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EBC-Newsletter #2/2012
Experten: Open Data wird nur langsam erwachsen
Foto: APA/T. Preiss - Im Bild v.l.n.r. Martin Kaltenböck (Semantic Web Company), Thomas Stern (Moderator/Braintrust), Johannes Juranek (CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte), Peter Sempelmann (WirtschaftsBlatt), Robert Bodenstein (Wirtschaftskammer Österreich) und Robert Varga (APA-MultiMedia).

Der freie Zugang zu Verwaltungs- bzw. anderen öffentlichen Daten - Stichwort Open Data - könnte sich zum Innovationsmotor entwickeln und ein gesamtwirtschaftliches Potenzial in Milliardenhöhe bergen. Allerdings scheint es bisher eher erste Gehversuche als einen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Lauf in diesem Bereich zu geben, resümierten Experten bei einem Event der APA-E-Business-Community in Wien.

 

"In Österreich befinden wir uns in der Phase der Bewusstseinsbildung. Ein wichtiger Schritt ist nun, durch eine nationale und internationale Zusammenarbeit eine kritische Masse zu erreichen. Dann ist vieles möglich", erklärte Martin Kaltenböck von der Semantic Web Company. In Österreich sei ein nationales Open-Data-Portal in der Planungsphase, ab 2013 soll es auch eine paneuropäische Zusammenarbeit der EU-27 geben.

 

Zwar werde Open Data langsam erwachsen. Nach den zahlreich erfolgten Datenfreischaltungen müsse nun aber konzentriert an den erfolgskritischen nächsten Herausforderungen gearbeitet werden. "An oberster Stelle steht dabei die Hebung des postulierten ökonomischen Potenzials", so Kaltenböck. Schließlich gebe es für die Wirtschaft große Chancen durch die Verbindung von offenen Daten mit ihren eigenen.

 

Geschäftsmodelle noch Mangelware

"Derzeit geht es bei den freigegebenen Daten noch um Standorte von Toiletten oder die Ausstattung von Kinderspielplätzen, woraus sich nicht unbedingt die großartigen Geschäftsmodelle ergeben", ergänzte Robert Bodenstein von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Größeres wirtschaftliches Potenzial ortet er beispielsweise darin, die Unternehmenssoftware mit offenen Daten anzureichern und daraus Vorteile zu lukrieren - etwa wenn aktuelle Baustellen ins Fuhrparkmanagement miteinbezogen werden. "Davon sind wir aber noch einen großen Schritt entfernt", sagte Bodenstein.

 

Die Frage, ob durch das Zusammenführen von anonymisierten Daten nicht doch wieder Rückschlüsse auf Personen möglich sind, warf Johannes Juranek von CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte auf. "Wenn es um anonyme Daten geht, ist das Thema Open Data juristisch nicht sehr ergiebig. Werden aber aus anonymen Daten persönliche gemacht, muss man sich damit beschäftigen", gab Juranek zu bedenken. Außerdem könnten, wenn Daten frei zugänglich gemacht werden, Rechte des geistigen Eigentums außer Kraft gesetzt und der Datenschutz ausgeschaltet werden.

 

"Schluss mit der Geheimniskrämerei"

"Wir sollten Verwaltungsdaten einfach veröffentlichen und abwarten, was passiert. Das ist der nächste Schritt in der Öffnung unserer Gesellschaft", forderte hingegen Peter Sempelmann vom WirtschaftsBlatt. Er sei der Meinung, dass von öffentlichen Stellen gesammelte Daten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollten. "Diese Daten lassen sich für einen gesellschaftlichen Mehrwert einsetzen. Und wenn davon auch noch die heimische Wirtschaft profitieren kann, umso besser. Schluss mit der Geheimniskrämerei", so Sempelmann.

 

Die Verfügbarkeit von Daten habe auch eine neue Form des Journalismus hervorgebracht - die des Datenjournalismus, erklärte Robert Varga von APA-MultiMedia. Der "Guardian" trage dem schon seit längerem durch ein eigenes Ressort Rechnung. Allerdings müsse man sich gut überlegen, was man mit den Daten mache. "Zum Teil sind sie eher langweilig, wenn man sie in Textform verarbeitet. Eine Karte zum Reinzoomen bis auf die regionale Ebene, was etwa Verkehrssicherheit oder Mietpreise betrifft, kann hingegen sehr spannend sein. Wir müssen uns daher mehr mit Visualisierung befassen", so Varga.

 

SERVICE:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Martin Kaltenböck (Semantic Web Company)

Internet-Einzelhandel hat sich seit 2006 verdreifacht
Foto: APA - Online-Shopping-Ausgaben auf 4,5 Mrd. Euro gestiegen

Online-Shopping erfreut sich in Österreich immer größerer Beliebtheit. Der Umsatz im heimischen Internethandel hat sich zwischen 2006 und 2010 auf rund 1,9 Mrd. Euro mehr als verdreifacht. Das sind dennoch nur 3,6 Prozent der gesamten Einzelhandelserlöse in Österreich, ergab eine Studie der KMU Forschung Austria.

 

Der Internet-Einzelhandel ist aber bereits für ein Fünftel des Einzelhandelswachstums verantwortlich. Ebenso verdreifacht haben sich zwischen 2006/2007 und 2010/2011 die Online-Shopping-Ausgaben der Österreicher, nämlich auf 4,5 Mrd. Euro, wobei aber Waren im Wert von 2,6 Mrd. Euro im Ausland bestellt wurden. In welchen Web-Shops eingekauft wird, ist bei der Studie nicht erhoben worden. Laut kürzlich veröffentlichten Zahlen des deutschen EHI Retail Institute und Statista erzielte aber allein der US-Online-Händler Amazon in Österreich mit Amazon.at 2010 einen Umsatz von 204,4 Mio. Euro. Mit Universal.at, Ottoversand.at und Quelle.at erwirtschaftete die deutsche Unito Versand & Dienstleistungen einen Umsatz von 153,6 Mio. Euro.

 

Die Anzahl der heimischen Online-Shops erhöhte sich laut Studie zwischen 2006 und 2010 von 3.200 auf 5.700, das entspricht rund 15 Prozent der 39.000 Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Österreich. "Das Internet ist derzeit hauptsächlich noch ein Informations- und nicht ein Einkaufsmedium", resümierte Ernst Gittenberger von KMU Forschung Austria, Autor und Projektleiter der Studie gemeinsam mit Bettina Lorentschitsch, der Obfrau der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Es habe sich aber "einiges bewegt in den letzten vier Jahren". Online sei nicht mehr das "Schreckgespenst" für den stationären Einzelhandel, betonte Gittenberger.

 

Wettbewerbsnachteile für heimische Shops

Handlungsbedarf sieht die Handelsobfrau bei den unterschiedlichen Urheberrechtsabgaben-Regelungen auf Speichermedien und Drucker in den einzelnen EU-Staaten. Das sei ein Wettbewerbsnachteil für die heimischen Elektronik-Online-Shops. Für einen 70-Euro-Drucker würden in Österreich allein 20 Euro an Urheberrechtsabgaben fällig. Die Abgabe sollte "reduziert und europaweit angeglichen werden", forderte Lorentschitsch. Auch durch die unterschiedliche Umsetzung von EU-Umweltvorgaben, vor allem im Verpackungsbereich, seien österreichische Händler gegenüber ausländischen Web-Shops "massiv benachteiligt".

 

In der Studie wird aber auch auf Nachholbedarf im Online-Bereich bei den heimischen Einzelhändlern verwiesen. "Das Angebot bleibt hinter der Nachfrage zurück", erklärte der Studienautor. Auch machen heimischen Online-Händler nur etwa zehn Prozent des Umsatzes im Ausland. Die Wirtschaftskammer will nun verstärkt Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung bei den Einzelhändlern starten. "Aber nicht jeder Händler braucht einen Online-Shop", betonte die Handelsobfrau.

Rabattgutschein-Portale immer beliebter
Foto: APA/dpa - Österreicher entwickeln sich zu Online-Schnäppchenjägern

Die virtuelle Schnäppchenjagd erfreut sich auch in Österreich steigender Nachfrage. Das Rabattgutschein-Portal DailyDeal, das zum Internetkonzern Google gehört, hat im vergangenen Jahr in Österreich 199.628 Gutscheine im Gesamtwert von 9,3 Mio. Euro verkauft. 2010, als die Plattform hierzulande an den Start ging, waren es noch 34.694 Gutscheine im Wert von 2,1 Mio. Euro gewesen, gab DailyDeal in einer Aussendung bekannt.

 

Die auch in der Schweiz und in Deutschland aktive DailyDeal-Gruppe hat im Vorjahr 2,1 Mio. Gutscheine zu einem Gesamtwert von 114,3 Mio. Euro verkauft, nach 500.000 zu 19,6 Mio. Euro im Jahr 2010. Österreich-Verkaufschef Thomas Hofirek erwartet auch für 2012 einen weiteren deutlichen Anstieg. "Immer mehr Unternehmen erkennen im Couponing eine effiziente Alternative zu klassischen Werbeformen und immer mehr Verbraucher nutzen unsere Gutscheine, um neue Angebote in ihrer Stadt zum Vorzugspreis kennenzulernen", so seine Begründung.

 

Das Geschäft mit dem virtuellen Gutschein ist simpel: Jeden Tag senden die Rabattdienste registrierten Nutzern via E-Mail Angebote zu. In der Regel wird ein Rabatt von 50 Prozent gewährt, manchmal auch mehr. Die Rabattportale fungieren dabei als Vermittler zwischen Kunde und Anbieter. Für abgeschlossene "deals" bekommen sie Provisionen. Diese fallen je nach Angebotsart unterschiedlich hoch aus. Die auf den Plattformen beworbenen "deals" stammen zum größten Teil aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Wellness und Beauty.

 

Während das Schnäppchenfieber in anderen europäischen Ländern und insbesondere den USA schon vor rund drei Jahren ausgebrochen ist, wurden die ersten österreichischen Schnäppchenportale erst 2010 gegründet. Neben kleineren österreichischen Plattformen wie TeamDeal, DealLx oder DealHeute, ein Ableger der Gratiszeitung "Heute", sind die international tätige Rabattplattform Groupon sowie der in Deutschland und der Schweiz aktive Online-Gutscheindienst DailyDeal die größten Player am heimischen Markt.

IT-Arbeitsmarkt legte im Vorjahr deutlich zu
Foto: APA - Ende des Booms zeichnet sich ab

Die Job-Angebote für IT-Fachkräfte wuchsen im Gesamtjahr 2011 noch kräftig. Angesichts einer Stagnation gegen Jahresende ist allerdings mit einem Ende des Booms zu rechnen, so Personalberater Robert Fitzthum anlässlich der Veröffentlichung des jüngsten it-indikators, der das Jobangebot in den führenden Print- und Online-Stellenmärkten beobachtet.

 

Im Gesamtjahresvergleich ist der Jobmarkt in der IT-Wirtschaft demnach um 24 Prozent bzw. knapp 1.000 Stellenausschreibungen gewachsen und erreichte damit wieder fast das Niveau des Spitzenjahres 2008. Im vierten Quartal gab es allerdings nur mehr ein Plus von zwei Prozent. Die sinkende Nachfrage gegen Jahresende nach SAP-Personal und Programmierern zeige erste Auswirkungen des einsetzenden Sparkurses, so Fitzthum.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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