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Telekom nach drei Quartalen tief in Verlustzone
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EBC-Newsletter #18/2012
Datenberge werden zum Selbstbedienungsladen
Foto: APA/Thomas Preiss - Im Bild v.l.n.r.: Daniel Scherling (Navax), Thomas Zimmer (Hewlett-Packard), Edgar Weippl (TU Wien), Herwig Unterrichter (NextiraOne) und Thomas Stern (Moderator, Braintrust)

Auf der Suche nach Entscheidungsgrundlagen für das Unternehmen übergab man bis vor kurzem den Informationstechnologen konkrete Fragen, diese durchforsteten den Datenbestand und schon wurden passende Antworten geliefert. Im Zeitalter der zunehmenden Informationsflut und neuer Möglichkeiten zur Verknüpfung von Daten bekommen nun die Nutzer selbst Werkzeuge in die Hand, um relevante Ergebnisse aufzuspüren - zum Teil auch ohne die Fragen vorweg exakt zu definieren.

 

Das erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien. "Man kann mit den Daten spielen. Allerdings ist dazu Wissen notwendig. Oft passiert es auch, dass falsche Schlüsse gezogen werden", sagte Edgar R. Weippl vom Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme an der Technischen Universität (TU) Wien.

 

Würden beispielsweise Gesundheitspolitiker mit Daten zu Krebserkrankungen in bestimmten Bezirken konfrontiert, ohne die Bedeutung von statistischen "Ausreißern" einschätzen zu können, seien Fehlschlüsse wahrscheinlich. Bei vermeintlichen Erkenntnissen über "verdächtiges Verhalten" - etwa durch Videoüberwachungssysteme - müsse beachtet werden, "wer denn das codiert, woher die Daten kommen und wie sie verarbeitet werden", so Weippl.

 

Integration von Social Media

Das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten reiche von Qualitätssicherung bis zur öffentlichen Sicherheit. Neue Werkzeuge könnten mithelfen, Muster in den Daten zu finden und daraus die richtigen Fragen abzuleiten, ist auch Thomas Zimmer von Hewlett-Packard (HP) Österreich überzeugt. Im Vorteil seien dabei jene Unternehmen, die mit einheitlichen Instrumenten Daten aller Art - vor allem aus den überproportional wachsenden Bereichen E-Mail, Social Media und Rich Media - verstehen und in ihre Businessmodelle und Prozesse einfließen lassen.

 

"Die Unternehmen wollen nicht mehr eine spezielle Frage mit viel Aufwand beantworten, sondern mit entsprechenden Werkzeugen den Datenbergen selbst Ergebnisse entlocken", ergänzte Herwig Unterrichter vom Systemintegrator NextiraOne. "Die Daten sind da. Aber die IT schien bisher mit der Aufarbeitung überfordert. Im Internet wissen wir, wie wir Fragen formulieren", so Unterrichter. Das sollte nun auch Einzug in die Unternehmen finden. "Ein großes Thema, auf das wir intensiv schauen müssen, ist: Wer gibt uns die Daten? Und wer kontrolliert die Daten?", so der Experte.

 

"Der User akzeptiert jedenfalls nur noch Systeme, die intuitiv zu bedienen sind und sofort Ergebnisse liefern. Jedes andere System ist bereits bei der Einführung zum Scheitern verurteilt", erklärte Daniel Scherling vom Softwarespezialisten Navax. Kombiniere man die richtigen Fragen mit einem Tool, das auch ohne die Hilfe von IT-Experten benutzt werden könne, bestünden die besten Voraussetzungen, um von "Big Data" zu profitieren. "Wo früher der Techniker im Mittelpunkt stand, ist es jetzt die Selbstbedienung durch die Nutzer", so Scherling. Cloud-Lösungen hätten sich dabei noch nicht durchgesetzt.

Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Edgar Weippl (TU Wien)

Kein Masterplan für Marketing und Social Media
Foto: APA/dpa - Experten sehen Zukunft von mobilen Endgeräten

Schnelle und direkte Kommunikation, Feedback-Möglichkeiten, effizienteres Kundenservice, Nähe zum Nutzer: Kommt das Gespräch auf die Vorteile von Social-Media-Angeboten, finden Unternehmen, Kommunikationsagenturen und Experten recht schnell einige gemeinsame Nenner. Bei Facebook und Co. handelt es sich aber um keine marketingtechnischen Wundertüten, wie bei den Österreichischen Medientagen deutlich wurde.

 

Clive Ryan von Facebook betonte, dass Social Media von vielen noch kritisch beäugt werde, auch weil man keine voll entwickelten Modelle im Umgang damit habe. "Aber es ist nur ein neues Medium, wie es auch das Fernsehen vor einige Jahrzehnten war." Wichtig sei für Unternehmen vor allem herauszufinden, was man mit einem möglichen Auftritt in den diversen Kanälen erreichen möchte. Um die zentralen Säulen „Identität und Teilen" könne man dann etwa mittels Facebook bei entsprechend aktivem Auftreten auch "Aufmerksamkeit und Dialog" generieren.

 

Der Vorteil liege dabei allen voran in sehr klar abgegrenzten Zielgruppen, "die man mit 90-prozentiger Genauigkeit" treffen könne, "und das um rund ein Viertel günstiger als mit klassischen Instrumenten". Für sich entdeckt hat das u.a. auch der Versicherungsanbieter Allianz. "Wir müssen dorthin, wo unsere Kunden kommunizieren", unterstrich Marketingleiter Gerald Enderle. Neben monetärem Investment sei hier aber die dahinterliegende Struktur wesentlich: "Wer spricht im Namen des Unternehmens, wie werden die Postings kontrolliert, wie sehen interne Guidelines aus? Erst dann kann man damit richtig arbeiten", so Enderle.

 

Stefan Schmidt-Grell, Director Marketing bei Xing, strich den Unterschied zwischen privaten und beruflichen Netzwerken hervor und betonte die "fundamentale" Differenz, die man als Unternehmen bei seinen Aktivitäten mitbedenken müsse. "Seien Sie sich klar, was Sie auf welchem Kanal für welche Zielgruppe erreichen wollen, dann gibt es auch einen Payout." Als "Kür" sieht er die Integration verschiedenster Plattformen und Aktivitäten. "Die größten Vorteile hat man sicher dann, wenn man in der Lage ist, die gesamte Klaviatur zu spielen und zu verzahnen."

Europäische Standards für Cloud Computing gefordert
Foto: APA/EPA - EU-Kommissarin Neelie Kroes plädiert für Modell-Verträge

Die EU-Kommission erwartet, dass durch gemeinsame europäische Standards für Datenschutz und IT-Sicherheit bis 2020 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 600 Mrd. Euro in der sogenannten digitalen Wolke generiert werden kann. Die für digitale Medien zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte in Brüssel, die EU müsse Hürden für das Cloud Computing abbauen. "Wir müssen europäischer denken. Wenn wir in nationalen Kategorien denken, sind wir verloren."

 

Eine gemeinsame europäische Strategie für Cloud Computing würde dem EU-Binnenmarkt einen gewaltigen Wachstumsschub geben, erklärte Kroes. So rechnet die EU-Kommission mit jährlichen Zuwächsen für die europäische Wirtschaftsleistung in Höhe von 160 Mrd. Euro, was zusätzlichen 2,5 Millionen Jobs entspreche. Ohne gemeinsame Strategie würde der wirtschaftliche Nutzen um zwei Drittel geringer ausfallen.

 

Die EU-Kommission will daher gemeinsame europäische Standards, Zertifizierungen und Evaluierungen durchsetzen. Kroes schränkte allerdings ein, dass man solche Standards nicht verbindlich vorschreiben wolle, sondern dies schon ein Erfordernis der Märkte darstelle und deshalb auch kommen werde. "Wir glauben, dass die Industrie das machen kann." Nach dem Plan der EU-Kommission sollten die notwendigen Standards bereit 2013 identifiziert werden.

 

EU-weit sollen Zertifikate für die Vertrauenswürdigkeit von Providern von Cloud Computing eingeführt werden. Außerdem will die EU-Kommission Modell-Verträge für "sichere und faire" Vertragsbedingungen zwischen Providern und Klienten festschreiben. Betroffen von neuen Standards wären u.a. Intel, ARM, IBM, Google, Oracle, Amazon, Apple, Cisco, Microsoft, Dell, SAP, Software AG, Dassault Systems, Spotify und Facebook.

Neues Unternehmensportal bündelt Behördenwege
Foto: Screenshot -

Das Finanzministerium hat eine zentrale Webseite für Unternehmen online gestellt. Unter der Internetadresse http://www.usp.gv.at/ wird den heimischen Betrieben nunmehr eine einheitliche Einstiegsebene für alle E-Government-Anwendungen angeboten. Das ressortübergreifende Projekt soll die Unternehmen bei ihrem bürokratischen Aufwand entlasten und Zeit und Kosten sparen.

 

Es sei ein "Meilenstein", so Finanzministerin Maria Fekter (V) bei einem Pressegespräch in Wien. Das jährliche Einsparungspotenzial wird mit 300 Mio. Euro angenommen. Rund 5.700 gesetzliche Informationspflichten für Betriebe gibt es laut Fekter in Österreich. Das stelle für die Bürokratie eine Belastung in Höhe von 4,3 Mrd. Euro dar. Ziel der bereits 2006 gestarteten E-Government-Initiative sei es, bis Ende 2012 ein Viertel - also eine Milliarde - einzusparen. "Ich glaube, das wird gelingen", sagte Fekter.

 

Das Unternehmensserviceportal werde vor allem den Klein- und Mittelbetrieben (KMU) nützen, die selbst keine aufwändige IT betreiben könnten, meinte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (S). Es sei eine "Win-Win-Situation zwischen Unternehmen, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung". Auch beim Bund würden sich dadurch die Personalkosten reduzieren. Der Ausbau des E-Government sei aber noch nicht am Ende, weitere Bereiche wie das Waffenregister würden integriert werden.

 

Lob für das Portal kam auch von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl. Österreich sei bei E-Government-Anwendungen europaweit zur Benchmark geworden. Zuletzt hätten sich Wirtschaftsdelegationen aus Bulgarien und Rumänien besonders dafür interessiert. Aber auch Leitl hat bezüglich E-Government noch Wünsche. So würde die Einführung der elektronischen Rechnung die Kosten um 14 Mio. Euro jährlich reduzieren. Enorm viel größer - im Milliardenbereich - wäre das Einsparungspotenzial bei B2B-Lösungen zwischen den Unternehmen, betonte der WKÖ-Chef.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

30. Oktober 2014
26. September 2014
Content Marketing & Co: Wie man heute Kunden erreicht