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EBC-Newsletter #20/2008: Einladung zum nächsten Event
Reality-Check: Wie arbeitet es sich im Unternehmen 2.0?
Zusammenarbeit, Wissensaustausch und neue Technologien haben die Betriebe rasant verändert. Sowohl für Mitarbeiter als auch die Chefs ergeben sich dadurch große Herausforderungen. Denn: Irrelevante Infos stehlen kostbare Arbeitszeit, technologische Neuerungen verunsichern weniger IT-affine Personen und nicht alles, was mehr Produktivität verspricht, hält das auch. Allerdings kann der effizientere Know-how-Austausch auch Produktentwicklung und Innovationen beflügeln sowie einen Vorsprung im Wettbewerb sicherstellen. Wie kommuniziert man künftig intern, mit Kunden und Partnern? Welche Fertigkeiten muss der „Mitarbeiter 2.0" beherrschen? Und wie wirkt sich das auf den Wettbewerb um Talente aus? Wie können Systeme und Technologien besser aufeinander abgestimmt werden, um eine effiziente Kommunikation zu ermöglichen? Welche innovativen Anwendungen bringen im Wettbewerb Vorteile? Wie stark muss sich die Unternehmenskultur ändern? Und welche Stolpersteine gibt es dabei? Darüber diskutieren Experten bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community am Donnerstag, 23. Oktober 2008 im Haus der Musik. Es diskutieren u. a.: Josef Herget (Donau-Universität Krems), Michael Bartz (Microsoft Österreich), Alois Schrems (Telekom Austria) und Matthias Zach (NextiraOne Austria). Datum: Donnerstag, 23. Oktober 2008 Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß 1010 Wien Seilerstätte 30 Happy Hour: ab 18.30 Uhr Podiumsdiskussion: 19.30 - 21.00 Uhr, Vortragssaal Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Online-Fragebogen zur E-Business-Community
Seit Anfang der Woche ist ein Fragebogen zur E-Business-Community online abrufbar. Bitte helfen Sie uns, mit dem Ausfüllen der Umfrage die EBC zukünftig noch interessanter und aktueller zu gestalten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback! Hier geht's zum Fragebogen
Experten sehen Handlungsbedarf bei "semantischen Technologien"

Der Einsatz von semantischen Technologien im Unternehmen könnte - nach einer bisher eher zögerlichen Anlaufphase - in den kommenden Jahren rapide zunehmen. Neben Vorteilen für die Betriebe, wie eine effizientere Informationsauswertung, ergeben sich dadurch auch für heimische IT-Entwickler und Forscher große Chancen, zeigen sich Experten überzeugt. Österreich steht noch am Anfang, was den Einsatz dieser Technologie in Unternehmen betrifft, erklärte Alexander Wahler, Geschäftsführer des Netzwerks STI International, das die kürzlich mit Unterstützung des Infrastrukturministeriums (BMVIT) in Wien abgehaltene European Semantic Technology Conference (ESTC) organisiert hat. Allerdings arbeiten in Europa bereits rund 300 IT-Anbieter mit entsprechenden Produkten. Nach Einschätzung des Experten "wird in den nächsten drei bis fünf Jahren diese Technologie ein Bestandteil der meisten Anwendungen sein". Mit Hilfe der Semantik sollen Computer die Bedeutung von Daten erfassen und sie weiterverarbeiten können. "Die Qualität der Information wird gesteigert und zudem ist die Auswertung effizienter und kostengünstiger", so Wahler. Heimische Unternehmen könnten hier auch am internationalen Markt mitwirken und das mit relativ geringem finanziellem Aufwand. Um den zögerlichen Start in Österreich zu beschleunigen, hofft Wahler auf stärkere Unterstützung seitens des Staates. "Wir haben in diesem Bereich das klassische Problem. Es wird gut in Forschung und Entwicklung investiert, aber bei der kommerziellen Umsetzung fehlt es oft an Unterstützung", kritisierte Wahler. Dies sei ein in ganz Europa zu beobachtendes Phänomen. Francisco De Sousa Webber, Geschäftsführer von Matrixware, sieht das Problem ähnlich. So tue sich bei semantischen Technologien einiges in Österreich, "aber nachdem alle unterfüttert sind, wird niemand den Durchbruch aus sich heraus schaffen". Grund dafür sei das Gießkannenprinzip, "damit wird Österreich wieder einmal Konsument werden und nicht Lieferant", meint der Chef des Wiener IT-Unternehmens gegenüber der APA. Allerdings sehe er eine Chance, mit relativ geringen Mitteln zu einem "early adopter von Informationsökonomie" zu werden.

ISPA-Chef wünscht sich mehr Wettbewerb am Breitbandmarkt
Der österreichische Internetprovider-Verband ISPA hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass das Internet auch hierzulande als Wirtschaftsgröße anerkannt wird, sagte der scheidende Generalsekretär der 1997 gegründeten Interessengemeinschaft, Kurt Einzinger, im APA-Gespräch. In puncto Wettbewerb und Regulierung habe die ISPA aber wenig erreicht. Der seiner Ansicht nach unterentwickelte Wettbewerb am Breitbandmarkt sei die Folge einer schwachen Regulierung. "Die Telekom Austria konnte mit der Kontrolle über den Zugang zum Festnetz ihre dominante Position ausbauen", resümierte Einzinger. Dies habe zu einem "eindeutigen" Rückgang mittlerer und großer alternativer Internet-Anbieter geführt. Kritik übte er erneut an der Rücknahme der Regulierung des Breitbandmarktes im städtischen Bereich. Dadurch würden kleinere Provider aus dem Markt gedrängt. Kleine Dienstleister könnten aber ohnehin nur überleben, wenn sie neben Breitband noch Zusatzservices anbieten. In puncto EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (Data Retention), die alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, Verkehrsdaten aus Telefonnetzen und dem Internet mindestens sechs Monate zu speichern, hofft der scheidende ISPA-Chef, dass "Österreich nicht zu den ersten" gehört, die diese umsetzen. Außerdem müsse es eine klare Kostenregelung geben. Nicht nur für die Investition in technische Vorrichtungen, sondern auch pro Anfrage wollen die Provider dann eine Kostenrückerstattung - damit die Behörden nicht wahllos Daten abfragen. Mit 1. November wird Einzinger, der sich "im Bereich Internet" selbstständig macht, von Andreas Wildberger als ISPA-Generalsekretär abgelöst. Wildberger ist Sozial- und Wirtschaftswissenschafter (Dissertationsfach Wirtschaftsinformatik) und war zuletzt wirtschaftlicher Experte bei der Österreichischen ForschungsförderungsgmbH (FFG). Er wurde 1969 in Hainburg/Donau geboren, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Europäische Webseiten sind großteils nicht barrierefrei
Rund 35 Prozent aller Österreicher nutzen das Internet nicht. Neben älteren Personen sind es vor allem Menschen mit geringer Bildung, die offline sind. Bei der Verkleinerung der digitalen Kluft muss daher besonderes Augenmerk auf diese Schichten gelegt werden, sagte die für Medien zuständige Ministerin Heidrun Silhavy (S) anlässlich des diesjährigen Internet Summit, der sich mit dem Thema e-Inclusion beschäftigt hat. Bei e-Inclusion "geht es einerseits um die Miteinbeziehung strukturell benachteiligter Bevölkerungsgruppen in die Wissensgesellschaft, andererseits eröffnet der Bereich aber auch Wachstumschancen für neue wirtschaftliche Märkte im Internetsektor", sagte der scheidende Generalsekretär der Internet Service Provider Austria (ISPA), Kurt Einzinger. Die Nutzung von Internet- und Kommunikationstechnologien (IKT) biete ohnehin benachteiligten Bevölkerungsgruppen zusätzliche Chancen, meinte Silhavy. Hierzulande leben etwa 100.000 Personen mit Lese-, Schreib- oder Rechenschwäche, hieß es. Jene Menschen an das Internet heranzuführen, sei "sehr, sehr schwierig", so Silhavy. Mit einigen Projekten wie etwa einem kostenlosen Web-Zugang in Bibliotheken werde bereits versucht, bildungs- und einkommensbedingte Barrieren zu überwinden. Ob man mit derartigen Initiativen tatsächlich an die Zielgruppe herankommt, sei "nicht sicher", so die Ministerin. Trotzdem müssen man es "weiter versuchen". Europaweit sind erst fünf Prozent aller Websites barrierefrei, sagte Paul Timmers, Leiter der Abteilung IKT für Integration in der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien in der Europäischen Kommission. Die Gründe dafür seien oftmals Unwissenheit der Betreiber oder befürchtete Kosten. Mit einer e-Inclusion-Kampagne will die EU-Kommission deshalb Problembewusstsein in Politik, Wirtschaft und bei der Bevölkerung schaffen.

Datenverkehr wird laut Studie bis 2011 rasant wachsen
Die österreichischen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) rechnen mit einem rasanten Anstieg der Datenflut. 67 Prozent von 200 befragten Betrieben gehen davon aus, dass sich das Datenvolumen bis 2011 verdoppelt. Rund 25 Prozent sprechen gar von einer Verdreifachung oder darüber hinaus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Karmasin Motivforschung, die im Auftrag von Hitachi Data Systems Österreich durchgeführt wurde. Für die Datenverwaltung sollen innerhalb der nächsten drei Jahre 39 Prozent der geplanten Investitionen in Backup-Lösungen gehen, aber auch in ein revisionssicheres Archiv, in die Virtualisierung von Speicher-Kapazitäten und die Konsolidierung der Infrastruktur (je 28 Prozent) soll Geld gesteckt werden. Mittlere Unternehmen würden dabei eine höhere Investitionsbereitschaft als Kleinbetriebe zeigen, so das Umfrageergebnis. Laut Studie behalten 75 Prozent der KMU ihre Daten im Unternehmen, während sieben Prozent sie an eine externe Firma auslagern.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen. Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind: - ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com - Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com - diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc - DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at - DMVÖ Dialog Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at - economyaustria economyaustria.at - Gentics Software GmbH www.gentics.com - Hewlett-Packard www.hp.com/at - IT Solution GmbH www.itsolution.at - Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net - Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria - NAVAX Consulting AG www.navax.at - NextiraOne www.nextiraone.at - SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at - Telekom Austria www.telekom.at - WirtschaftsBlatt www.wirtschaftsblatt.at - Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at - APA-MultiMedia multimedia.apa.at
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