19. Dezember 2014, 13:58
Blackberry schreibt wieder schwarze Zahlen
Der angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry kommt mit seiner Sanierung voran. Im abgelaufenen Quartal dämmte der kanadische Konzern ...
18. Dezember 2014, 15:08
Cloud-Geschäft lässt Oracle-Umsatz steigen
Der SAP -Konkurrent Oracle hat dank eines starken Cloud-Geschäfts seinen Umsatz deutlich gesteigert. Für das zweite Quartal gab der ...
17. Dezember 2014, 14:15
Apple setzt sich bei iPod-Musik durch
Apple hat sich in einem potenziell milliardenschweren Prozess um Musik auf seinen iPod-Playern durchgesetzt. Geschworene in Kalifornien ...
EBC-Newsletter #4/2012
Experten: Neue Bedienkonzepte werden digitalen Alltag radikal verändern
Foto: APA/Katharina Rossboth - Im Bild v.l.n.r. Thomas Stern (Braintrust, Moderator), Rainer Friedl (diamond:dogs), Thomas Wedl (Cellular), Gunther Oswalder (A1), Christian Adelsberger (Evolaris), Boris Eder (APA-IT)

Nach dem Trend zum Berühren statt Anklicken und dem Siegeszug der Apps könnten schon bald weitere alternative Steuerungssysteme in unserem digitalen Leben Einzug halten. "Das Beste kommt noch. Schließlich erreichen viele Technologien schon in den nächsten Monaten einen hohen Reifegrad", erklärte Thomas Wedl vom App-Hersteller Cellular bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Deutliche Fortschritte erwartet der Experte etwa bei der Spracherkennung, der Objekt- und Personenerkennung sowie der genaueren Ortsbestimmung in Gebäuden. Außerdem würden Apps nach Smartphones und Tablet-PCs bald am Fernseher Einzug halten. Dann gebe es am TV-Startbildschirm auch andere Medien als die etablierten Sendungs-Anbieter, eine einfachere Bedienung per Smartphone oder Tablet-PC - abseits der 40-Tasten-Fernbedienung - und eine direkte Interaktion, so Wedl. Beispielsweise könne man dann abstimmen, wetten oder zusätzliche Informationen abrufen.

 

Mit virtuellen Freunden Fangen spielen

Spannend seien auch Anwendungen wie die kolportierte Google-Brille, durch die die unmittelbare Umgebung mit zusätzlichen digitalen Infos angereichert wird, sagte Rainer Friedl von diamond:dogs. "Von so etwas wurde schon lange gesprochen. Aber jetzt kommt das wirklich und eröffnet Szenarien, die aus dem Science Fiction-Bereich kommen könnten. Vorstellbar ist beispielsweise, dass Kinder im Park mit virtuellen Freunden Fangen spielen", meint Friedl.

 

"Chirurgen verwenden so etwas teilweise schon. Das ist also keine Zukunftsmusik", ergänzte Christian Adelsberger von der evolaris next level GmbH. Die Brille sei aber nur ein Mittel, um digitale Inhalte und die Realität zusammenzuführen. Er verwies auf die stetige Fortentwicklung der Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine. "In den kommenden Jahren wird eine Vielzahl von alternativen Steuerungssystemen auf den Markt kommen und die Bedienkonzepte der Zukunft werden wesentlich stärker personalisiert und automatisiert sein", prognostiziert Adelsberger.

 

Bei Apps sieht Friedl inzwischen ein ernsthaftes Niveau erreicht, "das ist keine Spielerei mehr". Anfangs habe jeder einfach dabei sein wollen, jetzt gehe es stärker um Geschäftsmodelle. "Wenn ich die Billa-App installiert habe und an einer Filiale vorbei gehe, bekomme ich künftig vielleicht eine Nachricht über ein spezielles Angebot auf das Handy", so Friedl. Außerdem werde es zu einer Vernetzung der Anwendungen beziehungsweise der konvergenten Nutzung unabhängig vom Endgerät kommen.

 

Dies sei auch dringend nötig, so Boris Eder von der APA-IT. Probleme gebe es beispielsweise, wenn Apple-Nutzer auf Android umsteigen wollten. "Das muss sich ändern. Es muss mehr Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern geben", sagte Eder. Letztendlich würden ohnehin die Inhalte im Vordergrund stehen. Im Bereich Apps ortet er eine starke Professionalisierung und Kommerzialisierung, wobei man die Endkunden "abholen muss, wo sie sich am wohlsten fühlen - egal ob am PC, Smartphone oder Tablet".

 

"Was nicht intuitiv ist, funktioniert nicht"

Generell gelte: "Was nicht intuitiv ist, funktioniert nicht", ergänzte Gunther Oswalder von der A1 Telekom Austria. In diesem Bereich gebe es noch viel zu tun, weil derzeit zu viele inkonsistente Konzepte existieren würden. Dennoch ist er zuversichtlich: "Die Bedienkonzepte bewegen sich in Richtung Mensch. Sie verändern sich radikal und werden immer direkter und interaktiver." Durch leistungsfähigere Geräte mit immer schnelleren Internetanschlüssen und mehr Sensoren als je zuvor würden sich die Interaktions-Möglichkeiten fast täglich erweitern. Bei aller Begeisterung müssten aber der Mensch und sein Lernverhalten weiter im Mittelpunkt dieser Entwicklung stehen, so Oswalder.

SERVICE:

Fotos zum Event

Impulsreferat: Thomas Wedl (Cellular)

Mobilfunk-Branche zwischen Wachstum und neuen Konflikten
Foto: APA/dpa - Neue Machtverhältnisse sorgen für Wirbel

Die Zeiten, als ein Handy vor allem für Telefongespräche und SMS da war, sind vorbei. Heute übernehmen Smartphones die Macht, selbst das Wort Handy scheint veraltet. Die Mobilfunk-Branche ist heute ein Multi-Milliarden-Geschäft, um das sich immer mehr die gesamte Computer- und Internet-Welt dreht.

 

Die neuen Machtverhältnisse führen aber auch zu Konflikten, die in aller Härte vor Gericht und von Lobbyisten im politischen Feld ausgetragen werden. Der kaum noch überschaubare Patentkrieg zwischen Herstellern wie Apple, Samsung oder Motorola gehört inzwischen zum Tagesgeschäft - kaum eine Woche vergeht ohne neue Klagen, Urteile, Vorwürfe. Das sind aber nur die offensichtlichen Feindseligkeiten über viel tiefer gehenden Streitlinien.

 

Die tiefste davon trennt zwei große Gruppen, die ohne einander nicht können, sich aber immer mehr ins Gehege kommen: Die Netzbetreiber auf der einen und die Geräte-Hersteller und Diensteanbieter auf der anderen Seite. Die populären Smartphones sind ohne schnelle Datennetze nur ein nutzloses Stück Hightech. Und Netzbetreiber brauchen attraktive Geräte, um ihre mobilen Internet-Dienste an die Kunden zu bringen. Mit dem Vormarsch der Computer-Telefone mussten die Provider jedoch massiv Kontrolle abgeben.

 

Nicht mehr die Netzbetreiber entscheiden, welche Programme auf ein Mobiltelefon kommen, sondern der Kunde, der sie sich selbst aus den App Stores herunterlädt. Apple oder Google verdienen am Umsatz der App-Plattformen mit. Die einst mächtigen Telekom-Konzerne dürfen dagegen nur noch den Datenverkehr in ihren für viele Milliarden ausgebauten Netzen umschlagen. Jahr für Jahr wiederholen ihre Top-Manager gebetsmühlenartig, dass sie sich nicht auf die Rolle einer "dummen Pipeline" reduzieren lassen werden. Jahr für Jahr heißt es aus der Internet-Ecke hinter vorgehaltener Hand, dass dies längst geschehen ist.

 

Netzbetreiber unter Druck

Der Machtverlust der Telekom-Riesen schlägt aber auch schmerzhaft auf die Zahlen durch. Und es geht um schwindelerregende Summen. So rechnete der britische Marktforscher Ovum jüngst vor, dass den Netzbetreibern allein 2011 knapp 14 Milliarden Dollar (10,5 Mrd. Euro) an SMS-Einnahmen entgangen seien - weil die Kunden statt der teuren Kurzmitteilungen verstärkt auf Kommunikation über kostenlose Onlinedienste umschwenken, egal ob Facebook, Twitter oder die vielen Messaging-Apps wie WhatsApp.

 

Der Wandel der Mobilfunk-Branche ist nicht mehr aufzuhalten. Das iPhone von Apple war der Vorreiter, der 2007 als erster die festgewachsenen Strukturen aufbrach. Das Google-Betriebssystem Android machte dann den Umschwung komplett. Den Marktforschern von Gartner zufolge war im vergangenen Jahr bereits rund jedes dritte verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone. Bis zum Jahr 2015 rechnen sie damit, dass der Anteil weltweit auf mindestens 50 Prozent steigt. Der Wandel werde durch die Welle günstiger Smartphones, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, weiter beschleunigt, so Gartner-Analystin Roberta Cozza.

Telekommunikations-Preise sind zuletzt deutlich gestiegen
Grafik: APA - Branchenumsätze sind rückläufig

Jahrelang hat der Telekommunikationssektor inflationsdämpfend gewirkt, nun zeichnet sich eine Trendänderung ab. Im 3. Quartal 2011, den aktuellsten Zahlen der Telekom-Regulierungsbehörde RTR, ist der Telekom-Index überproportional gestiegen.

 

Während der Verbraucherpreisindex (VPI) in diesem Vierteljahr nur um 0,1 Prozent zulegte, kletterte der Telekom-Index um 2,5 Prozent in die Höhe. Beim Breitband-Internet gab es ein Plus von 3,6 Prozent, im Mobilfunk von 2,7 und im Festnetz von 2 Prozent. Im Schnitt gab der Mobilfunkkunde im 3. Quartal 17 Euro im Monat aus. RTR-Chef Georg Serentschy betonte vor Journalisten, dass der Telekom-Index seit dem Jahr 2006 immer um rund 40 Prozent unter dem VPI gelegen sei.

 

Dem Handyboom taten die gestiegenen Preise keinen Abbruch. Im dritten Quartal 2011 hat die Mobilfunkpenetration 150 Prozent der Bevölkerung erreicht. Serentschy führt dies auf die gestiegene Zahl der mobilen Breitbandanschlüsse und der Machine-to-Machine-SIM Karten zurück. Parallel zum Beschäftigtenstand schrumpften auch die Umsätze der Branche leicht.

Wer braucht einen Social-Media-Manager?
Foto: APA/EPA - Berufsbild zwischen Hype und Strategie

Facebook, Twitter, Xing und andere haben ein neues Berufsbild geschaffen: Immer mehr Unternehmen suchen Social-Media-Manager, die sich gezielt um ihren Auftritt in Online-Netzwerken kümmern. Trotz des aktuellen Hypes um das Thema braucht aber längst nicht jede Firma einen solchen Spezialisten, wie Praktiker auf der Social Media Week in Hamburg betonten.

 

Wenn ein Unternehmer unsicher sei, helfe ein Test, sagte Torsten Panzer, Geschäftsführer der Social Media Akademie in Mannheim: "Unterhalten sich die Leute im Netz über mein Produkt oder die Produktgattung?" Nur wenn man mit diesen Nutzern in Austausch treten wolle, sei ein Engagement sinnvoll. Zudem müsse man überlegen, was der Auftritt bei Facebook und Twitter bewirken soll, und dann eine entsprechende Strategie entwickeln. Vor allem große Unternehmen schließen sich dem Social-Media-Trend an, wie der Personalvermittler Sebastian Voss berichtete, der im Sommer 2011 das Portal socialmediakarriere.de gründete und derzeit 100 Bewerber in der Datenbank hat.

 

Eine genaue Definition des neuen Berufsbildes gibt es allerdings nicht. Der Begriff sei "globalgalaktisch formuliert", sagte David Rahnaward, Social-Media-Manager beim Versandhändler Otto. So seien die Anforderungen im Online-Kundenservice ganz andere als bei der Öffentlichkeitsarbeit via Twitter und Co. Ob es je ein einheitliches Berufsbild geben wird, bezweifelten die Experten. Derzeit sind die meisten Social-Media-Manager Quereinsteiger. "Wir haben Bewerber aus den unterschiedlichsten Bereichen mit den unterschiedlichsten Vorkenntnissen, was nicht schlecht sein muss", sagte Benni Wittkamp von der Hamburger Agentur Elbkind.

 

Entsprechende Bildungsgänge sind noch rar. "Die Hochschulen - vor allem die öffentlichen - haben das Thema sträflich vernachlässigt", so Torsten Panzer von der Social Media Akademie. Seine Einrichtung bietet Kurse an, in denen Berufstätige via E-Learning das Rüstzeug erwerben sollen. An Weiterbildungen für Social-Media-Manager mangelt es nicht. Die Angebote sieht Vivian Pein, Social-Media-Managerin beim Logistiker Hermes, aber skeptisch: "Es gibt viele Anbieter da draußen, aber das meiste ist Müll." Die Verdienstmöglichkeiten verglich Sebastian Voss mit der Marketingbranche. Die Spanne liege zwischen 35.000 und 60.000 Euro, je nach Selbstbewusstsein und Vorerfahrung der Bewerber.

Symposium in Graz beleuchtet Social Media

„Einblicke und Ausblicke" verspricht ein Symposium zum Thema Social Media, das am 22. März in Graz stattfindet. Dabei sollen viele offene Fragen rund um das derzeit heiß diskutierte Thema beantwortet werden, heißt es vom Veranstalter, der Studienrichtung International Marketing & Sales Management der FH CAMPUS 02 Graz.

 

Als Referenten fungieren beispielsweise Prof. Dr. Klemens Skibicki, Wissenschaftlicher Direktor Deutsches Institut für Kommunikation und Recht im Internet (DIKRI), Gerhard Kürner, Head of Corporate Communications, Voest Alpine AG, und Priv.-Doz. DDr. Julia Wippersberg von der Universität Wien.

Anmeldung und Information

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CELLULAR GmbH www.cellular.at

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Ericsson Austria GmbH www.ericsson.com

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- SAP Österreich GmbH www.sap.at   

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

Es sind keine Dokumente verfügbar!
28. November 2014
Experten: Wie der Smart Citizen die Stadt der Zukunft mitgestalten kann