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EBC-Newsletter #24/2009
Heimische Telekom- und IT-Branche zeigt sich krisenfest
Foto: APA/dpa - Branche setzt Hoffnungen in Netzausbau

Die österreichische Telekommunikations- und IT-Branche hat sich in der Wirtschaftskrise bisher besser geschlagen als der europäische Durchschnitt, allerdings gibt es beim Netzausbau erhebliche Defizite, so die Einschätzung des Marktforschers Eito. Es besteht aber die Hoffnung, dass der Investitionsstau in diesem Bereich bald Vergangenheit ist, erklärte Ronald Chodasz vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.

 

Insgesamt werde der heimische ITK-Markt 2010 um 0,5 Prozent wachsen. Heuer ist die Branche um 1,5 Prozent geschrumpft. Auslöser für die im europäischen Vergleich geringen Bemühungen beim Breitbandausbau am dünn besiedelten Land seien Mängel in der Marktregulierung gewesen, doch hier habe es in den vergangenen Monaten Bewegung gegeben, sagte Chodasz. Derzeit matchen sich ORF, Kabelnetzbetreiber und Mobilfunkanbieter um die Funkfrequenzen - die sogenannte "Digitale Dividende" - für den Breitbandausbau in ländlichen Regionen.

 

Insgesamt ist der heimische ITK-Markt 11,6 Mrd. Euro schwer, wobei auf den Telekommunikationsbereich 52 Prozent und auf den Informationstechnologiebereich 48 Prozent entfallen. Traditionell hart umkämpft ist der Hardwaremarkt, wo die Preisschlacht nach wie vor tobt. Weiter angeheizt wurde der Wettbewerb durch den Boom beim mobilen Internet und dem Trend hin zu Laptop und Netbook. Heuer wird bei mobilen Datendiensten ein Umsatz von 724 Mio. Euro erwartet, nächstes Jahr sollen es 786 Mio. Euro sein, so die Einschätzung von Eito.

 

Am europäischen ITK-Markt hält Österreich einen Umsatzanteil von zwei Prozent. Führend ist Deutschland (20 Prozent), gefolgt von Großbritannien (19 Prozent) und Frankreich (16 Prozent). Wobei Österreichs digitale Branche 2008 und 2009 kaum nachgab, dafür aber 2010 - im Gegensatz zu den anderen Ländern - langsamer wachsen wird, schätzt Eito. Europaweit soll der Markt 2010 um 0,5 Prozent wachsen, heuer ist er um 3,1 Prozent geschrumpft.

Regierung uneins ber Vergabe der Digitalen Dividende
Foto: APA-WebPic - Rasche Entscheidung nicht in Sicht

Die Vergabe von freiwerdenden TV-Frequenzen, der sogenannten "Digitalen Dividende", spaltet nicht nur Mobilfunk, Kabelnetzbetreiber und ORF, sondern auch die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP. Während die Kanzlerpartei keinen unmittelbaren Handlungsbedarf sieht und beim Breitbandausbau am Land primär auf Glasfaser setzt, will die ÖVP die Frequenzen rasch an die Handynetzbetreiber verkaufen. Diese wiederum betonen, dass sie die einzigen sind, die dafür auch zahlen würden. Der ORF hingegen sieht einen Bedarf für das Massenmedium Fernsehen, während die Kabelnetzbetreiber auf technische Probleme bei der Vergabe der Digitalen Dividende an die Mobilfunker hinweisen.

 

"Die Digitale Dividende gehört dem Volk", betonte Orange-Chef Michael Krammer  bei einer Podiumsdiskussion und T-Mobile-Boss Robert Chvatal assistierte: "Österreich ist ein mobiles Land. Wir bewegen uns hin zur vierten Generation des Mobilfunks, dem mobilen Lifestyle. Dazu brauchen wir die Frequenzen." Außerdem beanspruche man gerade mal weniger als ein Viertel der gesamten Dividende. Das Frequenzband reicht von 470 bis 862 Megahertz (MHz), die Handynetzbetreiber wollen den Bereich 790 bis 862 MHz. Krammer verwies darauf, dass die Mobilfunker schon jetzt jährlich rund 20 Mio. Euro Frequenzgebühren zahlen. Außerdem würde es sich der Staat ohnehin nicht leisten, ein Breitband-Internet bis in entlegene Gebiete zu finanzieren. Die Handynetzbetreiber hingegen würden den Ausbau aus der eigenen Tasche bezahlen.

 

ORF-Vertreter Michael Wagenhofer betonte, dass der Mobilfunk ohnehin noch nicht die ihm zur Verfügung stehenden Frequenzen nutze, während der ORF alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Hinzu käme, dass der ORF sein Angebot ausweiten will, unter anderem gebe es Überlegungen zu Internet am TV-Gerät. Weiters erklärte er, dass der Breitband-Internetausbau auch ohne die Digitale Dividende erfolgen kann. Günther Singer vom Kabelnetzbetreiber UPC wiederum verwies auf das Beispiel Deutschland, wo die Frequenzen sehr schnell den Mobilfunkern zugeschlagen wurden und nun technische Probleme auftauchen würden.

 

Bereitschaft zu Kooperation vorhanden

ÖVP-Telekomsprecherin Karin Hakl widersprach dem, ihr seien keine Schwierigkeiten bekannt. Sie wünscht sich, dass alle Interessierten an der Digitalen Dividende kooperieren. Ein Wunsch, den Mobilfunker, Kabelbetreiber und ORF nicht ausschlagen wollten und sich, im Gegensatz zu früheren Diskussionen, durchaus bereit zur Annäherung zeigten. SPÖ-Vertreter Kurt Gartlehner ist dies zu wenig. Es dürften nicht nur wirtschaftliche Kriterien zählen, sondern auch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung. Er sieht hier den Mobilfunk zu ausfallsgefährdet, was auch ein Sicherheitsproblem wäre. Das brachte wiederum Ex-Bundesheer-Offizier Krammer auf, der drauf verwies, dass 80 Prozent der fernmündlichen Kommunikation im Heer über Funk laufe.

 

Egal wie die Regierung entscheidet, dem Willen der Handynetzbetreiber nach einer raschen Einigung wird sie jedenfalls nicht entsprechen. Hakl hält einen Kompromiss im Jahr 2011 für möglich, im Büro von Infrastrukturministerin Doris Bures (S) hieß es zuletzt, in dieser Legislaturperiode werde nichts entschieden, die Vergabe der Frequenzen soll 2015 über die Bühne gehen. In Deutschland wurde bereits vor einem Monat die Vergabe an die Mobilfunker auf Schiene gebracht. Die Frequenzen sollen 2010 versteigert werden, das Geld fließt in den Bundeshaushalt.

Zukunft von Handy-TV ber DVB-H auf der Kippe
Foto: APA - DVB-H kommerziell bisher ein Flop

DVB-H (Digital Video Broadcasting Handheld) wurde in Österreich am 6. Juni 2008 gestartet, pünktlich vor Beginn der Fußball-EM. Bereits nach wenigen Monaten hatte der Lizenznehmer Media Broadcast GmbH das Sendenetz so weit ausgebaut, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung versorgt werden konnte. Die Nutzerzahlen bleiben aber weit hinter den Erwartungen zurück und wirtschaftlich ist DVB-H bisher ein Flop.

 

Mit ein Grund für die noch geringe Anwender-Akzeptanz sei das Fehlen einer breiteren Auswahl an geeigneten Endgeräten, heißt es in einer Studie, die im Auftrag der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) erstellt wurde. Aktuell seien lediglich bei Red Bull Mobile das RBM1 des chinesischen Herstellers ZTE, das MD 900 und das MF 635 DVB-H USB-Modem des selben Herstellers bei Hutchison 3G sowie die Nokia-Handys N96 (Orange und Hutchison) und N77 (Hutchison) verfügbar, heißt es in der Studie, die in Wien präsentiert wurde.

 

Die Autoren - Otto Petrovic von der Karl-Franzens-Universität Graz, Christian Kittl (spoon next level technology GmbH) und Emanuel Maxl (evolaris next level Privatstiftung) - empfehlen in einem ersten Schritt Maßnahmen zur Steigerung der Nutzerbasis. Der Ausbau der technischen Infrastruktur sollte gefördert und die Nutzung des DVB-H-Netzes für andere Datendienste forciert werden. Darüber hinaus könnte man Pilotprojekte zur Werbefinanzierung vorbereiten, lautet die Empfehlung.

 

Entscheidend für den Erfolg werde jedoch sein, ob möglichst viele andere europäische Länder, vor allem Deutschland, DVB-H-basiertes mobiles Fernsehen erfolgreich einführen, denn nur das wäre ein echtes Signal an die Handy-Hersteller. Allerdings ist in Deutschland das Betreiberkonsortium Mobile 3.0 gescheitert und hat die Sendelizenzen zurückgegeben. Derzeit gibt es neue Gespräche zwischen der Deutschen Telekom, den Landesmedienanstalten und Handyherstellern, um DVB-H doch noch zum Durchbruch zu verhelfen.

Netbooks sind immer noch ein Verkaufsschlager
Foto: APA-OTS/Asus - Boom drfte sich fortsetzen

Der große Ansturm auf Mini-Laptops, sogenannte Netbooks, hat zuletzt etwas nachgelassen, ein Boom-Ende ist aber nicht in Sicht. "Kleinere Einbrüche und Rückgänge in der letzten Zeit erklären sich durch mangelnde Angebote und sicherlich auch durch ein Zuwarten der Anbieter auf die Einführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 7. Die neue Generation von Netbooks verspricht jedoch wieder an den vergangenen Boom anzuknüpfen. Das Weihnachtsgeschäft sollte die Erfolge des letzten Jahres wiederholen, wenn nicht überholen", so die Einschätzung des Marktforschers GfK.

 

Ähnlich, wenn auch etwas skeptischer, sieht es Rüdiger Wanzenböck, Marketingchef beim Computerfachhändler DiTech, der einen nachhaltigen leichten Abschwung ausmacht. Die Kunden würden vermehrt kleine Notebooks in der 13-Zoll-Klasse bevorzugen, da sie damit auch gleich einen vollwertigen Computer hätten. Media-Saturn hingegen ortet nach wie vor einen "Renner". Den Netbook-Boom der Vergangenheit führt Wanzenböck auf Marketingaktionen der Handynetzbetreiber zurück. Und die jubeln nach wie vor über ihre Kombiangebote Netbook/Sim-Karte.

 

"Der anhaltende Trend hin zu kleinen mobilen Alleskönnern wird auch in den Zahlen des Weihnachtsgeschäfts seinen Niederschlag finden", so Marktführer Mobilkom Austria zur APA. Bei der Mobilkom machen Netbook-Anmeldungen rund 20 Prozent der Neukunden für mobiles Breitband aus. Auffällig dabei: Der hohe Frauenanteil von 53 Prozent. Verfolger T-Mobile spricht von "enormen Steigerungen" durch die Netbook-Kombiangebote, Orange wiederum sieht einen "Dauerbrenner" und "3" eine "wichtige Erweiterung des Marktes".

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21. August 2014
31. Juli 2014
Crowdsourcing: Scheitern ohne sorgfltige Planung vorprogrammiert