18. September 2014, 14:17
Apple will besser über Datenschutz informieren
Apple legt beim Thema Datenschutz nach und will seine Kunden besser über die Absicherung der Privatsphäre bei seinen Geräten und Diensten ...
17. September 2014, 14:02
Netflix nun auch in Österreich verfügbar
Geht es nach den Betreibern, so hat die "Zukunft des Fernsehens" nun auch Österreich erreicht. Seit kurzem ist der Online-Videodienst ...
16. September 2014, 12:41
Videodienst Netflix in Deutschland gestartet
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EBC-Newsletter #21/2011
IT-Standort Österreich muss sich besser verkaufen
Foto: APA/T. Preiss - Im Bild v.l.n.r. Christoph Schmid (Hewlett Packard), Max Höfferer (VÖSI), Manfred Moormann (A1), Thomas Stern (Moderation, Braintrust), Christian Adelsberger (evolaris), Jürgen Horak (NextiraOne) und Harald Leitenmüller (Microsoft)

Der heimische IKT-Standort ist - trotz viel Gejammer - generell ganz gut aufgestellt. In manchen Bereichen, etwa dem Bildungswesen oder der Vermarktung, gibt es aber deutlichen Verbesserungsbedarf, waren sich Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien einig.

 

"Wir schlagen uns massiv unter Wert, jammern uns zu Tode und sind außerhalb Österreichs nicht sichtbar. Dennoch bin ich optimistisch: Die Zeit zum Aufzeigen ist für die Branche perfekt", erklärte Harald Leitenmüller von Microsoft Österreich. Die IT müsse den Stellenwert in der Öffentlichkeit bekommen, den sie habe. Auch um der neuen Generation schmackhaft zu machen, in der Branche zu arbeiten. Schließlich gebe es teilweise bereits einen "talent war".

 

Für eine Ausbildungsoffensive, um die Jugend stärker für die Branche begeistern und innovative Firmen wie Talente - Stichwort Braindrain - im Land halten zu können, plädierte auch Max Höfferer vom Verband Österreichischer Software Industrie. Alleine die Software- und IT-Branche - also ohne den Telekomsektor - schaffe in Österreich direkt rund 100.000 Arbeitsplätze und erziele eine hohe Wertschöpfung. "Grund genug, vor allem für die Politik, die Branche als 'Jobmotor' wahrzunehmen. Wünschenswert wären auch Investitionen in Software und IT 'Made in.at'", so Höfferer.

 

Bedingungen für Investitionen verbessern

"Man kann die Politik nicht um Investitionen in die Branche bitten, das ist der falsche Ansatz. Sehr wohl notwendig sind aber investitionsfreundliche Regularien", sagte Manfred Moormann von der A1 Telekom Austria. "Grundsätzlich ist es bei uns nicht so schlecht. Wenn Vertreter der Industrie unsere Industrie schlecht reden, tun sie dem Land und der Industrie nichts Gutes", erklärte Moormann. Österreich werde in Europa mittelfristig eine wichtige Rolle spielen, "wenn wir uns öffnen".

 

"Die Wahrnehmung unserer Branche ist zu gering. Da stehen wir noch vor großen Herausforderungen", strich Christoph Schmid von Hewlett Packard (HP) Österreich hervor. Notwendig sei, das Verständnis für IT zu verbessern und den Nutzen hervorzuheben. In der Ausbildung fehle beispielsweise Praxisnähe, deshalb engagiere sich HP an Schulen und im universitären Bereich. "Generell wird lebenslanges Lernen zur Notwendigkeit, weil sich die Branche rasant weiterentwickelt. Wir müssen bedenken, dass man zurückfällt, wenn man stehen bleibt", so Schmid.

 

Schulen müssen mehr IT-Wissen vermitteln

Neben den Fachqualitäten seien bei den Mitarbeitern vor allem "social skills" gefragt, da sich der IT-Bereich in Richtung Consulting entwickle, meinte Jürgen Horak von NextiraOne. Österreich habe diesbezüglich noch viel aufzuholen. "Um in puncto Standortwahl weltweit nicht den Anschluss zu verlieren, bedarf es konkreter Maßnahmen wie zusätzliche Ausbildungslehrgänge, Forcierung des IT-Wissens in Schulen, Erhöhung des Frauenanteils und Investitionen in Infrastruktur und Innovation", so Horak.

 

"Wir brauchen Leitpersonen bzw. Idole. Denn das Fehlen von Vorbildern führt schon in der Wahl des Studienzweigs zu einer Untergewichtung technischer Fächer", erklärte Christian Adelsberger von der evolaris next level GmbH. Konkrete Informationen in der Phase des Wechsels von der Schule zur Universität könnten diesem Trend entgegenwirken. "Was dem heimischen Standort außerdem gut tun würde, wäre das Scheitern von Unternehmen zuzulassen. Auf dem Humus der verstorbenen Betriebe könnten tolle neue Firmen entstehen", sagte Adelsberger.

 

SERVICE: Fotos zum Event

Impulsreferat:Max HÖFFERER, VÖSI

Vernetzung von Maschinen lässt Datenverkehr explodieren
Foto: APA - Trend zu HDTV, Videos und Apps zeigt Wirkung

Der Datenverkehr in Österreich wird in den nächsten Jahren weiter massiv wachsen. Alle 1 bis 1,5 Jahre verdoppelt sich das Volumen, sagte Telekom-Austria-CEO Hannes Ametsreiter vor Journalisten. Im Festnetz sind es die Übertragung von hochauflösendem Fernsehen (HDTV) oder Spiele, die den Datenverkehr treiben. Bei Handys sind es Videos und Apps.

 

Dazu kommt, dass immer häufiger Maschinen miteinander vernetzt werden. Daher wird die Zahl der SIM-Karten in Österreich von derzeit 145 Prozent der Einwohner auf 500 Prozent, also das Fünffache der Einwohnerzahl steigen, erwartet Ametsreiter. Die Telekom Austria reagiert darauf mit einer Fortsetzung ihres Investitionsprogramms. Bandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit sollen im Festnetz und im Mobilfunk drastisch steigen.

 

Verkehrsministerin Doris Bures (S) forderte bei einer Veranstaltung der Telekom Austria, dass bis 2020 alle Österreicher Zugang zu "ultraschnellem Breitband" haben sollen. Die EU verlangt nur die Anbindung der Hälfte der Haushalte. Die öffentliche Hand setze im Programm "Breitband Austria 2013" 30 Mio. Euro ein, um Infrastrukturdefizite auszugleichen. Auch sollen Erlöse aus der Versteigerung der digitalen Dividende "vor allem in heute noch schlechter versorgte Regionen gelenkt werden", versprach sie. Bei Datenautobahnen dürfe es kein Tempolimit, keine Section Control, keinen Frontradar und kein Überholverbot geben.

 

Die Telekom Austria will einerseits die Versorgung mit Glasfaserkabeln intensivieren. Bis Jahresende sollen 50 Prozent aller österreichischen Haushalte (2,1 Mio.) Zugang zum A1-Glasfasernetz (Gigaspeed) haben. 2015 sollen es 2,75 Mio. Haushalte (66 Prozent) sein. In Summe hat die Telekom bisher 25.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Allerdings werden Kupferkabel nicht überflüssig: Mit neuen Technologien (vectoring) soll die Übertragungsgeschwindigkeit am letzten halben Kilometer auf 70 Mbit/Sekunde verdoppelt werden. Parallel dazu startet 2012 die intensive Ausbauphase für die nächste Generation des Mobilfunks, LTE.

Mobiles Breitband in Unternehmen am Vormarsch
Foto: APA/dpa - E-Commerce betreiben 59 Prozent der Betriebe

Zwei Drittel der Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten haben im Jänner 2011 mobile Breitbandverbindungen für den Internetzugang verwendet. Das bedeutet einen Anstieg um 19 Prozentpunkte von 46 auf 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ergibt eine Erhebung der Statistik Austria.

 

Je größer ein Unternehmen ist, desto eher verwendet es mobiles Breitband: bei Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten sind es 60 Prozent, bei mittleren Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten 87 Prozent und bei Großunternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten 97 Prozent. Bereits 83 Prozent haben eine Internetpräsenz (gegenüber 68 Prozent 2003). Vor allem kleine und mittlere Unternehmen konnten sich hier verbessern: Kleine von 65 auf 80 Prozent, Mittlere von 82 auf 94 Prozent. Große Unternehmen waren 2003 bereits zu 96 Prozent mit einer Homepage vertreten (2011: 98 Prozent).

 

Große Betriebe neigen auch eher dazu, online einzukaufen als kleine, sie tun es zu mehr als drei Vierteln. Mittlere liegen bei etwa zwei Drittel und kleine kommen auf 57 Prozent. Da diese die Masse der heimischen Unternehmer ausmachen, liegt der Gesamtanteil der E-Commerce treibenden Unternehmen bei 59 Prozent. Immerhin ist ein großes Heimatbewusstsein sichtbar, denn 93 Prozent bezogen die Waren oder Dienstleistungen von Lieferanten aus Österreich. 69 Prozent kauften auch in anderen EU-Ländern ein, nur 11 Prozent in Ländern außerhalb der Europäischen Union.

Berners-Lee plädiert für offenes Internet
Foto: APA - Das Internet ist wie "frische Luft", so der WorldWideWeb-Erfinder

"Wir müssen das Netz offen halten", so das Credo von WorldWideWeb-Erfinder Sir Tim Berners-Lee. Die Kontrolle über Informationen dürfe nicht bei einzelnen Big Playern in sozialen Netzwerken wie Facebook liegen, sondern müsse dezentralisiert werden. "Das Internet ist ein mächtiges Instrument für eine funktionierende Demokratie", betonte Berners-Lee beim "future.talk 2011" der Telekom Austria in Wien.

 

Unterstützung erhielt er von Telekom-Chef Hannes Ametsreiter, der vor rund 700 Gästen die Frage stellte: "Was ist mit den Daten von Facebook, wenn ihnen das Geld ausgeht?" Das Internet ist wie "frische Luft", in dem sich die Nutzer in einer sehr intimen Art bewegen, gab Berners-Lee zu bedenken.

 

Allen Bestrebungen, die Netzneutralität (die gleichberechtigte Weitergabe von Daten, Anm.) zu unterwandern, erteilte der Internetpionier eine Absage, dagegen müsse sich die Bevölkerung "auf die Beine stellen". Er plädierte für eine Öffnung der Regierungen für das Internet, um den Wählern mehr Transparenz zu bieten. Anke Domscheit-Berg, deutsche Aktivistin für transparente Regierungen, meinte, das Internet müsse die Regierenden transparenter machen, aber die Privatsphäre der Bevölkerung achten.

 

Ametsreiter betonte die Rolle des Internets bei den Revolutionen in Nordafrika, was allerdings die Kriegsberichterstatterin Antonia Rados relativierte. Gegen eine Kalaschnikow hat ein Computer keine Chance, stellte sie klar. Und sie erinnerte an einen Blogger, der meinte, die Helden der Revolution in Tunesien, Ägypten und Libyen seien nicht die Menschen vor den PCs gewesen, sondern jene die in den Straßen verletzt oder getötet wurden.

Wut im Web: Neues Handbuch für digitales Engagement

Experten gibt es viele - insbesondere für das sogenannte Web 2.0. Gleich 47 von ihnen eint der Band "Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz" (ÖGB-Verlag). Die Tipps erschöpfen sich jedoch nicht in den oft üblichen Gemeinplätzen, sondern zielen auf den konkreten Einsatz ab: für gesellschaftspolitische Anliegen, den Wutbürger im Web.

 

Profitieren können von dem 396 Seiten starken Buch aber nicht nur Betriebsräte, NGOs und Bürgerinitiativen. "Heul nicht! Sag was!", lautet einer der Beiträge österreichischer und deutscher Experten, der deutlich macht, dass sich der Band nicht nur als Lektüre, sondern gleichzeitig auch als Aufforderung versteht. Denn, so heißt es im Begleittext zum Ratgeber, aus der Sicht des Menschen, nicht aus der Sicht des Geldes wolle man Interessierten Social Media näher bringen: digitaler Wutbürger statt Facebook-Marketingmanager. Herausgeber des Kompendiums sind die Soziologen Hans Christian Voigt und Thomas Kreiml.

 

Die Autoren schöpfen großzügig aus der Praxis: Stuttgart 21, Augartenspitz und "unibrennt" lauten die Schlachten, bei denen Social Media erfolgreich für den Zweck eingesetzt wurde. Aber auch praktische Fragen wie Urheberrecht und Datenschutz werden behandelt, bevor man sich gegen Ende den Visionen widmet. Damit der Ratgeber für die digitale Welt nicht im Papierzeitalter stecken bleibt, enthält die gedruckte Ausgabe zugleich den Code für das E-Book.

 

SERVICE: Hans Christian Voigt, Thomas Kreiml (Hg.): "Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz." ÖGB-Verlag 2011, 396 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 978-3-7035-1462-3.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen