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EBC-Newsletter #16/2009: Einladung zum nächsten Event
Semantisches Web: Nischenprogramm oder bevorstehende Revolution?

Das semantische Web - auch "Web 3.0" genannt - soll die Suche nach Informationen und die Bewältigung der Datenflut im Internet erheblich erleichtern, versprachen die Technologieentwickler schon vor Jahren. Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache: Praktisch alle Branchengrößen intensivieren ihr Engagement in diesem Bereich und starten erste Testballons zur Kommerzialisierung semantischer Technologien.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Inhalte werden besser strukturiert und damit leichter auffind- und kombinierbar. Auch für digitale Werbung bieten sich neue Chancen. Wie können heimische Betriebe bereits jetzt vom Semantic Web profitieren? Welche Vorbereitungen sind zu treffen, um hier mitzumischen? Wie könnten neue Ökosysteme und Geschäftsmodelle aussehen?

 

Darüber diskutieren Expertinnen und Experten am Donnerstag, 27. August, bei einem Event der APA-E-Business-Community in Wien. Die Teilnehmer: Tassilo Pellegrini (Semantic Web Company), Gerald Klima (APA-IT), Markus Linder (Smart Information Systems GmbH), Vitus Piroutz (seeyou 3.0) und Diana Sepetanc (Kapsch CarrierCom).

 

Datum: Donnerstag, 27. August 2009
Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß
1010 Wien
Seilerstätte 30
Happy Hour: ab 18.30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19.30 - 21.00 Uhr, Vortragssaal

 

Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Elektro(nik)-Händler verzeichnen Umsatzminus
Foto: APA/dpa - Smartphones legen gegen den Trend zu

Flachbildfernseher, Computer und Handys werden immer billiger. Das freut zwar die Konsumenten, geht aber zulasten der Umsätze der heimischen Elektro- und Elektronikhändler. Im 1. Halbjahr 2009 hat die Branche 1,6 Mrd. Euro umgesetzt, um 3,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

 

Starke Einbußen haben vor allem die Bereiche Unterhaltungselektronik (-10 Prozent), Informationstechnologie (-7 Prozent) und Telekommunikation (-4 Prozent) erlitten, geht aus dem Technical Market Index (Temax) des Marktforschungsunternehmens GfK hervor.

 

In der Sparte Telekommunikation zählten Smartphones und Modems für Net- und Notebooks zu den Gewinnern. Laut GfK war etwa jedes siebente verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone. Die Nachfrage nach ans Festnetz gebundenen Endgeräten wie Faxgeräte, Telefone und Anrufbeantworter ist weiter gesunken. Insgesamt erwirtschaftete der Bereich Telekommunikation im 1. Halbjahr 157 Mio. Euro.

 

Der Markt für Informationstechnik schrumpfte zwar um 7 Prozent auf 326 Mio. Euro, dieser Rückgang betraf aber nicht alle Warengruppen gleichermaßen. Nach wie vor sei der Markt für mobile Produkte (Notebooks und Netbooks) mit zweistelligen Absatzzuwächsen "sehr dynamisch", hieß es.

Provider müssen Raubkopierer nicht "verraten"
Foto: APA/Schneider - "Keine Auskunftspflicht" befindet der OGH

Internet-Provider müssen in Österreich die Personendaten von Kunden, die über Filesharing-Systeme urheberrechtlich geschützte Musiktitel herunterladen, nicht herausgeben. Dies hat der Oberste Gerichtshof (OGH) in einem kürzlich veröffentlichten Erkenntnis von Mitte Juli festgestellt.

 

Der OGH hat die Klage einer Verwertungsgesellschaft, die die Herausgabe von Filesharer-Namen verlangt hatte, gegen einen Provider abgewiesen. Es gebe "keine Auskunftspflicht des Providers über die Daten (Namen und Anschrift) jener Nutzer, die kopierte Musiktitel aus dem Internet heruntergeladen haben".

 

Der beklagte Provider war laut OGH von den Vorinstanzen schuldig gesprochen worden, Namen und Anschrift jener Anschlussinhaber bekannt zu geben, denen er zum Zeitpunkt des Downloads eine bestimmte IP-Adresse zugeordnet hatte. Dabei beriefen sich die Ersturteile auf den Auskunftsanspruch nach dem Urheberrechtsgesetz. Im Telekommunikationsgesetz (TKG) ist andererseits ein Verbot der Verkehrsdatenspeicherung und die Verpflichtung zur unverzüglichen Datenlöschung festgeschrieben, heißt es in der Aussendung.

 

Der OGH widersprach letztlich der Rechtsansicht der Vorinstanzen: Er berief sich dabei auf die ausdrückliche Löschungsverpflichtung der EU-Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation (Art. 6). Diese könnte zwar prinzipiell in Österreich durch eine nationale Bestimmung eingeschränkt werden, dies sei jedoch nicht der Fall. "Die im Klagswege begehrte Auskunft könnte daher nur auf Grund einer nach der derzeitigen Rechtslage rechtswidrigen Verarbeitung von Verkehrsdaten erteilt werden, wozu der Beklagte nicht verpflichtet werden könne", hieß es.

Online-Shopper dürfen gekaufte Waren testen
Foto: APA/Pfarrhofer - Auspacken und Ausprobieren ist noch keine Benützung

Gute Nachricht für Kunden, die Waren im Internet kaufen: Sie dürfen die Produkte auspacken und testen, ohne dass ihnen bei der Rücksendung dafür Kosten berechnet werden. Zu dieser Entscheidung kam der Oberste Gerichtshof, teilte die Arbeiterkammer (AK) mit. Ausgenommen vom Urteil sind etwa Maßanfertigungen, CDs, Tickets oder DVDs.

 

Anlassfall war die Bestellung von Antennen für ein WLAN-Funknetzwerk. Herr Z. habe die Antennen nach Erhalt probeweise in Betrieb genommen und festgestellt, dass es mit der Funkverbindung nicht klappte, berichtet die AK. Daraufhin habe er sie bereits am nächsten Tag zurück gesendet. Vom Kaufpreis bekam er aber nur etwas mehr als zwei Drittel zurück. Der Verkäufer - ein Anbieter für Funktechnik und Elektronik - machte laut AK Kosten für die Wertminderung der Antennen geltend. Als Gründe dafür wurde Benutzung, Verpackung und Funktionsprüfung genannt.

 

Sowohl die AK, als auch das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz und der Oberste Gerichtshof sehen im Auspacken und dem probeweisen Betrieb aber noch keine Benützung. Es widerspreche der EU-Fernabsatzrichtlinie, dem Verbraucher ein Entgelt aufzuerlegen, wenn der die Ware lediglich begutachtet oder nur kurz in Gebrauch genommen hat. Im bloßen Auspacken und Ausprobieren könne noch kein wertmindernder Gebrauch gesehen werden, da sonst das Rücktrittsrecht umgangen oder erschwert werden würde. Das alleinige Ausprobieren sei noch keine Benützung, heißt es im Urteil, so die AK.

Österreichs Firmen bei Internetnutzung vorne dabei
Foto: APA/dpa - Dritter Platz innerhalb der EU

Heimische Unternehmen sind bei der Nutzung von Internet-Lösungen für interne Geschäftsabläufe im Spitzenfeld der EU. Sie nehmen bei der digitalen Anwendung integrierter interner Geschäftsabläufe mit 59 Prozent den dritten Platz in der EU ein. Spitzenreiter sind die Niederlande (72 Prozent) vor Irland (62).

 

Wie aus einem Bericht der EU-Kommission hervorgeht, liegt Österreich beim Anteil der Bevölkerung, die täglich das Internet nutzt, mit 48 Prozent an neunter Stelle in der EU. Den ersten Platz nehmen die Dänen mit 71 Prozent ein, Schlusslicht ist Rumänien mit 15 Prozent. Eher im unteren Bereich angesiedelt ist Österreich betreffend der Ausstattung von Unternehmen mit einem fixen Breitband-Anschluss. Hier reicht es nur für den 20. Platz. Frankreich liegt in diesem Bereich gemeinsam mit Spanien in Front, den letzten Rang nehmen neuerlich die Rumänen ein.

 

Besser sieht es bei der Anzahl von Haushalten mit einer Breitbandverbindung aus. Österreich kommt mit 54 Prozent auf den elften Platz. Es führt Dänemark mit 74 Prozent, die rote Laterne hat wieder Rumänien (13). Die EU-Kommission hatte zuletzt auf das große Jobpotenzial für Europa durch Breitband-Internet verwiesen. Bis 2015 könnten rund zwei Millionen Arbeitsplätze durch die digitale Wirtschaft entstehen.

Markt für IT-Dienstleistungen gewachsen

IT-Services haben im Jahr 2008 erneut zugelegt. Das Marktvolumen betrug 4,39 Mrd. Dollar (3,07 Mrd. Euro) - gemessen in Euro entsprach das einem Wachstum von 4,7 Prozent, geht aus einer Studie des Marktforschers IDC Österreich hervor.

 

Gut entwickelt hätten sich insbesondere Outsourcing-Services, die bereits 40 Prozent des gesamten Marktes für IT-Dienstleistungen in Österreich umfassten. Die Finanzbranche gibt mit einem Anteil von rund 25 Prozent am Gesamtmarkt am meisten für IT-Services aus, gefolgt von der Industrie und dem öffentlichen Sektor. Das durchschnittliche jährliche Wachstum des Marktes bis 2013 wird auf 3,4 Prozent geschätzt.

Forum Alpbach lädt zu Technologiegesprächen

Das Europäische Forum Alpbach widmet sich in Zeiten der Krise dem verloren gegangenen "Vertrauen" - das Wort bildet zugleich das Generalthema des Kongresses, der am Donnerstag startet und bis 5. September dauert.

 

Die Technologiegespräche (27. bis 29. August) sind einer der am prominentesten besetzten Programmpunkte. Drei Nobelpreisträger und drei Minister sind zu der Veranstaltung eingeladen: Der Chemiker Robert Huber, der Biologe Martin Evans und der Chemiker Jean-Marie Lehn bilden den Kreis der von der königlich-schwedischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichneten Forscher. Aus der Bundesregierung werden zu den Technologiegesprächen Infrastrukturministerin Doris Bures (S), Bildungsministerin Claudia Schmied (S) und Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) erwartet.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Senactive www.senactive.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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