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EBC-Newsletter #12/2012
Experten: Smartphones, Tablets und Co. bauen Brücke über digitalen Graben
Foto: APA/Thomas Preiss - Im Bild v.l.n.r.: Thomas Wedl (Cellular), Michael Seifert (WIFI WKO), Verena Krawarik (APA), Ursula Maier-Rabler (Uni Salzburg), Petra Gallaun (A1 Telekom), Chris Budgen (diamond:dogs) und Thomas Stern (Braintrust, Moderator)

Was anfangs beim PC und später beim Internet ein viel diskutiertes Thema war, findet nun auch im Zeitalter von Smartphones, Tablets und Social Media wieder verstärkt Beachtung: der digital divide. "Wir sprechen nicht mehr nur von einem neuen Medium, sondern von einer universalen Infrastruktur, auf der sich alles abspielt. Darum ist der digitale Graben inzwischen ein umso größeres Problem", erklärte Ursula Maier-Rabler von der Universität Salzburg bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Am stärksten von dieser Problematik betroffen sind der Expertin zufolge Frauen, Ältere sowie Kinder und Jugendliche. Letztere Gruppe bestehe keineswegs nur aus "digital natives" - also Personen, die bereits mit Internet und Handy aufgewachsen sind. Vielmehr gebe es viele, die keine Kompetenzen in diesem Bereich hätten, etwa Kinder von allein lebenden Frauen mit geringer Bildung, Migrationshintergrund oder niedrigem sozioökonomischen Status. Und auch die "echten" digital natives seien nur in bestimmten Segmenten wirklich gut.

 

"Beim Bewerten von Informationen und Quellen oder der gezielten Recherche schaut es zappenduster aus", so Maier-Rabler. Außerdem würden Mädchen generell ein Jahr später in die digitale Welt einsteigen: "Das holen sie nicht mehr auf." Natürlich könnten Smartphones, Tablets und Apps helfen den Zugang zu verbreitern. Dennoch brauche es völlig neue Ansätze zur Herstellung von "digital literacies" und vor allem eine andere Einstellung in der Gesellschaft zu chancengleicher Bildung, lebenslangem Lernen und gerechtem Zugang zu Information und Wissen.

 

Im Unternehmensbereich würden die digitalen Möglichkeiten bestenfalls halbherzig genutzt. "Ein Produkt ins Internet zu stellen ist nur der Anfang. Jetzt geht es beispielsweise um Co-Creation und Crowdsourcing, also darum, die Kunden in die Produktentwicklung miteinzubeziehen", ist die Expertin überzeugt.

 

"Always on" könnte Spaltung noch vertiefen

Die einfache Bedienbarkeit von Smartphones und Tablets leiste sicher einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der digitalen Kluft. Es bestehe aber auch die Gefahr, dass der Unterschied zwischen Internetnutzer und Nichtnutzer noch größer wird, betonte Petra Gallaun von der A1 Telekom Austria AG. Erstere sind durch Smartphone und Tablet-PC jetzt "always on". Umso wichtiger sei es, den Nichtnutzern die notwendigen Fertigkeiten zu vermitteln, damit in Zukunft alle die gleichen Chancen auf Informationen, Wissen und Bildung hätten.

 

"Derzeit haben wir auf der einen Seite Kinder, die mit Computer und Tablet-PC aufwachsen und andererseits welche, die mit zehn Jahren zum ersten Mal vor einer Tastatur sitzen", sagte die Leiterin der Initiative "Internet für alle". Der erste Schritt müsse jedenfalls bei der Bildung gemacht werden, indem man beispielsweise Mediennutzung in alle Fächer integriert.

 

Jugendliche sind "Infobroker von morgen"

Die Schüler seien die Infobroker von morgen und müssten den Umgang mit Wissen - Stichwort Selektion - lernen, erklärte auch Verena Krawarik von der APA - Austria Presse Agentur. Allerdings sei nicht nur die Schule gefordert, auch NGOs und Unternehmen könnten sich in dem Bereich engagieren.

 

Die intuitive Bedienbarkeit von Tablets und Smartphones und der dafür entwickelten Programme habe den Usern die Scheu vor dem "Computer" genommen. Die technischen Rahmenbedingungen für eine Überbrückung des "digital divide" seien damit gelegt. "Zentral aber ist die Frage, ob wir die Fähigkeit besitzen, die neuen Technologien produktiv nutzen zu können. Nur so wird aus dem 'digital access' auch ein 'digital profit'", so Krawarik.

 

Technologischer Graben "existiert nicht mehr"

"Ich sehe derzeit keine Hinweise darauf, dass sich die Medienkompetenz verbessert. Was es aber nicht mehr gibt ist der technologische Graben, der existiert nicht mehr", sagte Chris Budgen vom Consulter diamond:dogs. Früher habe man für das Online-Banking noch Programme auf den PC herunterladen und komplexe Aktionen durchführen müssen. Jetzt brauche man dafür nur mehr ein paar "Tippser" am Smartphone.

 

"Die Barrieren werden geringer, die Graben schmäler", ist auch Thomas Wedl vom App-Hersteller Cellular überzeugt. Mit rund 80 Prozent der neu angemeldeten Handys könne man ins Internet einsteigen und bei vielen Fernsehern sei der Online-Zugang schon integriert. Dadurch könnte der Wissensgraben in Zukunft noch kleiner werden. Ein Problem sieht er in der Verfügbarkeit von Breitbandzugängen sowohl mobil als auch im Festnetz.

 

Die Nutzung von Social Media, Apps und Co. hat weitreichende Konsequenzen, betonte Michael Seifert von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). "Kinder lernen das aber nicht in der Schule, und selbst Experten fehlt manchmal der Überblick", sagte Seifert. Es bedürfe daher einer großen Schulungskampagne. Allerdings sei keine schnelle Lösung in Sicht. "Im Bildungsbereich wird sich in den kommenden fünf Jahren nichts tun", so der Experte.

Service:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Ursula Maier-Rabler (Universität Salzburg)

Österreich plant "Cyberwehr" für den Cyberwar
Foto: APA/dpa - Im Notfall muss die Kommunikation perfekt funktionieren.

Wie verletzlich unsere durch das Internet vernetzte Welt eigentlich ist, wurde kürzlich beim Sicherheitskongress des Kuratorium sicheres Österreich (KSÖ) in Wien gezeigt, als die Ergebnisse des heimischen Cybersecurity-Planspiels diskutiert und die Lehren daraus gezogen wurden. Eine davon ist der Aufbau einer "Freiwilligen Cyberwehr", einem Pool von Experten, auf den im Falle von IT-Angriffen zurückgegriffen werden kann.

 

Vertreter von Ministerien, Wirtschaft und Infrastruktur waren zusammengekommen, um sich einem fiktiven Angriff zu stellen: Das Internet streikte, ebenso Telekommunikationseinrichtungen und Geldautomaten, zudem gab es Stromausfälle und andere "Überraschungen". Die Fachleute mussten dabei bekanntgeben, wie sie reagieren würden und nahmen im Verlauf der Simulation auch entsprechende Kontakte zu ihren Organisationen, aber auch untereinander auf.

 

Laut KSÖ-Präsident Erwin Hameseder stellte sich im Verlauf des Planspiels etwa schnell heraus, wie schwierig der Umgang mit vertraulichen Daten sein kann. Ohne "österreichische Lösung" dürfte man etwa Unternehmen von Behördenseite nicht einmal vor einem bevorstehenden Angriff warnen - wenn diese Informationen entsprechend geheim klassifiziert sind. Ebenso könnten Telekomunternehmen nicht ohne weiteres Daten ihrer Kunden an Behörden weitergeben. "Das war vielen vorher nicht bewusst."

 

Anderen Teilnehmern wiederum war nicht bekannt, welche vorhandenen Strukturen und Organisationen es bereits gibt und wie diese im Fall des Falles hilfreich sein können. Am wesentlichsten war aber das Thema Kommunikation, sowohl mit den Medien, um etwa darüber zu informieren, dass bestimmte Dienstleistungen nicht zur Verfügung stehen, aber auch untereinander. Beim Planspiel habe man viele Kontakte geknüpft, die sich als hilfreich erweisen dürften, sollte es einmal wirklich ernst werden - der Grundstock der "Cyberwehr" wurde damit geschaffen.

Service: Ein Video zum Cyberplanspiel ist hier zu finden.

Wenn der Online-Sturm losbricht …
Foto: APA - Manchmal geht das Social-Media-Engagement auch gehörig schief.

Quer durch Deutschland für 25 Euro - mit einem solchen Sparangebot wollte die Deutsche Bahn im Oktober 2010 die Nutzer auf ihre Facebook-Seite locken. Doch viele kamen nicht wegen des "Cheftickets", sondern um ihrem Ärger über verspätete Züge insbesondere nach einem stundenlangen Streik sowie das Bauprojekt Stuttgart 21 Luft zu machen. Im sozialen Netzwerk braute sich ein Shitstorm zusammen, ein unkontrollierter Sturm aus Wut und Empörung.

 

Die sozialen Netzwerke werden für die Geschäftswelt immer wichtiger. Eine Studie ergab, dass nur zwei der Dax-30-Unternehmen nicht bei Facebook und Co aktiv sind. Auch Mittelständler nutzen die Plattformen zunehmend, wie das Marktforschungsinstitut Techconsult ermittelte. Doch wer dort aktiv ist, muss sich auch mit der Gefahr eines Shitstorms auseinandersetzen.

 

Welche Folgen ein Empörungssturm hat, lässt sich nicht ohne weiteres abschätzen. Er kann den Firmen lange anhaften, aber auch ohne schlimme Konsequenzen vorüberziehen. Entscheidend sei, ob die Massenmedien das Thema aufgreifen, erklärt Bernhard Jodeleit, Gründer der Social-Media-Agentur "Lots of Ways": "Nur dann sind die Folgen schmerzlich." Zudem hänge viel von der Reaktion ab: "Unternehmen können die Situation immer noch nutzen, um positiv zu überraschen."

 

Um negative Folgen zu verhindern, rät er Unternehmen, das Geschehen im Internet zumindest zu beobachten. "Wenn ich im Blindflug unterwegs bin, riskiere ich zum Beispiel, dass Käufer ausbleiben." Dafür müsse die Medienbeobachtung auf die Neuen Medien ausgeweitet werden. Wenn ein Shitstorm wütet, sei es wichtig zu wissen, wer im Unternehmen darauf reagieren müsse und auf welche Art dies geschehen solle. "Es hat sich bewährt, das vorher festzuzurren und von entscheidender Ebene verabschieden zu lassen."

 

Die Bahn nutzt mittlerweile einen Twitter-Account als einen Servicekanal für Kunden. Von den mehr als 17.000 Followern kommen täglich rund 80 Anfragen. Geantwortet wird "so zeitnah wie möglich, in der Regel in wenigen Minuten". Die Reaktionen der Nutzer sind überwiegend positiv. Eine Strategie, die Jodeleit befürwortet: Er rät, sich die besonderen Multiplikatoren im Web 2.0 zunutze zu machen. "Damit macht man aus latent unzufriedenen Kunden Fürsprecher für die Marke."

Distanzhandel in Österreich boomt
Foto: APA - Einkaufen via Smartphone immer beliebter.

Die Österreicher haben in den vergangenen zwölf  Monaten Waren im Wert von 5,8 Mrd. Euro über das Internet, den Versandhandel oder über Teleshopping bestellt. Das entspricht einem Zuwachs von 9 Prozent, geht aus einer Studie der KMU Forschung Austria im Auftrag des Handelsverbandes hervor.

 

Insgesamt kauften von Mai 2011 bis April 2012 4,7 Millionen Österreicher (ab 15 Jahre) zumindest einmal im sogenannten Distanzhandel ein und gaben dabei im Schnitt 1.250 Euro (nach 1.300 Euro) pro Kopf aus.

 

Den Angaben zufolge besitzen 35 Prozent der Österreicher ein Smartphone, 34 Prozent suchen gezielt damit nach Einzelhandelswaren. 10 Prozent kaufen auch via Smartphone im Distanzhandel ein.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen