24. Oktober 2014, 11:13
Microsoft startet stark ins neue Geschäftsjahr
Der US-Software-Riese Microsoft kommt bei seiner Erneuerung voran. Im ersten Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel ...
23. Oktober 2014, 12:08
Nokia mit deutlichem Umsatzplus
Der finnische Telekommunikationskonzern und ehemalige Handy-Weltmarktführer Nokia hat am Donnerstag ein durchwachsenes drittes Quartal ...
23. Oktober 2014, 11:18
Telekom nach drei Quartalen tief in Verlustzone
Die teilstaatliche Telekom Austria, Tochter der mexikanischen America Movil, hat im dritten Quartal 2014 zwar wie erwartet ein deutlich ...
EBC-Newsletter #9/2014
Trend zum Online-Einkauf krempelt Handel um
APA-Fotoservice/Preiss - Im Bild v.l.n.r.: Ernst Steininger (WKO), Christian Adelsberger (Evolaris), Andreas Plamberger (PwC) und Thomas Stern (Moderation, Braintrust) Miteinander, statt gegeneinander: Die Vorteile der jeweiligen Verkaufskanäle zu nutzen, scheint derzeit das Erfolgsmodell zu sein, um in der Shopping-Welt von morgen noch eine Rolle zu spielen. Das ist das Resümee einer Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"Wir glauben nicht, dass der Laden tot ist", brach Andreas Plamberger vom Beratungsunternehmen PwC Österreich eine Lanze für den stationären Handel. Möglicherweise würden Geschäftsgrößen und Sortimentsumfang aber schrumpfen und nur mehr die Funktion eines "Showrooms" erfüllen. Denn Interaktion - das Berühren und Ausprobieren der Produkte - gehöre weiterhin zum Einkaufserlebnis dazu. Wichtig sei hier auch, die gewünschten Artikel gleich mitnehmen zu können.

 

Eine Gefahr für die etablierten Händler bestehe darin, dass Kunden keinen Unterschied mehr machen, ob sie das gewünschte Markenprodukt auf herkömmlichem Weg oder direkt beim Hersteller erwerben. Immer häufiger werde dieser Zwischenschritt übersprungen. Beim Online-Einkauf selbst bevorzugen die Konsumenten derzeit eindeutig den PC gegenüber Smartphones und Tablets. Mobile Endgeräte würden aber in den vorgelagerten Phasen der Kaufentscheidung immer wichtiger.

 

Die Ansicht, dass sich soziale Medien bald zum unverzichtbaren Vertriebskanal entwickeln würden, scheint hingegen ein Mythos zu sein. "Nur wenige kaufen über Social Media ein. Dieser Bereich sollte aber trotzdem nicht vernachlässigt werden, weil er über alle Vertriebskanäle hinweg für Stimulation sorgt und einen unverzichtbaren Kommunikationskanal darstellt", sagte Plamberger. Wichtig sei, die Kanäle - Stichwort Multi-Channel-Strategie - nicht einzeln zu betrachten, weil sie sich gegenseitig befruchten.

 

KMUs profitieren vom "Sofort-Konsum"

"Die Zukunft liegt darin, den Mehrwert des jeweiligen Kanals zu identifizieren, miteinander zu verknüpfen und so die Bedürfnisse des Kunden wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen", gab sich auch Christian Adelsberger vom Kompetenzzentrum Evolaris überzeugt. KMUs würden etwa von kurzen Wegen profitieren, weil der "Sofort-Konsum" an Bedeutung gewinne. "Ein wesentlicher Treiber des Kaufs ist die Verfügbarkeit", so der Experte.

 

Zuerst müsse man aber überhaupt gefunden werden, im Internet am besten mit Öffnungszeiten und Adresse - und das auch bei mobilen Abfragen. Außerdem sollte für den Online-Auftritt die Sortimentsgestaltung überdacht werden. Bei Nischenprodukten sei beispielsweise der Preis nicht so wichtig. Ein Klischee sei, dass am Handy keine größeren Anschaffungen getätigt werden. "Das verschwimmt komplett", so Adelsberger.

 

Jedenfalls biete die Möglichkeit, auch international zu verkaufen, große Chancen für die heimischen Betriebe. Beim grenzüberschreitenden Handel dürfe aber nicht auf die rechtlichen Implikationen vergessen werden, ergänzte PwC-Experte Plamberger. Das stellt wiederum kleinere Betriebe vor Schwierigkeiten.

 

Hohe Kosten für Versand bremsen Internethandel

"Die meisten kleinen Händler machen das Online-Geschäft nebenbei und experimentieren, um neue Kunden zu finden", so Ernst Steininger, Berufszweigobmann Versand- und Internethandel der Wirtschaftskammer Wien. Wichtig sei, nicht nur mit seinem Unternehmen, sondern auch den Produkten im Web vertreten zu sein. Allerdings würden viel zu wenig Händler die Chancen durch das Internetgeschäft nutzen. Hauptverantwortlich dafür seien technisches Unwissen und die Scheu, Geld für etwas auszugeben, dessen Potenzial man nicht einschätzen könne.

 

Ein Problem sieht der Fachmann in den exorbitanten Kosten für die Logistik. "Das trifft den Internethandel massiv. Teilweise kostet der Versand eines Produkts von Österreich nach Deutschland dreimal so viel wie umgekehrt", sagte Steininger. Das mache das Geschäft mit günstigen Produkten - etwa Handyschutzhüllen - hierzulande praktisch unmöglich.

America Movil will Telekom für Expansion nutzen
APA/Jäger - Kemler und Moreno betonten Vorteile des Syndikatsvertrags Der Telekom-Konzern America Movil (Amov) will - nach dem beinahe gescheiterten Syndikatsvertrag mit der Staatsholding ÖIAG - die Telekom Austria (TA) nun für seine Expansion in Europa nutzen, erklärte Amov-Finanzchef Carlos Garcia Moreno. Erster Schritt dafür ist die geplante Kapitalerhöhung von rund 1 Milliarde Euro. Die ÖIAG muss sich dafür mit 250 bis 280 Mio. Euro neu verschulden.

 

Die Summe ist notwendig, damit die ÖIAG nicht ihre Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie verliert. Die Republik will sich auf diesen Anteil beschränken. Die von einem der reichsten Männer der Welt, Carlos Slim, kontrollierte America Movil wiederum plant, mit dem Übernahmeangebot von 7,15 Euro pro Aktie an der ÖIAG vorbeizuziehen. Welchen genauen Anteil Amov anstrebt, sagte Moreno aber nicht. Fix ist, dass die Mexikaner das ehemalige Staatsunternehmen im Amov-Konzern konsolidieren werden.

 

ÖIAG-Chef Rudolf Kemler strich erneut die Vorteile des Syndikatsvertrags hervor. Die TA-Zentrale bleibe für die Vertragsdauer von mindestens zehn Jahren in Österreich. "Das ist die Jobgarantie", die Gewerkschafter gefordert hätten. Moreno ließ unbeantwortet, ob er in den nächsten zwei Jahren Jobs bei der Telekom streichen will. Dafür sei es zu früh, zuerst muss das Management umgekrempelt werden. Das Unternehmen solle aber "flexibel und produktiv" bleiben, so Moreno. Kemler sagte, dass die Rechte der rund 4.500 Beamten - das ist rund die Hälfte der 9.000 Mitarbeiter in Österreich - nicht angetastet werden.

 

Mehr Rechte als nur mit Sperrminorität

Kemler warb erneut für den umstrittenen Syndikatsvertrag, der die beiden TA-Großaktionäre zu gemeinsamen Entscheidungen zwingt. Amov habe künftig zwar die Mehrheit in Aufsichtsrat und Vorstand, dafür gebe es in der Satzung ein Vetorecht für Kapitalmaßnahmen. Das gehe über die Rechte hinaus, die man mit der Sperrminorität alleine habe.

 

Einer der fünf Arbeitnehmer-Vertreter, der dem ÖIAG-Aufsichtsrat fernblieb, war der Betriebsratschef der Telekom Austria (TA), Walter Hotz. Der Bund habe seinen bestimmenden Einfluss auf die Telekom verloren, sagte er im ORF-Radio. Mit acht Kapitalvertretern von America Movil und zwei der ÖIAG im Telekom-Aufsichtsrat "sind wir bestenfalls ein Junior-Junior-Partner", so Hotz.

Microsoft ist jetzt Handyhersteller
APA/EPA/Microsoft - Nadella setzt auf mobile Dienste und die Cloud Microsoft hat die mehr als 5,4 Mrd. Euro schwere Übernahme von Nokias Handygeschäft abgeschlossen. "Die Fähigkeiten im mobilen Bereich, die Nokia einbringt, werden unseren Wandel vorantreiben", erklärte der seit gut zwei Monaten amtierende Konzernchef Satya Nadella am Firmensitz in Redmond.

 

Schon heute laufen die Lumia-Smartphones von Nokia mit dem Betriebssystem Windows Phone von Microsoft. Mit dem Kauf wechseln 25.000 Nokia-Mitarbeiter unter das Dach des Softwareriesen. Die Finnen behalten die digitalen Kartendienste und den Netzwerkausrüster NSN.

 

Microsoft-Chef Nadella setzt auf mobile Dienste und das Geschäft mit Datenspeicherung in der Cloud, um Microsoft unabhängiger vom klassischen PC-Geschäft zu machen. Dieser einstige Pfeiler ist wegen des Vormarschs von Smartphones und Tablets geschrumpft. Bei den mobilen Geräten sind Apple mit iPhone und iPad sowie Google mit dem Android-System führend.

 

Microsoft dagegen entwickelt mit Windows das mit Abstand gebräuchlichste PC-Betriebssystem. Windows war über Jahrzehnte der Goldesel des Konzerns und unantastbar. Nadella hat mit diesem Dogma gebrochen: Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein - auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Ihm ist vor allem wichtig, dass die im Hintergrund ablaufenden Internetdienste über die riesigen Rechenzentren von Microsoft laufen.

 

Cloud-Lösungen werden angenommen

Der Wandel hinterlässt aber Spuren in der Bilanz. In seinem ersten Quartal an der Microsoft-Spitze muss sich Nadella mit einem geschrumpften Gewinn zufriedengeben. Der Konzern verdiente im dritten Geschäftsquartal von Jänner bis März unterm Strich knapp 5,7 Mrd. Dollar. Das waren 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stagnierte nahezu bei 20,4 Mrd. Dollar. Nadella selbst zeigte sich bei der Vorlage der Zahlen zufrieden. "Wir machen gute Fortschritte bei unseren Angeboten für Verbraucher, wie Bing und Office 365 Home", erklärte er. "Und unsere Firmenkunden nehmen unsere Cloud-Lösungen an."

 

Nadellas Strategie scheint in der Tat aufzugehen: Das Cloud-Geschäft mit der Plattform Azure wuchs um mehr als 150 Prozent, die Cloud-Bürosoftware Office 365 um mehr als 100 Prozent. "Wir gewinnen Marktanteile hinzu", erklärte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Kevin Turner. Nadella hatte als symbolträchtigen Schritt jüngst das Office-Paket auch für Apples iPad verfügbar gemacht. Office 365 Home für Privatkunden zog in den vergangenen drei Monaten 1 Million neue Kunden an und hat nun 4,4 Millionen Nutzer.

 

Zuletzt mehrten sich selbst im Windows-Geschäft die Anzeichen, dass die Talsohle erreicht sein könnte. Der Quartalsumsatz mit dem Tablet Surface legte um 50 Prozent auf 500 Mio. Dollar zu. Im Spielegeschäft verkaufte Microsoft 1,2 Millionen Geräte seiner neuen Konsole Xbox One und weitere 800.000 Einheiten des Vorgängermodells Xbox 360.

Internetkriminalität: Österreicher zu leichtfertig
APA/dpa - Im Schnitt 400.000 Euro Schaden für Unternehmen Österreichische User wissen sehr gut über Cybercrime Bescheid, sind jedoch nachlässig beim Schutz von Computern. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) in Auftrag gegebene Umfrage, deren Ergebnisse im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und dem Bundeskriminalamt präsentiert wurden.

 

Der weltweite Schaden durch Cybercrime wird aktuell auf rund 750 Mrd. Euro jährlich geschätzt, pro Tag werden 1,5 Millionen Menschen Opfer von Internetkriminellen. Einzelne Attacken auf Unternehmen richten in Österreich durchschnittlich 400.000 Euro Schaden an, in Einzelfällen geht die Summe in die Millionen. "Ein Hackerangriff löst eine ganze Kaskade von Schäden aus, von direkten Schäden beim Unternehmen über Haftungsklagen bis hin zum Reputationsverlust" warnte Wolfram Littich, Vizepräsident der VVO.

 

Die Gefahr ist dabei vielen Österreichern bekannt. Laut der Erhebung gaben 71 Prozent der 1.100 Befragten an, bereits persönliche Erfahrungen mit Internetkriminalität gemacht zu haben, mehr als die Hälfte (58 Prozent) war schon selbst Opfer von Viren oder anderer Malware. Der Wissensstand der heimischen User ist dabei eigentlich hoch: 88 Prozent wissen über die Gefahren von Computerviren Bescheid, 63 Prozent über Identitätsdiebstahl und mehr als die Hälfte (52 Prozent) über Phishing.

 

Ein Drittel hat eine Firewall installiert

Trotzdem schätzen mehr als 62 Prozent die Gefahr, selbst Opfer von Cyberkriminellen zu werden, als gering oder sehr gering ein. Diese Einstellung schlägt sich im Nutzungsverhalten nieder: Laut Umfrage ist nur bei einem Drittel eine Firewall installiert, bei lediglich 31 Prozent ist der PC passwortgeschützt. Dabei sind die Passwörter oft einfache Zahlenkombinationen oder Geburtsdaten und werden von 17 Prozent sogar griffbereit in der Nähe des PCs aufbewahrt.

 

In Österreich wurden allein 2013 insgesamt 11.199 Fälle von Cyberkriminalität gemeldet. "Die Realität ist dabei aber viel schlimmer", wie Leopold Löschl, Leiter des Cybercrime-Competence-Center des Bundeskriminalamtes, erklärte. Viele Delikte würden überhaupt nicht gemeldet, die Dunkelziffer sei hoch. Das Problem sind oft fehlende Updates oder die Veröffentlichung von sensiblen Daten.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- IBM www.ibm.com/at/de/

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht