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EBC-Newsletter #7/2010
Rechenkunst statt Ideologie: Bei "grüner" IT geht es vor allem um die Kosten
Foto: APA/Thomas Preiss - Bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community diskutierten Expertinnen und Experten über Chancen und Hindernisse für "Grüne" IT.
Personen: Im Bild v.l.n.r. Rainer Kaltenbrunner (IDC), Michael Bartz (Microsoft Österreich), Elfriede Neuhold (Telekom Austria), Oliver Krizek (NAVAX), Barbara Hackner (HP Österreich), Gerhard Zeiner (SAP Österreich) und Marcus Hebein (APA-MultiMedia, Moderator).

Beim Thema "Green IT" steht die Kosteneinsparung im Mittelpunkt, nicht der Umweltschutzgedanke. Ein ökologischer Effekt sei zwar wünschenswert, werde aber von den Unternehmen eher als zweitrangig angesehen, waren sich Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien einig.

 

Tatsächlich sei der Hauptgrund für "Green-IT"-Initiativen im Unternehmen der ökonomische Zwang - also etwa eine Reduktion der Energiekosten, erklärte Rainer Kaltenbrunner vom Beratungsunternehmen IDC. Als Treiber für das Thema sieht er einerseits die IT-Abteilungen selbst und andererseits das Senior Management. Die Marketingabteilungen würden hingegen an letzter Stelle rangieren. Klar sei, dass es nicht um Umweltschutz gehe, sondern um eine effizientere IT-Infrastruktur.

 

Gegenwärtig könnten fast alle großen Hersteller auf die eine oder andere "Green IT"-Kampagne verweisen. "Aber ob diese Konzepte wirklich halten, was sie versprechen, und nicht nur eine grüne 'Marketinghülle' sind, darf bezweifelt werden", so Kaltenbrunner. Vor der Wirtschaftskrise - als man 135 Dollar pro Fass Öl bezahlt hat - sei der Hype um "Green IT" bereits groß gewesen, danach deutlich abgeflacht. "Heuer kommt das Thema wieder stärker aufs Tapet", erklärte Kaltenbrunner.

 

Investiert würde aber auch in Österreich vor allem, wenn damit Kosteneinsparungen verbunden sind bzw. geringere Betriebskosten erreicht werden könnten. "Green IT" hätte im eigentlichen Sinn keine Priorität für Kunden. "Keiner würde 'Grün' als Selbstzweck kaufen. 'Grün' ist ein Bonus", gab sich der Experte überzeugt. Was jedoch für diesbezügliche Angebote spreche, sei die Möglichkeit zur Positionierung - also sich vom Mitbewerb differenzieren zu können. Außerdem würden gesetzliche Vorschriften und Sanktionen künftig eine größere Rolle spielen.

 

"Green" heißt "Kosten sparen"

"'Green' ist heute nicht mehr eine Frage des guten Willens und nachhaltigen Wirtschaftens, sondern harter ökonomischer Anforderungen. 'Green' heißt heute bereits 'Kosten sparen'", sagte auch Michael Bartz von Microsoft Österreich. Dies sei in der Zeit nach der Krise, die es von Unternehmen erfordere, mit beschränkteren Ressourcen in Zukunft mehr zu erreichen, umso wichtiger.

 

Beispiele dafür gebe es zur Genüge: Durch Videokonferenzen ließen sich etwa 40 bis 60 Prozent der Kosten einsparen. Zwar brauche es ein "physisches Minimum an Konferenzen", bei Microsoft würden aber bereits 80 bis 90 Prozent virtuell durchgeführt. Und durch Änderungen beim Druckverhalten sei eine Reduktion von 10 bis 15 gedruckten Seiten auf 1 bis 2 Blatt pro Tag und Mitarbeiter erreicht worden. Allein durch entsprechende Software könnte man außerdem eine Senkung des Energieverbrauchs von Servern um 20 Prozent erzielen.

 

"Operation am offenen Herzen"

Warum der aktuelle Hype nicht so schnell zur Umsetzung kommt, ist für Barbara Hackner von HP Österreich klar: "Jeder Eingriff in die IT gleicht einer Operation am offenen Herzen." "Green-IT"-Initiativen würden jedenfalls aus wirtschaftlichen Gründen gestartet. "Wenn nur die 'grüne IT' im Vordergrund steht, würde das nicht funktionieren." Gefragt seien in Österreich derzeit vor allem Vorreiter. "Erfolgreiche Beispiele sind wichtig, um die Entscheidungsträger zu überzeugen", so Hackner.

 

"Kühle Rechner beginnen zu erkennen, dass energieeffiziente Technologielösungen für ihr betriebswirtschaftliches Ergebnis zumindest ebensoviel Power haben können wie für die Umwelt", gab sich die Managerin überzeugt. "Grün sein" und Kosten sparen sei bisher oft als klassische entweder-oder-Situation verkannt worden. "Doch heute können ganz klare Rechnungen aufgestellt werden, was die Reduktion der Stromrechnung und des CO2-Ausstoßes in Geldwert bedeuten", erklärte Hackner.

 

"Es verlangt auch niemand, dass wir nur auf die Umwelt schauen", ergänzte Elfriede Neuhold von der Telekom Austria. Allerdings werde der Energieverbrauch im IKT-Sektor weltweit steigen, also auch der CO2-Ausstoß zunehmen. "Dem muss nachhaltig entgegengewirkt werden, aus Klimaschutz- und auch aus Kostengründen", so Neuhold. Beispiele für Einsparungsmöglichkeiten und eine höhere Energieeffizienz seien die Virtualisierung von Servern oder ausgeklügelte Klimatisierungskonzepte. "Ein grünes Mascherl reicht nicht, die Technologien müssen nachweislich energieeffizient sein", sagte Neuhold.

 

"Mit klaren Beispielen untermauern"

"Wir machen zu wenig auf die Vorteile von 'Green IT' aufmerksam - egal ob für Großunternehmen oder KMU", stellte Gerhard Zeiner von SAP Österreich fest. Die Baubranche würde Heizkosteneinsparungen und Co. viel mehr herausstreichen. "Das sind Argumente, die man stärker vorbringen und mit klaren Beispielen untermauern müsste."

 

Nachhaltigkeit umspanne weit mehr als "Green-IT". "Unternehmen unterliegen immer stärker Regularien und Marktanforderungen. Außerdem sind sie gefordert, den Einfluss schwankender Energie- und Rohstoffkosten durch nachhaltiges Wirtschaften auszugleichen", so Zeiner. Die Aufgabe der IT sei es, die notwendigen Anwendungen für Transparenz und die Steuerung von Nachhaltigkeitsaspekten im gesamten Unternehmen zu schaffen.

 

Die zunehmende Zentralisierung - durch eine Optimierung der Serverlandschaft bzw. Virtualisierung - komme inzwischen auch bei Klein- und Mittelunternehmen an, so Oliver Krizek von Navax Consulting. Allerdings hätte nicht jeder das notwendige Geld für aufwendige Investitionen. KMU könnten aber schon durch kleine Maßnahmen viel erreichen. "Es wird zu wenig transportiert, was man unter der Überschrift 'Green IT' alles versteht", sagte Krizek. Er fordert zudem eine Unterstützung seitens der Politik, die auch in diesem Bereich Anreize zum Energiesparen bieten sollte.

 

SERVICE: Fotos des Events sind hier abrufbar.

Österreich im IKT-Ranking deutlich abgerutscht
APA -

Schweden ist erstmals die Nummer 1 einer Rangliste jener Länder, die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) am erfolgreichsten einsetzen, um die Entwicklung ihrer Volkswirtschaften zu unterstützen. Österreich belegt unter den 133 untersuchten Ländern Rang 20, ist aber um vier Plätze zurückgefallen.

 

Auf den Plätzen zwei und drei des im "Global Information Technology Report 2009-2010" veröffentlichten "Network Readiness Index" folgen Singapur und Dänemark - die Dänen hatten das Ranking zuletzt dreimal in Folge angeführt. Unter die Top 10 des vom Weltwirtschaftsforum (WEF) herausgegebenen Berichts haben es gleich sechs europäische Länder geschafft: neben den Schweden und Dänen auch die Schweiz (4), Finnland (6), die Niederlande (9) und Norwegen (10).

 

Auf den vorderen Plätzen liegen auch die großen europäischen Länder Großbritannien (13), Deutschland (14) und Frankreich (18) - deutlich abgeschlagen aber Italien auf Rang 48, hinter osteuropäischen Ländern wie Estland (25), Tschechien (36), Litauen (41), Montenegro (42) und Ungarn (46).

 

Der stärkste Industriestaat USA ist um zwei Ränge auf Platz 5 abgerutscht. Der zweite Wirtschaftsgigant China (37) liegt deutlich hinter seinem kleinen Bruder Taiwan (11) zurück, belegt aber mit seiner Sonderverwaltungszone Hongkong den guten 8. Platz. Auch der Bevölkerungsriese Indien konnte sich als Nummer 43 gut platzieren.

Filme, Serien und TV online immer beliebter
Foto: APA/dpa - US-YouTube-Konsumenten schauen 93 Videos pro Monat

Das Internet baut seine Stellung als "Unterhaltungsnetzwerk" weiter aus: Bereits jeder vierte Internetnutzer in Deutschland schaut Filme, Serien und TV online oder hört Webradio. Das teilte der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in einer Aussendung mit.

 

Die Daten stammen aus dem "Marketers Consumers, Digitale Connected"-Report 2009 des Interactive Advertising Bureau (IAB) Europe in Kooperation mit InSites Consulting. "Die Nutzung des Webs als Unterhaltungsmedium nimmt immer stärker zu. Aus diesem Grund verlängern viele TV-Sender ihr Angebot ins Web (...). Selbst auf klassischen Nachrichten- und Informationsportalen nimmt der Bewegtbildanteil deutlich zu", erläutert Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des Onlinevermarkterkreises im BVWD, ohne jedoch genaue Steigerungszahlen zu nennen.

 

Konkrete Zahlen zur massiven Entwicklungsgeschwindigkeit der Bewegtbilder im Netz wurden kürzlich aus den USA gemeldet. Ein durchschnittlicher US-YouTube-Konsument schaute sich im Monat Jänner durchschnittlich 93 Videos auf der Plattform an. Das entspricht einem Anstieg um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Marktforschungsinstitut comScore ermittelte. Annähernd 173 Mio. US-Internetuser konsumierten im Jänner Online-Videos.

 

Deutschland selbst liegt im Vergleich mit anderen europäischen Ländern bei der Nutzung von audiovisuellen Medien auf Websites noch unter dem Durchschnitt. Dies liege unter anderem daran, dass viele Webangebote das Potenzial bewegter Bilder noch nicht voll ausschöpfen, heißt es beim BVDW. Rund 80 Prozent der Deutschen lesen demnach Nachrichten im Web oder beschaffen sich Informationen online. Insgesamt nutzt die Mehrheit das Internet fast täglich. 

Das Mir-passiert-schon-nichts-Syndrom
Foto: APA/dpa - Millionen User klicken unbekümmert auf Spam

Betrug, Phishing, Identitätsdiebstahl - die meisten Computerbenützer wissen über im Internet drohende Gefahren Bescheid. Trotzdem klicken Millionen User unbekümmert auf Spam. Die gefährlichste aller Computerkrankheiten ist das Mir-passiert-schon-nichts-Syndrom, schlussfolgert MAAWG (Messaging Anti-Abuse Working Group), eine internationale Arbeitsgruppe der Telekommunikationsbranche.

 

"Die Verbraucher sehen keinen Zusammenhang zwischen Bot-Infektionen und eigenem risikoreichem Verhalten", lautet die Bilanz einer im Jänner bei 3.700 Internetusern in sechs Ländern (USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Spanien, Großbritannien) durchgeführten Studie. 80 Prozent der E-Mail-Anwender wissen laut dieser Umfrage, dass es Bots gibt. So bezeichnet man ein Computerprogramm, das selbstständig Aufgaben abarbeitet. "Böse" Bots können zum Beispiel Mail-Adressen für Werbezwecke sammeln, massenhaft unautorisiert Webinhalten kopieren oder Softwarelücken systematisch ausspionieren.

 

Trotzdem gab die Hälfte der Anwender an, Spam geöffnet, auf einen Link im Spam geklickt, einen Spam-Anhang geöffnet bzw. auf Spam geantwortet oder ihn weitergeleitet zu haben. Nur ein Drittel glaubt, sich damit einer Gefahr auszusetzen. Denn nur 36 Prozent der User sind der Meinung, ihr eigener Computer könnte von einem Virus befallen werden - das Mir-passiert-schon-nichts-Syndrom schlägt voll zu.

 

46 Prozent derjenigen, die ein Spam-E-Mail öffneten, taten dies sogar absichtlich: Ein Viertel davon wollte sich abmelden oder beim Absender beschweren, 18 Prozent "sehen, was passiert", 15 Prozent interessierten sich für das Produkt. Dabei halten sich 44 Prozent der Anwender in Bezug auf E-Mail-Sicherheit für "einigermaßen erfahren". Dazu gehören vor allem Männer und Jüngere unter 35 Jahren. Aber genau diese User öffnen Spam häufiger als alle anderen.

 

Weniger als die Hälfte der User sieht sich selbst als denjenigen, der die größte Verantwortung dafür trägt, die Verbreitung von Internetviren zu stoppen. "Der Verbraucher muss wissen, dass er kein hilfloser Zuschauer ist. Er spielt eine ganz entscheidende Rolle beim Kampf gegen Spammer, indem er sich nicht darauf einlässt und die entsprechenden E-Mails einfach nur als unerwünscht kennzeichnet", sagte MAAWG-Vorsitzender Michael O'Reirdan.

 

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH www.sap.at  

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Software www.uc4.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht