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EBC-Newsletter #09/2009
Experten: Innovation durch User löst "Unternehmens-Festung" ab
Foto: APA/Thomas Preiss - Bei der APA-E-Business-Community am 23. April 2009 diskutierten Expertinnen und Experten über Innovationen durch User und Möglichkeiten für Unternehmen, Kunden in die Produktentwicklung einzubinden (v.l.n.r.): Engelbert Kerschbaummayr (Kapsch), Christian Plaichner (Senactive), Helmut Waitzer (NAVAX), Verena Krawarik (APA), Nikolaus Franke (Wirtschaftsuniversität Wien) und Thomas Stern (Braintrust, Moderator).

Fotos zum Event 

 

Kundinnen und Kunden sind immer häufiger unzufrieden mit Standardprodukten und werden daher selbst zu Innovatoren. Während sich dies in der Vergangenheit eher schwierig gestaltete, haben neue Medien und Trends wie Web 2.0 das Feedback und die Kommunikation mit den Herstellern massiv erleichtert. Darauf müssen die Firmen rasch reagieren, gaben sich Expertinnen und Experten bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien überzeugt.

 

"Viele Unternehmen sind Festungen, in denen irgendwo eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung angesiedelt ist. Nach dem Motto: Die Innovationen machen wir", erklärte Nikolaus Franke, Leiter des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien. Diese Einstellung führe allerdings dazu, dass ein Großteil der Waren floppt. "Rund 60 Prozent der weltweiten Textilproduktion werden verramscht oder recycelt", so Franke. Künftig würde es zur Normalität, dass sich "Produkte aus dem Markt heraus" entwickeln. Unternehmen, die sich dagegen wehren, "bekommen große Probleme".

 

Snowboards und Botox als "User-Erfindung"

Bereits in der Vergangenheit seien viele Innovationen nicht von den Herstellern, sondern von den Userinnen und Usern geschaffen worden. "Ein Beispiel dafür sind Snowboards, die Sportfreaks, denen Schifahren zu langweilig war, entwickelt haben", sagte Franke. Aber auch bei Hightech, etwa Robotern für die Gehirnchirurgie, würden die Ideen teilweise von Ärztinnen und Ärzten und nicht den Produzenten von medizinischen Geräten stammen. Neben konkreten Produkten "erfinden" die User zudem neue Anwendungen. So sei das Nervengift Botox ursprünglich zur Reduktion von Spasmen eingesetzt worden. Kunden hätten aber herausgefunden, dass das Mittel auch zur Glättung von Falten verwendet werden könnte.

 

Generell würden sich viele Menschen nicht mehr mit Produkten von der Stange zufriedengeben. Während früher die Vermittlung der Bedürfnisse an die Hersteller und der Austausch zwischen den Userinnen und Usern kaum geklappt hätten, biete das Web nun diese Möglichkeit. Das eröffne eine Chance für die Produzenten, da die Nutzer mit ihren Verbesserungsvorschlägen oftmals kein kommerzielles Interesse verfolgen würden. "Kunden werden zu Produktgestaltern, wenn ihnen Unternehmen beispielsweise virtuelle Designwerkzeuge zur Verfügung stellen. Außerdem steigt die Zahlungsbereitschaft", so der Experte. Noch befinde man sich aber in der Experimentierphase.

 

"Sieg des Individuums" durch T-Shirt-Gestaltung?

"Der Hersteller erhält sehr früh und kostenlos Input, was der Kunde wünscht, und der Kunde kriegt ein Produkt, das seinen Anforderungen entspricht", sieht auch Christian Plaichner, Managing Director des Softwareunternehmens Senactive, Vorteile für beide Seiten. Er sei sich aber nicht sicher, ob man schon vom "Sieg des Individuums" sprechen könne, wenn sich Kundinnen und Kunden auf einer Website ein T-Shirt mit individuellem Aufdruck bestellen. Vorsicht sei auch geboten, wenn die Meinung vertreten werde: "Der Durchschnitt aller Meinungen bildet die neue Wahrheit ab." Vielleicht gebe es ja noch eine bessere Lösung.

 

"Nur auf den Kunden zu fokussieren und alles zu vergessen, was man gelernt hat, ist auch nicht gut", ergänzte Verena Krawarik, Leiterin Innovationsmanagement bei der APA - Austria Presse Agentur. Innovationen im Business-to-Business-Bereich (B2B) würden in Zeiten von Open Innovation eine besondere Herausforderung darstellen, da viele Rezepte, die ursprünglich für die Konsumgüter-Industrie entwickelt worden seien, adaptiert werden müssten. Die APA habe daher eine Internetplattform gestartet, auf der Eigen-Entwicklungen im Prototypen-Stadium präsentiert und Rückmeldungen von Kunden eingeholt würden. Aktuell finden sich dort unter anderem Demos zu Medienbeobachtung, Spracherkennung oder Geocodierung.

 

Mitgestaltung anbieten, statt Abwanderung provozieren

Kunden früh einzubinden sei ein wesentlicher Faktor, gab sich auch Engelbert Kerschbaummayr, Director Customer Solution Management beim Netzwerkausrüster Kapsch CarrierCom, überzeugt. Wer die Wünsche der User berücksichtige, habe ein wertvolles Instrument in der Hand. Nachholbedarf sieht er beispielsweise in der Telekombranche: "Die Kunden wandern aus dieser Welt ab, weil sie im Internet - und hier speziell im Web 2.0 - Instrumente zur Verfügung gestellt bekommen, mit denen sie selbst gestalten können", so Kerschbaummayr. Wenn hier nicht bald reagiert werde, könnte die Kommunikation komplett ins Web abwandern "und die Telcos schauen durch die Finger". Nun gelte es, Testballons zu starten, um zu sehen, was der User will.

 

Grundsätzlich müsse zwischen B2B und dem Massenmarkt unterschieden werden, sagte Helmut Waitzer, IT & Organisation-Manager beim Softwarespezialisten Navax. Denn die Unternehmen hätten bereits bisher direkten Kontakt mit den Kunden gehabt, während die Kommunikation mit dem Massenmarkt vor zehn Jahren noch nicht in dieser Form möglich gewesen wäre. Aber auch im B2B-Bereich gehe der Trend weg von Insellösungen und hin zur Integration von Unternehmen in die Wertschöpfungskette. Durch die Weiterentwicklung von Produkten mit innovativen Kunden könnten so auch Branchenlösungen geschaffen werden.

Internet-Kriminalität zeigt sich krisenresistent
Foto: APA/Symantec - Persönliche Daten im Visier Trotz - oder vielleicht gerade wegen - der aktuellen Wirtschaftslage wächst und gedeiht die Schattenwirtschaft im Internet. "Sie ist gut organisiert und hat Vertriebswege und Prozesse professionalisiert", erklären die Experten von Symantec in einem aktuellen Sicherheitsbericht. Wie perfekt die internationale Zusammenarbeit funktioniert, zeigt der Betrug mit Plastikkarten: In einem Land werden leere Karten mit Magnetstreifen hergestellt, in ein anderes Land verschifft, dort mit Informationen gestohlener Kreditkarten und Bankdaten beschrieben und in die Region geschickt, aus der die entwendeten Daten stammen, um dort illegal Geld abzuheben.

 

Zu den Daten kommen die Cyber-Kriminellen unter anderem über mit Schadcode verseuchte Rechner - und dazu tragen auch die User einiges bei. Rund 65 Prozent aller potenziellen Infektionen in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) waren 2008 auf den schon traditionellen Weg über Wechselmedien wie beispielsweise USB-Sticks oder externe Festplatten zurückzuführen. Im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 37 Prozent. "Anwender geben den Schadcode manuell an andere weiter, so wie sie es früher mit Disketten taten", befinden die Experten.

 

Im vergangenen Jahr hat Symantec insgesamt 1,6 Millionen Varianten an Schadcodes registriert. Das ist eine Steigerung von 265 Prozent gegenüber 2007. Persönliche Informationen und Daten standen besonders stark im Fokus von Cyber-Kriminellen und Hackern, so Virenforscher Candid Wüest. Rund 78 Prozent der Malware-Aktivitäten in EMEA zielten darauf ab. Zu den häufigsten Attacken im Internet gehören nach wie vor Web-basierte Angriffe. Die meisten dieser Attacken kommen laut den Angaben aus den USA (38 Prozent), gefolgt von China (13 Prozent) und der Ukraine (12 Prozent). Im Ranking der ersten zehn sind allein sechs Länder aus der EMEA-Region zu finden. Dazu zählen Russland, die Ukraine, Großbritannien, Frankreich, Lettland und die Niederlande.

 

SERVICE: Der "Internet Security Threat Report" von Symantec ist hier abrufbar.

Europäische Werbegelder wandern ins Internet
Foto: APA/dpa - Auch mobile Werbung soll zulegen

Das Internet ist auch in der Krise eine Werbeplattform mit Wachstumspotenzialen, geht aus dem europaweiten "Internet Ad Barometer 2009" hervor. Demnach wollen 70 Prozent der Befragten Marketing-Entscheider ihre Online-Ausgaben weiter steigern, heißt es in Unterlagen der European Interactive Advertising Association (EIAA), die die Studie in Auftrag gegeben hat. Das Plus im Internet dürfte dabei zulasten der traditionellen Medien gehen.

 

Im Schnitt gehen die Werber davon aus, dass die Online-Ausgaben 2009 um 18 Prozent steigen. 2010 werden 21 Prozent Wachstum erwartet, für 2011 lautet die Prognose auf 15 Prozent. Die Zahl derer, die sich Internet aus dem Marketing-Mix nicht mehr wegdenken können, steigt kontinuierlich: 47 Prozent der Befragten sehen das Internet als "unverzichtbaren Kanal" für ihr Marketing an. 2008 waren es 38 Prozent, 2006 erst 17 Prozent.

 

Mehr als im Vorjahr dürften unter dem Online-Boom die Magazine leiden: 46 Prozent (2008: 40 Prozent) der befragten Marketingverantwortlichen, die planen, Budget ins Internet zu verlagern, wollen dafür Geld aus dem Zeitschriftensektor abziehen. Rückläufig sind dagegen andere Bereiche: 37 Prozent (2008: 39 Prozent) gedenken, Media-Etats aus dem TV-Bereich ins Netz zu verlagern. 32 Prozent (2008: 40 Prozent) geben heuer an, die Umschichtung gehe zulasten der Zeitungswerbung.

 

Rund ein Viertel (2008: 32 Prozent) geht davon aus, dass das Geld aus dem Direkt-Marketing-Bereich kommt. An eine Budgetkürzung bei Außenwerbung zugunsten des Internet glauben 19 Prozent (2008: 23 Prozent). Bei Kino sehen 9 Prozent (2008: 13 Prozent) der Befragten eine Mittelrücknahme, bei Radio 12 Prozent (2008: 20 Prozent).

 

Im Bereich digitaler Werbung seien Bewegtbild und "Mobile Advertising" wichtige Zukunftsfelder, meinen die Studienautoren. Ein Viertel der Befragten, die Online im Mediamix für unverzichtbar halten, gab an, das Budget für mobile Werbung zu erhöhen. 35 Prozent der europäischen Marketing-Verantwortlichen sagten, sie würden verstärkt in Bewegtbild-Werbung investieren. An der Untersuchung nahmen rund 300 Budget-verantwortliche Marketing-Entscheider teil.

Jobangebot in IT-Branche geht deutlich zurück

Die Wirtschaftskrise hat mittlerweile auch den IT-Sektor erfasst. Gegenüber dem Vorquartal ist das Jobangebot um 12 Prozent gesunken, geht aus dem "it-indikator" des Personalberaters Robert Fitzthum hervor.

 

Im Vergleich zum 1. Quartal 2008 ging das Angebot gar um über 20 Prozent zurück. Besonders schwierig ist die Situation für Projektmanager und Organisatoren, bei denen es im Vergleich zum Jahresende 2008 ein Minus von über 30 Prozent gab. Bei den beiden größten Jobsegmenten, Programmierer und Vertriebler, war nahezu eine Stagnation zu verzeichnen. Zuwächse im einstelligen Prozentbereich gab es bei SAP-Spezialisten und Datenbank-Experten, teilte der Personalberater in einer Aussendung mit.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Senactive www.senactive.com 

- Telekom Austria www.telekom.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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