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EBC-Newsletter #13/2011
Experten sehen Vorbehalte gegen Cloud Computing schwinden
Foto: APA/T. Preiss - Im Bild v.l.n.r. Alexandros Osyos (A1), Thomas Stern (Moderator), Wolfgang Egger (Hewlett-Packard), Daniel Scherling (NAVAX), Günther Patterer (SAP), Gernot Ploder (NextiraOne), Harald Leitenmüller (Microsoft Österreich) und Johannes Juranek (CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte)

Cloud Computing - also der flexible Bezug von Speicherkapazitäten, Rechenleistung und Software über das Internet - scheint vor einem Siegeszug zu stehen. Welche Hürden und Vorbehalte es noch gibt, haben Experten bei einer Podiumsdiskussion in Wien unter die Lupe genommen.

 

"Ich glaube nicht, dass alles in die Cloud wandert. Und schon gar nicht heute oder morgen. Aber die Erfahrung damit und das Vertrauen der Unternehmen nehmen zu", gab sich Harald Leitenmüller von Microsoft Österreich überzeugt. Allerdings müsse Österreich aufpassen, hier nicht den Anschluss zu verpassen. Dabei gehe es darum, nicht nur Cloud-Angebote aus anderen Ländern zu konsumieren, sondern selbst wertschöpfend tätig zu werden.

 

Leitenmüller erwartet, dass es in den kommenden Jahren zu einer Konsolidierung unter den großen Cloud-Anbieter kommen wird und internationale "Grids" entstehen. Wie aktuelle Untersuchungen zeigen würden, könnten Unternehmen ihre IT-Kosten mit Cloud Computing um rund 20 Prozent senken. Außerdem stelle die nutzungsbasierte Abrechnung eine geringere Einstiegsbarriere dar. Für Microsoft nicht unwichtig: In der Cloud gibt es keine Software-Piraterie.

 

Wo lagern die Daten wirklich?

Allerdings gibt es beim Datenschutz große Vorbehalte. "Das ist auch der Rechtsbereich, den man am häufigsten hernimmt, um die Cloud zu kritisieren", erklärte Johannes Juranek von CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte. Probleme gebe es vor allem, wenn Daten im Ausland gespeichert werden. Außerdem sei der Standort der Daten wegen der weltweiten Vernetzung und Virtualisierungstechnologien oft nicht nachvollziehbar.

 

Dennoch werde die Cloud eine große Zukunft haben. Auch bei E-Mails hätte es ursprünglich Bedenken gegeben, sagte der Rechtsanwalt. Technische und juristische Standards würden sich schon noch entwickeln. Allerdings habe es oft eines größeren Zwischenfalls bedurft, um das in Gang zu bringen. Die derzeit aktuellen Fragen seien: Was geschieht bei Datenverlust? Wie erhalte ich meine Daten bei Vertragsauflösung zurück? Die Auswahl des Providers und eine saubere Vertragsgestaltung sollten also gut überlegt sein, so Juranek.

 

Keine Probleme mit Hardware und Lizenzen

"Die Zeit ist reif, es funktioniert", konstatierte Alexandros Osyos von A1 Telekom Austria. "Und das mit einer Qualität, die sich Klein- und Mittelbetriebe sonst nicht leisten könnten. Außerdem haben sie die Klötze Hardware, Lizenzen und Wartung vom Fuß", so Osyos. Neu sei vor allem die nutzungsbasierte Abrechnung.

 

Eine Hürde für Cloud Computing stelle die Lagerung der Daten im Ausland dar. Laut einer Studie der Marktforscher von Gartner würden vor allem kleinere Betriebe die Speicherung im Inland bevorzugen. Dieser "Österreich-Aspekt" werde aber in zwei bis drei Jahren unwichtiger, wenn das Vertrauen in die Cloud steige. In drei bis fünf Jahren sei die Technologie etabliert.

 

Neue Möglichkeiten für KMUs

"Cloud Computing hat das Potenzial, den IT-Einsatz bei KMUs zu revolutionieren", ist auch Günther Patterer von SAP Österreich überzeugt. Denn damit sei es möglich, Software schnell und einfach - ohne große Vorabinvestition - einzusetzen. Vor allem kleinere und junge Unternehmen könnten davon profitieren. Hier erwartet sich Patterer "enorme Umwälzungen". Bei großen Unternehmen gehe es eher um installierte Software plus Zusatzanwendungen in der Cloud.

 

Die große Furcht der Cloud-Anbieter sei, dass ein attraktives Angriffsziel für Hacker entsteht, wenn man tausende Kunden im Rechenzentrum hat. "Entsprechende Attacken kann niemand ausschließen", strich der Manager einen zusätzlichen Aspekt hervor.

 

Eine Gefahr bestehe auch darin, dass Mitarbeiter Cloud Services an den IT-Abteilungen vorbei nutzen. "Das wird unterschätzt", ergänzte Wolfgang Egger von Hewlett-Packard. Die größten Chancen räumt er hybriden Cloud-Modellen ein, also der Kombination von Public Cloud, Private Cloud und herkömmlichen Infrastrukturlösungen.

 

IT-Manager wird zum "Service Broker"

Der IT-Manager bekomme damit einen völlig neuen Stellenwert, er werde zum "Service Broker", der die besten Bezugsquellen für die einzelnen Services nach wirtschaftlichen Standpunkten sucht, bewertet und kombiniert. Das strenge Datenschutzgesetz in Österreich sieht Egger nicht als Nachteil für das Land, im Gegenteil: "Wir haben gute Chancen, mit dem hohen Niveau in diesem Bereich zu punkten."

 

Auf Hybrid-Modelle setzt auch Daniel Scherling von Navax Consulting. Die Daten bleiben im Unternehmen, die Anwendungen wandern in die Cloud. Für Beratungsunternehmen sei die "Datenwolke" ein wichtiges Thema, schließlich brechen dadurch Lizenzumsätze weg. Daher müssten sich die Consulter verstärkt über die Servicequalität differenzieren. Außerdem könne man nun neue Kunden adressieren. In Österreich sei die Durchdringungsrate mit Cloud Services noch sehr gering. "Hier gilt es, zu missionieren und Ängste zu nehmen", so Scherling.

 

Gernot Ploder von NextiraOne verwies auf die Gefahr einer Abhängigkeit von einem Anbieter. "Hier wären Standards für einen leichteren Wechsel des Providers wünschenswert", erklärte er. Wichtig sei, sich gut zu überlegen, welche Anwendungen am Standort bleiben und welche in die Cloud wandern sollen.

 

SERVICE: Fotos zum Event

Impulsreferat: Johannes JURANEK, CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte

Frisches Risikokapital für heimische Internet-Start-ups
Foto: APA/dpa - Investoren bieten Anschluss für Jungunternehmer

Der Internetunternehmer Oliver Holle hat einen neuen Risikokapitalfonds für österreichische Internet-Startups aufgelegt. Der "InitialFactor SpeedInvest" ist mit 7 Mio. Euro dotiert und bündelt das Kapital von mehr als 30 heimischen Investoren, teilte Holle mit. Ende des Jahres soll der Fonds rund 10 Mio. Euro schwer sein.

 

Noch im Sommer will man zwei "signifikante" Investitionen unter Dach und Fach haben, insgesamt sollen heuer mehr als fünf Unternehmen ins Portfolio aufgenommen werden. SpeedInvest stellt den Jungunternehmern nicht nur Kapital zur Verfügung, sondern hilft ihnen auch bei der operativen Umsetzung ihrer Projekte, wie es heißt.

 

Ein eigenes Büro im Silicon Valley in den USA, wo zahlreiche Technologieriesen - von Apple über eBay, Google und Facebook bis hin zu HP und Cisco - ihren Sitz haben, solle dabei "eine besondere Rolle" spielen. Fondsinitiator Holle arbeitete selbst einige Jahre im Silicon Valley, nachdem der österreichische Mehrwertdiensteanbieter 3United um rund 55 Mio. Euro an den US-Konzern VeriSign verkauft worden war.

 

Auch die Investoren von SpeedInvest haben einiges an internationaler Erfahrung vorzuweisen: Hinter dem neuen Fonds stehen etwa Christian Lutz, Mitbegründer des SMS-Versandportals sms.at, Klaus Matzka, früher Chef des Wiener Risikokapitalgebers Gamma Capital Partners (GCP), der beispielsweise die voriges Jahr nach Frankreich verkaufte Personensuchmaschine 123people.com finanziert hatte, Markus Wagner, Gründer des österreichischen Inkubators i5invest, Michael Breidenbrücker, Mitbegründer des Internetradios last.fm, sowie der ehemalige S&T-Chef Christian Rosner.

 

"Wir haben einen enormen Rückstau an vielversprechenden Projekten in Österreich", so Daniel Keiper-Knorr, Co-Geschäftsführer von SpeedInvest. "In einem Jahr wird die österreichische Internetszene bereits anders aussehen", hofft er.

Videos spielen im Web immer wichtigere Rolle
Foto: Screenshot - Verlage erschließen sich neue Erlösquellen

Im Internet ist aus Sicht der Verlage derzeit noch nicht das große Geld zu machen, jedoch werden sukzessive mehr digitale Erlösquellen erschlossen. Wichtiger wird zunehmend das Thema Video - immer höhere Bandbreiten und hochauflösende Aufnahmegeräte haben in den vergangenen Jahren einen wahren Boom an Videoberichterstattung auf Medienwebsites nach sich gezogen.

 

Die Akzeptanz der Konsumenten bei Werbespots steigt, berichtete der Chefredakteur von stern.de, Ralf Klassen, bei der Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Auf der Website von stern.de würden Videos von den Usern extrem intensiv und durchgehend genutzt, so Klassen.

 

Auch vorgeschaltete Werbung vor den einzelnen Videos - sogenannte Pre-Rolls - sorgen nicht mehr dafür, dass die Konsumenten reihenweise wegklicken. "Wir haben eine Absprungrate von zehn Prozent bei Pre-Rolls. Durch die hohe Verweildauer lasse sich auch die Vermarktung Schritt für Schritt vorantreiben - Banner sind ebenso eine Möglichkeit wie die von Youtube bekannten "Overlays", die Werbetexte an den Rand der Videos schieben.

 

Die Verlage haben nach Mobiltelefonen und Tablet-PCs nun auch die immer multimedialeren Fernsehgeräte in den Wohnzimmern im Visier. "Sämtliche Mediengattungen, Text, Fotos, TV, Radio, werden immer mehr verschmelzen, die journalistischen Angebote werden damit auch immer vielfältiger", so Klassen. "Vor allem das klassische TV-Gerät im Wohnzimmer wird zum multimedialen Portal werden." Aber als Macher solle man nicht der Verführung erliegen, jede Geschichte, jede News nun multimedial aufzubereiten.

 

Georg Konjovic, der bei der Axel Springer AG den Bereich Premium-Content verantwortet, verweist ebenfalls auf die Chancen der Video-Streams auf Websites. So gebe es in Deutschland online Übertragungen der türkischen Fußballliga, die sieben Euro pro Spiel kosten. "Zehntausende machen das. Und dazu ist es noch werbefinanziert", sagte Konjovic

Österreichs Schüler lesen digital noch schlechter
Foto: APA - GRAFIK: Pisa 2009

Die österreichischen Schüler sind beim sinnerfassenden Lesen elektronischer Medien wie Internet, E-Mails, Blogs, etc. noch schlechter als beim Erfassen gedruckter Texte. Das zeigt eine Zusatzuntersuchung im Rahmen der internationalen Bildungsvergleichsstudie PISA, die von der OECD veröffentlicht wurde. Demnach landet Österreich unter den 16 Teilnehmerstaaten auf Platz 15.

 

Die besten Ergebnisse erzielten die 15- bis 16-Jährigen in Südkorea, hinter Österreich rangiert Chile. Für die Zusatzstudie mit insgesamt 16 teilnehmenden OECD-Ländern wurde eine Teilstichprobe aus den PISA-Schülern gezogen. Die österreichischen Daten zum Lesen elektronischer Medien beruhen auf 2.622 Schülern an 256 Schulen und wurden vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) ausgewertet.

 

Österreich erreichte beim Lesen elektronischer Medien 459 Punkte und liegt damit deutlich unter dem OECD-Schnitt von 499 Punkten. Der Abstand Österreichs zum besten OECD-Land Südkorea beträgt 109 Punkte. Damit zeigen die heimischen Schüler eine noch schlechtere Leistung als bei den gedruckten Medien. Bei diesen kam Österreich bei PISA 2009 mit 470 Punkten knapp vor der Türkei (464) auf Platz 31 der 34 OECD-Staaten zu liegen und rangierte damit auch dort unter dem OECD-Schnitt (493). So wie beim Lesen gedruckter Texte schneiden auch beim Lesen am Computer die Mädchen besser als die Burschen ab.

 

Hohe Zahl an Risikoschülern

Erneut problematisch stellt sich die hohe Zahl an Risikoschülern in Österreich dar. So wie beim Lesen gedruckter Texte weisen auch beim Verstehen elektronischer Medien 28 Prozent der Schüler nur sehr geringe Grundkompetenzen auf und laufen dadurch Gefahr, in ihrem privaten und gesellschaftlichen Leben erheblich beeinträchtigt zu werden. Ähnlich schlecht sind die Werte in Ungarn (27 Prozent) und Polen (26 Prozent), in Südkorea zählen dagegen nur zwei Prozent zu den Risikoschülern. Der OECD-Schnitt liegt bei 17 Prozent.

 

In der Studie wurde auch erhoben, welche Faktoren zu guter digitaler Lesekompetenz führen. Dabei zeigte sich, dass der Einsatz von Computern im Unterricht keinen positiven Einfluss darauf hat, ob sich die Schüler gut im Internet zurechtfinden oder digitale Texte erfassen können. Verwenden Schüler den Computer hingegen daheim, vor allem für Freizeitaktivitäten wie Chatten oder Mails Schreiben, verbessern sich ihre Leistungen. Allerdings stimmt das auch nur bei moderater Nutzung des PC. Intensive Nutzer schneiden ebenso schlechter ab wie Schüler, die daheim kaum den Computer verwenden.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG http://www.a1telekomaustria.at/

- CELLULAR GmbH http://www.cellular.at/

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria GmbH http://www.ericsson.com/

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH http://www.sap.at/   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG http://www.wirtschaftsblatt.at/  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht