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EBC-Newsletter #15/2010
Internet gefährdet Zwischenhändler
Foto: APA/Ian Ehm - Experten diskutierten die Folgen der "Internet-Revolution" und gaben einen Ausblick auf künftige Trends und Entwicklungen. Im Bild v.l.: Marcus Hebein (APA-MultiMedia), Thomas Stern (Moderator/Braintrust), Dieter Kittenberger (HP Österreich), Martin Fluch (A1 Telekom Austria), Gerhard Laga (WKO), Thomas Jäkle (WirtschaftsBlatt) und Peter Rastl (langjähriger Leiter ZID).

Der "Vater" des österreichischen Internet erwartet, dass Zwischenhändler durch technische Innovationen massiv vom Aussterben bedroht sind. Unerwartete Entwicklungen, etwa durch neue Internet-Angebote, "bringen auch Verlierer hervor. Die Gesellschaft soll sich davon aber nicht in Geiselhaft nehmen lassen", erklärte Peter Rastl, ehemaliger Direktor des Zentralen Informatikdienstes der Universität Wien, bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Man dürfe sich Innovationen nicht in den Weg stellen. Als Beispiel nannte Rastl die Musikindustrie, "die glaubt auf das Urheberrecht, das auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgeht, pochen zu können". Betroffen seien aber auch Reisebüros oder Buchhändler. Generell werde oft versucht, "etwas zu kriminalisieren oder durch politische Maßnahmen bzw. Lobbying hintanzuhalten". Es sei aber nicht lösungsorientiert, wenn Lexika-Anbieter Wikipedia oder die Setzer die Textverarbeitungsprogramme von Microsoft verhindern hätten können. "Der Kunde wird mündiger und sucht sich den Lieferanten selber aus", so Rastl.

 

Allerdings müsste dazu der "digital divide" geschlossen werden. "Internetkompetenz braucht in Zukunft jeder. Dazu muss es auch Veränderungen im Bildungswesen geben", forderte der Experte, der für die Installation einer Standleitung zwischen seiner Arbeitsstätte und CERN am 10. August 1990 verantwortlich war und damit vor 20 Jahren die Geburtsstunde des heimischen Internets eingeläutet hat. Der Politik fehle aber möglicherweise der technische Weitblick, siehe Vorratsdatenspeicherung. "Die Terroristen müssen sich ins Fäustchen lachen, wenn wir die Grundwerte der Gesellschaft opfern", sagte Rastl, der enormes Missbrauchspotenzial ortet.

 

Innovationen erobern Alltag immer schneller

"Der Rohstoff der nächsten Generation heißt Wissen. Die Basis für dessen Nutzung ist das Internet", gab sich auch Martin Fluch von der A1 Telekom Austria AG überzeugt. Dienste, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren, würden manchmal binnen weniger Monate ins Zentrum unseres täglichen Lebens rücken. Beispiele dafür seien Web 2.0, User Generated Content oder Location Based Services. Große Erwartungen setzt Fluch auch in Cloud Services, also über das Internet angebotene Speicher-, Rechen- bzw. Softwareressourcen. "Was bringt es, Fotos auf der Digitalkamera zu haben, wenn man sie herzeigen will? Die Zukunft ist, jederzeit auf seine Daten zugreifen zu können."

 

Die Infrastruktur werde sogar noch wichtiger als in der Vergangenheit, pflichtete Dieter Kittenberger von HP Österreich bei. "Wer glaubt noch, dass viele Unternehmen auch noch in zehn Jahren eigene IT-Abteilungen haben werden?", sieht er die Cloud Services auf dem Vormarsch. Die Zukunft des Internet werde dadurch geprägt sein, dass der konkrete Nutzen für den Einzelnen noch stärker im Mittelpunkt stehe: "Individualisierte Services und partizipative Kommunikationsmodelle werden nur einige der Ausprägungen sein", erklärte Kittenberger.

 

KMU haben bei Cloud Services noch Berührungsängste

Gerade Klein- und Mittelbetriebe (KMU) könnten sich durch Cloud Services wieder auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, so Gerhard Laga vom E-Center der Wirtschaftskammer Österreich. Diese Dienste würden von Spezialisten deutlich professioneller und effizienter angeboten, allerdings gebe es noch Berührungsängste. Hier müsse noch Aufklärungsarbeit geleistet werden.

 

Die Cloud sei "ein hippes Thema, aber die Mehrheit der Klein- und Mittelbetriebe hat für die nächsten fünf Jahre keine Pläne, entsprechende Services zu nutzen. Außerdem wollen viele ihre Daten nicht außer Haus geben", bremste Thomas Jäkle vom WirtschaftsBlatt die Erwartungen. Das Internet habe zwar ein bisschen gehen gelernt, aber so richtig in Schwung gekommen sei es nicht. "Dazu waren die vergangenen 20 Jahre zu technologielastig. Es braucht noch einiges, um Innovationen der breiten Masse näher zu bringen", so Jäkle.

 

Funktionierende Geschäftsmodelle sind Mangelware

Oft fehlten einfach funktionierende Geschäftsmodelle, ergänzte Marcus Hebein von APA-MultiMedia. Bei vielen Innovationen im Internetbereich sei der Ablauf folgender: Zuerst komme die Technologie, dann eine Masse an Nutzern. Allerdings gebe es zu diesem Zeitpunkt noch immer kein Businessmodell. "Jeder setzt voraus, dass, wenn die ersten beiden Punkte erfüllt sind, sich auch automatisch ein Geschäftsmodell ergibt", erklärte Hebein. Das sei aber oft nicht der Fall.

 

Bei der Frage nach den Innovationen der nächsten Jahre verwiesen die Experten auf durchaus unterschiedliche Trends: Kittenberger sieht das "Internet der Dinge" - also die Netzanbindung von Geräten aller Art - als enorm zukunftsträchtig: "Das wird uns noch massiv beschäftigen. Sensoren an Brücken können etwa über das Internet ihren aktuellen Status melden." Laga erwartet sich neue Arten der Interaktion, "die Tastatur wird immer unpassender".

 

Hebein prognostiziert "mehr Ordnung": "Auch wenn immer mehr Informationen zur Verfügung stehen, wird jeder die Services nutzen können, die er haben will und in der konkreten Situation braucht. Das ist auch notwendig, um nicht von der Infoflut überrollt zu werden." In dieselbe Kerbe schlägt Fluch: "Es gibt Unmengen an Informationen, aber künftig werden sie abgestimmt auf Sachen aufbereitet, die wir zu dem Zeitpunkt wirklich brauchen."

 

Jäkle sieht das Internet "zu einer unglaublichen Datenschleuder verkommen". Doch "die Googleisierung und Facebookisierung" werde nicht das Glückseligmachende sein. Die einzige Voraussage, die Rastl treffen wollte, ist: "Weitere unerwartete Entwicklungen sind zu erwarten."

 

SERVICE: Fotos vom Event sind hier abrufbar.

20 Jahre Internet: Alltag ohne "Web" undenkbar
Foto: APA/dpa - Neben der Begeisterung gibt es aber auch Misstrauen

Ziemlich genau 20 Jahre gibt es das Internet in Österreich bereits - und was als exotische Elektronikspielerei begann, ist heute aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken. Kaum jemand kommt im Alltag ohne das "Web" aus, selbst im Urlaub wollen viele Österreicher nicht darauf verzichten. Einkaufen, Bildung, Sicherheit, Kriminalität, soziale Kontakte - das Internet dominiert zahlreiche Lebensbereiche.

 

Eine Umfrage von Oekonsult hat bezüglich der Auswirkungen des Internet auf das tägliche Leben einige interessante Resultate geliefert. Lediglich neun von 1.207 Befragten konnten sich unter dem Begriff "Internet" nichts Konkretes vorstellen. Kein Wunder, ist doch für rund 70 Prozent der Österreicher private Kommunikation ohne regelmäßiges "Surfen" gar nicht mehr denkbar.

 

Ebenfalls 70 Prozent sind überzeugt, dass das Internet maßgeblich dazu beigetragen hat, die sozialen Kontakte zu erweitern. Neben der Begeisterung für dieses Medium existiert aber auch genügend Problembewusstsein und Misstrauen. So berichteten zwei Drittel, dass in ihrem persönlichen Umfeld Kindern der Zugang zum Netz limitiert werde.

 

Über die Sicherheit beim Shoppen im Internet sind sich die Österreicher offenbar nicht ganz einig. Nur 15 Prozent haben überhaupt keine Bedenken, für ebenso viele stellt ein virtueller Einkauf ein großes Risiko dar. Produktinformationen, Marktbeobachtungen und Preisvergleiche erfreuen sich hingegen allgemeiner Beliebtheit und werden von etwa 70 Prozent der Befragten eingeholt.

 

Bildung und Internet sind untrennbar miteinander verbunden - so sehen es zumindest die heimischen User. Fast 86 Prozent sind der Ansicht, dass es sich dabei um einen "unverzichtbaren Schlüsselfaktor" handelt. Und es scheint den TV-Konsum einzudämmen: 16,7 Prozent gaben an, dass sich durch das Surfen ihre Fernsehzeiten "sehr deutlich reduziert" haben, 38,3 Prozent stellten eine "merkbare" und 22,9 Prozent immerhin eine "geringfügige" Reduktion fest.

 

Lückenlose Überwachung

Keinen Spaß verstehen die Österreicher beim Missbrauch des Internets: 97,3 Prozent sprachen sich für die Verfolgung von Kinderpornografie aus. 76,1 Prozent sind überzeugt, dass das World Wide Web der Wirtschaftsspionage Tür und Tor geöffnet habe. Und 67,8 Prozent glauben, dass das Internet "in hohem Ausmaß" dazu dient, möglichst viele Bürger möglichst lückenlos zu überwachen und zu kontrollieren.

 

Doch alles in allem sind die Bewohner der Alpenrepublik vom Umgang mit dem globalen Datennetz ziemlich angetan. 90,6 Prozent gaben an, dass die Vorteile deutlich überwiegen. Apropos Umgang mit dem Internet: 91,3 Prozent der heimischen Surfer sind der Ansicht, dass jene Männer, die sagen, sie würden niemals Sex-Seiten besuchen, lügen.

iPad: Heimische Medien positionieren sich
Foto: APA - Verleger setzen Hoffnungen in neues Geschäftsmodell An Apples iPad hängt auch hierzulande die Hoffnung vieler Medienmacher, ein zusätzliches und vor allem zukunftsfähiges Geschäftsmodell zu finden. Mit dem Verkaufsstart sind bereits mehrere Medienhäuser mit einer speziell auf den Tablet-PC ausgerichteten "App" im iTunes-Store vertreten, zahlreiche weitere werden folgen. Vor allem für die Zeitungen wird die Frage "Paid Content" wieder aktuell.

 

Noch ist das Medienangebot speziell für das Touchscreen-Tablett in Österreich überschaubar. Zum Download stehen etwa Applikationen von "Vorarlberg Online", "Vienna Online", "Salzburg24.at", "Austria.com", "Krone.at HD" oder jene des Monatsmagazins "Datum". Darüber hinaus lassen sich am iPad auch jene Applikationen nutzen, die speziell für das iPhone gebaut wurden, wenn auch die Auflösung oft zu wünschen übrig lässt, weil das Programm auf den größeren Bildschirm des Tablet-PC angepasst - sprich: aufgeblasen - werden muss.

 

Während die vorhandenen Applikationen vor allem Ableger von Onlineportalen sind und gleich wie diese kostenfrei sind, hoffen die Verleger zusätzlich auf ein neues Geschäftsmodell für die Printerzeugnisse. Zum Verkaufsstart des iPad hat etwa das "WirtschaftsBlatt" bereits eine eigene "App" am Markt, die die Printausgabe auf das Gerät bringt. Für ein digitales Abo verlangt der Verlag 19,80 Euro, Premium-Abonnenten der Tageszeitung erhalten das Service zusätzlich kostenlos.

 

Ein Premiumangebot plant auch der "Kurier" für seine Printversion. Wie Roland Schwärzler, Leiter von "Kurier.at", zur APA sagte, wird das Layout der Zeitung für die "App" übernommen, jedoch um multimediale Elemente ergänzt. So werden bei Fotos etwa Slideshows oder Videos eingebunden sein. Ein zusätzliches Goodie für die Werbewirtschaft ist ebenfalls geplant: Die Anzeigen aus der Printausgabe werden in die iPad-Version übernommen, sind dort aber "klickbar" und können zu weiterführenden Informationen verlinkt werden. Im Gegensatz zur bereits für das iPhone erhältlichen "kurier.at"-Applikation wird die iPad-Ausgabe der Zeitung kostenpflichtig sein, kündigte Schwärzler an. Starten werde man Mitte August.

 

Apps bringen zusätzliche Reichweite

Nach Ansicht Schwärzlers führt an der neuen Plattform für Medienhäuser derzeit kein Weg vorbei: "Jemand, der nicht dabei ist, hat garantiert ein Imageproblem", meint er. Für die eigenen Produkte erwarte man auf jeden Fall zusätzliche Reichweite. Positiv ist das vorläufige Resümee für die "kurier.at"-"App" am iPhone. Binnen vier Wochen sei das Programm 30.000 Mal heruntergeladen worden.

 

Österreichs "iPad"-Pionier unter den Medienschaffenden ist der Vorarlberger Verleger Eugen Russ. Mit "Vorarlberg Online" war man bereits auf dem Gerät am Markt, bevor man die Touch-PCs in Österreich überhaupt kaufen konnte. Auch Russ plant eine eigene Applikation für sein Printflaggschiff, die "Vorarlberger Nachrichten". Im Gegensatz zur "vol.at"-Applikation soll diese auch etwas kosten, so Russ im APA-Interview.

 

Deadline für die Markteinführung sei Jahresende. "Ich glaube, dass die abgeschlossene Information wie in der Zeitung wichtig ist, und dass es den Qualitätsanspruch von einer gedruckten Zeitung hat, die durch mehrere Prüfinstanzen geht, bevor sie wirklich veröffentlicht wird." Für eine solche "App" könne man sicher den gleichen Preis verlangen wie für die Printausgabe. "Das ist ein wichtiges Markenthema ist. Wenn etwas gleichwertig ist, warum soll es billiger sein?", meint Russ.

 

Einen Sonderfall bildet im Moment der ORF, dessen Online-Geschäfte mit dem neuen ORF-Gesetz erst kürzlich genau geregelt und teilweise auch beschnitten wurden. Online-Direktor Thomas Prantner würde auf jeden Fall gerne die Video-On-Demand-Plattform TVthek auf mobilen Geräten anbieten. Allerdings müsse man erst prüfen, was dem ORF auf den Ausspielgeräten rechtlich überhaupt erlaubt sei.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1telekomaustria.at

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- CELLULAR GmbH http://www.cellular.at/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAP Österreich GmbH http://www.sap.at/  

- UC4 Software http://www.senactive.com/ 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG http://www.wirtschaftsblatt.at/  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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