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EBC-Newsletter #23/2011
Stolpersteine auf dem Weg zum digitalen Gesundheitswesen
Foto: APA/T. Preiss - Im Bild v.l.n.r. Christian Müller (Moderator, APA - Austria Presse Agentur), Manfred Pigl (HP Österreich), Günter Schreier (AIT Austrian Institute of Technology), Johannes Juranek (CMS), Manfred Moormann (A1) und Martin Resel (NextiraOne)

Informationstechnologie erleichtert viele Arbeitsabläufe im Gesundheitswesen und hilft gleichzeitig die Sicherheit der Patienten zu erhöhen. Allerdings ist noch Aufklärungsarbeit zu leisten, weil beim Thema Gesundheitsdaten viele Emotionen im Spiel sind, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien. Aktuelles Beispiel dafür ist die Debatte um den elektronischen Gesundheitsakt (ELGA).

 

"IKT erleichtert schon heute das Leben der Verwaltung, morgen vielleicht das der Patienten. Die Verbindung zum Patienten wurde noch nicht umfassend hergestellt", sagte Günter Schreier vom AIT Austrian Institute of Technology. Notwendig dafür sei eine enge Zusammenarbeit von Industrie und Medizin.

 

Spannende Pilotprojekte gebe es beispielsweise im Bereich Mobile Health. Dabei gehe es aber nicht um einen Ersatz von Arzt-Besuchen, sondern um eine Ergänzung. So könnten Patienten ihre aktuellen Gesundheitsdaten zwischen den Terminen in der Ordination direkt an die Mediziner schicken. Allerdings dürfe das nicht dazu führen, dass die Ärzte unter der Datenflut begraben werden.

 

Als Herausforderung sieht der Experte, dass bei denen, die medizinische Versorgung am meisten brauchen, die Kompetenz E-Health zu nutzen am geringsten sei. Weitere Hindernisse würden die strengen Regularien im Gesundheitswesen - etwa Medizinproduktegesetz, Datenschutzgesetz, Gesundheitstelematikgesetz - darstellen. Was das Thema Datenschutz betreffe, "können wir nicht alle Gefahren verhindern, schließlich hat auch der 'Wirkstoff Information' Nebenwirkungen", so Schreier.

 

"Datenschutz darf nicht dazu benutzt werden, um wichtige Erleichterungen für alle zu verhindern", forderte Manfred Moormann von der A1 Telekom Austria. Auch rund um die Einführung der E-Card habe es emotionale Diskussionen gegeben. Zwar existiere kein absolut sicheres technisches System, wenn aktuell "Zettel per Fax hin und her geschickt" würden, sei es aber nicht besonders schwierig, die Sicherheit zu verbessern.

 

ELGA ist "kein Allheilmittel"

Im Gesundheitswesen wären Reformen mindestens genauso wichtig wie im Bildungsbereich. Die elektronische Gesundheitsakte beispielsweise sei kein Allheilmittel, es dürfe aber auch nicht alles verteufelt werden. "Schließlich ist in Österreich keine zentrale Datenbank geplant oder auch nur angedacht. Außerdem wird die Strafandrohung erhöht und das System zeigt, wer wann auf was zugreifen wollte", sagte Moormann.

 

"Die Ängste der Bevölkerung wegen der Gesundheitsdaten sind Urängste. Hier ist unglaublich viel Aufklärungsarbeit über die bestehenden Sicherheitsmechanismen und das hohe Datenschutzniveau in Österreich notwendig", meinte auch Johannes Juranek von CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte.

 

Medizinische Daten würden als "sensible Daten" beispielsweise einen ganz besonderen Schutz genießen. Bei einer Verlagerung ins Ausland - Stichwort Cloud-Dienste - bedürfe es einer Genehmigung der Behörde. Sein Appell an die Politik: "Das Individuum muss - etwa bei ELGA - die Freiheit haben zu entscheiden, ob man da mitmachen will oder nicht. Sprich: Es muss ein Opt-out geben."

 

"Daten können so sicher gemacht werden, dass man ruhig schlafen kann", gab sich Manfred Pigl von Hewlett Packard (HP) Österreich überzeugt. Das ELGA-System sei beispielsweise eher ein Telefonbuch, das hinzeige, wo die Daten liegen. Außerdem werde sichtbar gemacht, wer welche Daten abgerufen hat. Informationstechnologie könne in Zukunft wesentlich dazu beitragen, Dienstleistungen im Gesundheitsbereich in besserer Qualität, aber auch kostengünstiger zu erbringen und Abläufe zu vereinfachen. Der Druck für diese Projekte müsse aber aus der Gesellschaft selbst kommen.

 

"Technisch wäre schon viel machbar. Die Umsetzung und Einführung von Innovationen ist derzeit aber noch eher zögerlich", verwies Martin Resel von NextiraOne auf "intelligente Krankenhausbetten", moderne Infotainmentsysteme und Videokonferenzsysteme zur globalen Expertenabstimmung. Vorreiter seien hier die Privatspitäler, obwohl eine Finanzierung über maßgeschneiderte Abrechensysteme oder durch Optimierung in der Verwaltung vorgenommen werden könnte. Er befürchtet, dass auch die IT "auf dem Weg zur Zwei-Klassen-Medizin" ist.

 

SERVICE: Fotos zum Event

Impulsreferat: Günter Schreier, AIT Austrian Institute of Technology 

E-Health: "Gläserner Patient" macht wenig Angst
Grafik: APA/Oekonsult - Kaum Angst vor E-Health

Der Streit um die geplante elektronische Gesundheitsakte (ELGA) scheint die Bevölkerung unbeeindruckt zu lassen. Laut einer aktuellen Oekonsult-Umfrage sprechen sich knapp 81 Prozent für E-Health aus. Nur 29 Prozent haben Angst davor, "gläserner Patient" zu werden. Gar nicht gut kommt die aktuelle Gegenkampagne der Ärztekammer an, generell wird an den hehren Motiven der Mediziner gezweifelt.

 

Unter den 1.231 Befragten haben nicht einmal zehn Prozent eine Liste all ihrer Medikamente parat, wenn sie zum Arzt gehen. Mehr als vier Fünftel halten die von der E-Medikation versprochene Prüfung auf Wechselwirkungen für notwendig. Doppelbefunde sind nach Ansicht von rund 75 Prozent gängige Praxis. Für rund 85 Prozent ist es nicht immer möglich, alte Befunde bereit zu halten. Dass - wie bei ELGA geplant - Ärzte der Wahl mit ausdrücklichem Einverständnis der Patienten per Computer in all dies Einblick bekommen, begrüßen fast 81 Prozent der Befragten.

 

Dass niemand zur Teilnahme an E-Health, E-Medikation oder ELGA gezwungen werden darf, ist 86 Prozent wichtig. Auch auf Transparenz wird Wert gelegt: 69 Prozent wollen jederzeit prüfen können, wer auf die Daten zugegriffen hat, 60 Prozent wollen checken, was überhaupt gespeichert ist.

 

Ein Glaubwürdigkeits- und Sympathieproblem scheint angesichts der Umfrageergebnisse die Ärztekammer zu haben. Die aktuellen Nackt-Inserate der Standesvertreter gegen die ELGA lehnen fast 70 Prozent ab. Als Motiv für den Protest orten fast 55 Prozent den Wunsch der Ärzte, das eigene Tun vor Transparenz und Kontrolle schützen zu wollen und nicht die Sorge um die Sicherheit der Patientendaten.

 

Offensichtlich wird mit der Umfrage allerdings auch das geringe Wissen um den elektronischen Umgang mit Gesundheitsdaten. So wissen nur 15 Prozent jener, die sich für Kenner der E-Card halten, dass auf dieser keine Gesundheitsdaten gespeichert sind. Alle anderen vermuten, dass dort alle, die wichtigsten oder zumindest einige wenige Gesundheitsdaten gespeichert sind.

Bedeutung bewegter (Online-)Bilder für Werbung steigt
Foto: APA/EPA - Immer mehr Fernseher sind mit dem Netz verbunden

Bewegte Bilder sind die Zukunft der Werbung. Ihre schon bisher große Bedeutung für die Branche und die Konsumenten wird weiter steigen - und zwar wegen der zunehmenden Internetnutzung, vor allem über mit dem Netz verbundene TV-Geräte. Das war der Sukkus einer Veranstaltung zum Thema "Konvergenz von TV & Online Werbung - Was bedeutet das in der Praxis" der Goldbach Media Gruppe in Wien.

 

Denn durch das Internet befindet sich die Werbebranche in einem Umbruch, dessen Ausgang noch unklar ist - obwohl TV in näherer Zukunft ein wichtiger Werbekanal bleiben werde. Darüber waren sich Vortragende, Gäste und Diskutanten bei der Veranstaltung einig. "Die Konvergenz von Online- und TV-Medien findet bereits statt", sagte Keynote-Speaker Roman Reimann, Geschäftsentwickler von der Goldbach Gruppe Schweiz. "Und mit Bewegtbildern kann man viele Inhalte am besten transportieren."

 

Grund für die steigende Bedeutung von Videos sei, dass diese auf unterschiedlichen Endgeräten flexibler zu konsumieren sind. Der Druck unter anderem auf traditionelle Kabelbetreiber, mehr "on-demand"-Inhalte zu bieten, werde wachsen. Beim "Online-Video-Content" werde der Qualitätsanspruch zunehmen. "Die Ära der Digitalempfänger geht zu Ende", so Reimann. "Gewinnen wird, wer es schafft, die Verbindung zwischen einzelnen Medienkanälen und Gattungen optimal zu lösen."

 

Auf der Veranstaltung hieß es, immer mehr Inhalte würden künftig über einen - "neuen" - Bildschirm verbreitet, der TV und Internet verbindet. Einig waren sich die Diskutanten wie Peter Bruck, Chairman des World Summit Awards, Gerald Reitmayr von Samsung, Lilian Meyer-Janzek von Group M und Ina Bauer von ATV, dass es werbetechnisch nicht reichen werde, schlicht mehrere Medienkanäle zu belegen. Auch wenn dadurch eine höhere Reichweite und einhergehender höherer Werbeeffekt erzielbar seien, so Meyer-Janzek. Auch die bisher eher simplen Wertschöpfungsketten würden sich ändern - nur wie, das wird erst die Zukunft zeigen.

 

Interaktivität und Mobilität dominieren

Interaktivität wird nach Einschätzung von Spezialisten der Goldbach Group über kurz oder lang auch den Eintritt ins klassische Fernsehen finden, gleichzeitig werden kleine tragbare Bildschirme als Endgeräte boomen. Dies führe zu einem insgesamt erhöhten Content-Konsum und somit zu höheren Umsätzen in der Bewegtbildwerbung. Damit ist ein Ziel für die Werbewirtschaft klar: Das Multi-Screen-Erlebnis der Verbraucher soll zu Geld gemacht werden.

 

"Die Werbewirtschaft soll mehr Mut zeigen und die neuesten Möglichkeiten nutzen", forderte Reitmayr von Samsung. Als Problem wurde von den weiteren Diskutanten allerdings die derzeit uneinheitliche Technik der verschiedenen Anbieter von mit dem Internet verbundenen TV-Geräten geortet. "Da ist eine Standardisierung absolut nötig", sagte Bauer von ATV. Reitmayr gestand ein, dass derzeit viele Kunden die internetfähigen TV-Geräte noch rein wegen der Bildqualität fürs Fernseherlebnis kauften. Über 50 Prozent seien aber an "Smart-TVs" interessiert.

 

Zahlen zu den Internet-Nutzern per TV-Bildschirm nannte er nicht. Nur so viel: "Österreich und die Schweiz liegen höher als Länder wie Frankreich und Italien." Laut Meyer-Janzek von Group M, die unterschiedliche Studien zitierte, lag die Zahl der Haushalte mit internetfähigem Fernseher in Österreich 2010 bei immerhin zehn Prozent. Von den zehn Prozent gingen aber nur bis zu 30 Prozent tatsächlich online. "Also nutzt derzeit nur ein sehr geringer Teil der Österreicher Internet über TV-Schirme."

Christkind: Jeder Fünfte kauft heuer ein Handy
Foto: APA/EPA - Android-Technologie bei Smartphones auf dem Vormarsch

Jeder Fünfte will heuer ein Handy schenken oder kaufen, das ist Rang eins bei den Hightech-Geräten. Im Westen Österreichs ist Apple beliebter, in Wien Nokia. Samsung liegt nirgends schlechter als auf Platz zwei. Das ergab die Weihnachtsstudie der Karmasin Motivforschung im Auftrag des Mobilfunkbetreibers T-Mobile.

 

Wenn Kinder unter 14 im Haushalt sind, verdoppelt sich die Wahrscheinlichkeit eines Laptop-Kaufs, die Chancen eines Smartphones steigen von 18 auf 23 Prozent. Generell sind Eltern mit Kindern unter 14 spendabler als andere Konsumenten, nur 11 Prozent davon werden weniger als hundert Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Bei Haushalten ohne Kinder unter 14 sind das immerhin doppelt so viele. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Großzügigkeit. Menschen über 56 Jahren geben gut dreimal so viel für Geschenke aus wie Unter-25-jährige (497 zu 153 Euro).

 

Männer planen im Schnitt mit 328 Euro spendabler zu sein als Frauen (308 Euro). In Tirol und Vorarlberg sind laut T-Mobile Marketing-Chefin Maria Zesch kaufkraftbedingt die höchsten Ausgaben zu erwarten (368 Euro), in Wien mit durchschnittlich 287 Euro die niedrigsten. Wer über den Kauf eines Hightech-Geräts nachdenkt, favorisiert dabei vorwiegend Handys und Smartphones. Mit 19 Prozent sind die kleinen Kommunikationsgeräte klar Nummer eins, Flachbildfernseher folgen mit 15 Prozent, Notebook, Laptops und Handyzubehör mit gut 13 Prozent.

 

Smartphones seien überhaupt auf einem Siegeszug, erklärt die T-Mobile-Marketingchefin. Nach zwei Drittel Verkaufsanteil zu Jahresbeginn seien mittlerweile vier von fünf Mobiltelefonen, die über den Ladentisch gehen, Smartphones. Dabei gewinnen Geräte mit Android-Technologie zunehmend an Bedeutung. Nach etwa zwei Prozent Verkaufsanteil 2009 sind es im heurigen November bereits über 40 Prozent.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 www.A1.net

- CELLULAR Gmbh www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria www.ericsson.com

- evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht