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EBC-Newsletter #22/2009: Einladung zum nächsten Event
Ein Jahr Rezession: Bestandsaufnahme in der IKT-Branche

Massiver Absturz, blaues Auge oder neuer Schwung: Wie geht es der IT- und Telekombranche ein Jahr nach dem Einsetzen der Konjunkturkrise? Wer hat sich durch welche Maßnahmen und Strategien in eine gute Position für „die Zeit danach" gebracht? Darüber diskutieren Experten im Rahmen der APA-E-Business-Community am 26. November im Haus der Musik in Wien.

 

Welche Lehren wurden aus dem Absturz im Jahr 2001 gezogen? Lassen sich daraus Rezepte für die aktuelle Situation ableiten? Und wie wirkt sich das Verhalten in der Krise auf die künftige Geschäftsentwicklung aus? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der viel beklagte Fachkräftemangel. Einerseits lechzt die Branche seit Jahren nach Experten, andererseits haben IT-Unternehmen zuletzt massiv Personal abgebaut. Wurde hier eine Chance genützt, oder hatten die Betriebe keine Wahl, Mitarbeiter, die in Zeiten des Aufschwungs gefragt sind, am Altar der Wirtschaftskrise zu opfern?

 

Diese Fragen beleuchten folgende Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community am 26. November in Wien: Bernd Bugelnig (Capgemini), Gerhard Handler (diamond:dogs), Oliver Krizek (NAVAX Consulting), Christian Plaichner (UC4 Senactive) und Jürgen Thir (Telekom Austria). 

 

 

Datum: Donnerstag, 26. November 2009
Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß
1010 Wien
Seilerstätte 30
Happy Hour: ab 18.30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19.30 - 21.00 Uhr, Vortragssaal

 

Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

In der IT-Branche rollt die Übernahmewelle
Foto: APA/dpa - HP will Netzwerkausrüster 3Com kaufen

Die Technologiebranche ist in der schweren Wirtschaftskrise in Einkaufslaune. In den vergangenen Monaten sorgten die Größen der IT-Industrie mit milliardenschweren Übernahmen für Schlagzeilen. Vor kurzem schlug Hewlett-Packard (HP) wieder zu: Der Primus der PC-Hersteller kündigte an, für 2,7 Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) den Netzwerkausrüster 3Com zu kaufen. Volle Kassen auf der einen, Schnäppchenpreise auf der anderen Seite - das jüngste Beispiel macht deutlich, warum die Übernahmewelle rollt.

 

Schon in den vergangenen Monaten haben sich etliche IT-Konzerne durch große Übernahmen gestärkt. Der Datenbank-Anbieter Oracle - für seine aggressive Gangart berüchtigt - kauft für 7,4 Mrd. Dollar den Software- und Server-Spezialisten Sun, wenn die Europäische Kommission zustimmt. Die beiden Hardware-Hersteller Xerox und Dell übernahmen IT-Dienstleister. IBM zahlt die 1,2 Mrd. Dollar für SPSS - einen Anbieter von Analyse-Software - fast aus der Portokasse. Und die Software AG investiert knapp 500 Mio. Euro in den Kauf des IT-Beraters IDS Scheer.

 

"Cloud Computing und Virtualisierung zwingen die IT-Konzerne zu Übernahmen", sagt Analyst Rüdiger Spies vom amerikanischen Marktforschungsunternehmen IDC. Unter den Schlagworten verbergen sich die zunehmende Vernetzung von Rechnern und die Bereitstellung von Dienstleistungen über das Internet. Dabei spielt die Hardware eine immer geringere Rolle. Es kommt auf die intelligente Software an, damit kein Datenchaos entsteht.

 

So sehr sich die Geschäfte der Übernahmekandidaten unterscheiden, ein Trend zeichnet sich ab: Die Käufer bauen ihre Produktpalette aus. "Alles aus einer Hand", lautet die Devise - die Kunden sollen ein Produkt bei einem einzigen Zulieferer bestellen können. So brüstet sich HP nach dem 3Com-Deal, dass man Kunden eine komplette Netzwerk-Infrastruktur anbieten könne. "Neben Innovationskraft ist Größe ein entscheidendes Element in der IT geworden", so Spies.

 

Einen Geschäftszweig haben die Konzerne besonders im Blick: Das höchst profitable Geschäft mit IT-Dienstleistungen, das etwa IBM auch noch in der Krise üppige Margen bringt. Auf den Spuren des Computer-Veteranen hat dieses Jahr Dell die IT-Beratungsfirma Perot Systems für 3,5 Mrd. Dollar gekauft, Xerox steckte 6,4 Mrd. Dollar in den IT-Dienstleister Affiliated Computer Services. Bereits im vergangenen Jahr verleibte sich HP die Beratungsfirma EDS ein.

 

Die Übernahmewelle dürfte so bald nicht abebben. Experten trauen vor allem IBM und Cisco weitere Milliarden-Investitionen zu. Doch die Zeit drängt. Nachdem die Wirtschaftskrise die Aktienkurse einbrechen ließ, steigen die Preise schon wieder. "Jetzt ist es noch günstig", sagt Analyst Spies. Die Auswahl auf dem Markt sei aber mittlerweile deutlich geschrumpft: "Es macht mich schon ein wenig traurig, dass so viele klangvolle Namen in der IT-Welt verschwinden", erklärte Spies.

Internet am Handy bei Smartphone-Besitzern sehr beliebt
Foto: APA/dpa - Apps aus den Bereichen Games und Social Networks am beliebtesten

Mobiles Internet hat sich auf dem Smartphone durchgesetzt. Rund 30 Prozent der Befragten einer Studie von Marketagent.com im Auftrag von T-Mobile nutzen es täglich. Und auch Applikationen liegen hoch im Kurs: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer haben bereits welche, hieß es in einer Aussendung.

 

"Aus unserer Sicht ist besonders interessant, dass für knapp 90 Prozent der Befragten Smartphones in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Dies findet vor allem darin Begründung, dass rund 53 Prozent der Umfrage-Teilnehmer durch die Verwendung von Smartphones einen großen Nutzen in ihrem privaten Alltag erleben", so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

 

Die Studie bestätigt zudem den Trend zu Applikationen: Jeder zweite Befragte lädt Anwendungen auf sein Smartphone, vor allem aus den Bereichen Games (57 Prozent), Social Networks (53 Prozent), Informationen wie Nachrichten, Wetter und Sport (53 Prozent) sowie Navigation (51 Prozent). Klarer Sieger ist Facebook: Diese Applikation nutzen die Befragten generell am meisten.

 

Im Bereich Musik hat bei rund 68 Prozent der Befragten das Smartphone den herkömmlichen MP3-Player abgelöst. Besonders überraschend sind die Ergebnisse im Bereich Navigation: Ganze 80 Prozent nutzen das Smartphone für die Navigation im Auto. Die GPS-Funktion wird von 37 Prozent dazu verwendet, nach Gastronomiebetrieben oder Freizeiteinrichtungen in ihrer unmittelbaren Nähe zu suchen.

Heimische Datenschutzbestimmungen kaum umsetzbar
Foto: APA/dpa - Videoüberwachung laut Experten völlig ungeregelt

Der Datenschutz ist in Österreich größtenteils weit strenger geregelt als das Arbeitsrecht, gleichzeitig sind die Regeln aber so komplex, dass sie Firmen überfordern, so die Einschätzung der Juristen von Freshfields Bruckhaus Deringer. "Die Unternehmen werden in Wertungsfragen vom Gesetzgeber alleine gelassen", erklärten Bertram Burtscher und Stefan Köck vor Journalisten.

 

Dabei hätten die Datenschutzbestimmungen umfangreichste Auswirkungen auf die Unternehmen. So müsse die gesamte IT-Infrastruktur darauf ausgerichtet werden - und selbst dann sei es fraglich, ob die Vorgaben für den Datenschutzrat ausreichten. Hinzu kämen Verzögerungen bei den Genehmigungen aufgrund der personellen Überlastung des Rats.

 

Beispielsweise sei unklar, ob ein Arbeitgeber die Mailbox eines Mitarbeiters kontrollieren dürfe. Selbst die firmenseitige Einrichtung von Spamfiltern könne ein Verstoß gegen den Datenschutz sein, gaben die Juristen zu bedenken. Da hilft auch keine Betriebsvereinbarung, weil die Zustimmung jedes einzelnen Mitarbeiters erforderlich wäre und dieser ohne Angabe von Gründen dieses Ja auch wieder zurückziehen könne - woraufhin wieder die IT des Unternehmens umgestellt werden müsse. Das sei nur eines von vielen Beispielen, wie wenig Rechtssicherheit es beim Datenschutz gebe.

 

Völlig ungeregelt ist laut Freshfields Bruckhaus Deringer die Videoüberwachung. Das Wort komme im Datenschutzgesetz nicht einmal vor. Hier bestehe aber die begründete Hoffnung, dass die Datenschutznovelle Klarheit schafft. Von Seiten des Arbeitsrechts sei jedenfalls gewährleistet, dass der persönliche Bereich (Umkleideräume, Pausenräume) nicht überwacht werden darf.

Ausgezeichnet: Projekte gegen digitale Ausgrenzung
Foto: IPA - Förderung von 2.000 bis 50.000 Euro

Die Gewinner der heuer zum vierten Mal durchgeführten Förderaktion "Netidee" haben eines gemeinsam: Sie wollen den Zugang zum Internet auch denjenigen Personen erleichtern, die dabei bisher noch auf Schwierigkeiten gestoßen sind. Acht Projekte wurden nun im Rahmen der Initiative von der gemeinnützigen Stiftung Internet Foundation Austria (IPA) ausgewählt und mit 2.000 bis 50.000 Euro zur Umsetzung ihrer Innovationen unterstützt, teilt die IPA in einer Aussendung mit.

 

In diesem Jahr stand die Förderaktion unter dem Motto "e-Inclusion". "Die digitale Ausgrenzung von großen Teilen der Bevölkerung ist nicht nur ein Problem zwischen Erster und Dritter Welt, sondern auch in unserem Land Realität. Aus diesem Grund suchen wir Projekte, die zur konkreten Lösung dieses Problems beitragen", erklärte Rupert Nagler, Stiftungsvorstand der IPA. Es gelte jenen "Digital Divide" zu schließen, der Menschen die Nutzung des Internets aufgrund von gesundheitlichen, finanziellen, ethischen oder bildungsbezogenen Hindernissen, fehlender digitaler Kompetenz oder mangels Zugang zum Internet erschwert.

 

Eines der ausgezeichneten Projekte hat sich zum Ziel gesetzt, die Internetnutzung in mit Breitband gut versorgten ländlichen Regionen anzukurbeln. Im Rahmen von "UMAKLICKN" wird versucht, Hemmschwellen im Kärntner Lieser-/Maltatal abzubauen. Geplant sind dazu Informationsveranstaltungen in den verschiedenen Gemeinden, Internetsprechtage im Rathaus sowie Schulprojekte und ein Mentorenprogramm.

 

Beim Projekt "Senior Social-Platform" geht es um ein etwas spezifischeres Angebot: Älteren Personen soll das Internet als Plattform zur Interaktion und zum Austausch schmackhaft gemacht werden, um beispielsweise der sozialen Isolation im Alter entgegenzuwirken. Facebook, MySpace, Twitter und Co. würden ja vor allem ein junges Zielpublikum ansprechen. Derzeit sind den Angaben zufolge erst sieben Prozent der Senioren aktive Nutzer von sozialen Netzwerken im Internet.

 

Blinde und sehschwache Menschen stehen im Mittelpunkt von "AmauroMap", das den barrierefreien Gebrauch von Stadtplänen im Internet ermöglichen soll. Um die letzten Hürden bei der Nutzung solcher Karten überwinden zu können, sei ein völlig neues Angebot an Informationen notwendig. Gedacht wird dabei an die Beschreibung von Häuserblöcken, Straßen- und Grünräumen oder die Darstellung von Orten mit Mitteln, die andere Sinne als den Sehsinn ansprechen.

 

Voraussetzung für eine Netidee-Förderung ist, dass die Projekte auf Open Source basieren, für alle zugänglich sind und auch von anderen Usern weiterentwickelt werden können. Außerdem muss die laufende Evaluierbarkeit gegeben sein. "Wir erhalten jährlich mehr als vierzig Einreichungen, bei denen sich das Niveau von Jahr zu Jahr konstant gesteigert hat", so Nagler. Die Projektteams haben anschließend ein Jahr zur Umsetzung ihrer Ideen Zeit. Die Präsentation und die Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse erfolgt dann im Herbst 2010.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR Gmbh www.cellular.at

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Senactive www.senactive.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
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