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EBC-Newsletter #7/2014
Experten: Versteckte Technologie könnte Alltag umkrempeln
APA-Fotoservice (Preiss) - Im Bild v.l.n.r.: Robert Ludwig (NextiraOne), Hermann Moser (Evolaris), Hilda Tellioglu (TU Wien), Oliver Krizek (NAVAX), Manfred Tscheligi (Universität Salzburg & AIT) und Thomas Stern (Moderator)

Intelligente Kleidung, autonom fahrende Autos und vernetzte Haushalte: "Shytech", also Technologie, die zum Teil unsichtbar, aber trotzdem intuitiv nutzbar bzw. erlebbar ist, hält immer stärker in unseren Alltag Einzug. Über mögliche Vorteile dieser Entwicklung und die Risiken einer Bevormundung durch Technik diskutierten Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Als Paradebeispiel führte Manfred Tscheligi, Universitätsprofessor und Leiter des Geschäftsfelds "Technology Experience" am Austrian Institute of Technology (AIT), autonom fahrende Autos an, die in den kommenden zehn Jahren für eine Revolution auf den Straßen sorgen könnten. Hier müsse berücksichtigt werden, dass versteckte Technologie auch Vertrauen und Akzeptanz brauche, was laut Umfragen nicht unbedingt vorausgesetzt werden sollte.

 

Das gelte sowohl für Personen im Fahrzeug, die das autonom bewegte Lenkrad nicht aus den Augen lassen, als auch Fußgänger am Zebrastreifen, die nicht wissen, ob der Fahrer oder das Auto selbst lenkt. Hier könnte beispielsweise das Fahrzeug dem Fußgänger "zublinzeln" und Grünes Licht für eine Querung signalisieren. So nehme eine versteckte Technologie aktiv Kontakt auf, um Ängste zu nehmen. "Entsprechend positiv belegte Erlebnisse sind notwendig", sagte Tscheligi. Wie sich "Shytech" den Nutzern konkret präsentieren soll, wüssten allerdings auch die Autohersteller noch nicht.

 

"Wearables" auf dem Vormarsch

Immer stärker in den Alltag integrieren würden sich mittelfristig auch sogenannte "Wearables" à la Google Glass, erklärte Hermann Moser vom Kompetenzzentrum Evolaris. Dadurch entstehe eine "intelligente Umgebung", in der Endgeräte und Sensoren miteinander vernetzt sind. "Technik erlernt die Kunst der Empathie und stellt sich auf unsere Vorlieben ein", so Moser. Sie würde deshalb auch nicht als penetrant empfunden. Weitere Anwendungsbeispiele sieht der Experte etwa in den Bereichen "Industrie 4.0", Tourismus, Smart Home oder Transport.

 

Tscheligi warnte allerdings vor einer zu kurzen Evaluation: "Eine Woche Google Glass ausprobieren ist sicher cool, aber was ist nach einem Jahr? Da ist die Akzeptanz oft sehr schnell wieder verschwunden", so der Universitätsprofessor. Er habe auch Zweifel an der Hypothese, dass der User Technologie nicht mehr sehen oder verstehen will. Schließlich gehe damit auch ein gewisser Kontrollverlust einher.

 

Zwischen Unterstützung und Bevormundung

Im Vordergrund wird es einfacher, im Hintergrund allerdings komplexer, erklärte Hilda Tellioglu von der Technischen Universität (TU) Wien. Da eine intuitive Bedienung sehr individuell sei, müssten Systeme auf die Nutzer reagieren und von ihnen lernen. "Das ist allerdings eine ziemliche Herausforderung", so Tellioglu, die auch auf den schmalen Grad zwischen Unterstützung und Bevormundung verwies. Letzteres sei der Fall, wenn das System vom User ungewollt Entscheidungen treffe.

 

Auch im Businessbereich würden viele Anwendungen die Anforderung an Einfachheit erfüllen. Neben den punktuellen Einsatzgebieten werde aber oft auf den Gesamtprozess vergessen, ergänzte Oliver Krizek vom Softwarespezialisten Navax. IT könne nur das abbilden, was physisch im Unternehmen stattfinde. Hinter scheinbar kompliziert zu bedienender Software würden in Wahrheit nicht optimierte Prozesse stecken. "Die muss ich vorher definieren. Konzeption ist dabei alles", so Krizek.

 

Tatsache sei, dass alle technischen Errungenschaften häufiger genutzt würden, wenn man sie einfach bedienen kann, erklärte Robert Ludwig vom Systemintegrator NextiraOne. Ein Beispiel dafür seien Videokonferenzen: Während dies früher ein schwieriges Unterfangen gewesen sei, mache man das heute vom Standard-PC oder Tablet aus, einfach per Klick oder per Touch - ohne Schulung - eben intuitiv.

Wikitude steht vor neuer Investorenrunde
Wikitude - Ab 2015 erwartet das Unternehmen Gewinne

Das Salzburger Internet-Startup Wikitude will sich bis Ende April frisches Geld von Investoren holen. "Wir planen derzeit eine Finanzierungsrunde unter bestehenden und neuen Investoren", sagte Geschäftsführer Martin Herdina im APA-Interview. Die Summe ist zwar noch geheim, soll aber im Millionenbereich liegen.

 

Rund drei Mio. Euro an Investorengeldern stecken bereits in dem Softwareunternehmen, das mit seiner App weltweit bekannt wurde. Wikitude setzt auf "Augmented Reality" (AR), also auf Technik, die die Realität mit Zusatzinfos erweitert - etwa dass das Smartphone anzeigt, wie der Berg heißt, vor dem man steht. Nicht erst seit Google an seiner Datenbrille "Glass" bastelt, gilt AR in der IT-Branche als Zukunftstrend. Die Wikitude-App wurde mittlerweile 26 Millionen Mal heruntergeladen und ist auf einigen Geräten bereits vorinstalliert. Mit der App lässt sich aber schwer Geld verdienen, gestand Herdina ein.

 

Deshalb setzt das Unternehmen seit zwei Jahren auf den Verkauf von Lizenzen. "Wir verkaufen die Wikitude-Technologie an Programmierer", erklärte Herdina. Ein solcher Software Development Kit (SDK) kostet pro Plattform laut Listenpreis 1.500 Euro. Die AR-Software der Salzburger stecke unter anderem in der offiziellen App der Olympischen Spiele in London 2012 oder in den AR-Skibrillen von Recon Instruments. Auch mit Sony und Epson gibt es laut Herdina enge Geschäftskontakte.

 

Mit dem neuen Geschäftsmodell kommt nun auch Geld in die Kassen. 2013 lag der Umsatz bei 380.000 Euro, wobei 200.000 Euro allein in der zweiten Jahreshälfte flossen. Für 2014 peilt Herdina einen Umsatz von 1 Mio. Euro an, im laufenden Jahr will Wikitude auch erstmals keine Verluste mehr schreiben. Der erste Gewinn wird 2015 erwartet und soll reinvestiert werden. Die Umsatzprognose lautet für 2015 auf 2,2 Mio. Euro und für 2016 auf 4,5 Mio. Euro.

Elektrohandel wehrt sich gegen Krisengerede
APA/dpa - Starke Einbußen bei Unterhaltungselektronik Nach der Pleite des Computerhändlers DiTech wehrt sich der Obmann der Sparte Elektrohandel in der Wirtschaftskammer gegen ein Schlechtreden der Branche. Auch wenn die Insolvenz von DiTech "sehr bedauerlich" sei, dürfe man nicht das Bild des Elektrohandels als Krisenbranche zeichnen, erklärt Wolfgang Krejcik in einer Aussendung.

 

Außerdem handle es sich bei DiTech um keinen Elektrohändler, sondern um ein IT-Computerhandelsunternehmen. DiTech verkaufe weder Waschmaschinen noch elektrische Zahnbürsten oder Fernseher. Die meisten mittelständischen Elektrohandelsfirmen hätten sich schon längst aus dem margenschwachen und problematischen IT-Bereich zurückgezogen. "Die Ertragslage ist problematisch, der Beratungsaufwand extrem hoch", sagte Krejcik zur APA. Dazu kämen die Konkurrenz aus dem Internet und die Kurzlebigkeit der Produkte.

 

Dass die Branche mit der Insolvenz von DiTech und den Pleiten von Niedermeyer und Cosmos in Verruf gekommen ist, merken die Firmen bereits. "Viele Betriebe spüren bei den Banken schon die Folgen", so der Branchensprecher. Der Elektrohandel habe zwar schon bessere Zeiten gehabt, räumte Krejcik ein, aber in einer Krise sei man nicht. 2013 wurde ein Umsatz von 4,6 Mrd. Euro erwirtschaftet, nach 4,5 Mrd. Euro davor. Darin sind auch die Umsätze der Computerhändler enthalten.

 

Telekombereich mit 13 Prozent im Plus

Auf das Geschäft mit Computern, Laptops & Co entfällt mit 1,1 Mrd. Euro (plus drei Prozent) der größte Anteil vom Kuchen. Der Bereich Telekommunikationselektronik warf 990 Mio. Euro ab, ein Plus von 13 Prozent gegenüber 2012. Die Umsätze mit großen Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen stiegen um fünf Prozent auf 850 Mio. Euro. Mit kleinen Haushaltsgeräten (Staubsauger, Mixer, Kaffeemaschinen) wurden 400 Mio. Euro umgesetzt (plus 4 Prozent).

 

Starke Einbußen erlitt die Branche 2013 im Bereich Unterhaltungselektronik: Hier gingen die Umsätze um zehn Prozent auf 790 Mio. Euro zurück. Auch im Segment "Foto" brachen die Erlöse um fünf Prozent auf 250 Mio. Euro ein.

MasterCard skizziert Weg zum Ende von Bargeld
APA (Fohringer) - Geld wird immer digitaler

Autos, die an der Tankstelle gleich auch die Tankrechnung begleichen oder Bettler mit QR-Codes - der US-Kreditkartenkonzern MasterCard macht sich Gedanken über die Zukunft des Zahlens. Fix ist: Geld wird immer digitaler. Österreich sei seit dem Start von kontaktlosem Zahlen auf einem guten Weg, sagte Milan Gauder, Europachef für "Emerging Payments", im Gespräch mit der APA.

 

Bis sich digitale und mobile Zahlungen komplett durchsetzen, brauche es fünf Schritte, so Gauder. Zuerst Zahlung mit Plastikgeld, dann kontaktloses Zahlen mit Karte - da steht Österreich derzeit. Dritter Schritt sei dann kontaktloses Zahlen mit dem Smartphone - hierzulande ab 2015. Von da sei es nicht mehr weit zu Schritt vier, dem Zahlen mit anderen Geräten wie Computeruhren ("Smartwatch"). Der fünfte und letzte Schritt wäre dann das Ende des Bargelds, so die Wunschvorstellung von MasterCard. In Skandinavien werde schon jetzt kaum noch bar gezahlt.

 

Ob das nicht bedenklich ist, wenn sämtliche Geldtransaktionen eine elektronische Spur hinterlassen? Nein, nicht unbedingt, glaubt Gauder. Geldwäsche, Schwarzarbeit und Drogenkäufe würden so eingedämmt. "Wir thematisieren das natürlich", sagte Gauder. So müssten Bettler dann etwa mit Strich- oder QR-Codes auf ihre virtuellen Bankkonten verweisen. Datenschutz-Bedenken wies der MasterCard-Experte von der Hand: "In dem Moment, wo der Nutzen überwiegt, spielt das keine Rolle mehr", so Gauder.

 

MasterCard geht davon aus, dass sich auf Technikseite ein globaler Standard durchsetzen wird. Der Markt gilt als heiß umkämpft. Der Branche winkt ein Riesengeschäft, wenn Kleinstbeträge nicht mehr bar gezahlt werden. Weltkonzerne wie Google, Apple, PayPal, Visa und MasterCard rittern um die Vormachtstellung, dazu kommen auf nationaler Ebene Anbieter wie in Österreich Paybox, Veropay und Co.

Die Wolke wird billiger: Cloud-Preise im Sinkflug
APA (Techt) - Spanne reicht von 10 bis 65 Prozent

Der Preiskampf bei Online-Computerdiensten verschärft sich. Kurz nach Google kündigte auch Marktführer Amazon an, seine Gebühren für Cloud-Anwendungen zu senken. Die Spanne reiche von 10 bis 65 Prozent, gab ein Amazon-Manager auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco bekannt.

 

Es sei die 42. Preissenkung bei Amazon Web Services (AWS) seit der Einführung vor acht Jahren. Amazon verfügt nach eigenen Angaben über fünfmal so viel Rechenleistung wie seine 14 Konkurrenten zusammen.

 

Beim Cloud Computing stellen Anbieter Speicherkapazität und Rechendienste online bereit. Ihre Kunden können damit auf den Kauf und die Wartung eigener Hardware verzichten. So nutzen Unternehmen wie Netflix AWS statt eine eigene Computer-Infrastruktur aufzubauen.

 

Neben Amazon und Google gehört Microsoft zu den bekannteren Anbietern. Auch der Netzwerkspezialist Cisco kündigte jüngst an, eine Milliarde Dollar (725,1 Mio. Euro) für den Einstieg ins Cloud Computing auszugeben. Der Begriff leitet sich von der Angewohnheit von Informatikern ab, das Internet auf Schaubildern als Wolke darzustellen

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- IBM www.ibm.com/at/de/

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal