefährliche Entwicklung, Kreativleistungen kommerziell nicht mehr zu würdigen". Gerade im Bereich Co-Creation solle hier ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen herrschen. Firmen müssten lernen, mit den Folgen dieser Öffnung zu leben.

 

Das Konzept der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Kunden ist für Gerhard Laga von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) nichts grundsätzlich Neues. Jedoch hätten sich die zur Verfügung stehenden Methoden geändert. Heimische Unternehmen sieht er in diesem Bereich recht gut aufgestellt und betont die Wichtigkeit, die Umsetzung durch IT-Profis erfolgen zu lassen, damit eine Regelmäßigkeit und Ernsthaftigkeit der Benutzung durch Besucher erreicht werden kann.

 

Walter Longauer von der APA - Austria Presse Agentur sieht sich hingegen als "Rohstofflieferant". Im Grafikbereich werde beispielsweise ein offenes Format verwendet, das es Kunden ermöglicht, den eigenen Anforderungen entsprechende Anpassungen selbst vorzunehmen. Diese Änderungen können als "Feedbackschleife im Produktionsprozess" für die eigene Gestaltung und Optimierung verwendet werden, da sie das vom Empfänger gewünschte Produkt repräsentieren.

 

SERVICE: Fotos zum Event

Impulsreferat: Michael BARTL, HYVE AG 

Österreicher sind keine Schnäppchenjäger
Foto: APA/dpa - Heimisches Rabattwesen im Netz ist jung, städtisch und wenig differenziert

Die virtuelle Schnäppchenjagd boomt. Weltweit schießen Rabattportale aus dem Boden. Hierzulande ist das Interesse allerdings verhalten: "Österreich ist kein Schnäppchenland", so Konrad Kreid, Verkaufsdirektor von Groupon Österreich. Der Österreicher sei im Vergleich zum deutschen Nachbarn "qualitätsbewusster", meint auch Markus Pichler, Geschäftsführer von DailyDeal Österreich.

 

Da das heimische Online-Gutscheinwesen noch in den Kinderschuhen steckt, ist schwer abzuschätzen, wie lukrativ das Geschäft ist. Groupon Österreich hält sich zu Nutzerzahlen und Umsatz bedeckt. DailyDeal hatte Mitte Juli von immerhin 37.000 verkauften Gutscheinen und einem Umsatz in der Höhe von rund 2,2 Mio. Euro im zweiten Quartal 2011 berichtet. Geschäftsführer Pichler will den Absatz bis Jahresende noch steigern, wie er im Gespräch mit der APA sagte. DailyDeal peilt einen Umsatz von 12 Mio. Euro an.

 

Das Angebot der in Österreich aktiven Schnäppchenportale ist noch wenig differenziert. Die meisten Plattformen bieten ihre Gutscheine in Städten an, wobei sich der Großteil auf Wien konzentriert. Den Nutzern werden oft ähnliche "deals" geboten. Kleinere Player wie Teamdeal, ein Portal der Vorarlberger Medienhaus.com, heben sich immerhin durch ihre lokale Färbung ab. Sie wittern ihre Chancen "im kleinen Markt", wie es Medienhaus.com-Geschäftsführer Georg Burtscher formuliert.

 

Das Geschäft mit dem virtuellen Gutschein ist simpel: Jeden Tag senden die Rabattdienste registrierten Nutzern via E-Mail Angebote zu. Vom 4-Gänge-Menü in der Edel-Trattoria über die Naturnagelverlängerung bis hin zur Schröpfmassage ist alles dabei. In der Regel wird ein Rabatt von 50 Prozent gewährt, manchmal auch mehr. Zeigen genügend Nutzer Interesse, findet der "deal" statt. Sind es zu wenige, wird er abgeblasen. Kosten entstehen dabei weder für User noch Anbieter.

 

Die Rabattportale fungieren somit als Vermittler zwischen Kunde und Anbieter. Für abgeschlossene "deals" bekommen sie Provisionen. Diese fallen je nach Angebotsart unterschiedlich hoch aus. In erster Linie entscheide die "Kapazität" des Offerts, so Kreid. Die auf den Plattformen beworbenen "deals" stammen laut Kreid, Pichler und Burtscher zum größten Teil aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Wellness und Beauty. Die Aussicht auf langfristige Kundenbindungen bei geringem Aufwand - es fallen keine Werbekosten an - soll den Unternehmen das Gutscheingeschäft schmackhaft machen.

 

Kein "nachhaltiges Werbemodell"

Thomas Funke vom Institut für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) sieht gerade dieses Versprechen kritisch. Aus seiner Sicht ist das virtuelle "Couponing" kein "nachhaltiges Werbemodell". Viele Konsumenten kämen "nur für das Schnäppchen hin", blieben dem Unternehmen aber nicht als Stammkunden erhalten. Problematisch sieht Funke auch die Dreieckskommunikation zwischen Anbieter, Gutscheindienst und Kunde. Dies könne zu schlechtem Service führen.

 

Karin Benold, Inhaberin eines Wiener Schönheitssalons, spielt den Ball an die Portale zurück. Sie selbst sei bei der Ausgestaltung eines ihrer "deals" schlecht beraten worden. Das Angebot habe zwar "eingeschlagen", allerdings sieht sie sich nun mit einer zu hohen Nachfrage konfrontiert: "Wir gehen jetzt über mit Kunden, die Körperwickel einlösen", klagte Benold. Da ihre Kapazitäten nicht reichen, leide die Qualität. Die Probleme auf Kundenseite sieht Renate Wagner vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) kaum. Sie wisse zwar von einzelnen Beschwerden, ein "Massenphänomen" seien diese aber nicht

Fernsehen und Internet wachsen zusammen
Foto: Screenshot - Run auf die Mediatheken hat begonnen

Fast jeder fünfte Österreicher (18 Prozent) nutzt das Internet bereits "hauptsächlich" zum Ansehen von Videos, geht aus dem Internet-Monitor des Meinungsforschungsinstitutes Spectra hervor. Wie viele davon allerdings klassische TV-Sendungen online ansehen, wurde nicht abgefragt. Heimische Fernsehmacher berichten aber von einem regelrechten Run auf ihre Mediatheken.

 

Grundsätzlich gilt hier, dass jene TV-Formate, die on Air erfolgreich laufen, auch im Netz besonders beliebt sind, so ATV-Chef Ludwig Bauer. Die wohl bekannteste Plattform ORF-TVthek verzeichnet pro Monat bereits 8,3 Millionen Videoabrufe. Zum Start der TVthek Ende 2009 waren es noch 4,1 Millionen. Pro Monat nutzt laut ORF knapp eine halbe Million Österreicher die TVthek. Laut ORF-Onlinedirektor Thomas Prantner ist Fernsehen im Internet "damit heute ein etabliertes und online stark genutztes ORF-Zusatzangebot".

 

Aber auch die Privatsender werden immer mehr online gesehen. ATV verbucht derzeit zwischen 600.000 und 700.000 Videoviews monatlich. Einen Spitzenwert gab es im März, als Japan unter der Erdbebenkatastrophe litt und sich in Libyen die Gewalt zuspitzte, mit 1,5 Millionen Zugriffen. Der März war auch bei der ORF-TVthek der am stärksten frequentierte Monat mit 10,5 Millionen Videoabrufen. Auf den Onlineplattformen von RTL, Vox, Super RTL und RTL II sehen sich durchschnittlich 700.000 Österreicher pro Monat ganze TV-Sendungen an. Bei ProSieben, Sat.1, Puls 4 und Kabel 1 verbucht man rund 2,5 Millionen "Videoviews" pro Monat.

 

ÖWA will Zugriffe messen

Die Österreichische Webanalyse (ÖWA) will aufgrund dieses Trends künftig auch die Zugriffe auf heimische Online-Mediatheken ausweisen - bisher gibt es nämlich noch keine einheitliche Erfassung von Videoabrufen im Internet. Daher entwickelt derzeit eine neue Arbeitsgruppe, in der Vertreter von ORF und Privatsendern sitzen, entsprechende Spielregeln für die Bewegtbildmessung. Die Fernsehmacher sehen die einheitliche, objektive Messung als vertrauensbildende Maßnahme für die Werbewirtschaft und erhoffen sich einen Anstieg der Spendings in digitale Bewegtbildwerbung.

 

"Eine objektive Messung ist für sämtliche Player am Markt zwingend notwendig", ist Florian Skala, Leiter der Abteilung Online beim RTL-Vermarkter IP Österreich, überzeugt. Wie bei jeder Datenausweisung müsse es auch hier gewisse Spielregeln geben - "den Rahmen dafür wird die Arbeitsgruppe definieren". Laut Skala müsse es etwa ganz konkrete Kategorisierungen der Content-Formen geben, etwa ob es sich bei den Video-Views um 30-Sekunden-Clips oder um die Finalshow von 'DSDS' in voller Länge handelt. Nicht geplant ist, dass man künftig Internetabrufe von TV-Sendungen in die Fernsehquoten einfließen lässt.

Niederösterreicher sind Internetmuffel der Nation
Foto: APA/EPA - Vor allem Online-Shopping ist am Land beliebt

Die Niederösterreicher sind Österreichs größte Internetmuffel, die Vorarlberger die emsigsten Websurfer. Während im zweitbevölkerungsreichsten Bundesland nur 56 Prozent aller Haushalte einen Internetzugang besitzen, sind in Vorarlberg knapp neun von zehn Haushalten bereits online. Diese geht aus dem "Telekom-Monitor" hervor, den das IFES im Auftrag der Telekom-Regulierungsbehörde RTR erstellt hat.

 

Die Vorarlberger verweisen Wien (79,5 Prozent), die Steiermark (77,1 Prozent) und Oberösterreich (76,5 Prozent) auf die Plätze, Tirol (68,2 Prozent) und das Burgenland (69,4 Prozent) sind mit Respektabstand vor Niederösterreich am unteren Ende der Skala zu finden. Niederösterreich sei bei der Internetnutzung vielleicht "ein bisschen ländlicher" als andere Bundesländer, erklärte RTR-Chef Georg Serentschy. Die Gründe für den großen Rückstand lägen in Kultur und Wirtschaftsgeschichte, sowie im Bildungssystem.

 

Auffällig ist auch, dass die Nutzung von Online-Shopping mit knapp 20 Prozent am Land nahezu doppelt so groß ist wie in den Städten. Auch Online-Banking wird am Land (40,8 Prozent) von mehr Usern genutzt als in den Städten (32,2 Prozent). Dies liege nicht zuletzt am geringeren Angebot von Geschäftslokalen sowie an den größeren Distanzen, führte Serentschy aus. Der Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Usern zeigt, dass Männer alle untersuchten Internetdienste stärker nutzen als Frauen - einzig soziale Netzwerke wie Facebook werden mehr von Frauen (42,3 Prozent) als Männern (32,1 Prozent) angesurft.

 

"Netzpolitik statt Strukturpolitik" forderte RTR-Chef Serentschy, um Abstände zwischen den Gruppen zu verkleinern und die Telekommunikationsverbreitung besser zu verteilen. Dabei sei vor allem das Bildungssystem in allen Stufen gefragt. Aber auch die Anbieter nimmt Serentschy in die Pflicht: "Es hat keinen Sinn, Investitionsruinen aufzustellen, man muss die Nachfrageseite stärken."

 

Der Telekom-Monitor wird alle zwei Jahre von IFES im Auftrag des RTR erstellt. Es wurden 2.036 Privatkundenhaushalte persönlich interviewt sowie 1.000 Unternehmen telefonisch befragt. Die Erhebung fand im Jänner 2011 statt, als Städte gelten alle Landeshauptstädte.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG http://www.a1telekomaustria.at/

- CELLULAR GmbH http://www.cellular.at/

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria GmbH http://www.ericsson.com/

- Evolaris next level GmbH http://www.evolaris.net/

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH http://www.sap.at/   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG http://www.wirtschaftsblatt.at/  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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