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EBC-Newsletter #17/2010
Frauen stoßen in IT-Arbeitswelt noch immer auf Hindernisse
Foto: APA/Thomas Preiss - Expertinnen beleuchteten die Positionierung, Chancen und Stolpersteine von Frauen im IT-Sektor. Im Bild v.l.: Christian Kneil (Moderator/APA-MultiMedia), Lisa Kuhn (NAVAX Consulting AG/4relations Consulting), Marija Jelinek (Capgemini), Evelin Mayr (Hewlett-Packard), Elisabeth Unger-Krenthaller (SAP), Bente Knoll (Knoll & Szalai).

Der Trend geht in die richtige Richtung, sehr viel ist trotz zahlreicher Initiativen aber in den vergangenen Jahren nicht passiert: Noch immer verharrt der Frauen-Anteil im Top-Management von IT-Unternehmen auf einem sehr niedrigen Niveau und auch die Hürden auf dem Karriereweg sind nach wie vor hoch, war der Tenor der Expertinnen bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Dem weiblichen Nachwuchs Informationstechnologie schmackhaft zu machen, sei bisher ebenfalls mehr schlecht als recht gelungen. "Wir brauchen die Frauen aber unbedingt. Schließlich ist der Mangel an Nachwuchs in der Branche ein extrem wirtschaftliches Thema. Da geht es nicht um 'wäre nett', sondern wir benötigen alle Gruppen im Sinne von Diversity", erklärte Evelin Mayr vom Technologieunternehmen Hewlett-Packard (HP) Österreich: "Fakt ist: Wir bekommen den Nachwuchs nicht herein."

 

Neben flexiblen Arbeitszeiten seien Rollenvorbilder essenziell. Bei HP betrage der Frauenanteil bei den Mitarbeitern rund 30 Prozent, in der ersten Führungsebene sogar 50 Prozent. "Das ist für die IT-Branche sehr viel, aber selbst wir sehen hier noch Spielraum nach oben", so die HP-Managerin. Zielvorgabe sei, in der Bewerbungsendrunde einen Frauenanteil von 50 Prozent zu haben. Eine Quote hält Mayr hingegen nicht unbedingt für zielführend, "weil wir gar nicht so viele Bewerberinnen haben".

 

"Es ist ganz klar, dass wir was tun müssen", unterstrich auch Elisabeth Unger-Krenthaller vom Softwareunternehmen SAP Österreich. Rund 60 Prozent der Uni-Absolventen seien weiblich, im Top-Management komme davon aber wenig an. "Gerade in der IT-Branche, die historisch sehr männerlastig ist, fehlt es Frauen leider oft an guten Frauen-Vorbildern und Role Models", bemängelte Unger-Krenthaller.

 

Quoten sieht sie nicht als Ziel, "sondern als eine Maßnahme, um ein gewisses Ziel zu erreichen". Bei SAP in Österreich seien an die 40 Prozent der Gesamtbelegschaft weiblich. Das Unternehmen biete Mentoring, Coaching, Talent-Management und eigene Frauen-Netzwerke an. "Den Fokus legen wir auch vermehrt auf Frauen in Managementpositionen", so Unger-Krenthaller.

 

"Doppelbelastung und weniger Lohn"

Eine Entscheidung für die Karriere sei für Frauen "noch immer eine Entscheidung für Doppelbelastung und weniger Lohn", gab sich Marija Jelinek vom Beratungsunternehmen Capgemini überzeugt. Zwar sei ein Drittel der Beschäftigten in der IT- und Telekommunikationsbranche weiblich. Trotz einer gleichwertigen Ausbildung würden Frauen in technischen Berufen aber seltener auf Führungsposten gelangen und häufig "übersehen".

 

Von weiblichen und männlichen Führungskräften werde dasselbe erwartet: Fachkompetenz, Durchsetzungsvermögen, Bereitschaft für längere Arbeitszeiten, unternehmerisches Denken. "Gleichzeitig verdienen Frauen auf IT-Positionen nicht dasselbe wie Männer", sagte Jelinek. Außerdem müsse die fachliche Kompetenz immer wieder aufs Neue unter Beweis gestellt werden. "Es ist ein langsamer Prozess, Klischees aus den Köpfen zu bringen", so die Expertin.

 

"Frauen müssen sich bewusst für eine Karriere entscheiden und damit auch mögliche Nachteile in Kauf nehmen: Wenig Freizeit, keine Zeit für Partner und Familie", stellte Lisa Kuhn von der Navax Consulting AG|4relation Consulting GmbH fest. Derzeit seien viele Frauen in der IT- und Telekombranche in Bereichen wie Rechnungswesen, Administration oder Marketing tätig. "Wenn unter zehn möglichen Kandidaten für eine Führungsposition dann nur eine Frau ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es genau sie wird, dementsprechend gering", so Kuhn.

 

Im Ausbildungsbereich gebe es große Unterschiede auf den verschiedenen technischen Gebieten, ergänzte Bente Knoll, Gender-Expertin und Geschäftsführerin der Knoll & Szalai OG. Während das Verhältnis zwischen Männern und Frauen beim Architekturstudium an der Technischen Universität (TU) Wien (Stichtag 14.12.2009) praktisch ausgeglichen sei, liege der Anteil der weiblichen Informatikstudenten bei lediglich 15 Prozent. Außerdem stünden 138 männlichen Universitätsprofessoren (Stichtag 1.10.2009) gerade einmal 11 Frauen gegenüber.

 

"Schauen wir mal was geht"

Was den Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Bewerbern anbelangt, waren sich die Diskussionsteilnehmerinnen einig, dass Frauen ihr Licht zu sehr unter den Scheffel stellen. "Männer, die zu 60 Prozent geeignet sind, sagen sich: 'Schauen wir mal was geht'. Frauen, die die Anforderungen zu 100 Prozent erfüllen, sind sich unsicher, ob sie das schaffen", so HP-Managerin Mayr.

 

"Männliche Bewerber verkaufen sich besser, weibliche wollen ihre Qualifikation am Papier nachweisen. Außerdem findet sich unter zehn Bewerbern nur eine Frau", bemängelt Kuhn von Navax. Capgemini-Expertin Jelinek konstatiert: "Frauen warten auf eine Beförderung, Männer planen ihre Karriere ganz konkret." Unger-Krenthaller von SAP empfiehlt Frauen: "Tue Gutes und rede darüber."

 

SERVICE: Fotos vom Event sind hier abrufbar.

Dorfbevölkerung beklagt langsame Internetverbindungen
Foto: APA/dpa - Jeder Zweite ist unzufrieden

Das Internet ist in den Dörfern angekommen, aber es ist zu langsam - fasst T-Mobile-Austria-Chef Robert Chvatal eine Umfrage unter Privatpersonen, Unternehmern und Bauern in Siedlungen unter 3.000 Einwohnern zusammen. Drei von vier Personen haben einen Internetzugang, wobei es bei den Firmen 91, bei den Landwirten 77 und bei Privaten 73 Prozent sind.

 

Jeder Zweite beklagt eine zu geringe Geschwindigkeit des Netzes, für 13 Prozent der Bauern gibt es laut Umfrage (Sample: 1.500 Personen) gar keine Anschlussmöglichkeit ans "Globale Dorf". Auffallend ist auch, dass nur acht Prozent der Landwirte im Internet einkaufen. Chvatal sieht die Regulierungsbehörde RTR gefordert, diese soll bei der Teilung der Handynetzwerke offener sein. Beklagt wurden auch die hohen Bewilligungskosten für Richtfunkanlagen und der geringe Wettbewerb in der Leitungsbaubranche.

 

Und einmal mehr verlangte er die rasche Vergabe der freiwerdenden TV-Frequenzen - die sogenannte "Digitale Dividende". Nur dann sei es möglich, die nächste Mobilfunkgeneration LTE auch am flachen Land auszurollen. Es dürfe aber nicht sein, dass die Erlöse aus der Versteigerung der Digitalen Dividende ausschließlich für den Glasfaserausbau verwendet werden, hier müsse es Technologieneutralität geben. Chvatal machte klar, dass die Mitbewerber der Mobilkom Austria keine Lust haben, den Glasfaser-Netzausbau der Mobilkom-Mutter Telekom Austria mit ihren Zahlungen aus der Dividenden-Auktion zu finanzieren.

 

"Der Internetausbau wird die Landflucht eindämmen", ist Meinungsforscher Peter Hajek überzeugt. Immerhin hätten drei von vier Befragten erklärt, dass das Netz ihr Berufsleben verändert habe. Hochgerechnet würden 48.000 Betriebe in Österreichs Dörfern einen Wettbewerbsnachteil sehen, hätten sie keinen Internetanschluss. Derzeit fühle sich jeder zweite Dorfbewohner gegenüber den Städten benachteiligt.

 

Ein Kostenvergleich für den Anschluss eines Privathaushaltes in einem Dorf im Vergleich zu einem städtischen Zugang lasse sich schwer anstellen, aber sehr vereinfacht würden die Kosten im Dorf rund zehnmal höher sein, rechnete T-Mobile-Technik-Chef Rüdiger Köster vor.

Die Kulturrevolution aus dem 3D-Drucker
Foto: APA/EPA - Elektronische Geräte und Co. sollen künftig aus dem Drucker kommen

Als ob der "Replikator" vom Raumschiff Enterprise auf der Erde landet: Neil Gershenfeld, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), will mit seinen weltweiten "Fab Labs" Innovationen mit "Bottom-Up-Ansatz" ermöglichen - und per 3D-Printer auch gleich ausdrucken.

 

"Wir haben Hochschulen und Industrie so aufgebaut, dass sie zwischen Konstruktion und Realität eine Firewall aufgezogen haben", kritisierte Gershenfeld bei den Alpbacher Technologiegesprächen ein seiner Ansicht nach verkehrtes Denkmuster. Eine Revolution mit dezentraler Produktion von Ideen und Gütern sei das Ziel.

 

"Die Natur kennt diese Grenzen nicht", sagt der Direktor des Center for Bits and Atoms am MIT, der die künstlichen Barrieren zwischen Software und Hardware, Computer- und Naturwissenschaften, Bits und Atomen wieder aufbrechen will und dies mit visionären Projekten vom molekularen Quantencomputer bis zu virtuosen musikalischen Instrumenten versucht.

 

"Schuld" an den Grenzen in der Informationstechnologie habe unter anderem der Computerpionier Alan Turing, der die Information von der Verarbeitung getrennt habe. Dieses Konzept aus den 1930er und 1940er-Jahren blockiere das Entstehen von Innovationen im Prinzip noch heute. Hinter den Fab Labs steckt dagegen der Gedanke, dass Menschen die Dinge, die sie brauchen, selbst entwerfen und auch gleich selbst per 3D-Drucker ("Rapid Prototyping") herstellen können.

 

Das Konzept ist als Gegenentwurf zur zentralisierten Unternehmensforschung gedacht und soll auf der ganzen Welt für eine Revolution in der Produktion und im Herangehen an Innovation sorgen. Fab Labs haben sich von Boston aus mittlerweile nach Afghanistan, wo ein Projekt zur drahtlosen Kommunikation realisiert wurde, über das ländliche Indien und Südafrika bis ins nördliche Norwegen ausgebreitet. "Die Anzahl der Labs verdoppelt sich jedes Jahr", sagt der Querdenker, der 2004 vom "Scientific American" unter die 50 führenden Köpfe in Wissenschaft und Technologie gewählt wurde.

 

Auch in Österreich gibt es im Linzer Ars Electronica Center (AEC) einen Ableger dieser Idee: "2008 haben wir im Zuge des Neubaus des Museums selber ein Fab Lab aufgebaut", erklärte der wissenschaftliche Leiter des AEC, Christopher Lindinger, auf Anfrage der APA. "Die Idee dahinter ist, eine neue Kulturrevolution auszulösen. In Zukunft bestellt man dann nicht den iPod bei Amazon, sondern lädt sich den Bauplan herunter und druckt das Gerät dann aus." Geht es nach Gershenfeld, könnte herkömmlichen Industriebetrieben irgendwann nur mehr eine marginale Rolle als Fabrikanten kleiner, relativ unwichtiger Teile zukommen.

Markt für Handy-Bankgeschäfte boomt
Foto: APA/EPA - In Ländern wie Mexiko, Russland oder Indien boomen Bankgeschäfte per Handy Die Abwicklung von Bankgeschäften über das Handy steht vor einer rasanten Entwicklung, gerade in aufstrebenden Ländern wie Mexiko, Brasilien, Russland, Indien und China (M-BRIC). In diesen Ländern wird sich die Anzahl der Nutzer mobiler Zahlungssysteme bis 2015 von derzeit 32 Millionen auf rund 290 Millionen verneunfachen, schätzen die Experten des Beratungsunternehmens Arthur D. Little.

 

"Wir erwarten für 2015 in diesen Ländern zusammen rund 20 Milliarden Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 60 Milliarden Dollar" (47,6 Mrd. Euro), erklärte der Studienleiter Karim Taga. Weltweit wird für diesen Zeitpunkt ein über Mobiltelefone abgewickeltes Transaktionsvolumen von 280 Mrd. US-Dollar prognostiziert, so der Telekomexperte.

 

Für Taga, Geschäftsführer von Arthur D. Little Austria, ist jetzt der ideale Zeitpunkt für den Markteintritt in den M-BRIC-Staaten, auch weil in einigen dieser Länder gerade die gesetzlichen Rahmenbedingungen neu gestaltet wurden. Mexiko bietet laut Studie die besten Möglichkeiten für einen schnellen Markteintritt. Auch in Russland sehen die Studienautoren gute Chancen für Mobilfunkanbieter, da das dortige Bankensystem sehr ineffizient sei.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1telekomaustria.at

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR GmbH http://www.cellular.at/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH http://www.sap.at/  

- UC4 Software http://www.senactive.com/ 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG http://www.wirtschaftsblatt.at/  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen