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EBC-Newsletter #5/2012: Einladung zum nächsten Event
Zerreißprobe: Wie Unternehmen künftig kommunizieren (müssen)

 

Zwischen Mitarbeiterzeitung, TV und Social Media: Die Unternehmenskommunikation steht vor enormen Herausforderungen, weil sie nicht mehr nur die klassischen Medienkanäle bespielen muss, sondern auch für den direkten Dialog mit den Zielgruppen verantwortlich ist.

 

Einzelne Mitarbeiter oder Unternehmensbereiche stürmen an die Kommunikationsfront, wer mit wem (öffentlich) interagiert, ist kaum mehr nachvollziehbar. Wie sollte man darauf reagieren? Wann spielt man wo mit und warum? Wie sollen sich B2B-Unternehmen verhalten? Der Trend zum Einsatz von Social Media in der Unternehmenskommunikation wirft jedenfalls viele Fragen auf.

 

Ist meine Firma wirklich reif für Social Media und entsprechend offen - auch für Kritik? Sprich: Verträgt es die Unternehmenskultur, unfreundliche Postings zu akzeptieren? Sind die Entscheidungswege innerhalb des Betriebs kurz genug, um Social Media überhaupt möglich zu machen? Wie schule ich meine Mitarbeiter? Wie bringt man auch das Top Management zu authentischer und dialogorientierter Führungskommunikation? Und wie funktioniert das in der Unternehmenspraxis? Darüber diskutieren Expertinnen und Experten am 29. März im Rahmen der APA-E-Business-Community in Wien, u.a.: Heinz Wittenbrink (FH Joanneum, Graz), Oliver Krizek (Navax), Martin Schumann (Evolaris), Karin Thiller (APA-OTS) und Barbara Werwendt (Hewlett-Packard).

 

Datum: Donnerstag, 29. März 2012
Ort: Haus der Musik, Seilerstätte 30, 1010 Wien
Happy Hour: ab 18:30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19:30 - 21:00 Uhr, Vortragssaal, Dachgeschoß

 

Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Das Handy wird zum Einkaufsberater
Foto: APA/dpa - Vorhandene Möglichkeiten aber noch zu wenig bekannt

Ist das teuer oder nicht? Wenige Eingaben auf dem Smartphone genügen und der Kunde weiß dank mobilem Internet im Geschäft Bescheid. Ob Preisvergleich, Online-Kataloge, Gutscheine oder Apps - beim Einkaufen spielt das Handy eine immer bedeutendere Rolle. Darauf stellen sich viele Händler ein. Aber die Entwicklung ist erst am Anfang.

 

Das zeigt eine Studie des Handelsforschungsinstitutes EHI und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu den Trends im Handel. "Das Internet ist überall", verdeutlicht EHI-Geschäftsführer Michael Gerling. Für den Kunden, der nahezu überall und ständig darauf zugreifen könne - ob am heimischen Computer oder auf dem Handy unterwegs - werde damit vieles einfacher. Es gehe nicht nur um einen Preisvergleich, sondern auch um Produktinformationen und Bewertungen von anderen Kunden. "Früher musste man warten, bis das neue Heft der Stiftung Warentest herauskam. Das wird künftig viel schneller gehen."

 

Das Mobiltelefon wird heute schon beim Einkaufen genutzt - am häufigsten, wenn es um Elektrogeräte geht. In dem Bereich hat jeder fünfte Käufer schon einmal im Geschäft zum Handy gegriffen, um sich zu informieren oder den Preis zu vergleichen. Das ergab eine Umfrage zu der Studie unter über 1.000 Konsumenten, die mindestens einmal in der Woche das Internet nutzen. Beim Einkauf von Lebensmitteln, Bekleidung und Baumarktartikeln greift aber nicht einmal jeder Zehnte auf das Handy zurück.

 

"Das Einkaufen mit dem Mobiltelefon steht noch am Anfang", sagt Mark Sievers, Handelsexperte der KPMG. Je nach Produktkategorie wollen laut Umfrage zwischen 7 und 14 Prozent der Kunden, die bisher das Mobiltelefon im Geschäft nicht nutzen, das künftig bestimmt oder wahrscheinlich tun. "Das zeigt, dass zum einen aktuell noch ein attraktives Angebot fehlt, und andererseits die vorhandenen Möglichkeiten zu wenig bekannt sind", erläutert Sievers.

 

Kundenbindung stärken

Für drei Viertel aller Händler ist das Thema mobile Anwendungen aktuell und künftig von strategischer Bedeutung, wie eine Umfrage des EHI im Herbst unter 148 Unternehmen ergeben hat. Händler sehen darin eine Chance, die Kundenbindung zu stärken. Konkrete Aktionen habe danach bisher aber weniger als jeder zehnte Händler durchgeführt. Fehlende Technologien und unzureichend standardisierte Prozesse wurden in der Umfrage als größte Hindernisse beim Umsetzen genannt.

 

Doch wie schnell sich Trends durchsetzen können, Innovationen zum Alltag werden, hat die Kassentechnik im Handel gezeigt. "Es gibt eigentlich nur noch Touchscreen-Kassen", schildert EHI-Technikexperte Ulrich Spaan. Die Kassentechnik mit Fingerberührungen anstelle einer Tastatureingabe habe sich binnen weniger Jahre gegen alle Vorbehalte durchgesetzt. Kassiererinnen und Kassierer fänden einen schnellen Zugang zur neuen Technik, denn das Nutzen der Oberfläche seien sie vom Handy gewohnt.

Telekom Austria sieht viel Potenzial in M2M
Foto: APA - Zehn Millionen M2M-Verbindungen bis 2015 für die TA-Group erwartet

Die "Datenexplosion", die immer leistungsfähigere Verbindungen nötig macht, elektronisches Bezahlen etwa via NFC sowie die Vernetzung Machine to Machine - das waren für Telekom-Austria-Vorstandsvorsitzenden Hannes Ametsreiter neben neuen Geräten und Apps die Hauptthemen des Mobile World Congress in Barcelona.

 

Gerade im letzteren Bereich ortet man in der Telekom Austria Group viel Potenzial und sieht sich mit der Tochtergesellschaft M2M gut aufgestellt. Bis 2015 erwartet M2M-Managing Director Phat Huynh in Osteuropa zehn Millionen M2M-Verbindungen für die TA-Group. Diese entfallen auf die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete, u.a. Logistik und Transport, Gesundheit oder den Bereich vernetzte Häuser und Wohnungen.

 

Einen etwas ungewöhnlicheren Auftrag über immerhin eine halbe Million Simcards hat die bulgarische TA-Tochter erhalten: Dort wird nämlich bei Bargeld-Kassensystemen viel Geld an der Steuer vorbei geleitet. Dank M2M soll dies bald der Vergangenheit angehören, da diese Kassen jede Transaktion sofort weitermelden, was der Finanz entsprechende Stichproben und Kontrollen ermöglicht.

 

Dieses System ist derzeit im Rollout und soll laut Huynh in zwei Jahren zu 80 Prozent stehen: "Jede Bargeldkassa wird erfasst, bis hinunter zum Würstelstand." Da kleinere Geschäfte in Bulgarien bisher oft nicht einmal eine Kassa haben, dauert die Umstellung entsprechend lange. Wie groß das Problem der Steuerhinterziehung in diesem Bereich bisher exakt war, sei nicht zu beziffern, aber es sei "spürbar", so der Managing Director.

Wie man mit Werbung am Tablet den Leser erreicht
Grafik: APA/evolaris - 360-Grad-Ansicht findet größten Anklang

Die interaktiven Möglichkeiten auf Tablet-PCs wie Apples iPad beschäftigen sowohl Verleger als auch Werbetreibende. Die Vielzahl der Spielereien birgt jedoch auch die Gefahr, die Leser zu verwirren oder im schlimmsten Fall gar zu stören. Die Forschungs- und Entwicklungseinrichtung evolaris hat in Kooperation mit der APA - Austria Presse Agentur verschiedene Werbeformen getestet und dabei die attraktivsten und die am wenigsten zielführenden herausgefiltert.

 

Wie Christian Adelsberger, Leiter des Business Development von evolaris, bei einem Workshop erläuterte, schnitten im Gesamtranking der abgefragten Imagewerte (beispielsweise Akzeptanz, Gefallen, Wiedererkennen) drei Werbeformen am besten ab: Dies sind die 360-Grad-Ansicht, bei der ein Produkt am Bildschirm in 3D präsentiert wird, ein Sliding Banner, bei dem die User durch Wischen weitere Inhalte erreichen können, sowie Pre-Roll und Overlay. Hier werden zwei Mechanismen verbunden: Vor dem Beitrag ist ein Werbesujet zu sehen, das Logo bleibt allerdings auch im nachfolgenden Inhalt, z.B. in einem Video, eingeblendet.

 

Als störend wurden in der evolaris-Studie sogenannte Pre-Load Screen-Advertisements empfunden. Dabei wird während des Ladens der Applikation eine Werbung im Vollbild gezeigt, die mit einem "Schließen-Button" beendet werden muss. Auch die "Like"-Integration in Social Media sowie ein interaktives Formular konnten die User wenig begeistern. Befragt wurden zehn nationale Experten aus dem Medien- und Werbebereich. Für die Usertests wurden die zwölf gängigsten Werbeformen für Tablets auf der digitalen Version des Kundenmagazins APA-Value bewertet.

 

Insgesamt zählten für die befragten Experten Originalität, Qualität und eine einfache Bedienung zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren, um die Zielgruppe zu erreichen. Interaktive Elemente und überraschende Effekte würden zudem den Spieltrieb der Nutzer ansprechen und für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Erfreulicher Nebeneffekt: Für die Mehrheit der befragten User wurde das Kundenmagazin durch die innovative Werbung sogar interessanter.

Personalbedarf bei heimischen IT-Unternehmen steigt
Foto: APA/dpa - Pensionierungswelle könnte Situation verschärfen

Jedes zweite österreichische IT-Unternehmen ab 20 Mitarbeitern hat Probleme geeignete Fachkräfte zu finden. Weil bis 2020 zahlreiche Fachkräfte in Pension gehen werden, werde auch der Bedarf weiter steigen, so der Fachverband der Wirtschaftskammer "Unternehmensberatung und Informationstechnologie" (UBIT) in einer Aussendung.

 

"Die G-20-Nationen erwirtschafteten 2010 rund 2,3 Billionen Dollar durch das Internet und haben damit eine größere Wirtschaftsleistung als die Volkswirtschaften Brasilien oder Italien erbracht", so UBIT-Obmann Alfred Harl. 90 Prozent aller digitalen Daten seien in den vergangenen beiden Jahren entstanden. Es bräuchte daher zunehmend Spezialisten, die diese Datenmengen sinnvoll verwalten können, sagte Wilfried Seyruck von der Wirtschaftskammer.

 

50 Prozent der Produktivitätssteigerung in Österreich beruhe auf Informations- und Datenverarbeitung. Damit das so bleibe sei ein bildungs- und beschäftigungspolitischer Wandel im Sinne der IT notwendig. Außerdem müsse man bei der Frauenquote aufholen - aktuell liegt sie bei 14 Prozent.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 www.a1.net

- CELLULAR Gmbh www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH www.cms-rrh.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria www.ericsson.com

- evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- Samsung Austria GmbH www.samsung.com 

- SAP Österreich GmbH www.sap.com  

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

27. November 2014
30. Oktober 2014
Maschinenzeitalter: Digitalisierung verändert nicht nur Industrie radikal