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EBC-Newsletter #20/2012
Smart City: Intelligent und bürgernah, aber bitte nicht gläsern
Foto: APA/Michele Pauty - Im Bild v.l.n.r.: Manfred Moormann (A1 Telekom), Thomas Madreiter (MA18), Stefan Mey (Wirtschaftsblatt), Doris Österreicher (AIT), Thomas Stern (Moderator), Robert Ludwig (NextiraOne) und Christian Kittl (Evolaris).

 

Technologie allein macht noch keine smarte Stadt. Vielmehr müssen Innovationen im kommunalen Bereich das tägliche Leben erleichtern und bürgernah umgesetzt werden. Gelingt das, profitiert auch der Wirtschaftsstandort. Auf welche Herausforderungen Stadtplaner, Forscher und Lösungsanbieter dabei stoßen, haben Expertinnen und Experten bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community in Wien diskutiert.

 

"Mehr als die Hälfte aller Menschen lebt bereits in Städten, Tendenz steigend: Deshalb braucht es radikale Innovation und neue Konzepte für Smart Cities", erklärte Doris Österreicher vom Austrian Institute of Technology (AIT). Eine wichtige Voraussetzung sei die Vernetzung der Stadtplanung in den Bereichen Energie, Gebäude, Mobilität und Industrie sowie eine Integration der verschiedenen Netze, also der elektrischen, thermischen und IKT-Infrastruktur.

 

Die Expertin fordert ein multisektorales Denken, "weil wir die einzelnen Industrien nicht mehr einzeln betrachten können". Die Entwicklung der Smart City dürfe aber nicht zur gläsernen Stadt führen. Entsprechenden Befürchtungen müsse mit Information begegnet werden. Beim Smart Metering - also dem Einsatz von intelligenten Stromzählern - sei beispielsweise wohl kaum interessant, wann wer das Badezimmer benutzt. Vielmehr gehe es darum die Potenziale der Lastverschiebung zu nutzen, so Österreicher.

 

Akzeptanz von Sicherheitsbedenken abhängig

"Ein relevanter Punkt ist sicher, wie wir mit Privacy umgehen", betonte auch Thomas Madreiter von der MA 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung. Denn oft stehe gar nicht die technische Lösung im Vordergrund, wie die Elektronische Gesundheitsakte zeige. "Beim Online-Banking gibt es Vertrauen, da wurden Standards geschaffen. Das müssen wir etwa im Bereich Energie auch erreichen", sagte Madreiter.

 

Er sieht die Smart City nicht nur als ökologisches, sondern auch als arbeitsmarkt- und technologiepolitisches Thema. "Jene Städte, die beispielsweise im Bereich CO2-Reduktion als Musterstadt gelten bzw. gute Produkte und Lösungen anbieten, werden wirtschaftlich erfolgreich sein", so der Experte. Wien verfüge - auch wegen der Innovationskraft der Unternehmen - über alle Voraussetzungen, als Smart City eine führende Rolle in Europa einzunehmen.

 

Smartes Tracking bei der Schneeräumung

Die Lösungen müssten allerdings praktisch, nah am Bürger und richtungsweisend sein. "Das heißt auch, nicht alles nach kurzem wieder zurückbauen zu müssen", ergänzte Manfred Moormann von der A1 Telekom Austria. Er ist ebenfalls der Meinung, dass smarte Städte nicht gläserne Bürger bedeuten dürften. Bei möglichen intelligenten Anwendungen verwies der Telekom-Manager auch auf weniger im Blickpunkt stehende Lösungen, etwa im Bereich Müllentsorgung oder bei der Salzreduktion im Straßendienst durch smartes Tracking bei der Schneeräumung.

 

Der Experte gibt allerdings zu bedenken, dass beim Trend zu digitalen kommunalen Angeboten nicht jeder in der Lage sei, mit der entsprechenden Technologie umzugehen. "Bei entsprechenden Schulungen ist das Zielpublikum nicht nur im Bereich 70plus zu finden, sondern auch Schulklassen, die keine oder eine mangelhafte Infrastruktur haben, melden sich da", so Moormann. Das sei ein schlechtes Zeichen für das Bildungssystem und schlecht für den Wirtschaftsstandort.

 

Kreativität der Bewohner einbinden

Probleme auf dem Weg zur Smart City würden sich aber nicht nur durch Informations- und Kommunikationstechnologie intelligent lösen lassen, erklärte Christian Kittl von der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung Evolaris. Er verwies auf die Rolle der Architektur. Wichtig sei auch die Kreativität der Bewohner bzw. Betroffenen in Form von Open Innovation oder sogenannten "Private-Public-People-Partnerships" einzubinden, sagte Kittl.

 

"Wichtig bei der Betonung der Potenziale von IKT zur Gestaltung von Smart Cities ist auch, die negativen Effekte, die diese neuen Technologien und vernetzten Infrastrukturen mit sich bringen, nicht zu übersehen", ist er überzeugt. Auf Sicherheit, Vertrauen und Anwenderakzeptanz sei daher ein besonderes Augenmerk bei der Gestaltung der entsprechenden Systeme zu legen.

 

"Eine weitere Spur auf der Tangente"

Vor allem in den Kernbereichen Energie, Verkehr und IKT müsste angesetzt werden. "Die möglichen Änderungen sind weitläufig, vom gemeinschaftlich genutzten Elektroauto, über die intelligente Heizung bis hin zu neuen Kommunikationsmedien auf Basis Green IT", so Robert Ludwig vom Systemintegrator NextiraOne. Man könne natürlich in eine weitere Spur auf der Tangente investieren, "oder wir bieten den Menschen beispielsweise an, zum Teil von zuhause aus zu arbeiten", meint Ludwig. Dadurch verringere sich die Umweltbelastung und man spare sich gleichzeitig Energie und Nerven.

 

"Arbeiten von zuhause erfordert eigenständiges Arbeiten, aber auch das eigenständige Abschalten. Inzwischen schieben immer mehr Firmen dem zunehmenden Arbeiten in der Freizeit einen Riegel vor", sagte Stefan Mey vom Wirtschaftsblatt. Von vielen technischen Neuerungen müssten die Bürger aber erst überzeugt werden, wie das Beispiel Smart Metering zeige. Die intelligente Stadt werde nicht von heute auf morgen kommen. Vielmehr sei es ein evolutionärer Prozess, in den viele Beteiligte eingebunden werden müssten.

 

Webtipp: Ein wesentlicher Teilbereich einer Smart City sind innovative Mobilitätskonzepte. Mit diesem Thema befasst sich rund um den ITS-Weltkongress in Wien (22.-26. Oktober) auch das aktuelle Dossier von APA-Science unter http://science.apa.at/.

Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Doris Österreicher (AIT)

Telekombranche in Europa unter Druck
Foto: APA/dpa - In Europa teilen sich 150 Anbieter den Markt

Der europäische Telekommunikationssektor steht unter einem deutlichen Konsolidierungsdruck. Die Preise seien in den vergangenen Jahren dramatisch gefallen, es gebe scharfe Regulierungsbestimmungen, die etwa das Roaming billiger machten. "Die Betreiber leiden darunter", sagte Telekom Austria-Chef Hannes Ametsreiter auf der Gewinn-Messe.

 

"Wir wollen einen Turnaround, das ist notwendig, wir werden es tun", sagte Ametsreiter. Während es in den USA nur sieben Anbieter gebe, seien es in Europa 150, veranschaulichte der Telekom-Chef den Wettbewerbsdruck. Auch leide die Branche unter der Verlangsamung der Konjunktur. Während die Geschäfte in Österreich noch relativ gut liefen, sei Osteuropa noch in einer durchaus schwierigen Situation. Mit 64 Prozent macht die Telekom den größten Teil ihrer Umsätze in Österreich.

 

Innovationen seien sehr wichtig für die Branche, deshalb habe man auch ein neues Kabel-TV-Produkt gestartet. Als nächster Schritt sei geplant, die Inhalte über Smartphones und Tablets abrufbar zu machen. Ein Riesenthema sei derzeit Cloud Computing. Das Datenvolumen würde sich alle 12 bis 18 Monate verdoppeln.

 

Handeln gefordert

Ein düsteres Bild der Mobilfunkbranche hat auch der neue T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth bei seiner Antrittspressekonferenz gezeichnet. "Ich sehe nur, dass die Branche hier kaputt ist. (...) Die Nachfrage wächst, aber es bleibt uns nichts übrig", so der ehemalige AUA-Vorstand. Bierwirth will daher die Preisspirale nach unten durchbrechen und die Datentarife den tatsächlichen Kosten anpassen.

 

Am Markt soll die Marke T-Mobile geschärft werden. Hier habe man den Stellenwert der alten Bezeichnung - max.mobil - noch nicht erreicht. Das dahindümpelnde Geschäftskundensegment soll durch die intensivere Einbindung von T-Systems gestärkt werden. Und am "Gründergeist" der Mitarbeiter will Bierwirth auch noch feilen. Sein Fazit: "Wir müssen relativ schnell etwas tun, um unsere Position 2 am Markt nicht zu gefährden."

 

 

Gutes Zeugnis für IT-Dienstleister
Foto: APA/dpa - Für Kunden stehen Einsparungen im Vordergrund Die Mitglieder im Wirtschaftskammer-Fachverband UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) wollen sich künftig verstärkt an Kundenbedürfnisse anpassen, obwohl prinzipiell ein hoher Zufriedenheitsgrad vorliegt.

 

Das sind die Ergebnisse einer Befragung des Gallup-Instituts im Auftrag des Fachverbandes unter 900 Mitgliedern und 1.200 Kundenunternehmen in Wien und Niederösterreich. "Die Ergebnisse sind auf ganz Österreich umlegbar", betonten Ilse Ennsfellner, Obfrau der UBIT in Niederösterreich und ihr Wiener Pendant Robert Bodenstein auf Nachfrage. Von insgesamt 55.000 Fachverbandsmitgliedern mit 66.525 unselbstständig Beschäftigten entfallen 50 Prozent auf die Bundeshauptstadt.

 

Rund 80 Prozent der Firmen sind Ein-Personen-Unternehmen. Die Hälfte der Betriebe wurde in den vergangenen fünf Jahren gegründet, der Umsatz stieg von 2010 auf 2011 laut Bodenstein um rund 3,5 Prozent auf 17,3 Mrd. Euro. "Es handelt sich um eine junge Berufsgruppe, die sich stark entwickelt und in einem dynamischen Umfeld bewegt", so die Obleute. Die Kundenzufriedenheit liegt sowohl bei den Unternehmensberatern (82 Prozent) als auch IT-Dienstleistern (90 Prozent) im grünen Bereich.

 

Von den IT-Dienstleistern wird die Betreuung und Installation von Hardware am stärksten nachgefragt, gefolgt von selbigem in Sachen Software. Zukunftstrends aus Anbietersicht sind Mobile Computing, Topthema aus Kundensicht sind allerdings Kostenoptimierungen. Auch hier spielt in Sachen Kaufentscheidung - hauptsächlich nach einer Empfehlung, die für zwei Drittel der Kunden das um und auf darstellt - Sympathie eine bedeutende Rolle, gefragt sind naturgemäß aber auch eine nachvollziehbare Kalkulation und ein inhaltlich schlüssiges Angebot.

Weiter Streit um Festplattenabgabe
Foto: APA - Kompromisslösung angestrebt

Die Künstler- und Interessenverbände der Plattform "Festplattenabgabe jetzt!" wollen die seit 1980 geltende Leerkassettenvergütung auf Festplatten ausgeweitet wissen und verweisen darauf, dass der Handel die Festplattenabgabe bereits seit zwei Jahren einhebe, diese aber nicht weiterreiche.

 

Die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer blockierten Bestrebungen, Lücken des derzeitigen Urheberrechts zu schließen, hatten die Organisatoren bei einer Pressekonferenz beklagt. AK-Direktor Werner Muhm betonte: "Wir haben viel Verständnis für die Kunst." Der Status Quo sei tatsächlich unbefriedigend, die derzeitigen Vorschläge seien allerdings "nicht der Weisheit letzter Schluss. Wir wollen gerne in einen Dialog eintreten. Wir sind gesprächsbereit."

 

Er rechne mit einer Kompromisslösung im Verlauf des kommenden Jahres. In einer Aussendung der AK hieß es dazu: "Es kann nicht sein, immer nur Tarife auf 'neue' Speichermedien auszudehnen und nichts an zugrundeliegenden Strukturproblemen zu ändern. Das derzeitige Vergütungsmodell passt nicht mehr in unser digitales Zeitalter."

 

Der Handelsverband betonte in einer Aussendung, man unterstütze "grundsätzlich das Ziel, die Einnahmen der KünstlerInnen nachhaltig zu sichern. Doch muss dies auf eine faire, den Konsumenten zumutbare und wirtschaftlich vernünftige Weise geschehen. Nur so lassen sich die gemeinsamen Ziele von Händlern und Künstlern verwirklichen. In der aktuell geforderten Form und Höhe schadet die Abgabe den Interessen der KünstlerInnen und dem Wirtschaftsstandort Österreich."

 

Die "Initiative für Netzfreiheit" meint, die Festplattenabgabe sei einseitig, nicht treffsicher und löse keine Probleme. Man protestiere "gegen unausgegorene politische Schnellschüsse zugunsten von Partikularinteressen einzelner Interessensvertretungen. Eine Festplattenabgabe ist der falsche Weg, künstlerische Leistungen wertzuschätzen und künstlerische Existenz materiell abzusichern."

 

BRANCHEN-NEWS

Austauschprogramm für IT-Start-ups

Die Installation eines "International IT-Start-up Exchange Program", das jungen Unternehmen das Fußfassen im Ausland erleichtern soll, stand im Mittelpunkt eines Treffens von 15 Softwareparks in Hagenberg (Bezirk Freistadt). In dem Programm sollen sich 18 Technik-Parks aus aller Welt verpflichten, in ihren Bürogebäuden Bereiche einzurichten, die von Start-up-Unternehmen der anderen Teilnehmer genutzt werden können. Zudem werden den Austauschpartnern die Netzwerke und Kontakte vor Ort zur Verfügung gestellt.

 

Österreich als Osteuropa-Drehscheibe

Der chinesische Handy- und Netzwerkhersteller ZTE macht seinen Österreich-Standort zur Osteuropa-Drehscheibe. Das Unternehmen ist hierzulande seit zwei Jahren tätig und beschäftigt 80 Mitarbeiter. Bis 2014 soll der Standort Österreich den Umsatz verdoppeln, konkrete Zahlen wurden vor Journalisten keine genannt. 80 Prozent sollen im Infrastruktursektor erwirtschaftet werden, 20 Prozent mit Endgeräten.

 

Neuer Chef bei Ericsson Austria

Thomas Jul ist neuer Geschäftsführer der Ericsson Austria GmbH und gleichzeitig Leiter der Customer Unit Central Europe bei dem schwedischen Telekomausstatter. Sein Büro hat er in Wien, von wo aus er neben Österreich auch noch Polen, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, die Slowakei und die Tschechische Republik betreut. Vor seinem Wechsel zu Ericsson war er Leiter der Region West Europe bei Nokia Siemens Networks.

 

Einblicke in Google Datenbanken

Wer schon immer einen Blick auf die Datenbanken des Internetriesen Google werfen wollte, hat nun Gelegenheit dazu. Auf www.google.com/about/datacenters/gallery/#/all sind beeindruckende Bilder von den Serverlandschaften des Unternehmens - von Hamina am finnischen Meer oder Lenoir in North Carolina (USA) - abrufbar.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen