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EBC-Newsletter #6/2013: Einladung zum nächsten Event
Politik im Netz: Wie Spin-Doktoren die Meinungslandschaft beeinflussen

Neue Medien sind in der politischen Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Ohne Online-Wahlkampf, virale Kampagnen und Volksvertreter 2.0 geht gar nichts mehr, so die Auguren. Aber was zählt in der politischen Praxis wirklich?

 

Wie ist es um "E-Democracy" bzw. politische Partizipation bestellt? Welche Chancen und Risiken bietet die "Digitalisierung der Politik"? Sind Internet und Smartphone künftig ausschlaggebender Faktor für Wahlentscheidungen? Oder sollte man eher die virtuelle Kirche im Dorf lassen?

 

Wie wohl fühlen sich die Volksvertreter als digitale Immigranten? Erreicht man die Wählerschaft nur über „Fun und Animation" oder wird mit klassischer Information gepunktet? Und wer hilft der Politik digital auf die Sprünge?

 

Darüber diskutieren Expertinnen und Experten am 21. März im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien, u.a.: Josef Barth (Pick & Barth) und Daniel Kapp (Strategic Consulting & Responsible Communication).

 

Datum: Donnerstag, 21. März 2013
Ort: Haus der Musik, Seilerstätte 30, 1010 Wien
Happy Hour: ab 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19:30 - 21:00 Uhr, Vortragssaal, Dachgeschoß

 

Bei Interesse senden Sie bitte eine E-Mail an ebc@apa.at.

Nutzen statt besitzen: Digitales Teilen wird zum Alltag
APA/Preiss - Spezial-EBC am E-Day: Vom digitalen Teilen. Im Bild v.l.n.r.: Thomas Stern (Moderator, Braintrust), Oliver Krizek (Navax), Chris Budgen (diamond:dogs), Hannes Walter (Evolaris), Hilda Tellioglu (TU Wien), Josef Herget (Excellence Institut) und Robert Ludwig (NextiraOne). Die CD-Sammlung verstaubt, das Auto bleibt in der Garage, und die Bohrmaschine vereinsamt im Keller. An dieser Situation könnte der Trend zum digitalen Teilen bald einiges ändern. Denn nicht mehr der Besitz, sondern die temporäre Nutzung - siehe Musik-Streaming, Carsharing oder Cloud Computing - rückt in den Vordergrund, erklärten Expertinnen und Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community im Rahmen des von der Wirtschaftskammer Österreich veranstalteten "eDay".

 

"Es ändert sich was. Sowohl bei digitalen Inhalten als auch physischen Gütern und den Möglichkeiten, sich an Projekten zu beteiligen - Stichwort Crowdfunding. Die Ökonomie des Teilens wird zum neuen Paradigma", so Josef Herget vom Excellence Institut - Research & Solutions. Die gesellschaftliche Akzeptanz habe bereits stark zugenommen, das neue Phänomen beschränke sich nicht auf Nischen.

 

Deshalb müssten sich auch etablierte Unternehmen auf diesen langfristigen Trend einstellen und ihr Geschäftsmodell entsprechend anpassen. "Denn die 'Sharing-Economy' ändert die Art, wie Kunden mit uns interagieren, wie Entscheidungen getroffen werden und wie wir Produkte und Services generieren", sagte Herget. "Aktive Gemeinschaft statt AG" sei das Motto. Dafür müsse es im Betrieb Anreize, Vorbilder, aber auch Regeln geben.

 

"Bilder von Flickr und nicht mehr vom BIPA"

Nutzungsrechte statt Eigentum und Ressourcenteilung seien im Geschäftsbereich schon lange ein Thema, erläuterte Oliver Krizek vom Softwarespezialisten Navax. Erst durch den jetzt für Endkunden spürbaren Trend erhielten diese Konzepte mehr Aufmerksamkeit. "Musik aus iTunes und nicht mehr von Virgin, Bilder von Flickr und nicht mehr vom BIPA oder DM bzw. Bücher bei Amazon - hoffentlich bleibt es so spannend", sagte Krizek.

 

Es werde Dinge geben, die man teilen kann, an die man jetzt noch nicht denke. Aber: "Es ist einfach nicht alles teilbar. Wenn bestimmte Unternehmenszahlen veröffentlicht und von den Mitarbeitern falsch interpretiert würden, könnte das für die Firma negative Auswirkungen haben", so Krizek. Tendenziell nehme die Transparenz in den Betrieben allerdings zu. Auch durch die neuen Feedback-Möglichkeiten entstünden unglaubliche Chancen.

 

Open Innovation wirft Fragen bezüglich Urheberrecht auf

Wenn mehr Leute an der Produktentwicklung beteiligt sind, tauchen automatisch auch rechtliche Fragen - etwa bezüglich des Urheberrechts - auf, verwies Hannes Walter von der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung Evolaris auf mögliche Probleme. Andererseits seien Crowdfunding-Portale wie Kickstarter perfekt für die Marktforschung. "Das ist der Traum jedes Unternehmens", sagte Walter.

 

Neben dem Potenzial des Teilens gebe es möglicherweise aber auch neue, noch unbeachtete Effekte, erklärte Hilda Tellioglu von der Technischen Universität (TU) Wien. Durch die neuen Carsharing-Angebote würden Leute mit dem Auto fahren, die bisher vielleicht die Öffis benutzt hätten. Sie sei zwar von Technologie begeistert, allerdings müsste auch die Diskussion geführt werden, wer das schließlich nutzt und was das für Auswirkungen habe, so Tellioglu.

 

Außerdem sollten auch Technologien entwickelt werden, die für Ältere zugänglich seien. Da gehe es um soziale Netzwerke - etwa in Krisensituationen oder bei Nachbarschaftshilfe -abseits von Facebook und Co. "Hier steht der Nutzen und nicht der Coolness-Faktor im Vordergrund", erklärte die Expertin. Auch im Unternehmensbereich müsse ein Umdenken einsetzen, will man den Trend zum Teilen nutzen. Hier brauche es Best-Practise-Beispiele, um Ängste zu nehmen.

 

Geschäftsmodelle dem Trend zur "Shareconomy" anpassen

Für Unternehmen bieten sich Chancen, bestehende Geschäftsmodelle zu verbessern, etwa durch neue Feedback-Möglichkeiten, oder aber auch neue Vertriebskanäle zu erschließen, so Chris Budgen vom Consulter diamond:dogs. Nur wenige Betriebe hätten ihre bestehenden Geschäftsmodelle aber bisher entsprechend erweitert, um dem Trend der "Shareconomy" Genüge zu tun. "Die betrifft ja nicht nur die Marktsicht auf Dinge, sondern auch interne Prozesse, Arbeitsweisen und Produktentwicklungen", ist Budgen überzeugt. Nachholbedarf sieht er auch bei der Legislative. Hier würde den neuen Modellen kaum Rechnung getragen.

 

"Die Infrastruktur in hoher Qualität, die Zusammenarbeit erst ermöglicht, ist da", stellte Robert Ludwig vom Systemintegrator NextiraOne fest. Unternehmen, die neue Kommunikationsmedien nutzten, dürften aber die richtige Dosis des digitalen Konsums nicht außer Acht lassen. Beim Teilen sei in manchen Bereichen das Problem vielleicht noch nicht evident genug. Ein Beispiel: Möglicherweise müsse Autofahren noch teurer werden, damit Carsharing stärker genutzt werde.

 

SERVICE:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Josef Herget (Excellence Insitut)

Unternehmen ist IT-Sicherheit "erschreckend wurscht"
APA - Die Kriminellen werden hingegen immer professioneller Einen Überblick über die aktuelle IT-Sicherheitslage in Österreich hat Robert Schischka, Leiter des Computer Emergency Response Team (CERT.at), gezogen und heimischen Unternehmen eine teilweise "erschreckende Wurschtigkeit" konstatiert. "Wir haben Stammkunden, die alle paar Wochen kommen, weil sie immer wieder das Backup mit der Schwachstelle einspielen", bedauerte er bei einer Pressekonferenz in Wien.

 

Dabei wird CERT, das sich als eine Art Internet-Feuerwehr versteht, nicht selbst aktiv, sondern vermittelt die "Patienten" an Profis, die sich um die eigentliche Problemlösung kümmern. Und "Krankheiten" kann man sich im Netz mehr als genug einfangen: "Phishing feiert noch immer fröhliche Urstände", meinte Schischka. Ein hoher Prozentsatz ist hier nach wie vor mail-basiert und hat dennoch eine hohe Erfolgsquote.

 

Die Kriminellen werden immer professioneller, gehen nicht unbedingt gleich auf die Zugangsdaten von Finanzdienstleistungen los, sondern wählen den Umweg über Social Media. Die Opfer hätten dann mehr Vertrauen, wenn sie von Facebook-"Freunden" angeschrieben werden. "Der Informationsstand der Angreifer ist dank dieser Möglichkeit zur Hintergrundrecherche ein ganz anderer als noch vor einigen Jahren", betonte der CERT-Leiter.

 

Bei Malware wiederum werden die Täter zunehmend professioneller - und bei Opfern, bei denen es sich lohnt, wird auch mal telefonisch kontaktiert. So hat ein vermeintlicher Microsoft-Supportmitarbeiter bei Klein- und Mittelunternehmen angerufen, vor einem vermeintlichen Virenbefall berichtet und zur Installation eines Antivirenprogramms überredet, das in Wirklichkeit Schadsoftware war. "Unser Rat ist: Legen Sie eine gesunde Portion Skepsis an den Tag", sagte Schischka.

 

Angriffe auf Cloud sind nächster Schritt

Beim Schließen von Sicherheitslücken, etwa bei Java, seien viele unglaublich unprofessionell. Und auch der Polizei- bzw. Bundeskriminalamt-Trojaner, egal, ob in der primitiven Form oder jene, die etwa die Vorwürfe (Urheberrechtsverletzungen, Kinderpornografie, etc.) nach dem Surfverhalten des Opfers richtet, ist immer noch erfolgreich. "Das einzige, das hilft, sind regelmäßige Backups", empfiehlt Schischka. Und auch Daten im Netz seien nicht unbedingt sicher. "Angriffe auf die Cloud sind der nächste logische Schritt."

 

Roland Ledinger, Leiter des Government Computer Emergency Response Team (GovCERT.gv.at), das für den Behördenbereich zuständig ist, wünscht sich eine Meldepflicht für IT-Angriffe gegen wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Wasser und Energie, aber auch für den Finanzsektor. "So haben wir eine Chance, ein Lagebild zu bekommen und andere zu warnen." Allerdings sei es mit einer reinen Verpflichtung nicht getan: Vielmehr müsse man bei den Unternehmen Vertrauen schaffen, sie vor Bloßstellungen schützen und davon überzeugen, dass sie von einem derartigen schnellen Informationsaustausch und Frühwarnsystem letztendlich auch profitieren würden.

"Wiegen statt zählen": CeBIT gibt es kleiner
APA/dpa - "Wer ein Volksfest sucht, ist hier falsch." Zur weltgrößten Computermesse CeBIT kommen mit jedem Jahr weniger Besucher - doch die Veranstalter stört das nicht. Es gehe ihm um "Klasse statt Masse, mehr Fokus statt Gießkanne, mehr wiegen statt zählen", sagt der zuständige Messevorstand Frank Pörschmann. "Wer ein Volksfest sucht, ist hier falsch."

 

Die CeBIT, die sich aus den Hochzeiten zur Jahrhundertwende in der öffentlichen Erinnerung festgesetzt hat, ist Vergangenheit. Im Spitzenjahr 2001 stellten fast 8.100 Unternehmen in Hannover aus. Der IT-Boom lockte rund 850.000 Besucher. Einigen großen Ausstellern war das zu viel. Sie murrten über die "Tütenträger" und "Kugelschreiber-Jäger" und forderten ein Umsteuern. Zudem drückten dann das Platzen der Internet-Börsenblase und wirtschaftliche Turbulenzen auf die Budgets der Unternehmen. Jahr für Jahr blieben mehr Firmen weg, die für sich beschlossen: Es geht auch ohne.

 

Inzwischen scheint sich die Zahl der Aussteller bei über 4.000 stabilisiert zu haben. Bei den Besuchern gab es dieses Jahr ein Minus von zwölf Prozent auf 280.000. Für das finanzielle Wohl der CeBIT seien die aktuellen Rückgänge kein Problem, betont Pörschmann. "Die CeBIT steht so da, dass sie aus eigener Kraft ihre Weiterentwicklung finanzieren kann." Der Messwert für ihn seien "Fachbesucher pro Aussteller pro Messetag", sowie die "Entscheider-Dichte" - also der Anteil der relevanten Manager aus verschiedenen Branchen. Sein Plan: Die CeBIT soll eine Schnittstelle zwischen IT-Branche und klassischen Industrien sein, egal ob Autobau, Energie oder Gesundheitswesen.

 

Großes Interesse an Start-ups

Vom Branchenverband Bitkom kommt Applaus für diesen Kurs. Und auch der große Aussteller Microsoft zeigt sich zufrieden mit der CeBIT: "Sie war auch in diesem Jahr für uns die Plattform für den Austausch innerhalb der IT-Branche, den Dialog mit Industrie- und Politikvertretern, Partnern und allen voran unseren Anwendern und neuen Kunden", erklärte Deutschlandchef Christian Illek. Der Organisator des Start-up-Programms Code_n, Ulrich Dietz, stellte dieses Jahr mehr Interesse seitens der Industrie an den jungen Unternehmen fest.

 

"Aufgabe der CeBIT ist es in erster Linie, die Interessen der Aussteller zu unterstützen. Das funktioniert gut", sagt Messevorstand Pörschmann. Zu seinen Plänen für nächstes Jahr gehören: Noch mehr Aufmerksamkeit für Start-ups, ein stärkerer Fokus auf das Kongressprogramm und mehr Aktivität in Online-Medien, um die CeBIT nach außen zu transportieren. "Interessierte Verbraucher" könnten auch auf der heutigen CeBIT viel entdecken, verspricht Pörschmann. Die Realität ist allerdings auch, dass sie inzwischen härter nach für sie relevanten Sachen suchen müssen.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 http://www.a1.net/

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- evolaris next level GmbH http://www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH http://www.gentics.com

- Kapsch http://www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH http://www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- Samsung Austria GmbH http://www.samsung.com/ 

- Technische Universität Wien http://www.tuwien.ac.at/

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

21. August 2014
31. Juli 2014
Crowdsourcing: Scheitern ohne sorgfältige Planung vorprogrammiert