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EBC-Newsletter #21/2010
"Generation Touch" verliert Geduld mit komplizierten Produkten
Foto: APA/Thomas Preiss - Über die Benutzerfreundlichkeit neuer Technologien diskutierten Expertinnen und Experten der APA-E-Business-Community in Wien - v.l.n.r. Alf Netek (Kapsch AG), Thomas Stern (Moderator), Verena Krawarik (APA), Christian Hess (Microsoft), Marion Feldhofer (HP), Thomas Wedl (Cellular) und Manfred Tscheligi (CURE)

Der aktuelle Trend zur Steuerung von Geräten und Anwendungen per Fingertipp - Stichwort "Touch" - erhöht die Benutzerfreundlichkeit in vielen Bereichen deutlich. Konsumenten, die an entsprechende Nutzungserlebnisse gewöhnt sind, bringen inzwischen auch weniger Geduld bei komplizierteren Produkten auf: "Wer Vergleichswerte durch gute Erfahrungen hat, nimmt diese als Maßstab", erklärte Manfred Tscheligi, Geschäftsführer des Center for Usability Research & Engineering (CURE), bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Touch" sei allerdings kein Allheilmittel. Das Schreiben langer Texte würde sich zum Beispiel eher mühsam gestalten. Welche Interaktionsmöglichkeit am benutzerfreundlichsten sei, hänge von der jeweiligen Person, der Situation und den Wünschen ab. "Wenn etwa in der U-Bahn alle ihr Smartphone in Zukunft mit Gesten steuern, kann das ja ganz spannend sein. Ist der Waggon voll, leidet aber wahrscheinlich die Usability", so Tscheligi.

 

"Usability allein ist aber ohnehin von gestern, heutzutage müssen viele weitere Dimensionen berücksichtigt werden", sagte der Experte. Für eine wirkliche "User Experience" würden vor allem Erfahrung, Emotion, Erlebnis und Vertrauen notwendig sein. "Es geht um das Gesamterlebnis mit einem Produkt oder einem Softwaresystem: vom ersten Kontakt über die verschiedenartigen Eindrücke bei der konkreten Benutzung bis zur Wirkung danach", ist Tscheligi überzeugt. Die Erfahrungen würden weitererzählt, "und Usability ist nur eine dieser Erfahrungen".

 

"Voice kann sich genauso durchsetzen"

Die Touch-Technologie werde rasch auch bei anderen Anwendungen Einzug halten und sich stark verbreiten. "Wer würde in ein Foto mit einem Stift oder der Maus hineinzoomen, wenn es auch mit dem Finger geht?", fragte Christian Hess von Microsoft Österreich. Zwar sei "Touch" im Augenblick ein Hype, generell aber nur ein Mittel zum Zweck - wie auch Gesten- und Sprachsteuerung. "Voice kann sich genauso durchsetzen", so Hess. Schließlich funktioniere Spracherkennung und -steuerung schon jetzt sehr gut und halte bei der Telefonie Einzug.

 

"Sehr wichtig ist auch der Spaßfaktor. Den dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Je mehr Spaß man hat, desto produktiver ist man auch", verwies Marion Feldhofer von Hewlett-Packard (HP) Österreich auf den Nutzen im Unternehmensumfeld. Neue Technologie ermögliche es, die Mobilität und Produktivität zu erhöhen, "treibt uns allerdings auch ab und zu an unsere Grenzen". "Touch" habe etwas Selbstverständliches und sei sehr intuitiv und rasch erlernbar. "Das ist ganz stark im Kommen, sowohl im Business- als auch im Consumerbereich", so Feldhofer.

 

Das Thema Usability würde oft an der Interaktionsschnittstelle aufgehängt, nicht vergessen werden dürften aber auch die Prozesse und Inhalte, ergänzte Verena Krawarik von der APA - Austria Presse Agentur. Benutzerfreundliches Online-Shopping zähle dazu ebenso wie Qualitäts-Content: "Ein pixeliges YouTube-Video im Internet ist akzeptabel, am Tablet-PC macht das aber schon weniger Spaß", erklärte Krawarik. Für eine zufriedenstellende "User Experience" seien eben viele Faktoren wichtig.

 

Kulturelles Umfeld muss passen

Bedauerlicherweise stehe in der Technik manchmal die Funktion vor dem Nutzen, sagte Alf Netek von der Kapsch AG. Gerade im rasch wachsenden Meer neuer Produkte und Lösungen sei die Schnittstelle Mensch/Maschine als erstes und wesentliches Kontaktinstrument aber für den Erfolg von zentraler Bedeutung. Gelte es doch "Needs & Wants" der Konsumenten rasch und überzeugend zu befriedigen oder zumindest die Wahrscheinlichkeit dieser Befriedigung zu versprechen. Für einen wirklichen Durchbruch sei neben dem technischen Aspekt - der Benutzerfreundlichkeit - auch ein bestimmtes kulturelles Umfeld notwendig.

 

"Wir befinden uns gerade im Umbruch - von "Click & Scroll" zu "Touch & Slide" - das eröffnet neue Möglichkeiten", ergänzte Thomas Wedl von Cellular, einem Anbieter von mobilen Anwendungen. Bei Handys sei Reduktion wichtig. Tablet-PCs würden hingegen eine ganz neue Kategorie darstellen und mehr Varianten bieten. Das Problem sei, dass Firmen "schon wieder alles drauf packen wollen", so Wedl. Im Vordergrund müsse aber die Benutzerfreundlichkeit stehen, erst dadurch sei beispielsweise der Erfolg von Internet am Handy möglich geworden.

 

SERVICE:
Fotos zum Event

 

Videos zum Event:
Einleitung: Thomas Stern
Impulsreferat: Manfred Tscheligi/CURE
Podiumsdiskussion
Publikumsdiskussion

Microsoft engagiert sich bei Bewegungssteuerung
Foto: APA/EPA - Softwareriese sieht enormes Potenzial.

Microsoft macht Ernst bei Technologien zur Steuerung von Computern und anderer Technik mit Bewegungen. Der Software-Riese kaufte das US-Unternehmen Canesta, das sich auf Chips für bewegungsempfindliche Steuerungen spezialisiert hat. Canesta-Chef Jim Spare zeigte sich überzeugt, dass die Technologie künftig in vielen Geräten Einsatz finden wird. Ein Preis wurde nicht genannt.

 

Microsoft bringt gerade für seine Spielekonsole Xbox die Steuerung Kinect auf den Markt, bei der man den Spielverlauf nur mit Körperbewegungen bestimmt. Der Windows-Konzern will das Konzept in Zukunft breiter einsetzen, beispielsweise zur Steuerung von Unterhaltungsgeräten im Wohnzimmer.

 

Nicht nur Microsoft sieht das Potenzial der Bewegungssteuerung. Schon vor Jahren hatte Canesta die Technologie für Sonys Playstation-Kamerazusatz EyeToy geliefert. Eine Referenz für die Vision lieferte 2002 Steven Spielbergs Zukunfts-Film "Minority Report", in dem Computer mit Gesten der Hand gesteuert wurden. Der Entwickler John Underkoffler, der damals das Konzept für den Film mitentworfen hatte, versucht nun, die Technologie mit einer Firma namens Oblong praxisfähig zu machen.

US-Bewertungsportal Yelp ist in Österreich gestartet
Foto: Yelp - Eine App gibt es derzeit nur für das iPhone.

Das Bewertungsportal Yelp aus den USA will auch in Österreich Fuß fassen und ist unter "Yelp.at" gestartet. Das Yelp-Netz besteht aus zufriedenen oder unzufriedenen Kunden, die quer durch die Bank Restaurants, Geschäfte, Ärzte oder auch Beauty-Angebote bewerten.

 

Seit dem Launch im Jahr 2004, als Yelp seinen Betrieb für San Francisco aufnahm, summierten sich die Bewertungen auf mehr als 13 Millionen Stück, so Miriam Warren, die als "Community Managerin" den Marktstart in Europa leitet. Bisher war Yelp neben den USA in Kanada, Großbritannien, Irland, Frankreich und Deutschland tätig.

 

Das Prinzip von Yelp ist simpel und unterscheidet sich nicht wesentlich von ähnlichen Portalen wie dem von Österreich in die USA expandierten Tupalo-Netzwerk oder dem aus Deutschland stammenden Qype: Die User können Locations ihrer Wahl mit Rating-Sternchen versehen und auch Texte dazu schreiben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Bilder zu posten.

 

Was Yelp von anderen unterscheide, sei die starke Community-Lastigkeit, betonte Warren. Besonders eifrige Poster werden in die "Yelp Elite Squad" aufgenommen, die auch "offline" auf Events zusammentrifft. Um Missbrauch durch verfälschende Postings - etwa von Lokalinhabern - zu vermeiden, verspricht das Portal genaue Kontrolle durch einen eigenen Algorithmus, der solche Statements aufspüren soll.

 

Interessant wird das Portal in Kombination mit mobilen Applikationen: Wer Yelp am Smartphone installiert hat, kann sich Vorschläge rund um den aktuellen Standort holen, aber auch Freunde, die ihren aktuellen Aufenthaltsort im Netzwerk freigeben, auffinden. Vorerst wird dieses Service in Österreich nur für das iPhone angeboten, Warren stellte jedoch auch Versionen für andere Betriebssysteme in Aussicht.

 

Geld verdient Yelp mit Werbung von Einzelkunden. Wer als Businesskunde sein Geschäft propagieren will, bezahlt Geld dafür, prominent als Vorschlag in den Suchen aufzuscheinen. Kostenlose Einträge für Geschäftsbetreiber, auf denen sie ihr Angebot präsentieren, sind jedoch auch möglich und stellen durchaus die Mehrheit dar. Für die Community soll das Portal grundsätzlich kostenlos bleiben.

GCP und tecnet Fonds steigen bei Mobilizy ein
Foto: Mobilizy - Boom von mobilen AR-Anwendungen erwartet.

Der heimische Investor GCP Gamma Capital Partners steigt über seinen Fonds Gamma III beim österreichischen Softwareentwickler Mobilizy - hauptsächlich bekannt durch den "Wikitude World Browser" - ein. Co-Investoren sind die niederösterreichischen tecnet Fonds, heißt es in einer Aussendung. Erst im Frühjahr dieses Jahres hat Gamma III seine Internetbeteiligungen FatFoogoo und 123people verkauft.

 

Mobilizy entwickelt Anwendungen für Smartphones im Bereich Augmented Reality - also der Anreicherung der wahrgenommenen Realität mit digitalen Informationen. Ein Blick durch die Handykamera ermöglicht dem User dabei, zusätzliche Infos über die Welt um ihn herum in Form von Echtzeitüberblendungen zu erhalten. Die Technologie wird den Angaben zufolge unter anderem im Tourismus oder im Bereich der Navigation verwendet. "Gemeinsam werden wir in erster Linie die Produktentwicklung, den Abschluss weiterer Vertriebspartnerschaften sowie die fokussierte Marktbearbeitung vorantreiben", erklärte Philipp Breuss-Schneeweis, Gründer von Mobilizy.

 

"Mit einem prognostizierten, globalen Marktvolumen für mobile AR-Anwendungen von über 2 Mrd. US-Dollar im Jahr 2015 sowie dem Ansatz von Mobilizy eine übergreifende AR-Plattform anzubieten, haben wir die besten Voraussetzungen für eine entsprechende Unternehmensentwicklung", ist sich Paul Weinberger, Investment Manager bei GCP, sicher. "Wir sind überzeugt, dass Mobilizy auf dem Weg zu einem globalen Top-Player in diesem Bereich ist", ergänzte Doris Agneter, Geschäftsführerin der tecnet equity.

Kaum Risikobewusstsein bei Web 2.0 im Geschäftsalltag
Foto: Screenshot - WKÖ hat Social Media Guidelines ausgearbeitet. Österreichs Unternehmen sind im "Mitmach"-Web 2.0 eher ziellos unterwegs. Laut einer Online-Befragung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) nutzen zwar 39,4 Prozent der heimischen Unternehmen soziale Netzwerke wie Xing, Facebook, Linkedin oder Twitter, sie haben aber nur ein geringes Risikobewusstsein.

 

Die Hälfte der Web 2.0-affinen Firmen könne bereits eine positive Auswirkung auf das Geschäft durch soziale Netzwerke feststellen. Entsprechend hoch würden auch von Führungskräften die Chancen durch Web 2.0 bewertet, 70 Prozent befürworten eine entsprechende Online-Präsenz, so Gerhard Laga, Leiter des E-Centers der WKÖ, vor Journalisten.

 

Nur 17 Prozent der Unternehmen hätten Social-Media-Richtlinien für Mitarbeiter, lediglich 4 Prozent orten Risikopotenzial. Immerhin, betonte Laga, sei der Web 2.0-Auftritt nicht ungefährlich - Imageverlust und wirtschaftliche Schäden könnten drohen. Selbst wenn ein Unternehmen sich den Social-Media-Plattformen gänzlich verschließe, könne es nicht verhindern, dass trotzdem aktiv darüber diskutiert und berichtet würde.

 

Um den professionellen Umgang der rund 300.000 Klein- und Mittelbetriebe in Österreich mit sozialen Netzwerken zu verbessern, hat die WKÖ Social Media Guidelines ausgearbeitet. Diese stehen den Unternehmen kostenlos unter www.wko.at/telefit zum Download bereit. Sie enthalten Tipps für Firmen sowie Formulierungsvorschläge für Richtlinien inklusive rechtlicher Aspekte. Derzeit gibt es rund 2,1 Mio. Facebook-, 350.000 Xing- und 31.000 Twitter-Accounts in Österreich.

Neue Website liefert Daten zu Social-Media-Nutzung
Foto: Screenshot - Agentur Digital Affairs will Web 2.0 messbarer machen. Laufend aktualisierte statistische Daten zur Web 2.0-Nutzung in Österreich zu liefern, versprechen die Betreiber des neuen "Social Media Radar Austria" (http://socialmediaradar.at/). Ziel sei, Web 2.0. als crossmediale und interaktive Kommunikationsplattform messbar zu machen, heißt es in einer Aussendung der Agentur Digital Affairs, die die Website initiiert hat.

 

Konkret sind hier die heimischen Nutzerzahlen von Facebook, Twitter sowie künftig auch jene des geobasierten Services Foursquare zu finden. Dafür werden demografische Daten wie Geschlecht, Alter und Wohnort erhoben, sowie die Zuwächse und Abnahmen der Nutzerzahlen gefiltert, so die Agentur.

 

Auf dieser Basis könne leichter entschieden werden, ob und in welcher Form Facebook oder Twitter für ein Unternehmen sinnvoll sei sowie welche Zielgruppe in Folge erreicht werden kann und soll. "Visuell ansprechend aufbereitet sind die Daten auch für die Forschung interessant, die gerade im Social-Media-Bereich noch in den Kinderschuhen steckt", so Gerald Bäck, Geschäftsführer von Digital Affairs.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1telekomaustria.at

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR GmbH http://www.cellular.at/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH http://www.sap.at/  

- UC4 Software http://www.senactive.com/ 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG http://www.wirtschaftsblatt.at/  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht